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Kenneth K. Markenzie
Ornhber 1934
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OEKONOMISCH-TECHNISCHE
FLORA DER WETTERAU
He rau u.g,e geb.e mn
von
G. Gärtner, D*. B. Meyer und D”. J. Scherbius.
Sämtlich Mitglieder mehrerer gelehrten Gesellschaften.
Dritte Pr Bad.
”
>
Zweite Abtheilung. .
Frankfurt am Main.
verlegt von Philipp Heinrich Guilhauman.
805,
DUPLICATA DE LA BIBLIOTHEQUE
DU CONSERVATOIRE BOTANIQUE DE GENEVE
E VENDU EN 1922
DREIUNDZWANZIGSTE
KLASSE.
CRYPToGAMIA.- Gewächse mit undeutlichen Be-
fruchtungswerkzeugen.
IL. ORDNUNG.
Unächte Farrnkräuter.
CCCCLXIV. D: Befruchtungswerkzeuge sind in
EQUISETUM. eine eyrundlängliche Aehre an dem
2 Ur Endc der Stengel vereinigt, und beste-
hen aus gestielien, quirlförmig um den
Stengel stehenden vielekkigenSchildern,
wovon jedes an seinem untern Theile
4 — 7 mit dem Stiele gleichlaufende
ekkige M an der Spizze rundliche, nach
innen sich öffnende Röhren verbindet,
3. Th. 2. Az
ER 23. Klasse. ı. Ordnung
in welchen sich viele kugelige Saamen
befinden. An jedem Saamen befinden
sich 4 paarweise verbundene, elastische
Fäden, von welchen jeder sich mit ei-
nem spatelförmigen Staubbeutel endigt.
CCCCLXV, Die Befruchtungswerkzeuge befinden
LYCOPODI- sich in den Winkeln der dachziegelför-
un. mig übereinander liegenden Schuppen
der länglichen Aehren, oder auch in
den Winkeln der Blätter, und bestehen
in nierenförmigen, zweiklappigen, ela-
stischen, mit zahllosen feinen Saamen
angefüllten Kapseln. |
eg‘ Die gemeinschaftliche , stiellose Ge=-
Pillenfarn. schlechtstheilenhülle ist kugelig und haa-
rig, und besteht aus 4 in einer beson-
dern Haut eingeschlossenen , in 4 Theile
sich öffnenden Fächerchen. Indemun«
tern Theile derselben befinden sich viele
schief-birnförmige Fruchtknoten , ohne
Griffel, an deren obern dikkern Theile
sich eine kegelförmige Narbe befindet.
In dem obern Theile der Fächer befin-
den sich viele einfächerige kegelför mi-
ge, der Queere nach aufspringende Staub-
beutel. Der kugelige Saamen ist mit
einer Haut umgeben, und mit der in-
"CCCcEeLXVM.
OSMUNDA.
T raubeufarrn
CCCCLXVIM.
OPRIOGLOS-
SUM.
Natterzunge.
Wahre Farrnkräuter. 5
nern fleischigen Haut der Fächer ver-
bunden.
I. ORDNUNG. v
Fırıczs. Wahre Farrnkräuter,
A. Die Befruchtungswerkzeuge mit
- keinem elastischen Ring umgeben.
a, Mit Kapseln ohne Hüllen.
Die Kapseln stehen entweder vonein-
ander abgesondert oder gehäuft in einer
Traube, sind ungestielt, fast kugelig,
zweiklappig, springen der Queere nach _
auf, haben keinen elastischen Ring und
enthalten viele sehr kleine Saamen.
db. Kapseln mit Hüllen
Viele stiellose, fast kugelige, zwei-
klappige, bei der Reife queer aufsprin-
gende Kapseln sind vermittelst einer
Haut in eine zweizeilige Aehre verwach-
sen, haben keinen Ring und enthalten
viele sehr kleine Saamen.
6 25. Klasse, ». Ordnung.
B. Die Befruchtungswerkzeuge mit
einem elastischen Ring umgeben.
a. Kapseln ohne Hüllen,
CECCLXIKX. Die kugeligen ungestielten den Frucht-
ONOCLEA.
hüllenähnelnden Kapseln sind miteinem
Rollfarrn.
gegliederten elastischen Ringe umgeben,
und befinden sich unter den zurükkge-
krümmten und zusammengezogenen
| Lappen der Blätter.
CECCEXX. Die gestielten und mit einem geglieder-
A Noch ten elastischen Ringe umgebenen Kapseln
Engelsüss sizzen in rundlichen Erhabenheiten auf
der. Mitte der. nntern: liche. dei
ter.
b. Kapseln mit Hüllen.
CCCCLXXI. Diegestielten, fast kugeligen, undmit
PTERIS.
einem gegliederten elastischen Ringe
Saumfarrn.
umgebenen Kapseln, sizzen in Linien
am Rande der untern Blattfläche. Die
Hülle entsteht aus der verlängerten am
Rande des Blatts der ganzen Längenach
eingebogenen und die ganze Reihe der
Rapseln umhüllenden Oberhaut und ge-
het einwärts voneinander.
CCCCLXXI.
BLECHNUM.
Rippenfarrn.
CCCCLXXIII.
SCOLOPEN-
DRIUM.
Streif farrn.
CGCCCLXXIV.
ASPLENIUM.
Milz ‚farrn.
Wahre Farrnkräuter. 7
Die gestielten, fast kugeligen, und
mit einem gestielten elastischen Ringe
umgebenen Kapseln, finden sich in gleich-
laufenden Linien mit den Rippen der
Blätter. Die Hülle entsteht aus der
zwischen den Rippen liegenden Oberflä-
che der Blätter in gleichlaufender Linie
und gehet an der Rippe voneinander.
Die mit einem gegliederten elasti-
schen Ringe umgebenen Kapseln, liegen
in zerstreuten gepaarten Streifen zwi-
schen den Adern in der Nitte auf der
Unterfläche der Blätter. Die Hülle
ist gedoppelt, entspringt der Län-
ge nach aus der Scheibenfläche zu bei-
den Seiten der Blätter, liegt in der
Mitte der Länge nach gleichsam zusam-
mengeleimt aufeinander, gehet gegen
die Reife der Kapseln in der Mitte ei-
nes jeden Punkts der ganzen Länge
nach voneinander, und wird dadurch
gewissermassen zweiklappig, welches
sich aber nach Ergiesung der Kapseln
verliert. .
Die mit einem gegliederten elastischen
Ringe. versehenen Kapseln, liegen iu
gleichlaufenden Linien in verschiedener
cn
CCCCLXXV.
ATHYRIUM,
Tüpfelfarrn.
CCCCLXXVI.
POLYSTI-
CHUM.
V ollfarrn.
23. Klasse. ©. Ordnung,
Richtung in der Mitte auf der Unter-
fläche der Blätter. Die Hülle entspringt
auswärts gegen denRand auseiner klei-
nen Ader des Blatts, und gehet zur
Zeit der Reife an dem andern entgegen-
gesezten innern Rande, der gegen die
Mittelrippe des Blattes gerichtet ist, seit-
wärts auseinander und wird dadurch
einklappig, welches nach Ausgiesung
der Kapseln an der äussern Seite sicht-
bar bleibt.
Die eyförmigen, mit einem geglieder-
ten elastischen Ringe versehene Kapseln,
liegen in gleichlaufenden Linien in ver-
schiedener Richtung in der Mitte auf
der Unterfläche der Blätter. Die Hülle
entsteht aus einerkleinen Ader seitwärts
der ganzen Länge nach, liegt nach Art
einer Schuppe lose auf, ist am Rande
“ gerissen- gefranzt, zulezt inwendig #f-
haben zurükkgedrükt und halbmond-
förmig.
Die rundlichen, mit einem geglieder-
ten elastischen Ringe versehenen Kap-
seln, liegen in gleichlaufenden Linien
in verschiedener Richtung in der Mitte
auf der Unterfläche der Blätter. Die
CCCCLXXVH.
CYATHEA.
Becher -farrn
Wahre Farrnkräuter. 09
Hülle ist entweder schildförmig,
am Mittelpunkte nur an einer kleinen
Stelle befestigt, sonst fast von allen
Seiten frei, wird bei der Reife der Kap-
seln trichterföormig und am Rande der
Längenach gefaltet, oder nierenför-
mig, nur an einer kleinen Stelle an die
Seite befestiget, sonst überall frei, er»
hebt sich bei der Reife der Kapseln am
Rande von allen Seiten, uud an der be-
festigten Stelle zieht sie sich zurükk ,
wodurch sie nicht undeutlich die Ge-
stalt einer Niere darstellt.
Die rundlichen, mit einem geglie-
derten elastischen Ringe versehenen
Kapseln, liegen in gleichlaufenden Li-
nien in verschiedener Richtung in der
Mitte auf der Unterfläche der Blätter in
einer halbkugelförmigen, entweder ey-
förmig kelchartigen , oder an derSeite,
an der Spizze ohne Dekkel von einan-
der gehenden Hülle.
10 25. Klasse. 5. Ordnung.
Il. ORDNUNG,
mMmuscı. Moose.
A. Mit geschlossener Mündung,
CCCCLXXVII Die eyförmige fast stiellose Büchse
PHASCUM. bleibt geschlossen und fällt ohneröffnet
Ohnmund. ab
B. Mit kahler Mündung.
CCCELXXTX,. Die nakkendrändige stielloge Büchse
SPHAGNUM.
sizt auf ei irkel z
Torfmoos. uf einem zirkelrunden Ansazze
und ist oft mit dem unteren abgerisse-
| nen Theil der Müzze umgeben.
UN Rn ‚Die eyförmige nakkendrändige Büch-
MUM. se sizt scheibenförmig am Ende,
Kahlmund,
C. Mit einfach gezähnter Mündung.
CECCELXXAI. Die walzenförmige Büchse sizt auf
SPLACH- f : aa
NUM. einem schirmförmigen oder etwas ku-
Schirmmoos. geligen innerhalb hohlen Ansazze. Die
Mündung hat 8, paarweise stehende
. . . Zähne.
COCCLXXKIL Nie Büchse ist eyförmig. Die Mün-
GRIMMIA.
Zwergmoos, dung hat ı6 etwas breitliche Zähne.
Moose, ıı
CCCCLXXXIU,. Die Büchse walzenförmig. . Die Mün.
ENCALYPTA qung
Er ME hat 16 schmale Zähne. Die Müz-
ze glokkenförmig, gross, schlaff und
glatt.
CCCCLXXXIV Die Büchse eyförınig -länglich. Die
DICRANUM.
Gubeliisor. Mündung hat ı6 breitliche, bis zur
Hälfte gespaltene, eingebogene Zähne.
CCCELXXXV. Die Büchse länglich. Die Mündung
Bin hat ı6 lange sehr schmale, borstenför-
Borstenmoos. mige, aufrechte, bis auf den Grund
gespaltene Zähne,
CCCCLXXXVI Die Büchse länglich oder walzenför-
TORTULA.
Schrauben-
mooSs. förmige spiralförmig gewundene Zähne,
mig. Die Mündung hat mehre:e haar-
D. Die Mündung mit einfacher
oder doppelter gezähnter Reihe;
der äussere und innere Hand
hat ı6 oder & Zähne, oder lez-
terer fehlt gänzlich.
CCCCLXXXVII. DieBüchse eyförmig. Der äussereRand
WEISSIA.
der Mündung hat ı6 oder nur 8 breit-
Perlmoos.
liche, der innere eben so viele etwas
breitere ausgefressene Zähne, oder fehlt
wohl gar. Die Haare der kegelförmi-
gen Müzze sind aufgerichtet.
11 03, Klasse. 3, Ordnung.
E. Die Mündung mit doppelt ge-
zähnter Reihe, wovon die äus-
sere ı6 Zähne hat.
CCCCLXXXVII. Die Büchse verkehrt kegelförmig. -
FUNARIA. Der äussere Rand der Mündung hat ı6
Seilmoos, a 2 \
schiefe an der Spizze zusammenhängen-
. de Zähne, der innere eben so viele haut-
artige, flache, an der Spizze freieFran-
zen. -
CCCELXXXIX Die Büchse eyförmig länglich. Der
BRYUM.
äussere Rand der Mündung hat 16 breit»
Knotenmoos.
liche spizzige Zähne, der innere ist
hautartig, gefalten- nachenförmig, ge-
rissen und hat breitliche abwechselnd
haarförmige Abschnitte,
CCCCKC. Die gestreifte Büchse kugelförmig.
BARTHRA- td 1, rn
MIA. er äussere Rand der Mündung hat ı
Apfelmooss nachenförmige Zähne, der innere ist
hautartig, gefalten nachenförmig und
an der Spizze etwas gerissen.
In ala Die längliche von dem dachziegelför-
LIS. mig übereinander liegenden Mooskelch
Ouellmoos. umgebene Büchse sizt auf einer kur-
zen Borste. Der äussereRand der Mün-
dung hat ı6 breitliche, der innereeben
so viel nezzförmig verbundene Zähne.
CCCCXCHI
HYPNUM.
ÄAstmoos,
CCCCXCIT,
LESKIA.
Strauchmoos.
CCCCKXCIV.
NECKERA,
Tingmoos.
CCCCKXCV.
BUXBAUMIA
Schor fmoes.
Moose. 3°
Die Büchse länglich. Der äussere
Rand hat ı6 breitliche Zähne, der in-
nere ist hautartig, gleich, gerissen, mit
breitlichen, darzwischen liegenden haar-
förmigen Einrissen.
Die Büchse länglich. Der äussere
Rand der Mündung hat ı6 spizzige
Zähne, der innere besteht aus einer ı6
mal gezähnten Haut, deren Zähne gleich-
breit sind,
Die Büchse länglich, Der äussere
Rand der Mündung hat ı6 spizzige
Zähne, der innere aber ist mit 16 be-
sondern, mit den äussern Zähnen ab-
wechselnden Franzen besezt.
Die Büchse eyförmig, schief, am
Grunde auf der einen Seite bauchig,
auf der andern Seite eingedrükt, und
in der erstern Art gerändet. Der äus-
sere Rand der Mündung hat ı6 abge-
stuzzte Zähne, der innere ist hautartig,
gefaltet.
—
14 23. Klasse 4. Ordnung. \ |
CCCCXCVI.
POLYTRI-
CHUM.
Haarmoos,
1
CCCCXCVI,
JUNGER-
MANNIA.
Jungermannie,
CCCCXCVIM.
MARCHAN:.
TIA.
Marchantie,
F. Die Mündungmit doppeltgezähn-
ter Reihe, wovon die äussere 32
oder noch mehrere Zähne hat,
die innere aber hautartig ist.
Die Büchse rundlich, länglich oder
vierekkig und bisweilen auf einem vier-
ekkigen Ansazze sizzend. Der äussere
Rand der Mündung hat 52 oder dop-
pelt so viele, kurze, am Grunde zusam-
mengewachsene, einwärts gekrümmte
Zähne, der innere besteht aus einer
flachen, schiefen, an die Zahnspizzen
des äussern Randes gleichsam angeleim-
ten Haut. Die Müzze haarig.
IV. ORDNUNG.
HEFATICAE. Lebermoose.
Die Kapsel rundlich, sizt auf einer
langen , ‚sehr zarten, nakkenden Bor-
sten, ist einfächerig, und gehet zulezt
an der Spizze in 4.gleiche, abstehende,
bleibende Klappen ‚auseinander-
Die Kapseln verkehrt-eyförmig, auf
einem gemeinschaftlichen 'gestielten Bo-
den befestigt, einfächerig, an der Spizze
CCCCXKER.
ANTHOCE-
ROS.
Hörnerschor en
Lebermoose. 15
mit ohugefähr 5 — ı0, zulezt zurükk-
gerollten Zähnen auseinandergehend.
Die Kapsel sehr lang, gleichbreit, pfrie-
menförmig, am Grunde mit einem ein-
blätterigen, abgestuzzten Kelch umge-
ben’ und halbzweiklappig. Das Säul-
chen frei, erstrekt sich vom Grunde bis
| D.
RICCIA,
Rizzie.
DI.
BATRACHO-
SPERMUM.
Froschleich,
DU.
CONFERVA,
Konferye.
DII.
ULVA.
FU atk.
an die Spizze,
Die Kapsel nakkend , indas Blatt eein-
gesenkt, kugelig, einfächerig, endigt
sich in eine abfallende Röhre,
V, ORDNUNG.
ALGAE. Algen,
Vielsaamige, auf der Oberfläche ge-
färbte Beeren befinden sich auf gelen-
kigen, knorpelig -galertartigen Fäden.
Röhren oder krautariige Fäden sind
anclen innern Wänden mit Befruchtungs-
körnchen besezt.
Die Befruchtungskörnchen sind vor-
züglich um den Rand einer ausgebrei-
teten durchscheinenden Haut eingewach-
sen.
16 25. Klasse. 6. Ordnung.
DI. Dünne, häutige, zartwollige, nicht
BYSSUS. hohle Fäden sind, auswärts mir Deb r
Byssus.
tungskörnchen besezt.
VLORDNUNG.
Lichenes. Flechten.
A. Die weiblichen Fruchtböden mit ei-
ner zarten fruchttragenden Haut be-
dekt,
DV, Die gleichbreiten buchstaben ähnli-
OPEGRAPHA
Schri feflechte. chen Fruchtböden gebogen, bisweilen
zusammenfliessend , öffnensich der Län-
' ge nach in eine Spalte, | "a
EN en ja, Stenglich, rund, inwendig hobl. Die
Strunkflechte- weiblichen kopfförmigen Fruchtböden
gestielt, auf der Spizze stehend, am
Rande zurükkgebogen, mit auf der
Oberfläche ganz nakkender kugelförmi-
ger Scheibe. vn
ne Stenglich, gleichhoch, rundlich,, zer-
CAULON. brechlich, nicht hohl, Die weiblichen
Korallenfiech- Fruchtböden warzig.
te.
Dvim Finnen oder fadenförmig, meistens
USNEA. herunterhängend und ästig. Die weib-
Haarfiechte. jichen schüsselförmigen oder zirkelrun-
Flechten. 17
den Fruchtböden mit gefranztem oder
nakkendem Rande.
DIX. Lederartig. Die weiblichen schild-
PELTIGERA,.
Schild Lfiechte.
förmigen Fruchtböden zusammenge-
drükt, fleischig, an dem Rande der
Flechte angewachsen.
DX. Blattartig, am Mittelpunkte angehef-
UMBILICA- get. Die weiblichen schüsselförmigen
RIA.
Nabelflechte. Fruchtböden spiralföormig gewunden.
DXI. Gallertartig und durchscheinend, Die
COLLEMA. weiblichen schüsselförmigen Fruchtbö-
Gallertfiechte. den gallertartig, gerändet und hohl.
DXT. Lappig, zerrissen, vielspaltig, auf-
; recht oder niedergedrükt. Die weibli-
| ech
eppenfi chen schüsselförmigen Fruchtböden ge-
rändet und hohl,
DXII. Blätterartig geformte Kruste. Die
Schar FRechte weiblichen schüsselförmigen Fruchtbö-
den gerändet und gewölbt.
DXIV. Blattlose Kruste. Die weiblichen
VERRUCA- schüsselförmigen Fruchtböden bald ge-
e enflech- rändet, bald randlos.
be.
3.219, B
18
DXV.
SPHAFRO-
PHORUM.
Kugelflechte.
DXVI.
ENDOCAR-
PUM.
Inn frucht-
‚flechte,
DXVIL
23. Klasse. 7. Ordnung. |
B. Die weiblichen Fruchböden
gelförmig, inwendig fruchttra-
gend.
Stengelig, ästig, nicht hohl, Die
weiblichen kugelförmigen Fruchtböden
mit einer mehlartigen schwarzen Masse
angefüllt, bleiben nach Entleerung der-
selben weit geöffnet stehen,
Die weiblichen kugelförmigen Frucht-
böden dem Schorfe oder Blatte einge-
senkt, mit kleinen hervorragenden
punktförmigen Mündungen, enthalten
2 — 4 Saamen.
Körnig krustenartig. Die weiblichen
BAEOMYCES kopfförmigen Fruchtböden aufeinfachen,
Schwamm
flechte.
- DXVI.
SPHAERIA,
Kugel-
schwamm.
runden, inwendig nicht hohlen Stielen
sizzend, mitganz nakkender Oberfläche.
VI. ORDNUNG.
Funcı. Schwämme..
I. Unterorpnung. Mit geschlosse-
nen Fruchtbehältnissen.
A. Das Fruchtbehältnis hart.
Das Fruchtbehältnis mannigfaltig ge-
staltet. Die Kügelchen rundlich, im
trokknen Zustande meistens hohl, im
En
Schwämme. 19
* feuchten miteiner von den freien Kap-
DXIX.
STILBOSPO-
RA.
Glanz-
schwamm.,
DXXU.
NAEMASPO-
RA.
RBanken-
schwamm,
DXXIN.
TUBERCU-
LARIA.
Knoten-
schwamm.
DXX.
HYSTERIUM,
V enus-
schwamm,.
DXXI
. XYLOMA.
Holzschwamm
seln gebildeten Gallerte angefüllt,
Ohne Kügelchen. Die Kapseln oder
vielmehr nakkenden Fruchtbehältnisse
in eine schwarze aus den Aesten sich
ergiessende Materie zusammengehäuft.
Das Fruchtbehältnis weich, sichtbar
oder fehlend. Die Gallerte in Ranken
hervorbrechend.
Das Fruchtbehältnis fast halbkugel-
rund, strunkförmig oder fehlend. Die
innere weiche Substanz rundlich zusam-
mengeballt, meistens roth, bleibend,
im feuchten Zustande gallertartig.
Das eigentliche Fruch’behältnis fehlt,
Die meistens längliche Fruchthülle (Pe-
rithecium) öffnet sich mit einem läng-
lichen Spalten,
Das Fruchtbehältnis mannigfaltig ge-
staltet , hart, inwendig etwas fleischig,
bleibt entweder geschlossen oder zerreisst
zulezt auf mannigfaltige Weise.
Ba
2o 23. Klasse. 7. Ordnung.
DXXIV.
SCLEROTI-
UM. 3
Hartschwamm
DXXV.
TUBER,.
Trüffel-
Schwamm.
DXXVI.
TULOSTO-
MA.
Schwülen-
schwamm,
DXXVI.
GEASTRUM.
Erdschwamm.
DXXVII.
BOVISTA.
Bosist-
schwamm. ,
B. Das Fruchtbehältnis fleischig.
Fleischig, mannigfaltig gestaltet, in-
wendig gleichförmig, fleischig und glatt,
von aussen (bei einigen Arten) gegen
das Ende runzelig.
Rundlich, fleischartig, die innere
Substanz durch saamentragende Adern
gestreift.
. . .. ! . !
C. Das Fruchtbehältnis häutig.
*) Der Saamenstaub mit Fäden durchwebt.
Die Schwammkapsel ( Peridium) ge-
stielt, mit walzenförmiger, knorpelar-
tiger Mündung.
Der Wulst zart, bald verschwindend,
Die äussere Rinde der Schwammkapsel
sternförmig zerschlizt, zulezt zurükk-
geschlagen, mit meist behaarter Mün-
dung.
Die Schwammkapsel eben und stiel-
los, mit äusserer zulezt theilweise ver«
schwindender weissen Rinde und unre-
gelmässig zerrissenem Scheitel, Der
Saamenstaub braunpurpurfarbig.
DXXIX.
LYCGOPER-
DON.
Staub-
schwanm.
DXXX.
LYCOGALA,.
JT etter-
schwanm.
DXXXI.
FULIGO.
Rostschwamm.
DXXXI.
PHYSARUM.
Blasen-
schwamm.
- DXXXIII.
TRICHIA.
Hoaar-
schwamm.
Schwämme. 21
Die Schwammkapsel stenglich, zer-
reisst zulezt an der Spizze, istmitklei-
nen Schuppen oder Dörnchen besezt
und enthält einen grünen Saamenstaub.
Die Schwammkapsel rundlich , haut-
artig, eben, inwendig anfangs mit
einer breiartigen zerfliessenden Sub-
stanz, zulezt mit Fäden durchwebten
Staube angefüllt.
aufn breiartig, meist ausgebrei-
tet, etwas unförmlich, aussen hart,
faserig oder zottig, am Grunde haut-
artig, inwendig aus faserigen Fächer-
chen und Haaren bestehend , zulezt ganz
in Staub zerfliessend.
Die Schwammkapsel steif, einfach,
meist etwas runzelig , fast mehlartig.
Die zerstreuten Fäden meistens nezz-
förmig angewachsen und verborgen lie-
gend.
Die Schwammkapsel zulezt ungleich
aufgeborsten und bleibend. Das Haar-
gewebe zusammengeballt, an dem Grun-
de der Kapsel angewachsen, sich ela-
stisch ausbreitend,
22 23. Klasse. 7. Ordnung.
DXXXIV.
_ ARCYRIA.
Nezzschwamm
DXXXV.
STEMONI-
Tis
Faden-
schwvamm,
DXXXVI.
CRIBRARIA.
Siebschwanun.
DXXXVI.
MUCOR.
Schimmel-
schwamm.
Die Schwammkapsel verschwindet
wieder bald zur Hälfte, Das Haarge-
webe liegt entblösst auf dem bekelchten
Fruchtbehältnis. +
Die Schwammkapsel sehr zart und
leicht verschwindend. Das Haargewebe
nezzförmig, etwas zusammengeballt,
umgiebt das Säulchen und ist an das= _
selbe angewachsen,
Die Schwammkapsel sehr zart/ ver-
schwindet entweder ganz oder nur zur
Hälfte. Das aus nezzförmig gegitter-
ten Fäden bestehende Haargewebe uın-
giebt den zusammengehäuften Saamen-
staub.
*) DerSaamenstaub nakkend, ohne Fäden.
Die Schwammkapsel hautartig, ku-
gelig, gestielt, anfangs durchsichtig und
wässerig, nachher undurchsichtig. Die
Saamen nakkend und etwas zusammen-
. hängend.
DXXXVIL
-ONYGENA,
H ufschwomm.
Die Schwammkapsel gestielt, rund-
lich, trokken und bleibend. Der Saa-
‚menstaub zusammengeballt und zusam-
menhängend, |
DXXXIX.
AECIDIUM.
Bichsen-
schwamm.
DXL.
UREDO.
Brand-
Schwamm.
DXLI.
PUCCINIA.
Sakkschwanm.
DXLIT,
TRICHO-
‚DERMA,
Hauthaar-
schwamm.
DXLII..
CYATHUS.
Linsene
schwamm.
Schwämme. 25
Die Schwammkapsel deutlich sicht
bar, stiellos, rund, hautartig, zerreisst
ER
zulezt mit gezähnter Mündung und ent-
hält einen mehlartigen Saamenstaub,
Die Schwammkapsel fehlt. Der nak-
kende Saamenstaub leicht abzuwischen,
Der Saamen einfürmig , meist kugelig*
Die Saa-
men ? in einen kleinen Rasen zusammen-
Die Schwammkapsel fehlt.
geknäult, rundlich kreisselföürmig , ge-
schweift und durch kleine Zwischenwän-
de unterschieden.
Ganz entblösst. Der Saamenstaubin
Menge vorhanden, mehlartig, miteiner
filzigen oder zottigen Dekke umgeben.
**#) Die Saamen fleischartig.
Das Fruchtbehältnis lederartig, trich-
ter-oder becherförmig, anfangs durch
_ ein zartes Häutchen geschlossen, ent-
hält inwendig sehr viele linsenförmige
Bläschen.
> 23. Klasse. 7. Ordnung.
DXLIV.
CALICIUM.
Kelch-
schwamm.
DXLV.
PHALLUS.
Glied-
schwamm.
DXLVI
AMANITA.
FF ulstblätter-
schwamm.
lI. Unterorpnung. Mit nakkenden
, Fruchtbehältnissen.
A, Das offene Fruchtbehältnis ent-
weder in Staub oder Gallerte über-
gehend.
Das Fruchtbehältnis becherförmig,
meistens gestielt, die hervorragende
Scheibe mit Saamenstaub bedekt.
Mit einem Wulste versehen. Der Hut
eyfürmig, auf einem Strunk sizzend,
ganz mit einer ausgebreiteten flüssigen
Gallerte bedekt.
B. Das offene Fruchtbehältnis
häutig, nicht zerfliessend und mit |
einzelnen Saamen bestäubt.
*) Die Saamenhaut blätterig oder aderig.
Mit einem Wulst und fleischigem
meist warzigem Hut. Die Blättchen ge-
häuft und fast ganz. Der Strunk mei-
stens verlängert, geringelt oder nakkend.
DXLVII,
AGARICUS.
Blätter-
schwamm,
DXLVII.
MERULIUS,
Aderschwamm
DALIX.
DAEDALEA.
Labyrinth-
schwamm,
DL.
BOLETUS.
Löcher-
schwamm,
DLI,
HYDNUM,
Stachel-
schwamm.
Schwämme. 25
Wulstlos.. Der Hut mannigfaltig ge-
staltet. Die Blättchen entweder ganz
oder mit kürzeren untermischt, selten
einfach ästig.
Der Hut fleischig oderhautartig. Die
Saamenhaut aderig: die Adern oder Fal-
ten auf der Oberfläche befindlich und
etwas aufgeschwollen.
**) Die Saamenhaut aus etwas aderigen, länglich
zusammengedrükkten oder rundlichen Röhren
. bestehend. *
Der Hut nurhalb, rinden - korkartig,
unten mit länglichen, künstlichen, et-
was löcherförmigen Buchten nezzartig
bezeichnet.
Der Hut mannigfaltig gestaltet. Die
Röhren und Löcher länglich, ganz und
rund,
**+) Dic Saamenhaut aus Stacheln bestehend.
Der Hut mannigfaltig gestaltet. Die
Saamenhaut aus Stachelu oder pfriemen«
förmigen ganzen Zähnen bestehend.
ch
u
DLIT,
THAELAE-
PRORA.
IT arzen-
schwamm.
DLIIM.
CLAVARIA.
Kenulen-
schwanmm.
DLIV.
GEOGLOS-
SUM.
Zuingen-
schwanm,
IH.V,
SPATHULA-
RIA.
Spathel«
schwamm.
DLVI.
LEOTIA.
Müzzen-
schwamm,
DLVIL.
HELVELLA,
Falten-
schwamm.
25. Klasse.
7. Ordnung.
*##*) Die Saamenhaut eben oder warzig.
Der Hut lederartig, unten mit War-
zen, seltener mit kleinen Borsten besezt,
oder einförmig und eben.
*+#+#) Kenulenförmige Schwämme.
Die Keule einfach oder ästig, inden
kurzen (selten deutlichen) Strunk oder
den dikklichen Stengel übergehend.
Die Keule fleischig, meist zusammen-
gedrükkt, am Rande hervorragend, in
den langen Strunk übergehend.
*+4x#*) Gefaltete ebene Schwämme..
Keulenförmig. Der Hut zusammen-
gelrükt, hautartig, an beiden Seitenin
den Strunk ablaufend.
Kopfförmig. Der Hut kegelförmig
oder zirkelrund, am Rande zurükkge-
schlagen, den Strunk genau umgebend.
Der Hut hautartig, aufgeblasen, et-
was ungleichförmig gestaltet, zu beiden
Seiten herabgebogen.
DLVII,
MORCHEL-
ER.
Morchel-
schwamm.
DLIX.
TREMELLA,
Gallert-
schwamm.
DLX.
PEZIZA.
Becher-
' Schwämme. 27
Der Hut verlängert, länglich rund,
mit Vertiefungen, ohne Wulst und Saa-
menflüssigkeit.
Ein ausgebreiteter, gallertartiger, kreis-
selförmig gefalteterSchwamm, welchem
meistens der Hut fehlt.
. Das Fruchtbehältnis halbkugelförmig,
hohl, etwas aufgeschwollen, auf der
schwaemm. glatten Scheibe mit 6 Saamen.
sa
DEXTI,
BOTRYTIS.
Trauben-
schwamm.
DLXII.
MONILIA.
Rosenkranz-
schwanm.
DLXII
DEMATIUM.
Bündel-
schwamm.
C. Staubschwämme.
*) Mit deutlicher Gestalt.
Aufrecht, kleinstrauchartig, zwei«-
die kleinen Saamen in eine
theilig,
Traube zusammengeknäult.
Gegliederte Fäden ; entweder gestielt
oder ausgebreitet.
**) Niederliegende, einförmige.
Von unbestimmter Gestalt, aufrecht
oder niederliegend, etwas büschelförmig
oder ausgebreitet. Die Fäden glattund
nicht zusammengewebt.
08 23. Klasse. 7. Ordnung.
DLXIV. Dicht untereinander verwebte wei-
RACODIUM. che Fäden stellen ein ausgebreitetes
Tuchschwamm
Tuch vor.
N, Steife Fäden , als kleine becherförmi-
Basen- ge Rasen in Baumblätter eingefügt.
schwamm.
DLXVI. Ein kriechender, zottiger, ästig faseri-
BIMANTIM. ger Schwamm,
schwamm.
DLXVII. Ein kriechender, steifer, glatter, in-
N wendig mit zottigem Maık ausgestopf-
IV: era
schwamm,
ter Schwamm.
Unächte Farrnkräuter. 29
DREIUNDZWANZIGSTE
KLASSE.
CryrTocaMmıAa. Gewächse mit undeutlichen Be-
fruchtungswerkzeugen.
Baıh ORDNUNG. r:
Unächte Farrnkräuter.,
CCCCLXIV. EQUISETUM. Schaftheu.
ı211.E. syL- Da fruchttragende Schaft nak-
PWaldschaft- kend, gestreift, glatt, röhrig, ver-
heu, längert sich zulezt in- einen mit
quirlförmig ästigen Blättern um-
gebenen Stengel. Die Aeste (ohn.
gefähr ı2) zertheilen sich wieder
in Aestchen und stehen ab. Die
30 03. Klasse. ı. Ordnung.
Wohnort,
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Nuzzen,
Zähne der Scheiden mit einer dür-
ren, spreuartigen, braunen, unor-
dentlich gespaltenen Haut besezt.
Die Aehre weissgelblich.
In schattigen feuchten Wäldern, z.B.
bei Hanau zwischen dem Kohlbrunnen
und dem Forst ; an einem Bächlein ge-
genüber des Niederrodenbacher Chaus-
seehauses; an sumpfigen Pläzzen hin-
ter dem Wolfsgang; bei Offenbach an
dem lutherischen Bornweiher sehr häu-
fig; an dem Graben der sich von dem
Sandhof nach Niederroth hinzieht;
zwischen Büdingen und Pferdsbach am
Weg im Gebüsche; um den Feldberg;
im Bessunger- Walde bei Darmstadt;
im Schiffenberger Walde und im Han-
gestein.
April, Mai. %
Juni.
Ziegen und Pferde fressen es sehr
gerne und leztere werden in lemtland
ordentlich damit gefüttert. DenKühen
soll es schädlich seyn.
ı210, E. EBUR-
NEUM Schrebr,
Elfenbein-
weisses
Schaft heu.
Wohnort,
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Nuzzen.,
Unächte F arrnkräuter. 3ı
DerStengel gleich, rund, eben,
glatt, mit Linien bezeichnet. Der
fruchttragende Schaft ganz einfach,
nakkend, weissröthlich, verwel-
kend. Der unfruchibare Stengel
röhrig-löcherich, weiss, besteht
ohngefähr ‘aus 40 in aufrechten
Quirlen stehenden Aesten, welche mit
abwechselnd grössern Furchen acht-
mal gefurcht sind. Die Zähne der
Scheiden pfriemenförmig- borsten-
artig, vertrokknet und braun, Die
Aehre gelblich.
Equisetum Telmateja Ehrh.
b. Die Aehre theilt sichan
der Spizze in mehrere kleine
re Aehrchen.
Häufig an dem Bächlein welches von
Bergen herunter zu der Enkheimer
Mühle fliesst ; b, eben daselbst.
Mai, Juni. 4
Juni, Juli.
Kann als Pferdefutter gebraucht wer-
den.
32 23. Klasse. 7. Ordnung.
Beobachtung,
1215.E. Ar-
VENSE.
Akkerscha ıft-
heu.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
Sehr selten treibt der Blüthenschaft
zugleich auch Blätter, sondern dieser
verwelket und ein anderer blätterkeir
bender Stengel kommt aus der Wurzel,
eben so wie bei Eq. arvense
Der Stengel ungleich gegliedert,
rund, gestreift, nicht hohl. Der
fruchttragende Schaft einfach , glatt,
nakkend, verwelkend. Der un-
fruchtbare Stengel ekkig etwas
scharf, besteht aus 10 — ı5 in
Quirlen stehenden, aufrechten, mei-
stens einfachen, vierekkigen, ge-
furchten Aesten. Die Zähne der
Scheiden lanzettförmig, werden zu«
lezt schwärzlich. Die Aehre weiss-
gelblich.
Häufig auf Aekkern, Triften und
Wiesen.
März, April, vor dem Erscheinen
der Blätter. 4
April, Mai.
[2
Nuzzen.
1214. E. PRA-
TENSE Fhrh,
IF iesen-
' schaftheu.
Wohnort.
Unächte Farrnkräuter. 53
; Ist ofhizinell. Die Rennthiere und
Ziegen fressen es, dem übrigen Vieh
ist es schädlich. Zum Gerben und zu
schwarzen Farben hat es einige Brauch-
barkeit. Zur Scheuerung des zinner-
nen Geschirres wird es benuzzt.,
Der ästige Stengel fast gleich,
gefurcht, sehr rauh, blassgrün, röh-
rig, an der Spizze fruchttragend.
Die Aeste zu ı2 — ı6in Quirlen,
einfach, sehr abstehend, unfrucht-
bar, vierfurchig. Die Zähne der
Scheiden pfriemenförmig, sehr spiz-
zig, vertrokknend, braun, andem
weisslichen Rande hautartig, die
mittleren Zähne sehr klein. Die
Achre...?
Auf einem nassen Grunde im Arheil-
gerwalde neben der Dieburger Strasse;
auf nassen Wiesen bei Grossbuseck.
Blüthezeit,
Fruchtreife.
?
3. Th. 2. C
34 23. Klasse. ı. Ordnung.
“*
ı215.E.raLus-e DerStengel furchig, ekkig, glatt,
u der Spizze fruch d, h
Sump fr an der opızze Irucähtiragend, hat
schaftheu. 8— 10 quirlförmige, einfache, auf-
rechtabstehende, vierfurchige, un-
fruchtbare Aeste. Die Zähne der
Scheiden gleich, lanzettförmig,
braun, am Rande hautartig. Die
Aehre schwärzlich.
b. Mit auf derSpizze desSten-
gels und derAestebefindlichen
Aehren(E, polystachyum.)
Wohnort, In sumpfigen Wiesen bei Bischofs«
heim, Bergen, Frankfurt, Darmstadt,
Schlüchtern, Giegen etc. b. vor Bi-
schofsheim , auch unterhalb Sekbach,
bei Arheilgen etc,
Blüthezeit. Mai, Juni. 4 i
Fruchtreife. Juni.
1216.E.urıLe- Der Stengel gleich, rund, glatt,
ocHarISsEhrh. . .
Bee gestreift, an der De fruchttra-
heu. gend, etwasästig. Die Aeste quirl-
förmig, meistens 8 — 20, fastein-
fach, aufrechtabstehend, fünffur-
Unächte Farrnkräuter, 35
chig, unfruchtbar. Die Zähne der
Scheiden zahlreich, pfriemenför-
mig, äusserstspizzig, vornen braun.
Die Achre schwärzlich.
Egnisetum fluviatile Linn.
b. Blattloses Schaftheu. I Der
Stengel fast nakkend, blattlos, grau-
grün, meistens ohne Aeste-
Fquisetum limosum Linn.
” b
Wohnort. In Bächen, Gräben, "Sümpfen, auch
auf feuchten Wiesen.
Blüthezeit. Mai, Juni. 4
Fruchtreife. Juni,
Nuzzen. Wird von dem Vieh gefressen,
1017, E. uye- Der Stengel 4—5 Fuss hoch,
Bye ya: rund, sehrrauh, gestreift, gefurcht,
schaftheu. blattlos , selten am Grunde ästig,
an der Spizze fruchttragend. Die
Scheiden abgestuzt, blassgrün, am
Grundeschwarzgeringelt, nur kaum
sichtbar gekerbt, mit braunen
Punkten an den Kerbezähnen. Die
Achre schwärzlich.
Ca
36 23. Klasse, ı. Ordnung.
Woßnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Nnzzen,
ı216. L. CLA-
VATUM.
Keulenförmi-
ger Bärlapp.
b. Kleines Winterschaftheu,
Der Stengel ı — 2 Fuss hoch. Die
Scheiden weiss, mit einem braunen
Ring an dem Grunde und mit denutli-
chern braunen Kerbezähnen, welche
manchmal weisse fadenförmige Fort-
säzze haben,
An sumpfigen Orten, an Gräben und
Bächen des Darmstädter, Bessunger und
Arheilger Waldes. b, Auf trokkenem
sandigem Boden im Walde hinter Mes-
sel, auf beiden Seiten des nach Darm-
stadt führenden Fuhrwegs und auch um
Darmstadt. |
August, September.
Oktober, November. j
Es wird von den Tischlern und Dre-
hern zum Poliren, so wie zum Glätten
der Metalle und in ‚der Küche zur
Scheuerung des ziunernen Geschirrs ge-
braucht.
CCCCLXV. LYCOPODIUM. Bär-
lapp. |
Der Stengel s— z ı/z Fuss lang,
kriechend, sich weitausbreitend und
wurzelnd. Die zerstreut stehenden
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Nuzzen.
%
!
Unächte Farrnkräuter, 37
Blätter lanzettförmig - gleichbreit,
langzugespizt, mit einwärts ge-
krümmter Spizze, ‘endigen sich in
ein Haar. Die Aehren stehen auf
der Spizze paarweise, bisweilen
auch einzeln oder dreifach, auf
langen Stielen, sind walzenförmig
und grüngelb.
Auf bergigen Heiden und in trokk-
nen moosigen Wäldern; z. B. selten
auf der Heide zwischen dem Lehrhof
und Grossauheim; im Walde zwischen
dem Wilhelmsbad und Wachenbuchen;
auf dem Farrnwiesenberg bei Oberro-
denbach ; häufig bei Bieber in der Ober-
grafschaft Hanau ; bei dem Steinheimer
Galgen; bei dem Frankfurter Forsthaus
und vor Niederroth am Sumpf; am
Feldberg und Alıkühn ; auf der Ober-
urseler Heide; im Lindenerwald bei
Giesen etc,
Juli — September. %
August — Oktober.
Der Blumenstaub dieser Pflanze, dient
ausser seinem Gebrauch in der Apo-
38 | 25. Klasse. ı. Ordnung.
theke, auch noch zu mancherlei belus-
tigenden Feuern. Der sogenannte Schwe-
felregen rührt von diesem Saamenstaub
her. Die Pflanze selbst färbt gelb,
wird in Schweden zu Fussteppichen
verarbeitet und könnte auch zum rei-
nigen der Küchengeschirre gebraucht ‘
werden.
ı219.L ınun- Der unfruchtbare Stengel krie-
DATUM,
Sumpf»Bür- chend, fingerlang, wurzelnd, mit
lapp. _ zerstreut stehenden, gleichbreiten,
pfriemenförmigen, eingekrümmten,
glatträndigen Blättern, der frucht-
bare aufrechte Stengel mit aufrecht-
abstehenden, einseitigen Blättern
besezt. Die stiellose auf der Spizze
des Stengels sizzende Achre, ist
mit Blättern besezt, dikker als wie
der Stengel und grüngelb.
Wohnort. Auf wässerigen (meistenstorfhaltigen)
im Winter überschwemmten Triften ,
z. B. zwischen dem Lehrhof und Gross-
auheim; in den Sümpfen bei dem Stein-
heimer Galgen; im Sumpf bei dem
Frankfurter Forsthaus.
Unächte Farrnkräuter. "4.99
“ Blüthezeit.
Fruchtreife.
1220.L. ANNO-
TINUM.
FYachholder-
blätteriger
Bärlapp.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Nuzzen.|
ıo21. L. com»
PLANATUM.
Zweizetliger
Bärlapp.
August, September. 4
Oktober.
Der Stengel kriechend, ausge-
breitet, wurzelnd, ı -— » Fuss lang;
die jährigen Zweige aufrecht und
gegliedert. Die Blätter zerstreut,
in 5 Reihen stehend, lanzettför-
mig, langzugespizt, kleinsägezäh-
nig. Die einzelne stiellose Aehre,
auf der Spizze des Stengels, wal-
zenförmig, aufrecht, nakkend,
glatt, gelb, wird zulezt braun.
In schattigen moosigen Bergwäldern ,
z. B. in dem Thal zwischen dem Feld-
bergund dem Altkühn, vorzüglich der
Schellbach aufwärts nach dem Altkühn
zu.
Juli, August- 4
September.
Man kann diese Pflanze zum Gelb-
färben gebrauchen.
Der Stengel kriechend, aus ihm.
steigen wieder andere einzelne oder
auch rasenförmige, aufrechte, hand-
40
035. Klasse, - ı. Ordnung, |
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
Nuzzen.
breit hohe Stengel empor, deren
Aestchen büschelförmig zusammen-
gedrükt sind. Die Blätter zwei-
reihig, angedrükt, am Rande ent-
gegengesezt, zusammengewachsen,
auf dem Rükken einzeln und fast
gegenüberstehend.. Die Aehren
meistens paarweise, seltener ein-
zeln oder dreifach, gestielt, wal-
zenförmig, aufrecht, grün, zulezt
eingekrümmt und gelb,
In Bergwäldern, z. B. selten aufdem
Feldberg, aber häufig im Walde am
Weg zwischen Filbach und Obeindorf,
Juli, August. 2
September.
Dieser Bärlapp giebt nach Lepechin
eine schöne gelbe Farbe und mit eini‘
gen Arten von Labkraut (Galium ru-
bioides und uliginosum) wird er
von den Russen zum Rothfärben und
mit Färbeginster zum Gelbfärben ge-
braucht, |
Wahre Farrnkräuter. 41
CCCCLXVI. PILULARIA, Pillen-
farrn.
‚1222. P. cro- DerStengel kriechend, fadenför-
BULIFERA, Ä \
Gemeiner pl. wig, gelenkig und wurzelnd; aus
lenfarrn.
jedem Gelenke kommen einige fa-
denförmige, pfriemenartige, auf-
rechte Blätter hervor, die bei dem
Hervorkommen an der Spizze ein-
gerollt sind.
Wohnort, In sumpfigen überschwemmten Gegen-
den, z. B. in Gräben vor dem alten
Wald bei Hanau; im Sumpf bei dem
Frankfurter Forsthaus-
Blüthezeit. Juli, September. 4
Fruchtreife. September, Oktober.
I. ORDNUNG.
FırLıczs. Wahre Farrnkräuter,
CCCCLXV1U. OSMUNDA. Trauben-
farrn
1205.0.L.una- Dereinzeln stehende Schaft hatin
BIA. . . . .
Mondtrauben. Jer Mitte ein einzelnes ungleichge-
‚farrn; Mond- fiedertes Blatt; die Fiederblättchen
raute, e
42
Wohnort.
Blüthezeit,
03. Klasse. ®. Ordnung.
sind halbmondförmig, fast glatträn-
dig, haben strahlige Nerven wo-
durch sie fächerförmig werden. Die
Traube einzeln, nakkend und ästig.
Die Kapseln werden gegen die Reife
gelb. h
b.AestigerMondtraubenfarrn,
Der Stengel ästig. Die Blätter abwech-
selnd: die Fiederblättchen meistens ge:
theilt. Die Trauben an den Zweigen
stehend und getheilt; die Zweige nicht
selten ästig.
Auf dürren bergigen Wiesen und Trif-
ten, z. B. häufig auf den Wiesen um
Offenbach; im Walde hinter Oberrath ;
bei der Grastränk ; aufdem Hexenberg
bei Vilbel; auf dürren Hügeln um Ar.
heilgen ; häufig im Homburger Gebirge ;
auf trokknen Wiesen des Philosophen»
Wäldchens bei Giesen ; bei Grünberg
und Niederklee auf trokknen Wiesen;
häufig im Vogelsberg. b. auf dürremBo-
den bei dem Walde am Kloster Thron
ohnweit Wehrheim.
Mai, Juni. %
_ Wahre Farrnkräuter. 43
Fruchtreife,. Juni. EUR;
Bemerkung. DieBlüthen geben Nachts einen an-
genehmen Geruch,
Nuzzen. War ehedem ofhzinell.
CCCCLXVII. OPHIOGLOSSUM.
Natterzunge.
1204. O. vur- Der einzeln stehende Schaft hat
BATUDN. in der Mitte ein ey-lanzettförmiges,
Gemeine Nat- i i
terzunge. stumpfliches, stielloses, umfassen-
desBlatt. Die Aehreauf der Spizze
des Schafts, einfach, einzeln (sel-
ten zweifach) zungenförmig, grün,
wird in der Reife röthlich.
Wohnort. Auf feuchten Wiesen und Triften,
z. B. auf den Wiesen nahe bei dem ge-
wesenen Wilhelmsbader Weinberg rechts
des Fahrwegs nach Hochstadt; aufallen
Wiesen um Offenbach ; auf der grossen
Försterwiese bei Neu- Ysenburg ; auf
den Wiesen zwischen Homburg und
Obersteden; auf Wiesen am Nieder,
schuldstein - Wald bei Gedern; auf Trif-
ten zwischen dem Hangenstein und
44 23. Klasse. e. Ordnung.
Badenburg; auch bei Grünberg und Nie-
derklee; auf Wiesen bei Arheilgen.
Blüthezeit. Juni, Juli. 2 ;
Fruchtreife, Juli.
Nuzzen. War ehemals offhizinell.
CCCCLXIX: ONOCLEA. Rollfarrn,
10205.0.Srru- Der Strunk furchig, nakkend, ge-
THIOPTERIS
H of "fm.
Strauss-Roll- Blätter fast doppeltgehedert, die
farrn. fruchttragenden Blätter kommen
ring dreiseitig. Die unfruchtbaren
aus der Mitte vom Grunde der un-
fruchtbaren hervor, sind einseitig, .
mit zurükkgekrümmten zusam-
mengezogenen Fiederblättern und
Blättchen, von welchen die lez-
tern nach völliger Ausbreitung auf
dem Rükken mit braunen, einem
purpurfarbigen Ring umgebenen
Kapseln bedekt sind.
Osmunda Struthiopteris Linn.
Wohnort: In schattigen feuchten Bergwäldern,
z. B. sparsam an dem Kaltenbach hin-
Wahre Farrnkräuter. 45
ter dem Homburger grossen Tannen-
wald.
Blüthezeit. Juni, Juli. 4
Fruchtreife. September, Oktober.
Nuzzen. Die jungen zarten Sprossen werden
von den Norwegen gekocht gegessen.
Die Wurzel färbt das Linnen braun.
CCCCLXX. POLYPODIUM Engel-
süss.
1226. P. vuL-
» GARE;
Gemeines En- nakkend, auf der einen Seite fur-
gelsüss.
Die Wurzelschuppig. Der Strunk
chig, aufderandern gewölbt, blass-
grün. Die Blätter halbgefiedert;
die Fiederblättchen länglich, et-
was sägeartig gezähpt, stumpf. Die
Kapseln gold - zulezt rostfarbig und
i mit einem schwarzen purpurfarbi-
gen Ring umgeben.
b. Mit an der Spizze ästigem Blatt
und zweispaltigen Blättchen.
Wohnort. : Häufig inFelsenrizzen, aufaltem Ge-
mäuer undauf alten Baumstämmen.
- Blüthezeit. Mai — Oktober. 4
46 3. Klasse. e. Ordnung.
Fruchtreife.
Nuzzen.
1227. P. AQum-
LINA.
ddlersaum-
farrn.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
Bemerkung.
September, Oktober.
Die Wurzel ist ofhzinell ; von den
Schweinen wird sie gefressen, so wie
die Blätter von den Ziegen.
CCCCLXXI. PTERIS. Saumfarrn.
DerStrunk ekkig und glatt. Die
Blätter vielfach zusammengesezt
mit gefiederten lanzettförmigen
Blättchen, von welchen die unter-
sten halbgefiedert, die obersten
kleinersind, DieKapseln röthlich.
In Wälderm und an deren Rändern,
z. B. um Hanau, Offenbach, Frankfurt,
Darmstadt, Homburg, Giesen, den Vo-
gelsberg etc:
August, September, 4
Oktober,
Die Wurzelquer durchschnitten stellt
mit Hülfe der Einbildungskraft einen
Adler vor. Wir haben diese Pflanze
nur an sonnreichen Orten blühen sehen,
in dunkeln Wäldern aber noch nie.
Nuzzen.
\
Wahre Farrnkräuter. 47
Die Wurzel welche ofhizinell ist, kann
auch bei der Zubereitung des Korduans
_ und die Asche derselben statt der Seife
ı2208. B. Sri.
cANT Roth.
Gemeiner Rip-
penfarrn.
und zum Glasmachen gebraucht werden.
Die jungen Schösslinge werden von den
Japanesen ehe sich die Blätter entfalten,
gegessen, auch die gestossene und durch
aufgegossenes und wieder ausgedrükk
tes Wasser gereinigte Wurzel kocht man
daselbst zu Speise. Die Blätter welche
von der Ziege gefressen werden, dienen
in Ermanglung des Strohs zur Streue,
zur Feuerung, zu einer guten Glasma-
cherasche und auch zum Gerben.
CCCCLXXU. BLECHNUM. Rip-
penfarrn.
DerStrunk nakkend und braun,
auf der einen Seite gewölbt, auf
der andern furchig. Die ausdau-
ernden unfruchtbaren Blätter halb-
gefiedert, mit länglich - lanzetiför-
migen, glatträndigen Abschnitten;
die fruchttragenden Blätter kom-
men aus der Mitte der unfrucht-
ES
5 235. Klasse. 2. Ordnung.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Nuzzen.,
baren hervor, sind länger als diese,
gehedert und schmäler, mit ab-
wechselnden, lanzettfö rmigen, glatt-
rändigen Fiederblättchen,. Die brau-
nen Kapseln umgiebt ein schwarz
purpurfarbiger Ring.
Osmunda Spicant Linn.
b. Mit unfruchtbaren an der Spizze
gespaltenen Blättern.
c. Mit unten fruchttragenden, oben
zweitheiligen unfruchtbaren Blättern.
In feuchten, schattigen Bergwäldern,
‚ vorzüglich‘ an Bächen, z. B. selten an
einem Bach zwischen Oberrodenbach
und Somborn; häufg im Homburger
Gebirge an dem Kaltenbach, zwischen
dem Altkühn und Feldberg etc. in der
Obergrafschaft Hanau am Weg zwischen .
Fillbach und Bieber. b. und c, andem
Kaltenbach. ra
Juni — September. 4
September, Oktober.
Dem Bier soll diese Pflanze eine
heilsame Eigenschaft mittheilen.
\
Wahre Farrnkräuter. 49
CCCCLXXII. SCOLOPENDRIUM.
_ Streiffarrn.
'1229.8.Psvrt- Der Strunkekkig, furchig, rauh-
Lıtıs Roth.
Gemeiner
Streiffarrn; Grunde herzförmig, zungenförmig,
Hirschzunge.
haarig. Die Blätter einfach, am
am Rande etwas wellenförmig und
glatträndig. Die braunen Kapseln
sind mit einem purpurfarbigen Ring
umgeben.
Asplenium Scolopendrium Linn.
Wohnort. Sonstin rauhen wilden Berggegenden ,
bei uns in denBrunnen auf dem Felde
zwischen Friedberg und Nauheim; im
Brunnen zu Niederheckstadt vor Kro=
nenberg; auf Bergen um Braubach.
Blüthezeit. Juli, August.
Fruchtreife. September.
Nuzzen,‘ Ist noch hin und wieder ofhzinell.
ı250.8.Cete- Die Blätter halbgefiedert; die
RACH Roth. ’ DR
TOSPERL Abschnitte abwechselnd, eyförmig,
Sereiffarn. _glatträndig, an der Spizze zuge-
rundet, fliessen am Grunde inein-
ander und sind mit dem Strunke
ö. Th. 2. D
50 25. Klasse. 2. Ordnung.
Wohnort.
Blüthezeit.
| Fruchtreife,
Nuzzen.,
10251. $. sEP-
TENTRIONALE
Roth.
Nördlicher
Sireiffarrn.
und der Mittelrippe durch dach-
ziegelförmig dicht übereinander lie-
gende, braune, durchsichtige Schup-
pen schön nezzförmig überzogen.
Die durchsichtigen Kapseln mit ei-
nem purpurfarbigen Ring umgeben.
Asplenium Ceterach Linn.
In den Rizzen alter schattiger Mau-
ern und feuchter Felsen, z. B.in der
Frankensteiner Schlossmauer zu Ock-
stadt bei Friedberg; in den Mauern des
alten Kronenberger Schlosses; in den
Felsen um das zerstörte Bergschloss
Hattstein bei Reifenberg ; in den Felsen
des Vogelsberg; wo es auch wachsen
soll, konnten wir es ohnerachtet aller
Mühe nicht finden,
Juli, August. #
September.
War ehemals offAzinell.
Der Strunk etwas gestreift, am
Grunde braun, oben grün. Die
Blätter gleichbreit, zweigabelig,
zerrissen; die Abschnitte länglich,
>
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
10252. S.RuTA
MurarIAaRoth.
Mauerrauten-
| Streiffarn.
Wahre Farrnkräuter. 51
geebnet, an der Spizzeeingekrümmt.
Die Kapseln mit einem schwarz-
purpurfarbigen Ring umgeben.
Acrostichum septentrionale Linn,
In den Rizzen nakkender Felsen, z.B,
zwischen den Weinbergen nahe an der
Kirche zu Neuenhayn ; häufig um Fal-
kenstein ; auf der weissen Mauer im
Homburger Gebirge; bei dem Adolphs-
ekk ohnweit Langenschwalbach; um
Idstein; am Fuse des Hausberges nach
Hohenweisel hin; auf den Felsen des
Münzenberger Schlosses; um Steinberg
und Watzeborn; häufig im Vogelsberg,
bei Büdingen, Oppenrod, an den Fel-
sen der Lohmühle bei Giesen, auf der
Katz bei Gelnhausen etc,
Juni, Juli. 4
September , Oktober.
Der Strunk gefurcht, glatt, am
Grunde braun, oben grün. Die
Blätter abwechselnd doppelt zu-
sammengesezt; die Blättchen keil-
förmig, an derSpizze fein gekerbt.
De
5a 23. Klasse. 2. Ordnung.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Nuzzen,
1233. $. AL-
TERNIFOLIUM
Roth.
Abwechselnd-
blätteriger
Streiffarrn.
Wohnort.
Die rostfarbigen Kapseln mit einem
dunkelpurpurfarbigen Ring umge-
ben.
\
Asplenium Ruta muraria Linn.
Fast überall in den Rizzen alter Mau-
ern und Felsen, =
Juli, August. 4
September, Oktober.
Ist noch hin und wieder ofhizinell.
Der Strunk gering gefurcht, glatt,
unten rostfarben schwärzlich, nur
oben grün. Die Blätter einfach
gehedert; die Fiederblättchen läng-
lich, die untern dreilappig, die
mittleren zweispaltig oder einfach,
das äusserste am längsten und an
der Spizze fast dreimal gezähnt.
Die rostfarbigen Kapseln mit einem
purpurfarbigen Ring umgeben.
Aspleniumalternifolium Linn. Aspl,
germanicum FF eis.
Zwischen zusammengehäuften Steinen
auf der Kazze bei Gelnhausen; in den
’
Wahre Farrnkräuter. 55
Rizzen der Felsen der Lahnmühle bei |
Giesen und um Grossen - Buseck.
Blüthezeit. Mai, Juli. 4
Fruchtreife. August, September.
,
CCCCLXXIV. ASPLENIUM. Milz-
farrn.
1ı254.A. Trı- Der Strunk zerbrechlich, glatt,
CHOMANOIDES. |
Boiher Milz. braun- schwärzlich, sehr glänzend.
farrn. Die Blätter gehiedert; die Fieder-
' blättchen meistens abwechselnd»
dicht an einander stehend, sehr
kurz, gestielt, rundlich und ge-
kerbl. Die Kapseln mit einem
blasspurpurfarbigen, durchsichtigen
Ring umgeben.
Wohnort. Häufig auf Mauern, , Felsen, Klüften
der Berge und auch hin und wieder in
Brunnenmauern. ;
Blüthezeit April, Juni. %
Fruchtreife. Juni, Juli.
Nuzzen. War offhzinell,
54 05. Klasse. 2. Ordnung.
+
1255. A. Anı- Der Strunk auf der einen Seite
ANTHUM NI«
GRUM.
Schwarzer „farbig, wird zulezt schwärzlich. .
Milzfarrn.
rinnenförmig, glänzend, purpur-
Die Blätter fast dreimal gefiedert, mit
abwechselnden Blättchen; die Fie-
derblätichen lanzettförmig, scharf
sägezähnigeingeschnitten. DieKap-
seln mit einem anfangs goldfarbi-
gen, durchsichtigen, zuleztpurpur-
röthlich werdenden Ring umgeben.
Wohnort. Zwischen den Felsen des Hausberges
auf der Seite nach Münster hin, aber
sparsam. Reichard fandihn ein ein-
ziges mal gleich hinter Kronenberg zur
linken Hand unter den Hekken; wir
haben ihn niemals daselbst entdekken
können.
Blüthezeit. Juli. 4
Fruüchtreife, Oktober. zur
Nuzzen. War ofhzinell.
CCCCLXXV. ATHYRIUM. Tüpfel-
farrn.
1256. A. HıL- Der Strunk eben. Die Blätter
Pre zweimal gefiedert, länglich, starr,
Tüpfelfarrn. mit lanzettförmigen Blättchen; die
Wahre Farrnkräuter. 55
Fiederblättchen rundlich, scharf ein-
geschnitten, schläaff. Die Kapseln
mit einem braunen Ring umgeben.
Polypodium fontanum Leers, non
Linne.
Wohnort. In den Rizzen der Felsen auf der
Abendseite im Hangestein bei Giesen,
wo es auch schon Dillen fand.
Blüthezeit. Juni. ı
Fruchtreife. Juli.
1257. A.Fırıx Der Strunk etwas gebogen, auf
FOEMINA Roth | g i
Weiblicher der einen Seite gewölbt, auf der
. üpfelfarrn. andern gefurcht, mit braunen lan-
zettförmig-gleichbreiten Spreublätt-
chen bis auf die Blätter bald mehr
bald weniger bestreut. Die Blät-
ter doppelt gefiedert, die Fieder-
blättchen lanzettförmig, halbge-
fhiedert, die Einschnitte am Rande
scharf eingeschnitten gezähnt. Die
rostfarbigen Kapseln mit einem
schwarzpurpurfarbigen Ring umge-
ben.
56 23. Klasse. 2. Ordnung.
Wohnort,
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Bemerkung.
Nuzzen.
Polypodium Filix foemina Linn.
Polyp. incisum Hof fm.
Auf feuchten und schattigen Pläzzen
in Wäldern, auf Baumwurzeln und ab-
gehauenen Stämmen, oft als lästige
Schmarozzer - Pflanze, z. B. in der Bu-
lau und dem Lambowald bei Hanau,
um Frankfurt, Offenbach, Darmstadt,
häufg um den Feldberg; an nakken.
den Felsen auf dem Hausberg ; im Han-
gestein, im Stelzenmorgen bei Giesen etc.
Mai, Juni. 4
September, Oktober.
Die Blätter dieser Art erfrieren so«
gleich bei der ersten Kälte, da hinge-
gen dievon P. Filice mare, P.cris-
tato und aculeato grün bleiben.
Die Wurzel wird oft in den, Apo-
theken statt der Wurzel des P. Filix
mas gebraucht. Alle übrige Benuz-
zung wie bei P. Filix mas.
Wahre Farrnkräuter. 57
CCCCLXXVI POLYSTICHUM.
Vollfarrn,
A. Mit schildförmiger Hülle, _
1058. P. Paır- Der Strunk fadenförmig, glatt,
Han glänzend, auf der einen Seite ge-
Buchen-Voll- wölbt, auf der andern furchig,
| Rau, oben sammt der Spindel etwas
spreuartig. Die Blätter dreiekkig,
feinzottig, fast zweimal gefiedert,
die Fiederblättchen beinahe entge-
gengesezt, die untern herabgebo-
gen, die obern durch ein verscho-
benes rautenförmigesBlätichen ver-
bunden, die Abschnitte länglich,
& stumpf, glatträndig, die Hälfte des
Bandes besezzen die Kapselknäul-
chen. Die gelblichen Kapseln mit
einem etwas dunkelern Ring um-
' geben.
Polypodium Phegopteris Linn.
b. Mit lauter wagerechten und kei-
nen niedergebogenen Fiederblättchen.
58 235. Klasse. =. Ordnung.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
1239. P. MON=«
TANUM Roth.
Bergvoll-
ferrn,
In schattigen, feuchten bergigeil Laub-
wäldern, z. B. bei dem Schellbach hin«
ter dem Altkühn; am Weg im Gebü-
sche zwischen Pferdsbach und Büdin-
gen; am Breitenstein bei Breungeshayn;
am kleinen Gakkenstein nach dem Fo-
rellenteich im Oberwald; an feuchten
Stellen im Soderwald nach Udenhayn;
an Bergwässern zwischen Büdingen und
Finderbüchen; am Flachsreusergraben
an der Bartemerswiese beim Sandwiesen-
Köppel zwischen Bellings und Marios.
Mai, Juni.
August, Oktober.
Der Strunk bräunlich, auf*der
einen Seite furchig, auf derändern
gewölbt, mit braunen gleichbrei-
ten Spreublättchen hin und wie-
der besezt. Die Blätter fast dop-
pelt gefiedert; die Fiederblättchen
abwechselnd, gerade, deutlich ge-
trennt, die untern klein, dreiek-
kig, entferntstehend, die obernlan-
zettförmig und angenähert; die Ab-
Wahre Farrnkräuter. 59
schnitte länglich, stumpf, glatträn-
dig.” Die Kapselknäulchen stehen
voneinander entfernt und nehmen
mehr als die Hälfte des Randes
ein. Die weissen Kapseln mit ei-
nem braunen Ring umgeben.
Polypodium montanum Vogleri,
| P. Oreopteris Ehrh.
Wohnort. In feuchten Bergwäldern, z. B. häu-
fig auf dem Gebirge zwischen Oberro-
denbach und Somborn an Bergwässern ;
im Gebüsche am Weg zwischen Bü-
dingen und Pferdsbach; an feuchten
Stellen im Soderwald nach Udenhayn;
zwischen Bieber und Röhrig; im Buch
+ zwischen Bellings und Marios; an Berg-
wassern zwischen Büdingen und Rin-
. derbüchen; im Bessungerwald ohnweit
Darmstadt.
Blüthezeit. Juli, August, %
Fruchtreife. Oktober.
1240. P. Ter- Der Strunk fadenförmig, aufder
LYPTERIS Roth
Sumpfvoll- einen Seite gewölbt, auf der an-
Jarrn. dern zweifurchig, mit einigen Spreu-
60 23. Klasse. ». Ordnung.
blättchen besezt, Die Blätter fast
doppeltgefiedert, die Fiederblätt-
chen abwechselnd, mit lanzettför-
migen, glatträndigen Abschnitten
und dicht zusammenfliessenden, zu-
lezt die ganzen Blätter bedekken-
den Kapselknäulchen. Die braunen
Kapseln mit einem schwarzpurpur-
farbigen Ring umgeben, |
Polypodium Thelipteris Linn.
Wohnort. Häufig aufSumpfwiesen, in feuchten
Wäldern , besonders an Bächen und
Gräben, z. B. bei Hanau im Lambo-
wald, alten Wald und der Faulbrükke;
bei Grossauheim; im Sumpf bei dem
Steinheimer Galgen und bei dem Frank-
furter Forsthaus; auf der Sumpfwiese
bei der Frankfurter grossen Saustiege;
in Wäldern um Darmstadt; im Vogels-
berg etc.
Blüthezeit. Juli, August. #
Fruchtreife September, Oktober.
1241. P. Acv- Der Strunk auf der einen Seite
m Roth.
RR th: gewölbt, auf der andern gefurcht,
Vollfarrn. wit braunen, glänzenden, dichten
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
Nuzzen,
1242,P. Dry-
OPTERIS Roth.
Eichenyoll-
farrn.
Wahre Farrnkräuter. 6ı
Spreublättchen Nlaachborstig (stri-
gosus) besezt und fast ganz be-
laubt. Die Blätter doppelt gehe-
dert; die Fiederblättchen abwech-
selnd, lanzettförmig; die Abschnitte
schiefeyförmig, stachelig gezähnt.
Die braungelblichen Kapseln mit
einem goldfarbigen Ring umgeben.
Polypodium aculeatum Linn.
Auf dem Dünsberg, im Schiffenber-
ger Walde und in der Lindermark bei
dem Herrnwalde; aber gewiss nicht auf
dem Feldberg und Altkühn, wo man
ihn will gefunden haben.
Juli, August. 4
Oktober.
Die Asche dieser Pflanze wird in
Glashütten und Leinewand -Bleichen ge-
braucht. Auch gehört sie zu den Ger-
bepflanzen.
Der Strunk glatt, fadenförmig,
zerbrechlich, am Entstehen der Fie-
derblättchen etwas ausgedehnt und
62
Wohnort.
23. Klasse. =. ‚Ordnung.
knotig, am Grunde eingekrümmt,
dann aufsteigend, unten mit brei-
ten zerstreuten Spreublättchen ver-
sehen, auf der einen Seite etwas
gewölbt, auf derandern etwas rin-
nenförmig. Die Blätter dreiek-
kig, vielfach zusammengesezt, die
zu 5 beisammenstehenden Blättshen
doppelt gefiedert, länglich und glatt-
rändig. Die gelben Kapseln mit
einem goldfarben-purpurröthlichen
Ring umgeben.
Polypodium Dryopteris Linn,
In Wäldern auf verfaulten Stämmen,
an feuchten Mauern und Felsen, z.B.
auf der hohen Mark hinter Alzenau und
am Fuse des Hausberges; an feuchten
und steinigen Orten in Wäldern um
Darmstadt; um den Feldberg und Alt-
kühn; auf Mauern zu Niederreifen-
berg; an feuchten Stellen um Bäume
zwischen Reifenberg und ÖOberems; an
der Schlossmauer in Ockstadt; an Fel-
sen auf dem Hausberg; im Badenbur-
Blüthezeit,
Fruchtreife,
1245.P. FıLıx
MAS Roth.
Moännlicher
Vi ollfarrn.
Wohnort.
Wahre Farrnkräuter. 65
ger Wald und im Hangestein; im So-
derwald nach Udenhayn; an Bergwäs-
sern zwischen Büdingen und Rinder-
büchen. |
Juni, Juli. 4
September.
B. Mit nierenförmiger Hülle.
Der Strunk unten nakkend, auf
der einen Seite gewölbt und nebst
denRippen der Fiederblättchen mit
braunen Spreublättchen bedekt, auf
der andern Seite rinnenförmig.
Die Blätter fast doppelt gefiedert,
die Fiederblätter lanzettförmig, mit
länglichen, stumpfen, gekerbten
Blättchen. Die braunen Kapseln mit
einem gelbbraunen Ring umgeben.
Polypoäium Filix mas Linn.
In niederen und bergigen Waldungen,
um Hanau, Offenbach, Frankfurt und
Darmstadt; häufig um den Feldberg;
an nakkenden Felsen auf dem Haus-
berg; im Hangestein; im Vogels-
berg: etc.
64 03. Klasse. » 2. Ordnung.
Blüthezeit. Juni, Juli.
Fruchtreife. September, Oktober.
Nuzzen. In Sibirien werden die Blätter statt
des Hopfens dem Bier zugesezt undin
Island färbt man nach Olaffen mit
denselben wollenes Zeuggrün. In Nor-
wegen pflegt man mit denselben bei
Heumangel Rindvieh, Schaafe, Ziegen
und Pferde zu füttern; bei uns dienen
sie zur Streue. Zur Gerberei, zur
Feuerung und auch wegen seinem Lau-
gensalze kann die ganze Pflanze benuzt
werden. Die jungen Sprossen sollen
essbar seyn. Die Wurzel ist ofhizinell;
in theuern Zeiten hat man sie in Nor-
wegen mit unter das Mehl zum Brod-
bakken benuzt. |
1244. P. muL- Der Strunk grünlichbraun, steif,
TIFLORUM
Roth.
Vielblüthiger braunen Spreublättchen besezt, am
Vollfarrn.
unterhalb der Mitte nakkend, mit
Anfange der Fiederblätter gleich-
sam knotig, etwas gebogen, auf
der einen Seite gewölbt, auf der
andern rinnenförmig. Die Blätter
vielfach zusammengesezt; die Blätt-
+
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Nuzzen.
ı245. C. FRA-
cırıs Roth,
DZerbrechlicher
Becher farrn.
Wahre Farrnkräuter. 65
=
chen eylanzettförmig, sägezähnig,
eingeschnitten, die Sägezähne mit
kleinen Dornen besezt. Die brau-
nen Kapseln mit einem schwarz-
purpurfarbigen Ring umgeben.
Polypodium eristatum Schrebr. non
Linn. Polyp. dilatatum Hof fm.
In niederen und gebirgigen Waldun-
gen, z. B. bei Hanau zwischen dem
Kohlbrunnen und dem Forst; an einem
sumpfigen Ort bei dem neuen Wirths-
haus im Walde; an steinigen Orten am
Wilhelmsbad; häufg um den Feldberg ,
um Darmstadt; im Schiffenberger Wal-
de, im Stelzenmorgen etc.
Juni, Juli. 4
September , Oktober.
Gewiss derselbe wie bei P, Filix
mas,
CCCCLXXVIN. CYATHEA. Becher-
| farrn,
Der Strunk fadenförmig,, dünn,
glänzend, sehr zerbrechlich , bis
über die Mitte nakkend und röth-
3. Th. 2. E
66 23. Klasse. 2. Ordnung.
Wohnort:
Blüthezeit.
Fruchtreife.
lich, unter den -Blättern blässer
und am Grunde mit einigen Spreu-
blättchen besezt. Die Blätter dop-
pelt gefiedert; die Fiederblättchen
eyförmig, stumpf, zähneartig ein-
geschnitten. Die braunen Kapseln
mit einem goldfarbigen - schwarz-
purpurrothen Ring umgeben.
Polypodium fragile Linn.
Auf Mauern, aufgehäuften Steinen
und in den Rizzen der Felsen, z. B.
in einem Garten -Brunnen bei dem ehe-
maligen Hanauer Siechhaus ; in Hekken
bei Grossauheim; in Brunnen zu Klein-
steinheim und zu Ginnheim ; im Neu-
hof bei Gözzenhayn; auf den Kronen-
berger Schlossmauern; in Hekken zwi-
schen Fischbach und Eppstein; an den
Felsen im Schiffenberger Walde und im
Hangenstein; an Felsen und Mauern
um Ulrichstein ; bei Gedern an der un«
tersten Mühle; zwischen Steinen bei
Binsachsen ; um Ilbeshausen etc.
Juni, Juli, 4
Juli, August,
.Wahre Farrnkräuter. 67°
Nuzzen.:
1246.C. TENv-
ıs Nobis.
Zurter Becher-
Far,
Wohnort.
Blüthezeit.,
Fruchtreife,
Das Vieh frisst diese Pflanze nicht
ungern.
Der Strunk fadenförmig, glatt,
purpur -goldfarbig glänzend, unter‘
der Mitte nakkend, am Grunde
mit einigen Spreublättchen besezt.
Die Blätter doppelt gefiedert, (Fast
3 mal gefiedert) die Fiederblätt-
chen lanzettförmig, halbgefiedert;
die Abschnitte tief und spızzig ge-
zähnt. Die braunen Kapseln mit
einem schwarzpurpurfarbigen Ring
umgeben.
Polypodium regium Linn. P. tenue
Hoffm. Cyathea regia Roth.
Zwischen aufgehäuften Steinen bei
Oppenroth; in den .‚Hekken vor dem
obern Thor zu Oberursel wo es Rei-
chard gefunden hat, suchten wir es
vergeblich; der andere von ihm ange-
gebene Standort ist jezt urbares Land.
Juni, Juli. 4
Juli, August.
) r E 2
68 23. Klasse. 3. Ordnung.
IL. ORDNUNG,
Muvscı. Moose.
CCCELXXVII,. PHASCUM. Ohnmund,
1247. P.stsu- Der Stengel aufrecht und fast
LATUM. ha BR a
Pfriemenför- einfach. Die Blätter lanzettförmig-
miger Ohn- gleichbreit, abstehend, die ober-
mund. y - ' i
sten am Grundeziemlich breit pfrie-
menförmig und starr. Die eyför-
mige Büchse steht auf der Spizze
des Stengels und endigt sich mit
einer sehr dünnen kurzen Spizze.,
Wohnort. Auf Dämmen, an Landwegen, Fuss-
steigen, Hohlwegen, Gräben, bruchi-
gen Heiden, Nadel- und Laubhölzern ,
z.B. um Hanau, Oberrodenbach, Darm-
stadt, Frankfurt, beim Steinheimer
Galgen, um Giesen etc, |
Blüthezeit. Ende des Sommers. 4
Fruchtreife. Mai und Juni des folgenden Jahrs.
1048. P.cusrt» Der Stengel aufrecht und fast
pAaTumSchreb,
» Zugespizzter
Ohnmund. _ feingespizt, abstehend, die auf der
getheilt. Die Blätter eyförmig,
Spizze des Stengels stehenden auf-
Moose, | 69
recht und sich zusammenneigend.
Die Büchse rundlich, sich mit ei-
ner kurzen Spizze endigend.
Phaseum acaulon g Linn.
Wohnort. Auf Aekkern, in Gärten, än Grä-
ben ; .aufMauern und Modererde, z.B.
bei Hanau, Darmstadt, im Vogelsberg,
um Giesen etc,
Blüthezeit. März, April. 4
Fruchtreife. April.
1249.P murı- Fast ohne Stengel. Die Blätter
"cum Schreb. ar .
Beümpfer eyförmig, stumpf, hohl, sich zu-
Ohumund, sammenneigend. Die Büchse sehr
klein, rundlich, mit einer kurzen
stumpfen Spizze endigend.
Phascum acaulon @ Linn.
Auf Brachäkkern, Leimwänden, in
Gärten, ausgetrokkneten Gräben und
Heidebrüchen etc.
Wohnort.
‚70 23. Klasse. 5, Ordnung.
CCCCLXXIX. SPHAGNUM. Torf-
moos.
1250.59. 0BTU- Der röthliche Stengel aufrecht,
SIFOLIUM
Ehrh. sehr ästig, mit gebüschelten, fast
Stumpfblät- gleichen, abgebogenen Aesten. Die
teriges Tor/- \
moos, halbumfassenden Blätter eyförmig,
hohl, stumpf.. Die Büchse eyför-
mig, rundlich, schwarzpurpurfar-
big, mit gewölbtem, steif zuge-
spizztem Dekkel,
Sphagnum palustre Linn. Sphag-
num cymbifolium Ehrh. Hedu.
Brid,
Wohnort. In torfgen Wiesen, Sümpfen, Wal-
dungen und Triften, z. B. im Lambo-
wald bei Hanau; im Bruchköbler Hä-
gewald; in Sümpfen bei dem Steinhei-
mer Galgen und dem Frankfurter Forst
haus; in Sümpfen um den Feldberg
und Altkühn ; auf feuchten Wiesen um
den Waldbrunnen bei Giesen.
Blüthezeit. Juni, Juli. &
Fruchtreife. August.
Moose. 7ı
Beobachtung. Die Früchte springen mit einigem
Geräusche auf.
Nuzzen. Es trägt sehr vieles zur Erzeugung
des Torfes bei, und hilft Sümpfe in
urbares Land umschaffen,. Den Renn-
thieren dient es zur Nahrung. Die
Lappländer trokknen es und machen
ı ein Lager für ihre Kinder daraus. In
Russland und Norwegen fällt man da-
mit die Spalten der hölzernen Häuser
aus, und man kann es auch zum aus
stopfen der Brunnen und zur Füllung
der Polster gebrauchen.
1251.$.acurI- Der grünliche Stengel aufrecht,
roLıum Ehrh. ww, 5
Spizzblätteri- sehr ästig, mit gebüschelten, fast
ges Torfmoos. gleichen, abgebogenen, schlanken
Aesten. Die Blätter eylanzettför-
mig, hohl, spizzig. Die Büchse
eyförmig- rundlich, mit spizzigem
Dekkel. 8
Sphagnum palustre@ Linn. Sph. inter
medium Hof fm.
Wohnort. In sumpfigen, brüchigen mit Heide
bedekkten Gegenden, z. B. in Sümpfen-
q2 25. Klasse. 5. Ordnung.
bei Niederrodenbach im Walde; bei
dem Steinheimer Galgen; im Bruch bei
dem Frankfurter Forsthaus; in Süm-
pfen um den Feldberg ; auf Sumpfwie-
sen bei Giesen,
Blüthezeit, Juni, Juli.
Fruchtreife. August.
Nuzzen. Völlig derselbe wie bei der vorher-
gehenden Art, und da es ausserdem
auch gerne auf Bergen wächst, soträgt
es sehr viel zur Entstehung der Berg-
quellen bei,
CCCCLXXX, GYMNOSTOMUM.
'Kahlmund.
*) Die männlichen und weiblichen Zeugungsthei+
le auf verschiedenen Pilanzen.
12502.G- pyYRI«
FORME Hedw.
Birnförmiger sehr kurz. Die Blätter flach aus-
Kahlmund.
Der Stengel aufrecht, einfach und
gebreitet, länglich, spizzig. Die
Büchse aufrecht und birnförmig;
der Dekkel eyförmig, knorpelartig,
mit einer kurzen steifen Spitze,
Moose. 73
Bryum pyriforme Linn. Pottia pyri-
formis Ehrh.
Wohnort. Auf feuchten Stellen an Landwegen,
Gräben „, Dämmen, auf Brachäkkern,
in «Gärten und lichten Wäldern, z. B.
bei dem Hanauer Galgen; an hohlen
Wegen bei der Steinheimer Ziegelhütte;
bei Mühlheim; an Gräben bei Born-
heim; im Hangenstein bei Giesen etc,
Blüthezeit. Im Frühjahr und Herbst. 4
Fruchtreife. Jm Frühjahr und Herbst,
1255.G.1run- Der Stengel aufrecht, meistens
caTum Hedw.
Abgestuzzter
Kahlmund. ter flach ausgebreitet, etwas zuge-
einfach und sehr kurz. Die Blät-
spizt. Die Biüchse aufrecht und
abgestuzzt; der Dekkel gewölbt,
mit einem schiefen Schnäbelchen.
Bryum £runcatulum Linn. Pottia
eustoma Ehrh.
Wohnort. AufGraspläzzen, Brachäkkern, Leim-
wänden, an Gräben, Landwegen, Zäu-
nen, auf Wiesen etc,
Blüthezeit. Fast das ganze Jahr durch, 2
Fruchtreife. Im Frühjahr,
74 23. Klasse, 8. Ordnung.
Bemerkung. WeilHasselquist dieses Moos häu-
fig auf alten Mauern und Ruinen Jeru-
salems fand, und es Hyssopus $a-
lomonis nannte, so glauben die mei-
sten dass esder Ysop sey, dessen ı Reg.
4 , 55. in der Bibel gedacht wird.
**) Die minnlichenund weiblichen Zeugungsthei-
le auf einer Pflanze.
1254.G.cıLıa- Der Stengel aufrecht und ästig.
Tum Schreb,
Gefranzter
Kahlmund. an der Spizze durchsichtig und ge-
Die Blätter eylanzettförmig, hohl,
zähnelt,an dem Mooskelche gefranzit.
Die Büchse aufrecht, eyförmig,
der Dekkel etwas gewölbt, ohne
Spizze, und mit dem Mooskelche
umgeben.
Bryum apocarpon ßLinn. Hedwigia
‚Anodon Ehrh. Hedwigia ciliata
Hedw. Gymnostomum Hedwigia
Hoff.
Wohnort. Auf Steinen in gebirgigen Gegenden,
zu. aufdem Granit worauf. das Wil-
helmsbader Caroussell steht; auf dem
grossen und kleinen Bildstein bei Breun-
Moose. i 75
geshayn; auf Felsen um Schiffenberg
und in dem Hangestein.
Blüthezeit. Im Anfange des Herbstes. 2,
Fruchrreife. Im Frühling.
2
CCCCLXXXI. SPKLAUNUM.
Schirmmoos.
1255. 5. am-
PULLACEUM. j j ’
Flaschenför- getheilt. Die Blätter eylanzettför-
miges Schirm-
MOOS.
Der Stengel aufrecht, einfach und
mig. Die aufrechte, walzenför-
mige Büchse siızzt auf einem ver-
kehrt flaschenförmigen Ansazze mit
langem $rünem Halse und gewölb-
tem, abgestuzztem Dekkel.
Wohnort. Auf feuchten Stellen, in Sümpfen und
Torfgründen, z. B. an sumpfigen Or-
ten zwischen Oberrodenbach und Som-
born ; in Sümpfen bei dem Frankfurter
Forsthaus und zwischen dem Feldberg
und Altkühn,
Blüthezeit. Mai, Juni, 4
Fruchtreife. Juli,
76 e3. Klasse. 3, Ordnung.
1256. G. aPo-
CARPON Hedw.
Rothköpfiges
Zwergmoos,
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
CCCCLXXXI. GRIMMIA. Zweıg-,
m00S,
Der Stengel düfrecht und ästig.
Die Blätter kielähnlich, eyförmig,
langzugespizt, die des Mooskel-
ches mit weisser Spizze. Die fast
stiellose längliche Büchse mit ge-
wölbtem, sehr kurz geschnabeltem
Dekkel.
a
Bryum apocarpda a Linn. Grimmia
Polyodon Ehrh. Fontinalis apocarpa
e Linn. fil.
Häufig aufSteinen, Mauern und Fel-
sen, in Waldungen und Gebüschen ,
besonders gerne auf niedrigen bethaue-
ten Stellen, seitener auf der Erde und
an Baumstämmen, z. B. an steinigen
Orten des Wilbelmsbades ; auf Felsen des
Steinheimer Schlosses; um Frankfurt;
auf Felsen um Schiffenberg etc.
Im Herbst. #
Im Frühling.
1257. G. crıs-
pa Roth.
Krauses
Zwergmoos.
Wohn ort»
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Moose 77
DerStengelaufrecht, einfach und
kurz. Die Blätter gleichbreit,
pfriemenförmig, kielähnlich, dre-
hen sich im trokknen Zustande zu-
rükk und werden dadurch kraus.
Die aufrechte, eyförmig längliche
Büchse, mit kleinem, pfriemenför-
migem, etwas eingekrümmt ge-
schnabeltem Dekkel.
Eryum viridulum Reich fl. Moen.
Franco/furt, und mehrererteutschen
Floristen aber nicht des Linune; Bry-
um luteolum H of fm. Bryum virens
Diks.
In Wäldern auf der Erde und auf
Dämmen, z. B. auf dem Schäferberg
bei Somborn und auf dem Bornheimer-
berg bei Frankfurt.
Im Frühling. pi
Mai,
78 25. Klasse. 3. Ordnung.
. CCCCLXXXIM. ZENCALYPTA.
Glokkenmoos.
1258. E. vur- DerStengel aufrecht, am Grunde
GARIS Schreb,
Gemeines
Glokkenmoos. Blätter lanzettspatelförmig. Die
einfach, oben etwas ästig.“ Die
aufrechte walzenförmige Biüchse
am Grunde ihres Stiels mit hut-
förmiger Hülle, und mit hohlem
langgespizztem geradem Dekkel;
dieHaube schlaff, kegelförmig glatt-
rändig. |
Bryum exstinctorium @Linn. Leersia
vulgaris Hedw. Timm. FTVilld.
Roth, Bridetec.
Wohnort. Auf der Erde, in Hohlwegen, trokk-
nen Triften, Dämmen, Leimwänden,
alten Mauern und Felsen,
Blüthezeit. Im Anfange des Frühlings. 4
Fruchtreife. Mai. ‚zul |
RE ae Der Stengel aufrecht, am Grun-
Ta Hedw. h ‘ N
Gefranztes de einfach, oben etwas ästig. Die
Glokkenmoos. Bjätter spatelförmig langzugespizt.
Die aufrechte walzenförmige Büch-
' Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
1260. D. pur-
PUREUM FTedw
Purpurfarbi-
Moose. 79
se am Grunde ıhres Stiels mit wal-
zenförmiger Hülle und mit dün-
nem, langzugespizztem ‚ geradem
Dekkel; die Haube schlaff, kegel-
förmig, am Rande gezähnt.
Bryum exstinctorum ß Linn. Leersia
ciliata Hedw. Leersia fimbriataBrid,
Auf Felsen, Steinen, alten Mauern
und Dämmen, vorzüglich in hohen
bergigen Gegenden, z. B. auf den Fel-
sen im Hangestein bei Giesen,
Mai, Juni. 2%.
Juli, August.
—
CCCCLXXXIV. DICRANUM.
Gabelmoos.
*) Mit kopfförmigen männlichen Blüthen auf be.
sondern Pflanzen,
Der Stengelaufrecht, unten ein-
fach, oben zweitheilig. Die Blät-
gesGabelmoos. ter lanzettähnlich, kielförmig, mit
purpurrothem, zwischen den Aesten
aufgerichtetem Endfruchtstiele. Die
schiefe, eyförmige, etwas einwärts-
80 23. Klasse. 3. Ordnung.
gebogene Büchse mit kegelförmi-
gem spizzem Dekkel,
Mnium purpureum Linn. Bryum pur-
pureum Schreb. Neck. Web.
Hoffm.ete. Fuscina purpurea
Schrank.
b. Mit längeren den Stengel an Grösse
© — 5 malübertreffenden Fruchtstielen.
Dryum strictum Hoffm.
Wohnort. Häufig auf Sandäkkern, Mauern, Stroh-
dächern, hölzernen Wänden, trokkenen
Waldpläzzen etc. b. in Wäldern um
Giesen.
Blüthezeit.. März, April. b. Oktober. 24
Fruchtreife. Mai,
Nuzzen. Scheint, so klein es auch ıst, doch
zur Urbarmachung des sterilen Sand-
. bodens viel beizutragen,
1261. D. sco-. Der Stengel aufsteigend, unten
parıum Hedw.
Besenförmi-
ges Gabelmoos einseitig, gleichbreit lanzettförmig,
einfach, oben ästig. Die Blätter
kielähnlich, zurükkgekrümmt, Die
fast schiefe, länglich walzenför-
Wohnort,
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Moose, 81
mige, aufrechte, zulezt eingebo-
gene Büchse mit kegelförmigem,
langgeschnabeltem Dekkel.
Bryum scoparium Linn. Fuscina sco-
paria Schrank.
Häufig in Wäldern an Baumwurzeln
und auf der Erde, in Felsen, aufHei-
depläzzen und Wüsteneien.
Im Herbst. ı
Im Frühling.
”
1262. D.HETE- Der Stengel etwas ästig, gebo-
ROMALLUM
Hedw.
Einseitiges
Gabelmoos.
Wohnort,
gen, aufrecht. Die Blätter aushäu-
tiger Grundfläche hervorkommend,
pfriemenförmig, einseitig, zurükk-
gekrümmt. Die etwas gebogene,
eyförmige, schiefe Büchse mit pfrie-
menförmig bald aufwärts geboge-
nem, baldaufrecht zurükkgekrümmt
geschnabeltem Dekkel.
‘ Bryum heteromallum Linn. Fuscina
heteromalla Schrank.
Häufig auf Heideboden unter Wach-
holderbüschen, besonders in Fichten-
3. Th. 2. F
—
82 03. Klasse. 3. Ordnung.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
1263. D. GLav-
cum Hedw.
Graugrünes
Gabelmoos.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
wäldern, an Baumstämmen, an Hohl-
wegen, Wassergräben, auf Anhöhen etc.
September , Oktober. 4
Bei günstiger Witterung noch im
Herbst, hauptsächlich aber im Früh-
jahr.
Der Stengel aufrecht, ästig und
spröde. Die Blätter länglich, et-
was aufrecht, dicht dachziegelför-
mig übereinander liegend, hohl,
rıppenlos, zerbrechlich, graugrün
oder weisslich. Die schiefe läng-
lich eyförmige Büchse mit sehr spiz-
zigem krummgeschnabeltem Dek-
kel. -
Bryum glaucum Linn.Fuscina glauca
Schrank.
In feuchten undtrokknen Waldgegen-
den, unfruchtbaren Heidegebüschen , in
Nadelhölzern auf der Erde, auf sump-
figen Wiesen etc.
April, Mai. 4
Im Herbst.
Moose. 83
1264-D.rre- Der Stengel aufrecht und etwas
xuosumZımm. ... / 3 ae R h
GebogenesGa- SUB: Die Blätterlinienartig, pfrie-
belmoos. menförmig, rippenlos, fast einsei-
tig, mit schlangenförmig geboge-
nen Fruchtstielen. Die eyähnlich
walzenförmige, übergebogene Büch-
se mit pfriemenförmigem, aufrech-
tem Dekkel.
Bryum flexuosum Linn.
Wohnort. In Waldungen auf der Erde, z, B.
im Gieserwalde.
"Blüthezeit.. April, Mai. 2%
Fruchtreife. Im Herbst.
1ı265.D.varı- Der Stengel fast aufrecht, ein-
N fach, oben ästig. DieBlätter lan-
ches Gabel- zettähnlich, pfriemenförmig, die
Sepei Fruchtstiele stehen zulezt an der
Seite. Die eyförmige, übergebo-
gene Büchse mit kegelförmigem,
geradem, schiefem, geschnabeltem
Dekkel,
84 23. Klasse. 3. Ordnung.
Bryum simplex Linn. Fuscina simplex
Schrank.
Wohnort. Auf etwas feuchten Aekkern, Thon-
boden, überschwemmten mit dünnem
Grase bewachsenen Pläzzen.
Blüthezeit, Im Anfange des Herbstes. 4
Fruchtreiffe. Im Anfange des Frühlings.
1266 D. cır- Der Stengel aufrecht und ästig.
RATUM Timm. Y 4 A >
Rankiges Ga- Die Blätter lanzettformig- gleich-
belmoos. breit, spizzig, rinnenförmig, ab-
stehend, vertrokknet zurükkge-
krümmt. Die länglich -eyförmige,
aufrechte Büchse mit geschnabel-
tem Dekkel.
Mnium ceirratum Linn. Bryum cirra=-
Lum Hoffm.
Wohnort. AufMauern, Dächern, an Dämmen,
Zäunen ,„ in Wäldern.
Blüthezeit. Im Anfange des Frühlings, 2
Fruchtreife. April.
- I)
Moose. 85
Knespen/
**) Die männlichen Blüthen k#epfförmig in den
Blattwinkeln, mit der weiblichen Blüthe entwe-
der auf einer oder verschiedenen Pflanzen.
ze
1267. D. puL- Der Stengel aufrecht und ästig.
vINATUM . 2 a . . Es
. Die Blätter lanzettähnlich kielför-
Schreb,
Polster förmi- mig, weissbehaart, mit anfan.;s et-
r
RE aufrechten, zulezt bogenför-
mig gekrümmten Fruchtstielen.
Die überhängende eyförmig rund-
liche Büchse mit kurzem, begrann-
tem Dekkel.
Bryum pulvinatum Linn. Fissidens
pulvinatus Hedw. Leersia pulvinata |
FWilld ete.
Wohnort. Häufig auf Felsen, Steinen, Mauern,
Dächern, hölzernen Wänden etc,
Blüthezeit. Im Herbste.
Fruchtreif.e Im Frühling.
Nuzzen, Dient vorzüglich mit dazu um kahle
Felsen mit einer Erdenrinde zu über-
ziehen, und sie zur Erzeugung ande-
rer Pflanzen geschikt zu machen.
1268. D. srr- Der einfache niedergebogene Sten-
OIDES Schreb.
Knotenmoos-
artiges Gabel- stil. Die Blätter lanzettförmig,
n00S.
gel, trägt an derSpizze den Frucht.
86 03. Klasse. 3. Ordnung.
wechselweise, spizzig, zweizeilig, |
fiederförmig, abstehend. Die auf-
rechte längliche Büchse mit etwas
gewölbtem eingekrümmt kegelför-
migem, schief geschnabeltem Dek-
kel.
Hypnum bryoides Linn. Fissidens
bryoides Hedw. Fuscina bryoides
Schrank.
Wohnott. Häufig an finstern schattigen Ortenin
Waldungen und Obstgärten , auf feuch-
ter Erde, in Gruben, an Baumwür-
zeln etc.
Blüthezeit. Im Frühjahr und Herbst. 2
Fruchtreife. Im Frühjahr.
1269.D.raxı- Der Stengel einfach, niederge-
roLıuMmSchreb b \; ni 30 u?
Taxblätterj. Pogen, trägtam Grunde den Frucht-
gesGabelmoos. stiel. Die Blätter lanzettförmig,
zugespizzt, zweizeilig, hiederförmig,
abstehend. Die längliche, schiefe
übergebogene Büchse mit pfriemen-
förmig geschnabeltem Dekkel.
ROIDESSchreb.
Krummästiges
Moose. 87
Hypnum taxifolium Linn. Fissidens
taxifolius Hedw. Fuscina taxifolia
Schrank.
Wohnort. Häufig an finstern, etwas feuchten
| Orten, Wegen, Dämmen, Wiesen, Gär-
ten, Weinbergen und Waldungen,
Blüthezeit. Im Herbst. 4
Fruchtreife. Im Frühling.
1270.D. scıu- _Derkriechende ästige Stengel mit
aufrechten , im trokknen Zustande
Gabelmoos. zurükkgekrümmten Aesten.: Die
Blätter eylanzettförmig, dicht über-
einander liegend, haarig, Die läng-
lich eyförmige Büchse mit kegel-
förmigem zugespizztem Dekkel,
Hypnum sciuroides Linn. Fissidens
sciuroides Hedw. Fuscina scinreides
Schrank Hypnum canescens, &. hir-
sutum FFeiss. :
Wohnort. Häufig auf alten Baumstämmen und
auf Steinen.
Blüthezeit, Im Herbst. &
Fruchtreifee Im Frühling.
88 23. Klasse. 3. Ordnung.
CCGELXXXV. TRICHOSTOMUM.
Borstenmoos,
1271. T.ranu- Der Stengel liegend mit kurzen ü
GINOSUM
Hedw, |
FWeichhaari- ter linienartig lanzettförmig, an
ges Borsten-
Moos.
fruchtbaren Seitenästen. Die Blät-
der obern Hälfte fein gezähnelt
mit blassgrauer Spizze. Die ge-
rade, eyförmige Büchse mit läng-
lich kegelförmigem Dekkel.
Bryum hypnoids & Linn. Bryum
lanuginosum Hof fm. Trichostomum
hypnoides FYilld.
Wohnort. Häufig auf dem grossen nakkenden
Felsen auf dem Feldberg und auf dem
Altkühn.
Blüthezeit. Im Herbst. x
Fruchtreife.e April — Juni.
1272. T. ca» Der Stengel aufrecht mit zer-
NESCE R N
Ei, streut stehenden Aesten. Die Blät-
Blassgraues ter gedrängt, lanzettförmig, rip-
Borstenmoos. ” i m
penlos, zurükkgekrümmt, verlän-
gern sich in eine graue gezähnelte
Spizze. Dielänglich eyrundeBüchse
Moose. 89
mit pfriemenförmigem, kegelähn.
lichem , geradem Dekkel.
Bryum hypnoides ö Linn. Bryum ca-
nescens Hof f m. Gymnostomum canes-
cens Schrank Hypnum canescens,
pllosum Weiss.
Wohnort, Fast überall auf dürrem, sandigem,
steinigem , trokknem, hochliegendem
Boden in Feldern und Waldungen,
Blüthezeit. Im Herbst. 4
Fruchtreife. Im Frühling.
CCCCLXXXVI. TORTULA. Schrau-
benmoos,
*) Mit halbgetrennten Geschlechtern.
Der Stengel kurz, aufrecht, fast
1273. T. suBu- , , N
rara Hedw. einfach. Die Blätter lanzettför-
‚Pfr iemenför- mig, hohl, kurz zugespizt. Die
miges Schrau- i ; }
benmoos. pfriemenförmige, walzenähnliche
Büchse mit pfriemenförmigem, ke-
gelähnlichem, geradem oder ge-
ring eingekrümmtem Dekkel.
90 . 23. Klasse. 3. Ordnung.
Bryum subulatum L in n. Mollia subu- y
lata Schrank.
Wohnort. Häufig auf feuchter Erde zwischen
niedrigem, Grase, in Gräben, Fusspfä-
den, an den Wurzeln der Waldbäume,
in Felsrizzen, auf Mauern etc,
Blüthezeit. Februar, März, 4
Fruchtreife.. Im Sommer.
**) Mit ganzgetrennten Geschlechtern.
274. T.mura- Der Stengel sehr kurz, etwas
Lıs Schreb. x , “
MauerSchrau- ästıg. Die Blätter aufrecht, eylan-
benmoos. zettförmig, sich in ein Haar endi-
gend, im trokknen Zustande zu-
sammengedreht. Dieaufrechte, fast
walzenförmige Büchse mit kegel-
förmig zugespizztem Dekkel.
Bryum murale Linn. Barbulamuralis
NE“ Timm. Mollia muralis Schrank,
Wohnort,’ Gemein auf Mauern, Dächern, Wän-
den, Steinen. etc.
Blüthezeit, Im Sommer. ı
‘ Fruchtreife. Im Frühjahr,
Moose, gı
12758. T.rura- Der Stengel aufrecht und ästig.
Lıs Schreb. Die Bl; 1 fü
Feld- Sehrau- € ätter eylanzett örmig, ZU-
benmoos. rükkgekrümmt, sich in ein Haar.
endigend.. Die ziemlich gerade
walzenförmige Biüchse mit schief
kegelförmigem, langzugespizztem,
gerade oder nur wenig eingekrümm-
tem Dekkel.
Bryum rurale Linn. Barbula ruralis
Hedw. Mollia ruralis Schrank.
Wohnort. Gemein auf Dächern, Mauern, Leim»
wänden, Steinen, Aekkern etc.
Blüthezeit. ‚Im Winter und Frühling. 4
Fruchtreife. Im Frühling.
1276. T. un- Der Stengelaufrecht, etwas ästig.
GUICULATA
Behr Die Blätter gleichbreit, lanzettför-
Be er mig, kielähnlich, steif gespizzt,
Moos. aufrecht abstehend, im trokknen
Zustande zusammengedreht. Die
fast schiefe längliche Büchse mit
schiefem, kegelförmigem, dikkli-
chem Dekkel,
„23 Klasse. 3. Ordnung.
Bryum unguiculatum Linn. Barbula
unguiculata Hedw. Mollia unguicu-
lata Schrank,
Wohnort. Auf mit Be rend ı Gainse bewachsenem
Boden im Bruchköblerwald bei Hanau;
auf Steinen am Wilhelmsbad; aufMau-
R ern um Giezen.
Blüthezeit. Juli, August. 4
Fruchtreife. Im Frühling.
1277.T.con- Der Stengel aufrecht und ästig,
Ä Die Blätter lanzettförmig, flach ab-
Zusammenge- stehend, ım trokknen Zustand ge-
Fielı Pe ““ wunden, die des Mooskelchs stumpf
in eine Walze tutenförmig über-
einander gerollt. Die aufrechte,
längliche etwas gekrümmte Büchse
mit langem, pfriemenförmigem , |
etwas bogenförmigem Dekkel.
Barbula convoluta Hedw. Mnium se-
‚taceum Poll. Bryum convolutum
Hoff m. Hypnum setaceum Weiss.
Wohnort. Häufig auf Dämmen, Mauern, Stei-
nen, Ackkern etc,
Moose. 98
Blüthezeit. Fast das ganze Jahr durch. 4
Fruchtreife. Im Frühling wad Herbst.
CCCCLXXXVIL WEISSIA. Perl-
moos.
=) Mit einfach gezähnter Mündung.
Er 5 Der Stengel ästig. Die Blätter
Abweichendes lanzettförmig, abstehend, amRan-
PeTan0oS: de zurükkgerollt. Die längliche,
gestreifte Büchse mit nezzförmig
gestreiften Zähnen. Der Dekkel
ausgebreitet, etwas gewölbt, en-
digt sich in eine kurze, stumpfe,
steife Spizze, der Rand der Haube
etwas gekerbt.
Bryum striatum 9 Linn. Orthotrichum
anomalum Hedw.
Wohnort, Häufig auf Dächern, Mauern, Felsen
etc.
Blüthezeit. August — Oktober. 4
Fruchtreife. April,
Y% 23. Klasse. 3. Ordnung.
*+) Mit doppelt reihig gezräbnter Mündung, wo-
von die innere Reihe ı6 Zähne hat,
1279.W. sırı- Der Stengel sehr ästig. Dieam
ATA Schreb.
Gestreiftes |
Perlmoos. zettförmig, abstehend, kielförmig,
Rande zurükkgerollten Blätter lan-
‚die obersten ausgefressen. Die fast
stiellose, eyförmige Büchse mit
kleinem, stumpf zugespizztem Dek-
kel; der Rand der Haube fast gleich.
Bryum striatumq Linn. Orthotrichum
striatum Hedw.
Wohnort. Sehr häufig auf der Rinde alter Bäu-
me und Stauden, an Zäunen, hölzer-
nen Dächern, und Wänden etc,
Blüthezeit. Im Herbste und Anfange des Früh-
lings. 4 |
Fruchtreife. Mai, Juni.
1280. W.cris-= Der Stengel aufrecht und ästig.
pa Schreb. N K MAR i
Krauses Peri. Die Blätter lanzettförmig gleich-
MOOS. breit, gehäuft, im trokknen Zu-
stande kraus. Der Fruchtstiel sich
in die verkehrt eyförmige Büchse
ausbreitend welche mit einem in
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
ı08ı.F. ur-
GROMETRICA
Schreb.
Hygrometri-
schesSeilmoos.
Wohnort.
Moose. 95
eine gerade, durchsichtige Spizze
endigendem Dekkel versehen ist.
Bryum striatum d Linn. Orthotri-
chum crispum Hedw.
Häufig auf Baumstämmen vorzüglich
von Pinus picea du Roi.
März, April. pn
Juni, 1
CCCCLXXXVIL FUNARIA. Seil-
moos.
Der Stengel kurz, fast einfach.
Die Blätter länglich, hohl, lang-
zugespizzt, sich gegen einander nei-
gend. Die Fruchtstiele bogenför-
mig. Die bimförmige, überhän-
gende Büchse mit kleinem, rund-
lichem, stumpfem Dekkel.
Mnium hygrometricum Linn. Koel-
reutera hygrometrica Hedw.
Häufig an beschatteten feuchten Or-
ten auf der Erde, an Zäunen, Mau-
ern Eic,
96 23. Klasse. 3. Ordnung.
Blüthezeit.,
Fruchtreife,
Beobachtung.
ı282.B. an«
DROGYNUM.
Hedw.
Halbgetrenn-
tes Knoten-
mOoOoS.
| Wohnort.
Blüthezeit,
Fruchtreife,
1283. B. Ar-
GENTEUM
Hedw.
Februar, März. 4
Mai. |
Die Stielchen zeigen eine hygrometri-
sche Kraft,
CCCCLXXXIX. BRYUM. Knoten-
moos.
*) Mit männlichen kopfförmigen Blüthen.
Der Stengel etwas ästig. Die
Blätter lanzettförmig und abste-
hend. Die männlichen Blüthe-
köpfchen rund und nakkend. Die
längliche, aufrechte Büchse mit
kegelförmig, langzugespizztem Dek-
kel.
Mnium androgynum Linn.
Häufig in Wäldern auf Baumwurzeln,
März, April. %
Mai.
Der Stengel rund, oben ästig.
Die Blätter eyförmig, spizzig, hohl,
Silberfarbiges gegen einander neigend, sich in
Knotenmoos.
ein Haar endigend, grünlich weiss.
Moose, | 97
Die eyförmige, herabhängen deBiüch-
se mit gewölbtem, stumpfem Dek-
kel.
Dryum argenteum g Linn. Mnium
argenteum Ho f f m.
Wohrort. Häufig auf Dächern, Mauern, Fel-
| sen, Wegen etc.
Blüthezeit, _ Herbst, 4
Fruchtreife. Frühlin g-
r
1284. B. suLa- Der grüne Stengel walzenförmig,
CEUM Schrader ar P ee EN
OPER IR oben ästig. Die Blätter eyförmig,
Knotenmoos. hohl, stumpflich, ohne Haare, grün.
lich. Die herabhängende eyförmi-
ge Büchse mit gewölbtem, mit ei-
ner kurzen warzigen Spizze verse-
l henem Dekkel.
Bryum argenteum @Linn.
Wohnort. Auf Dächern, Mauern und Balken,
jedoch selten.
Blüthezeit. Im Frühling. 2}
Fruchtreife. Mai,
3. Th. ®. G
98 23. Klasse. 3. Ordnung.
1285. B. ANNno-
Tınum Hedw.
IF eidenblüät-
teriges Kno-
tenmoosS.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Bemerkung.
1286. B. pA-
LUSTRE
Schreb.
Sumpfknoten-
mooS.
Der Stengelaufrecht, etwas ästig,
oft kleineKnöllchens tragend, Die
Blätter eylanzettförmig, an -der
Spizze sägeartig gezähnelt. Die
verkehrt -eyförmige, herabhängen-
de Büchse mit_kurzem kegelförmi-
gem Dekkel. j
Mnium annotinum Linn.
Auf überschwemmtem sandigem Bo-
den, auf Sumpfboden in Wäldern, z.B.
um Giesen.
Mai, Juni. &
Herbst.
Die Trentepohlia erecta der
Neuern istdasB. annotinum imun-
fruchtbaren und knollentragenden Zu-
stande.
**, Mit männlichen scheibenartigen Blüthen.
Der Stengel aufrecht, ästig und
zweitheilig. Die Blätter lanzett-
ähnlich pfriemenförmig, kielför-
mig. Die länglıche schiefe Büchse
mit kurzem kegelförmigemstump-
flichem Dekkel.
A
2
Moose. 99
N Mnium palustre Linn.
Wohnort. Aufsumpfigem Boden, z.B. im Walde
bei dem Neuhof ohnweit Hanau; bei
der Frankfurter grossen Saustiege; um
den Waldbrunnen bei Giesen,
Blüthezeit. Im Frühling. 4
Fruchtreife.e Im Herbste.
1287. B. ron- Der Stengel aufrecht, einfach,
hreb, . ; f
en mit gleichhochen gehäuften Aesten.
mooS. Die Blätter lanzettförmig, pfrie- .
menähnlich, an der Spizze gezäh-
nelt. Dieeyrundlicheschiefe Büchse
mit kegelförmigem stumpfspizzigem
Dekkel.
Mnium fontanum Linn.
Wohnort. AufbruchigenWiesen und inSümpfen,
z. B. in den Sümpfen bei dem Stein-
heimex Galgen; auf Sumpfwiesen bei
Falkenstein an dem Reichebach; auf
feuchten Wiesen bei Oberursel ; beidem
Waldbrunnen ohnweit Giesen etc,
Bläthezeit. April, Mai. %
Fruchtrei Mai, Juni.
100 23. Klasse, 3. Ordnung.
1268.B. HOR- Der Stengel aufrecht und ein-
num Schreb. B Mi | are
Bauhes Kno- fach. Die Blätter lanzettförmig,
benmooS. spizzig, am Rande scharf sägear-
| tig gezähnt. Die walzenförmige
herabhängende Büchse mit gewölb-
tem stumpfem Dekkel.
Mnium hornum Linn,
Wohnort. An feuchten schattigen Orten, z. B-
bei dem Wolfsgang bei Hanau auffeuch-
ten Stellen ; vor dem Feldbrunnen ohn-
weit Kleinsteinheim; in der Landwehr
an der Sachsenhäuser Warte etc.
i
Blüthezeit. Im Frühling. 4
Fruchtreife.. Im Sommer.
ı089.B. carıL- Der Stengel ästig. Die Blätter
LARE Schreb. ee N £ . y
Haarförmi- eyförmig, kielartig, endigen sich
ges Knoten jn ein Haar; die Früchtstiele röth-
MOOS:
lich. Die längliche herabhängen-
de Büchse mit kegelförmigem, kur-
zem, langzugespizztem Dekkel.
Mnium capillare Linn.
Wohnort. Auf Mauernund in sumpfigen Wald-
‚gegenden, z. B. um Frankfurt, Gie-
sen etc.
Moose, -- ı01
Blüthezeit. Im Frühling. 4
Fruchtreife. Im Sommer,
1290. B. cars- Der kurze Stengel ästig. Die
PITITIUM,.
Rasenknoten-
mooS. zugespizt, grünlichgelb; die Frucht-
Blätter lanzettförmig, borstenartig
‚stiele unten purpurfarbig, oben gelb.
Die eyförmige herabhängende Büch-
se mit gewölbtem, stumpfem Dek-
kel.
Wohnort. In gedrängten Rasen, auf Mauern,
Wällen, der Erde etc.
Blüthezeit, Im Frühling.
Fruchtreife. April, Mai.
1291.B. STEL- Der Stengel aufrecht und etwas
LARE Aoth. R . N ı
Sternförmi- Aastig. Die Blätter lanzettförmig,
ges Knoten. sägeartig gezähnt,durchsichtig punk-
mQO0S:
tirt, begrannt oder nur mit einem
grauen Haare sich endigend. Die
längliche überhängende Büchse mit
gewölbtem Dekkel.
102 05. Klasse. 3. Ordnung,
Mnium stellare Reich. fl. Moenofr.
Wohnort. An beschatteten Orten , an Hohlwe-
gen etc. |
Blüthezeit. Im Frühling. #
Fruchtreife. Im Sommer.
1292. Bermum Der Stengel etwasästig und rost-
Schreb.
Zweijähriges
Knotenmoos. wwechselsweise stehend, an derSpizze
farben. Die Blätter lanzettförmig,
etwa® sägeartig gezähnt. Dieher-
abhängende, birnförmige Büchse
stumpf.
Mnium triquetrum 8 Linn. Mnium
bimum Reich. Hof fm,
Wohnort. Auf Sumpfwiesen bei Falkenstein;
auf feuchten Wiesen jenseits des Grun-
delbachs bei Giesen.
Blütbezeit. Frühling. %
Fruchtreife. Sommer,
1293. B. vseu- Der Stengel etwas getheilt, mit
DOTRIQUE- aus dem Grunde kommenden Ae-
TrRUM Schra- !
den... sten, Die Blätter eylanzettförmig,
Unächtdreiek ;
spizzig, abstehend. Die länglich-
higes Knoten-
moos, P
a en I m
u
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
1294- B. punc-
TAaTum Schreb,
Punktirtes
Knotenmoos.
Wohnort.
-
Moose. 103
eyförmige herabhängende Büchse,
mit halbkugelförmigem, in der
Mitte mit einer kleinen Spizze ver-
sehenem Dekkel,
Mnium pseudotriquetrrum Hedwie.
Hoff m.
In Sümpfen und auch an etwas trokk-
nen Orten, z. B. bei dem Waldbrunn
ohnweit Giesen wo es schon Dillen
fanll.
März, 4
April.
Der Stengel einfach. Die Blät-
ter verkehrt -eyförmig, stumpf
glatträndig, durchsichtig punktirt.
Auf der Spizze des Stengels steht
meistens ı, bisweilen auch 2—5-
Fruchtstiele.. Die länglich eyför-
mige herabhängende Büchse mit
kleinspizzigem Dekkel.
Mnium serpilli folium punetatumL inn.,
Mnium serpillifolium Hof fm.
An schattigen mit Gras bewachsenen
Orten, z. B, im Hangestein,
104 25. Klasse. 35. Ordnung.
Blüthezeit. Frühling, 4
Fruchtreife. Sommer.
1295.B.cusrı- Der Stengel einfach. Die Blät-
DATUM Schreb.
Gespizztes
"Knotenmoos. artig gezähnt, Ein, bisweilen auch
ter eylanzettförmig, spizzig, säge-
© — 3 Fruchtstiele stehen auf der
Spizze des Stengels. Die eyförmi-
ge herabhängende Büchse mit ge-
wölbtem sehr stumpfem Dekkel.
Mnium serpillifolium euspidatun.
Linn. .Mnium cuspidatum Hoff.
Wohnort. An beschatteten feuchten Orten.
Blüthezeit, März, April. 2.
Fruchtreife, Mai.
296.B. ROSE- Die Aeste des Stengels gleich-
un Schreb.
Rosenförmi- hoch. Die rosenförmig gehäuften
ges Knoten-
Blätter lanzettförmig, spizzig, et-
MOOS. 0 PD
‘was gekerbt. Ein, seltener 2 Frucht- |
stiele, stehen auf der Spizze des
Stengel. Die eyförmige herab-
hängende Büchse mit kegelförmi-
gem kurzem Dekkel.
Moose. 205
Mnium serpillifolium proliferum
Linn. Mnium roseum Hoffm.
Wohnort. An feuchten beschatteten Orten.
Blüthezeit. ° Frühling, 4
Fruchtreife. | Sommer.
1297.B. unnu« Der Stengel einfach mit gleich-
ae. lfm: hochen Aesten. Die Blätter läng-
ges Knoten- _ lich, stumpf, wellenförmig, scharf
BR gezähnt. Die Fruchtstiele stehen
gehäuft auf der Spizze des Sten-
gels. Die eyförmig längliche, her-
abhängende Büchse mit kegelför-
migem kurzem stumpfem Dekkel.
Mnium serpilli folium undulatumLinn.
Mnium undulatum Hoffm.
Wohnort. In Obstgärten , an Zäunen, in feuch-
ten Wäldern etc. |
Blüthezeit. November, Dezember. 4
Fruchtreiffe. Frühling,
***) Mit Zwitterblüthen.
..1298.B.eyrı- Der Stengel ganz einfach. Die
a. FIS-. Blätter gleichbreit zerstreut, die
Birnförmiges des Mooskelches gleichhoch haar-
Knotenmoos,
106 25. Klasse. 3, Ordnung.
förmig und sehr lang. Die birn-
förmige herabhängende Büchse mit
gewölbtem Dekkel.
Mnium pyriforme Linn. PVebera py-
riformis Hedw. |
Wohnort, An steinigen grobsandigen Orten,
in den Spalten der Felsen und in den
Zwischenräumen der Mauern.
Blüthezeit. März, April. 4
Fruchtreife. Juni, Juli.
u
CCCCXC. BARTHRAMIA. Apfel-
'moos. |
1299. B. pomi- Der. Siengel aufrecht, oben et-
FORMISFTedw.
Gemeines Ap- Was ästig. Die Blätter borstenar-
Jelmoos. tig lanzettförmig, abstehend, ge-
zähnelt. Die aufrechte kugeliche
Büchse mit flachem, sich mit ei-
ner kaum sichtbaren Warze en-
digendem Dekkel.
Bryum pomiforme Linn. Mnium po__
miforme Ho if f m.
Wohnort. An Wegen, beschatteten Orten, auf
"Felsen und Dämmen.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
ı500.F, ANTI-
PYRETICA.
Grosses Ouell-
INOOS.
Wohnort,
Blüthezeit,
Moose. 107
März, April. #
Mai,
CCCCXCI, FONTINALIS. Quell-
* moos.
Der Stengel ästig im Wasser um-
herschweifend. Die Blätter eylan-
zettförmig, zusammengefaltet, kiel-
förmig, dreireihig. Die an der
Seite hervorkommende Büchse mit
kegelförmigem sehr stumpfem Dek-
kel.
In Teichen, Flüssen und Quellen,
z. B. in einem Bächlein im Mittelbu-
cherwald ohnweit Hanau; in dem Bach
welcher von Somborn nach Niederro-
denbach fliesst; im Brunnen bei dem
Sandhof im Walde ohnfern Frankfurt;
im Brunnen vor Sulzbach; im Hom-
burger Schlossbrunnen; in Quellwas-
sern um den Feldberg; in kleinen Grä-
ben welche nördlich bei Giesen die Wie-
sen durchschneiden ; im Vogelsberg etc,
Sommer. %
108 23. Klasse, 3. Ordnung.
Fruchtreife, Im Herbst,
Nuzzen. In nördlichen Ländern bedient man
sich seiner zum Auslöschen Jdes Feuers.
CCCCXEIN. HYPNUM. Astmoos.
®) Mit einfach oder etwasästig gehiedertem Zweige,
1301.H.'poex- Der Zweig beinahe einfach ge-
TICVLATUM. fiedert, trägtam Grunde den Frucht-
Gezähneltes \ EN k
AstmoosS. stiel. Die Blätter spızzı5 sichel“
förmig, in 2 Reihen dachziegelför-
mig übereinander liegend. Die
längliche einwärtsgebogene Büchse
mit kegelförmigem Dekkel.
Wohnort, In dichten Rasen, in Wäldern und
Gebüschen, an feuchten schattigen Or-
ten; auf Dämmen und am Grunde der
Baumstämme; z. B. an einer Quelle
auf dem Schäferberg bei Somborn; bei
Giesen im Schindangerwald und auf
feuchten Wiesen.
Blüthezeit, Juni,
Fruchtreife. Juli.
ı802.H, reı-
QUETRUM.
Dreiekkiges
dstmooS.
‚Wohnort.
Blü thezeit.
Fruchtreife,
1503. H. sr
TENS Schreb,
Glänzendes
d4stmoos.
Moose. Ä 109
**. Mit ästig gefiedertem Zweige.
Die Zweige zerstreut gehedert
und zurükkgekrümmt. Die Blät-
ter dreiekkig, abstehend, am Grun-
de der Länge nach gefaltet. Die
verkehrt eyförmige, schiefe, ein-
‚wärtsgebogene Büchse mit stump-
fem kegelförmigem Dekkel.
An feuchten Orten, Zäunen, Baum-
stämmen, in Wäldern, in Hohlwegen
auf der Erde, z. B. im Poppenwäld-.
chen und im Wilhelmsbaderwald; am
Schäferberg bei Somborn ; auf den Frank.
furter Wällen; bei dem Falkensteiner
Schloss; in Wäldern um Darmstadtund
Giesen.
Oktober, November. 4
Im Frühling.
Zum Einpakken zerbrechlicher Waa-
ren ist es gut zu gebrauchen,
Die Zweige aufrecht, zerstreut
gefiedert, die gefiederten Aestchen
sehr kurz und zusammengedrükt.
Die Blätter lanzettförmig pfriemen- -
u
110 e3 Klasse. 3. Ordnung.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
1504.H.purum
Glattes dst-
mooS.
artig, angedrükt, gestreiftund glän-
zend. Die einwärtsgebogeneBüch-
se mit kurzem kegelförmigem spiz-
zigem Dekkel.
Auf Sumpfwiesen neben dem Philo-
sophen Wäldchen und jenseits dem
Grundelbach bei Giesen.
Im Frühling.
Mai.
Die Zweige anfrecht, zerstreut
gehiedert und rund. Die Blätter
eyförmig, spizzig, hohl, aneinan-
der schliessend. Die Fruchtstiele
‘mit den Zweigen gleichlang oder
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
auch kürzer. Die längliche ein-
wärtsgebogene Büchse mit pfrie-
menförmigem Dekkel.
Auf Wiesen, Triften, in Wäldern
und überhaupt an feuchten Orten.
September, Oktober. 2,
Im Frühling.
Moose. 113
1805. H. con- Die purpurfarbigen Zweige auf-
PRESSUM
Schreb. non echt, flach gehiedert, zusammen-
Linn. gedrükt, an der Spizze schmäler.
Zusammenge-
drükktes dst- Die Blätter eylanzettförmig, dach-
Brise ziegelförmig übereinander liegend.
Die einwärtsgebogene Büchse mit
kegelförmigem stumpflichem Dek-
kel.
Wohnort, An grasigen Orten in unsern Wäl-
'
dern.
Blüthezeit.e Im Herbst.
Fruchtreife. Im Frühling.
ı506.H.cuspı- Die Zweige fast aufrecht, ästig
apiiter gefiedert, rund, mit langer, stei-
dstmoos. fer Spizze. Die Blätter eylanzett-
förmig, steifzugespizzt. Die Frucht-
stiele längerals Stengel und Zweige.
Die schiefe eyförmig längliche ein-
wärtsgebogene Büchse mit kurzen:,
kegelförmigem stumpfem Dekkel.
Wohnort. Auf feuchten Wiesen und in mitMoos
bewachsenen Sümpfen.
112 05. Klasse. 3. Ordnung.
. Blüthezeit. April, Mai. x
Fruchtreife. Mai. Juni.
1507. H. aBIE- Die Zweige niederliegend, ästig
Fk Ast. gehedert, im trokknen Zustande
m00S. fadenförmig. Die Blätter langzu-
gespizzt herzförmig, abstehend,
im trokknen Zustande anliegend.
Die überhängende Büchse mit ke-
gelförmigem kleinspizzigem Dek-
kel. |
Wohnort. Auf Mauern, Steinen, in Laub- und
Nadelholzwäldern,
Blüthezeit. Frühling. 4
Fruchtreife., Im Sommer.
1508. H. pro- Die runden Zweige an der Spizze
LIFERUM. _
Sprossendes
Astmoos. ohne Glanz, Die Blätter herz-
sprossend, dreifach gefiedert und
ähnlich . pfriemenförmig, dreirip-
pig, glatträndig. Der Mooskelch
eyförmig. Die schiefe einwärts-
gebogene Büchse mit kegelförmi-
gem, gsschnabeltem, auf oder ab-
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
Nuzzen.,
1509. H. pA-
RIETINUM.
FF and - Ast-
MOOS.
Moose 115
v
wärts gekrümmter Spizze versehe-
nem Dekkel.
Hypnum parietinum Reich. fl. Moen
Francof.
Auf der Erde in feuchten schattigen
Wäldern,
Im Frühling, jedoch selten. 21
Mai.
In Schweden gebraucht man dieses
Moos, um die Wände bei den hölzer-
nen Gebäuden damit auszufüttern und
dichter zu machen.
Die zusammengedrükkten Zweige
auf dem Rükken Sprossen treibend,
dreifach gefiedert und glänzend.
DieBlättereyförmig, spizzig, glatt-
‚zändig. Der Mooskelch länglich
kegelförmig. Die einwärstgebogene
Büchse mit länglichem, einer fei-
nen etwas eingekrümmten Spizze
versehenem Dekkel.
3. Th. 2. H
114 £
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Nuzzen.
1310. H. prAE=
LONGUM.
Sehr langes
Adstmoos:
| Wohnort,
Blüthezeit,
Fruchtreife,
ı1511.H. crıs=
TA CASTREN-
sis.
Federbusch-
Astmoos.
3. Klasse. 3. Ordnung.
Hypnum proliferum Reich. fl. Moen,
Francof. No. 768.
Häufig in Wäldern auf der Erde.
Im Frühling, 2
Mai.
Wie bei der vorhergehenden Art.
Die Zweige niederliegend, fast
zweimal gefiedert, laufen an der
Spizze etwas sprossend aus. Die
Blätter eylanzettförmig , sägeartig
gezähnt, lokker und abstehend.
Die einwärtsgebogene Büchse mit
langgeschnabeltem Dekkel.
In feuchten Wäldern an Baumstäm-
men.
Im ‚Frühling. 4
April, Mai.
***) Die Blätter entweder nach einer Seite ge-
richtet oder zurükkgeschlagen,
Die Zweige gefiedert, mit dachzie-
gelförmig liegenden,an derSpizze zu-
rükkgerollten Fiederblättchen. Die
einseitigen Blätter sichelförmig. Die
Moose, 113
schiefe etwas einwärtsgebogene
Büchse mit kegelförmigem, einer
kleinen Spizze verschenem Dek-
kel,
Wohnort. Häufig an feuchten Pläzzen in Wäl-
dern.
Blüthezeit. Oktober, November und auch im
Frühling. %
Fruchtreifee Frühling und Sommer,
ı15ı2.H. rıLı- Die Zweige aufrecht, gefiedert
Seren LIPEN und einfach. Die einseitigen Blät-
ches dstm00S. ter sichelförmig und gestreift. Die
| eingekrümmte, einwärtsgebogene
Büchse mit kegelförmigem kurzem
stumpfem Dekkel.
Wohnort. Häufig an feuchten grasigen Orten in
unsern Wäldern.
Blüthezeit. April, Mai. %
Fruchtreiffe. Mai, Juni.
ı315.H. mor- Der Stengel niedergestrekt, ge-
‚Luscum Hedw.
Zartes dst-
1005» sten gegen das Ende mehr gedrängt
| Ha
fiedert, gekrümmt, nebst den Ae-
116 25. Klasse. 3. Ordnung.
stehend. Die Blätter eylanzettför-
mig, rippenlos, an der Spizze ab-
wärts gekrümmt. Die einwärtsge-
bogene Büchsemit kegelförmigem»
einer kleinen Spizze versehenem
Dekkel.
Hypnum eompressum Linn.?
Wohnort. An Baumstämmen und unter Gesträu-
chen an feuchten Orten, z. B. im Schif-
fenbergerwalde,
Blüthezeit. Im Winter und. Frühling. 4
Fruchtreife. Ausgang des Frühlings.
1514. H.apune Der Stengel aufrecht, ästig ge-
fa ‚förmi- fiedert, mit abstehenden an der
ges dstmo0S. Spizze zurükkgekrümmten Aesten.
Die Blätter von welchen die obern
einseitig, sind lanzettförmig, lang-
zugespizt und mit Rippen verse-
hen. Die mehr oder weniger
schiefe, einwärtsgebogene Büchse
mit spizzig gewölbtem, ım trokk-
nen Zustande mit einer kleinen
Spizze versehenem Dekkel.
Moose. 117
Wohnort. In sumpfigen Gegenden, z. B. in ei-
nem Sumpf bei Somborn,
Blüthezeit. April. 4
Fruchtreiffe, Mai, Juni.
1315. H. cu- Der Stengel, nebst den ziemlich .
PRESSIFORME, . 5 a
E einfachen , an der Spizze zurükk-
ypressenar-
tiges Astmoos. gekrümmten, herumschweifenden
Aesten, zur Erde niedergestrekt.
Die Blätter eyförmig langzugespizt,
einwärts gekrümmt, einseitig, rip-
penlos.. Die schiefe, etwas ein-
wärtsgebogene Büchse mit kegel-
förmig langzugespizztem, im trokk-
nen Zustande feinspizzigem Dek-
kel.
Wohnort, Auf Felsen, der Erde, und haupt-
sächlich in Wäldern auf Baumstämmen
und Aesten.
Blüthezeit. Im Frühling. 4
Fruchtreiffe. Mai.
1316.H.ruco- Der Stengel nebst den zerstreut
SUM. e A
Runzeliges gellederten, an der Spizze zurükk-
dstmoos. gekrümmten, oben verdikkten Ae-
118 23. Klasse. 3. Ordnung.
sten, etwas aufrecht. Die Blätter
lanzettförmig, pfriemenähnlich, mit
'erhabenen sich gegen die Spizze
zu verlierenden Rippen, am Grun-
de zurükkgekrümmt, einseitig, quer
runzelig, oben fein sägeartig ge-
zähnt. Die etwas einwärtsgebogene
Büchse mit langzugespizztem Dek-
kel.
Wohnort. In gebirgigen Wäldern, z.B. vom
Wilhelmsbad nach der Hartig hin; auf
der Haard bei Giesen.
Blüthezeit, Im Frühliug. 4
Fruchtreife. Mai.
1517.H.squar- Der Stengel niedergestrekt, aus-
ROSUM,
Sparriges dst- breitend; die Aeste etwas aufrecht,
ee umherschweifend, an der Spizze
zurükkgeschlagen. DieBlätter ey-
lanzettförmig, pfriemenähnlich, zu-
sammengefaltet und zurükkgeschla-
gen. Die schiefe etwas einwärts-
gebogene Büchse mit sehr kurz ke-
gelförmigem stumpflichem Dekkel,
Moose. 119
Wohnort. In etwas feuchten Waldgegenden,
Obstgärten und Wiesen,
Blüthezeit. Im Herbst. &
Fruchtreife, Im Frühling.
*+*4) Die Blätter gerade ; die Zweige baum» oder
buschförmig,
1318, H. Ann Der Stengel kriechend, mit auf-
PECURUM.
‚Fuchs- rechtstehenden Aesten und busch-
7 71 ze - E 4 R j
523 ka förmigen , gleichhochen, etwas ge-
mooS,
theilten Aestchen. Die Blätter ey-
lanzettförmig. Die etwas überhän-
gende Büchse mitsehr langgeschna-
beltem Dekkel.
Wohnort. In feuchten Wäldern an Baumstäm-
men, z. B. sparsam in der Bulau bei
Hanau; bei Giesen auf nassen Wiesen
bei dem Fürstenbrunnen und im Schif«
fenberger Walde,
Blüthezeit. » Im Herbst. 4
Fruchtreife. Im Frühling.
1519. H.umvo- Der Stengel kriechend, mit auf-
surum Schr. L RER
Mäuse= rechtstehenden buschförmigen Ae-
Schweuz- 4st- sten und schmäleren zurükkge«-
nooS.
120 03. Klasse. 3. Ordnung.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,
ı320.H. seR«
PENS,
Kriechendes
Astmoos.
krümmten Aestchen. Die Blätter
eylanzettförmig, hohl und rippen-
los, die an den Aesten dreiekkig
herzförmig. Die längliche etwas
einwärtsgebogene Büchse mit kür-
zerem, kegelförmigem, stumpfem
Dekkel.
Hypnum myosuroides Linn,
Häufig in den Wäldern aufden Stäm«
men und Wurzeln der Bäume,
April, Mai,
Mai, Juni.
“e#*) Die Blätter gerade; die Zweige herum.
schweifend oder verwikkelt.
Der Stengel kriechend, mit auf-
rechten, fadenförmigen, etwas ästi-
gen Zweigen. Die Blätter eyför-
mig langzugespizt, entferntstehend,
rıppenlos und abstehend. Dieläng-
liche, etwas einwärtsgebogene, am
Grunde schmälere Büchse mit spiz-
zigem gewölbtem Dekkel,
Moose, 121
Wohnort. °' An beschatteten feuchten Orten, Stei-
nen, Baumstämmen und auf feuchter
Erde.
Blüthezeit. Im Frühling. 2
Fruchtreife, Mai bis Herbst.
ER Der Stengel etwas niederliegend,
um Neck. i - i \
Zweifelhaf. mit dicht aneinanderstehenden, fa-_
tes g5tmoos. denförmigen, etwas aufrechten, um-
herschweifenden, etwas gefieder-
ten Aesten. Die Blätter lanzett-
- Förmig, spizzig, aufrecht abstehend.
Dielängliche eingekrümmte Büchse
mit kurzem spizzkegelförmigem
Dekkel.
Wohnort. Auf Sumpfwiesen jenseits des Grun-
| delbachs bei Giesen,
Blüthezeit. April, #
Fruchtreife. Juni.
ı322.H. verv» Der Stengel kriechend, mit ge-
TINUM. RR
Fe TE drängtstehenden aufrechten Aesten.
ges Astmoos. Die Blätter eylanzettförmig, ge-
zähnelt, dachziegelförmig überein-
ander liegend und abstehend; die
122 23. Klasse. 3, Ordnung.
Wohnort.
Bl üthezeit.
Fruchtreife.
19225. H. rLu-
MOSUM.
JTederiges dst-
n1008.
Wohnort.
innern des Mooskelches mit Haa-
ren besezt. Die Fruchtstiele mit
kleinen Erhabenheiten. Die ein-
wärtsgebogene eyförmige bauchige
Büchse mit kegelförmigem kurzem
Dekkel.
An beschatteten Orten auf Baumstäm-
men, alten Mauern und auch auf der
Erde.
September, Oktober-
Im Frühling.
Der Stengel kriechend mit kur-
zen, gefiederten, etwas aufrech-
ten gedrängtstehenden Aesten. Die
Blätter dachziegelförmig überein-
ander, lanzettförmig herzähnlich
und pfriemenartig. Die Frucht-
stiele ohne Erhabenheiten. Dieey-
förmig längliche, etwas schiefe, ein-
wärtsgebogene Büchse mit kegel-
förmigem kurzem Dekkel.
In Wäldern an Baumstämmen und auf
Felsen und Steinen, z. B. um Giesen.
Moose, 123
Blüthezeit, Herbst und Winter. &
Fruchtreife. Im Frühling.
ı924.H.ruta- Der Stengel niederliegend und
BULUM. \ i A R
Hakkenförmi- umherschweifend mitaufsteigenden,
ges dstm00s. etwas aufrechten, gekrümmten fast
ba einfachen Aesten. Die Blätter ey-
formig langzugespizt, abstehend
und mit Rippen. Die Früchtstiele
mit kleinen weichen Spizzen, Die
eyförmig längliche, schiefe, etwas
‘ einwärtsgebogene Büchse mit ke-
gelförmigem kurzem Dekkel.
Wohnort. Häufg in Wäldern und Zäunen auf
Stämmen und Wurzeln,
Blüthezeit. Im Frühling. pl
Fruchtreife, Mai.
1525.H. ı.e- Der Stengel sammt den umher-
CEBRUM,
Schönes Adst-
21008. und stumpf. Die Blätter dachzie-
schweifenden Aesten etwas aufrecht
gelförmig übereinander, löffelför-
2 mig, stumpf, endigen sich mit ei-
ner kurzen steifen Spizze: Dieey-
förmige schiefe etwas einwärtisge-
124 25. Klasse. 5. Ordnung.
bogene Büchse mit pfriemenförmi-
gem Dekkel.
Wohnort. Auf Triften, Wiesen und in Wäl
dern, z.B. im Bruchköbler Hägewald
bei Hanau und im Schiffenberger Walde
bei Giesen.
Blüthezeit. Im Frühling. 4,
Fruchtreiffee Anfangs Sommers.
ı506.H. rıra- Der Stengel gestrekt und viel-
RIUM. \aye .
Ren 'dst- theilig, mit wurzelschlagenden Ae-
moos. sten. Die Blätter spizzeyförmig,
glatträndig und flach ausgebreitet.
‚Die eyförmiglängliche, schiefe, et-
was einwärtsgebogene Büchse mit
länglichem, gewölbtem, spizzigem
Dekkel,
Wohnort. Bei dem Feldbrunnen ohnweit Klein-
steinheim; in dem Kalten - und Reichen-
bach im Homburger Gebirge. Es liebt
vorzüglich reines Quellwasser.
Blüthezeit. Zu allen Jahreszeiten, vorzüglich aber
im Sommer. 4
!
Fruchtreife, Zu allen Jahreszeiten,
Moose, N
1327.H. rLur- Der Stengel zart, lang und ästig.
"TANS.
Schwimmen- Wie Blätterlänglich, lanzettförmig
o’
des Astmoos. langzugespizzt, etwas entfernt und
abstehend. Die längliche, schiefe,
; einwärtsgebogene Büchse mit ge-
x wölbtem spizzigem Dekkel.
Wohnort. In reinem stebendem Wasser , haupt-
sächlich in Teichen, z. B. in Wiesen-
Gräbchen um Giesen.
Blüthezeit. Im Frühling. x
Fruchtreife. Im Sommer.
ı328.H. uer- Die Stengel kriechend, ästigund
pıum Dich.
Mittleres dst-
MOOS» förmig, spizzig, fasteinseitig, dach-
gehäuft. Die Blätter breitlanzett-
ziegelförmig übereinander liegend
und abstehend. Die aufrechte, sel-
tener schiefe Büchse mit kurzem
kegelförmigem Dekkel.
Wohnort. An Bäumen, z. B. um Giesen wo es
Dillen fand.
Blüthezeit. Im Anfange des Frühlings. 4
Fruchtreife,. Im Anfange des Sommers.
126 25. Klasse. 3. Ordnung.
1529. L. TRI«
CHOMANOIDES
Hedw.
Schuppen:
Farrnähnk-
ches Strauch-
MOOS.
Wobnort.
Blüthezeit,
Fruchtreife,
1530. L. com»
PLANATA.
Hedw,
Fiaches
Strauchmvos.
CCCCXCHL LESKIA. Strauchmoos.
Der niedergedrükte Stengel flach
ausgebreitet mit stumpfen, kurzen
Aestchen. Die Blätter zweireihig,
dachziegelförmig übereinander lie-
gend, stumpf, fein gekerbt; dery-
förmig längliche Mooskelch der
weiblichen Blüthen mit lanzettför-
migen, stumpflichen, aufrecht ab-
stehenden Blättchen, Die kaum et-
was schiefe aufrechte Büchse mit
kegelartig geschnabeltem Dekkel;
der Schnabel pfriemenförmig und
etwas schief.
4
Hypnum trichomanoides Schreb.
Häufig in Wäldern an Baumstämmen.
Februar. März. 4
April. -
Der Stengel niedergedrükt, flach
und ausgebreitet ; die Aestchen ver-
dünnen sich und werden am Ende
fadenförmig. Die Blätter zwei-
reihig, dachziegelförmig übereinan-
Moose. 127
der liegend, feinzugespizt und glatt-
rändıg. Der weibliche Mooskelch
dünne, hohl kegelförmig mitläng-
lich zugespizten und zusammenge-
rollten Biättchen. Die kaum schiefe
Büchse mit geschnabeltem Dekkel,
der Schnabel dikk, stumpf, auf
oder abwärts gekrümmt.
Hypnumcomplanatum Linn.
Wohnort. Häufig auf Baumstämmen in unsern
Wäldern.
Blüthezeit. März. 4
Fruchtreife. April.
1551.L. ser- Der Stengel kriechend mit auf-
cEA_Hedw.
Seidenartiges
Strauchmoos. gen. Die Blätter dachziegelförmig
steigenden, dichten ästigen Zwei-
übereinanderliegend, langzugespizt,
lanzettförmig, dreirippig. Die
Fruchtstiele mit Erhabenheiten be-
sezt. Dieaufrechte eyförmig läng-
liche Büchse mit kegelförmigem
Dekkel.
ı28 25. Klasse. 3. Ordnung.
Zypnum sericeum Linn.
Wohnort. Auf Baumstämmen hauptsächlich der
Weiden, auf Steinen und Mauern.
. Blüthezeit, September , Oktober. ı
Fruchtreife. Im Frühlin g-
1ı592.L. poLy-_ DerStengel kriechend, sehr ästig
ANTHA Hedw. ; ui e.
Fielblüthiges und vielblüthig, mit kurzen auf-
Strauchmoos. rechten Aesten. Die Blätter zuge-
spizt eyförmig und rippenlos. Die
eyförmig längliche aufrechte Büchse
mit kegelförmigem Dekkel.
Hypnum polyanthos Sehreb.
Wohnort. Auf alten Baumstämmen vorzüglich
von Weiden z. B. im Hangestein.
Blüthezeit. Im Frühling — Herbst.
Fruchtreife.. Juni — Herbst.
CCCCXCIV. NECKERA. Ting-
moos.
1553. N. cnıs-e Der Stengel etwas aufrecht, ästig
pa Hedw,
Krauses Ting-
mooS. dachziegelförmig übereinander lıe-
und flach. Die Blätter zweizeilig,
gend, länglich, spizzig, quer ge-
Moose.» 7 ‚Da 2ög
faltet! Die eyförmiglängliche, et-
was aufrechte Büchse mit geschna,
. beltem Dekkel.. ci
Hypnum Ani Linn.
Wohnort, Auf den Steinen und F elsen im Han-+
, - 43. BVG
andre
Blüthezeit, Im Elerbäkk as |
Fruchtreiffe. Im Frühling.
1554. N.:ren- Der Stengel niederliegend,!ästig
naTa Hedw.
Federartiges 2 So
Tingmoos. ' Janzettförmig, selten langzügespizt,
und flach. „Die Blätter zweizeilig,
quer wellenförmig. Die eyför-
mige, inden Mooskelch eingefügte
Büchse mit . gewölbtem ‚kurzem
Schnabel des Dekkels,
Fontinalis pennata Linn.
Wohnort. Auf Baumrinden, z. B. in der Bulau
bei Hanau, aber selten. .
Blüthezeit. Herbst, Winter. 4
Fruchtreife. Frühling.
3;: Th, De .J
130 23. Klasse,“ 3. Ordnung.
1535. N. vırı= =‘ Der Stengel kriechend und aus
CULOSA Hedw,
Rebartiges'
Tingmoos. was aufrechten, im trokknen Zu-
gebreitet, mit‘ aufsteigenden, et-
....„ stande zurükkgedrehten Aesten.
Die Blätter länglich, langzugespizt
m ndabstehend. Die aufrechte läng-
" liche Büchse mit ori ©.
Dekkel. |
E viticulosum Lin n.
Wöohheng ‘Häufig in Wäldern auf Baumstäm-'
ost vs ıımen und Jauch auf Felsen.
Blüthezeit,. ..", November, Dezember: 4 ir
Fruchtreife, Im Frühling.
x
1936.N. DEN .',Der Stengel kriechend mit auf-
DROIDES Timm
Baumföhn rechten Assten;5 die Aestohen bü-
ges Tingmoos. gchelförmig; stehend, gleichhoch
und fast einfach. Die Blätter ey-
_ lanzettförmig und dreirippig. Die
aufrechte eyförmige Büchse mit
kegelförmigem schiefem Dekkel.
Hypnum dendroides 22 7 n. Ki
Wohnort, In Wäldern, z. B. bei Hanaui im ‚Briich-
köblerwald; im Wald bei dem Frank-
j £urter Forsthaus. |
Mooses:-;') Ra 131
.„Blüthezeit. . Im Herbst.
Fruchtreife, Im Frühling.
1557. N. cur- Der Stengel niederliegend, mit
TIPENDULA . ER .
He aufsteigenden, ästigen, ausgebrei-
Kurzitieliges‘ teten Zweigen.‘ ‚Die Blätter ey-
Zingmoos. a | en
ERRERRMSO förmig, langzugespizt, abstehend.
” © "Der weiblicheMooskelch sehr lang.
T7 Die eyförmig längliche, herabhän-
gende, zulezt aufrechte Büchse mit
| kegelförmigem 5 pfriemenartigem
Aypnum' curtipendulum 2 ınn.
Wohnort. In Wäldern auf Baumstämmen, au:
Re nes, auf dem Gebirge bei Alzenau, umFrank-
1; u furt und um Giesen,
Blüthezeit. Im Frühling. %
? Prachtreite. Anfangs Sommers,
CCCCXCV. BUXBAUMIA. Schorf-
ne MOOS; |
1ı558.B.arHrt-‘ Ohne Blätter mit verlängertem
er höher Fruchtstiel. Die purpurfarbige'Büch-
Schor fmoos. : se: auf der einen Seite eingedrükt
| ia
132 03. Klasse: 3, Ordnung.
und gerändet, auf der andern ge-
wölbt und bauchig, mit kegelför-
migem, sturnpfem, kurzem Dekkel.
Wohnort. . :. Auf Sandboden in waldigen Gegen-
in, z. B, auf Sandhügeln von Hanau
aus rechst dem Rückinger Geleitshaus
| gegenüber ;auf dem Farrnwiesenberg bei
Oberrodenbach, auch an dem Bächlein
welches von dem Sombornenberg nach
"Oberrodenbach fliesst; im Hochweiseler
Wald am Hausberge, wo es auch schon
Fabricius fand,
Blüthezeit. Dezember, Jänner. 4
Fruchtreife.e April.
IIOHAG
1559. B. FoLı- Die gelbgrüne, faststiellose, mit
Biker äle Blättern umgebene Büchse oben
Schorfmeos. etwas schmäler, unten ‚mehr bau-
chig, hat einen kurzen, ‚kegelför-
migen, stumpflichen Dekkel.
v
Phascum Hallerianum Poll. FYebera
Diphyseium Ehrh,, ‘
‚Wohnort: ‚In Waldgegenden auf fetter, ‚mit dün-
nem. Grase bewachsener .Erde, z.B.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
1340. P.com-
MUNE.
Gemeines
Haarmoos;
Goldner FFi-
.dertlion.
17
Moose.::'-; Fa 135.
auf dem Fatrnwiesenberg bei Oberro-
denbach, auch an dem Bächlein wel-
ches von dem Sombornerberg nach
Oberrodenbach fliesst, zugleich mit vo-
siger Art; an dem Goldbach zwischen
der grossen Försterwiese bei Neuysen-
burg und der Chausöe; im Walde bei
dem Frankfurter Forsthaus.
August, September. 2%
Im Frühling.
CCCCXCVI. POLYTRICHUM,
Haarmoos.
*, Mit einem Ansazz an der Büchse,
Der Stengel einfach und getheilt,
Die Blätter umfassend, gleichbreit
lanzettförmig, langzugespizt, säge-
artig gezähnelt, im trokknen Zu-
stande kraus. Die längliche vier-
ekkige Büchse mit einem aus ei-
nem ziemlich flachen Grunde sich
in eine feine Spizze verlängern-
den Dekkel und einer abwärts-
haarigen, am Grunde in mehrere
Abschnitte gespaltenen Müzze.
13% ' 23. Klasse. 5. Ordnung.
Wohnort,
' Polytrichum 'yuccae Folium Ehrh.
In feuchten Wäldern und Heidege-
büschen, z. B. im Bruchköbler Wald
bei Hanau; an sumpfigen Orten bei
Oberrodenbach ; am Sumpfbei Somborn ;
Blüthezeit..
Fruchtreife.
Nuzzen.
häufig in den Wäldern um Frankfurt;
JRrmatad Giesen etc.
November — Februar. 2.
Mai, Juni. za
Aus diesem Moos werden in England
und Holland Besen und Bürsten und
in Westgothland ÖOfenwische von den
Bäkkern verfertiget. Die Bären berei-
ten sich aus ihm das Winterlager und
die herumirrenden Lappländer ihre Bet-
‘ ten und Matrazzen. In Kamtschatka
werden nach Steller aus ihm Dachte
für die steinernen Lampen bereitet, Von
den Landleuten wird es noch manch-
malin Viehkrankheiten gebraucht, sonst
ist es aber nicht mehr gebräuchlich.
An einigen Orten wie z.B. in Bohus
in Norwegen gebraucht man es auch
zu Hexel für Pferde.
1541. P. sunı«
PERINUM
ZFilld.
ZA achholders
blätteriges
Haarmoos.
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife,.
- -Nuzzen.,
}
1542.P. pıLı-
FEruMmSchreb,
Houarblätteri-
Moose. 1 OR 135 |
Der Stengel einfach oder etwas
ästig. Die Blätter stiellos, gleich-
breit lanzettförmig, steifgespizt,
straff, glatträndig, im trokknen Zu-
stande angedrükt und aufrecht. Die
längliche, vierekkige Büchse mit
einem aus einem ziemlich flachen
Grunde in’ eine etwas eingekrümmte
steife Spizze sich verlängerenden
Dekkel und einer abwärtshaarigen
Müzze. a bi
Polytrichum commune ß Linn.
An trokknen Waldpläzzen und Trif- :
ten, z.B. auf sandigem Boden im Bruch-
köbler Hägewald ; ; in Wäldern um Frank-
furt, Offenbach, Darmstadt, Giesen etc,
November — Februar. x
j
Juni, Juli.
- Wie bei P. commune.
Der Stengel meistens kleiner als
bei den vorhergehenden Artenund
ges Haarmoos. einfach. Die Blätter stiellos, ge-
häuft, gleichbreit, straff, glatträn-
f ö %
-
136 23. Klasse. 3. Ordnung.
dig, dikklich, an der Spizze haa-
„nrig, im trokknen Zustande zusam-
mengerolit. Die längliche vierek-
kige Büchse mit einem aus einer
ziemlich flachen Grundfläche, in
eine kurze, stumpfe, gerade Spizze
übergehenden Dekkel und einer
‚abwärts haarigen Müzze. |
Polytriehum commune X Linn.
- Wohnort. Meistens auf trokknen Heiden und
in ‚trokknen Wäldern, z. B. auf der
Heide bei dem Lehrhof dhnweit Hanaus
im Bruchköbler Hägewald; bei dem
Steinheimer Galgen; im Niederröther
Wäldchen; um Darmstadt, Giesen etc.
‚Blüthezeit, Winter und Frühling. 2
Fruchtreife Im Sommer. ’
*, Ohne Ansazz Au der Büchse,
‚1345. P. unnT- | Der Stengel ästige Die Blätter
ee dachziegelförmig übereinander lie-
Haarmoos, gend, lanzettförmig, langzugespizt,
straff, sägeartig gezähnelt, ange-
drükt. Die Fruchtstiele meistens
r”
Moose. 3 ı 37 $
‚zur Seite hervorkommend, oben
\ gebogen und zusammengedreht. Die
walzenförmige, aufrechte, zulezt
schiefe Büchse' mit steifspizzigem
etwas eingekrimmtem Dekkel und
. ‚abwärts haariger Müzze.
4
Wohnort, Auf Heiden, z. B. häufig um den .
- Wilhelmsbader Schiessplazz.
. Blüthezeit. ,. Im Frühling. 2
Fruchtreife. Anfangs Sommers,
ug P.nanum Der Stengel ganz einfach. Die
el
he - Haar. Blätter lanzettförmig, hohl, stumpf-
moos. lich, an der Spizze gezähnelt. Die
halbkugelförmige einwärtsgebogene
‚Büchse mit hohlem dünnschnabe-
lichem Dekkel und rükkwärtshaa-
riger Müzze,
Mnium polytrichoides & Linn. Poly-
trichum ericoides Hof fm.
Wohnort., Auf Heiden, in Hohlwegen, Gräben
und auf Felsen, z. B. im Bruchköbler
Hägewald; am Wilhelmsbal; bei den
Rükkinger Schlägen ; am Fuse des Schä-
%
138 23. Klasse. 8. Ordnung.
ferbergs; bei dem Steinheimer Galgen;
in dem Niederröther Wäldchen; bei
Darmstadt, Giesen etc.
Blüthezeit. November — März.
Fruchtreife, _ Mai,
1345.P. aLot- Der Stengel sehr klein und ganz
a ‚einfach. _ Die Blätter gleichbreit
ges Haarmo0s. Janzettförmig, zusammengebogen,
stumpflich, straff, an der Spizze
gezähnelt. Diewalzenförmige, auf-
rechte, zulezt etwas schiefe Büchse
mit kegelförmigem kleinschnabeli-
chem Dekkel und abwärtshaariger.
Müzze. ’ +
Mnium polytrichoides ß Linn.
Wohnort. Auf thonigem beschattetern Boden,
hauptsächlich an Hohlwegen und Grä-
ben, z.B. im Bruchköbeier Hägewald;
an den Mühlheimer Tannen etc.
Blüthezeit. Mai. 4
Fruchtreife. Juni, Juli.
1546. P. unnu-
LaAtum Hedw..
IF ellen ‚förmi-:
ges A aarmoos.
Moose 139
Der Stengel einfach. Die Blät-
ter lanzettförmig, sägeartig gezähnt,
wellenförmig und abstehend. Die
walzenförmige, einwärtsgebogene
Wohnort.
Blüthezeit.
Fruchtreife.
Büchse mit gewölbt geschnabeltem,
am Grunde schön rothem Dekkel
und aufrecht- rauhhaariger Müzze.
Bryum undulatum Linn. Catharinea
Callibryon Ehrh.
b. Kleineres wellenförmiges
Haarmoos. Mit mehr aufrechtste-
henden Blättern und Büchsen.
In feuchten Wällern, Obstgärten, und
Gebüschen, z. B. in den Wäldern um
Hanau, Offenbach, Frankfurt, Darm.
stadt, dem Freigericht, Giesen etc.
Juli, August. 4
Frühling,
140 23. Klasse, Pr ‚Ordnung.
IV. ORDNUNG." ;
HEPATICAE. Lebermoose.
CCCCXCVH. . JUNGERMANNIA.
Jungermannie,
A. Mit Stengeln.
a. Nakkende d. h. ohne Blattansazz und
ohrförmigen Blattanhang.
1947. J-ASPLEE Der Stengel aufsteigend, an der
NOIDES,. 2
Milzfarrn- Spizze fruchttragend. Die Blätter
Jungermannie 7 yeireihig, eyförmig, ganz, am
Rande gefranzt gezähnt.
b. Mit abwechselnd kleineren Blättern.
Wohnort. Häufigin feuchten schattigen Wäldern
auf der Erde und an Baumstämmen.
b. im Hangestein bei Giesen.
Blüthezeit. April, Mai. #
1548.J. vırı Der Stengel aufsteigend, über
CULOSA,
RBeburtigeJun-
germannie. Blätter zweireihig, rundlich und ‘
dem Grunde fruchttragend. Die‘
glatträndig.
' Wohnort. © Häufig in feuchten Wäldern auf der
| Erde und an Baumstämmen.
-
\
'Lebermoose, 141
© "Blüthezeit. Februar, März y
1349. 7. roLy- ; DerStengel kriechend. DieBlät-
ANTHOS,..\
Yi elblüthige “ter rundlich, ‚gewölbt, glatträndig,
Jungermannie zweireihig, dachziegelförmig über-
‚ einanderliegend. Die Kelche kom-
men aus den Seiten hervor.
Wohnort. a ee beschatteten Wäldern ,
2. B: am dem Bach bei dem ‚Kohlbrun-
nen ohnweit Hanan.
Blüthezeit.! ‚Im Frühling. - ed ge
1350.J..an- ° Der Stengel kriechend und Fast
Tele ‘einfach. Die Blätter zweireihig,
mige Junger- eylanzettförmig, stumpf, glatträn-
KR dig und fach. Die verkehrt ke-
' gelförmigen 'Kelche kommen aus
den Spizzen des Stengels.
Wohnort. Auf derErdean feuchten, ‚schattigen,
bemoosten Stellen, z B. unt Frankfurt
! und im Hangestein bei Giesen.
Blüthezeit., Winter, Frühling, 4
148 23. Klasse. 4. Ordnung.
1351. J. guın- DerStengel kriechend und ästig.
QUEDENTATA,
Fünfzühnige Die Blätter vierekkig zusammenge-
Jungermannie faltet, fast fünfzähnig. Die Zähne
stumpflich.
Wohrort, In schattigen grasigen Waldgegenden,
'z. B. zwischen andern 'Moosen aufden
Sandhügeln bei den rin; = Da ag
"ohnweit Hanau.
Blüthezeit: Frühling. 4
1552. J. rusıL- Der Stengel sehr kurzy"etwas
LA. N
Kleine Junger-. ästig und kriechend. Die Blätter
Munie. _ ‚ziweikeiiiie, verkehrteyförmig dach-
.. ziegelförmig übereinander liegend,
| schiel,an derSpizze schwach gekerbt.
Wohnort.s:' »Inschättigen, feuchten Gegenden, z.B.
.'o im der Lindener Mark, ;
Blüthezei. Herbst. 2
Bemerkung. Dieses niedliche Pflänzchen stellt in
"59 einem früheren Lebensalter einen klei-
9 nen ä angenehm grünen, krausen, dem
Salat nicht unähinlichen Räsen vor, und
erst spaterhin entwikkeln sich die Blätt-
chen und breiten sich mehr aus.
un... Lebermoose. ı 7. 449
1983.J..sıcus-, Der Stengel niedergestrekt und
PIDATA. .,
Zweispizzige |
Jungermannie hig, fast vierekkig, an der Spizze
ausgebreitet. Die Blätter zweirei-
“so 'scharf ausgerändet und zweispiz-
zig. : Die Kelche kommen 'seitwärts
hervor. |
=
\ a, Mit Büchsen.
b. Mit Küchelchen.
(Mni um füssum L in n.)
Wohnort. In schattigen meistens bergigen Wäl-
dern, z. B. im Niederröther Wäldchen
!bei Frankfurt;' im Schiffenberger Walde.
- Blüthezeit.:.. Im Frühling. %
b. Die Blätter oben mit einem Ansazze,
1354. J. nemo- Der Stengel. etwas ästig, an der
(6) ar
ehe Junger. a blüthetragend. Die Blätter.
mannie. , undAnhängedachziegelförmig über-
) einander liegend, rundlich, am Rände
gefranzt. |
Wohnort. In Wäldern. z.B. im Hangenstein bei
Giesen,
" Blüthezeit. Im Herbst. &
144 23. Klasse. 4. Ordnung.
c, Mit Blattansäzzen,, oder 'dieZweige
‘unter den Blättern mit kleinen Blätt-
chen versehen.
*. Mit einer einfachen Reihe von Blattansäzzen.
ı555.J-Bınen« Der Stengel niedergestrekt, an
TATA,« . hie . en
Zweizähnige der Spizze blüthetragend. DieBlät-
Jungermannie ter eyförmig, am Grunde mit
der Mittelrippe zusammenlaufend ,
stumpf ausgerändet und zweizähnig;
dieBlattansäzze vierzähnig und zwei-
theilig. EIER
b. Kleinere zweizähnige Jun-
germannie. Mit gedrängteren Sten-
geln und viel kleineren Blättern, von
welchen die obersten am breitsten sind.
Wohnort. In feuchten beschatteten "Wäldern un«
| ter Moosen, z. B. um Hanau, Frank-
furt, Giesen etc.
Blüthezeit. Herbst. 4
1556. J. Trı- Der Stengel niedergestrekt, un-
CHOMANIS
Scopl.
Schuppen- förmig, gewölbt, fast ganz; die
ferrn-Junger-
mannie,
ten fruchttragend, Die Blätterey-
Blattansäsze rundlich ausgerändet,
Die Kelche fleischig.
%
Lebermoose. , - 345
Mnium Trichomanis Linn.
Wohnort. In Wäldern und feuchten Gebüschen,
z. B. an einem Bächlein zwischen Ober-
‘ rodenbach ‘und Somborn.,
Blüthezeit. Dezember. 4
1557. J. REP- Der Stengel kriechend, in der
EL Fi ‚Mitte, fruchttragend. Die Blätter
Jungermannie und Blattansäzze. schlaff,: vierekkig oO,
an der Spizze fast vierspaltig. Die
"Kelche dreiekkig, dreifürchig ‚'ami
Grunde en mei
Bn.dei HESORLE
Wohnort. Auf der: Erde an beschatteten Orten
und auch auf faulen. Baumstämmen ,
z.B. an feuchten Graben bei den Me
kinger ‚Schlägen ; an einem Bächlein; bei
dem Schäferberg beiSomborn; um Frank-
furt , Giesen etc,
Blüthezeit. Herbst und F wo 24
13558.J. cıLIA-
RIS,
GAfranzie Die Blätter und Blattansäzze ey-
Jungermannie förmig,,
'Der Stengel kriechend und Pate
zweispaltig, gezäbnt ge-
franzt,,.. dachziegelförmig überein-
ö. Th. 2. Kı |
146 23. Klasse. 4. Ordnung,
anderliegend. DieKelche glattund
länglich eyförmig. |
Jungermannia ,, pulcherrima Hof fm.
Wohnort. Auf feuchtem Boden an. Baumstäm-
men, z. B. an einem Bächlein am Fuse
_ des Schäferbergs im Freigericht; an dem
Kaltenbach über Oberursel,
Blüthezeit. Frühling und Herbst.
1559. J. com- Der Stengel kriechend, flachauf-
PLANATA. k Ai {
Flache Jun. Niegend. Die Blätter und Blattan-
germannie. säzze zugerundet, flach, glatträn-
dig, dicht dachziegelförmig über-
“einander liegend. Die Kelche läng-
lich und zusammengedrükt.
Wohnort. Häufig in Wäldern auf Baumrinde.
Blüthezeit.' - Im Frühling. %
**, Miteiner dreifachen Reihe von -Blattansäzzen,
ı l n; R ‘ - - A
‚1360. J.eLary- Der Stengel niedergestrekt und
" BHsLIA.-, r,
Breitblätteri- |
geJungerman- dachzieselförmig übereinander lie-
11LE,
ohne Glanz. ' DieBlätter eyförmig,
gend; die Blattansäzze glatträndig,
am Rande zurükkgerollt, die mitt-
f Lebermoose. 147
leren zweimal so gross als die an-
dern.
Wohnort. Häufig in Wäldern an Baumstämmen.
Blüthezeit. Im Frühling. 4
1861.J. pıLa- Der Stengel kriechend, schwarz-
a purpurfarbig und glänzend. Die
Jungermannie Blätter zugerundet, dachziegelför-
mig übereinander liegend, dicht
angedrükt; die Blattansäzze an den
Seiten stehend, eyförmig, die mitt-
leren zweispaltig, ‚am Rande zu-
rükkgerollt, und angenähert.
Jungermannia tamariscifolia IY eber.
Hoff m. Schreb,
Wohnort. In Wäldern an Baumstämmen, z.B.
um die Rükkinger Schläge; auf dem _
Farrnwiesenberg bei Oberrodenbach ;
um Frankfurt etc.
Blüthezeit. Im Frühling.
ı562.J.rama- Der Stengel kriechend, schwarz-
RISCIFOLIA,
Tamarisken- _
blätterige Jun- }ich, schlaff, dachziegelförmig über-
'ermannie. iS Be : Y
8 | einander liegend; die Blattansäzze
Ko
grün, glanzlos. Die Blätter rund-
148 23. Klasse. 4. Ordnung.
an den Seiten zugerundet, diemitt-
leren eyförmig, zweispaltig, flach,
entferntstehend,
Jungermannia dilatata FYeber.
"Ho f L m,
Wohnort, Auf Baumstämmen und Felsen, z.B.
an Bäumen bei dem Wolfsgang ohnweit
Hanau ; an Bäumen in der Lindener
Mark; an den Mauern des zerstörten
Falkensteiner Schlosses; an den Felsen
im Hangenstein bei Giesen.
Blüthezeit, Im Frühling. 4
B. Stengellose.
363.1. Er. Die Blätter verkehrt-eyförmig,
PHYLLA,
Blattblühende stampflappig, in der Mitte frucht-
Jungermannie jr gen d.
Wohnort. \ , An Gräben und auffeuchtem , thoni-
gem Waldboden,.z. B. im de rc
bei Giesen,
Blüthezeit. ° Im Frühling. %#
1964. ]. zın, Die Blätter fleischig, länglich,
GUIS.
Diklblätteri- zweitheilig, zerrissen, zur Seite
a RT fruchttragend , von übelem Geruch.
' Leberinoose. 249
Wohnort. In Wäldern an feuchten schattigen
» Orten, an Quellen und Bächen, z.B. |
bei Frankfurt hinter dem Sandhof an dem
Graben welcher an dem Wäldchen hin-
fliesst; in dem Schellbach im Hombur-
ger Gebirge.
Blüthezeit. Im Frühling.
1565. J.mULTI- Die Blätter etwas Neischig, läng-
FIDA,
Vielspaltige lich, yaelspaltig, am Grunde frucht- .
Jungermannie. gr3 gend.
_ Wohnort. In dem Reichebach und den Dreiborn,
welche bei Falkenstein im Gebirge lie-
gen. 2
- Blüthezeit. ‘“ ImFrühling. ‘2 .
1566. J.runca- ‘Die Blätter gleichbreit, zwei-
2 elige Jun- heilig, mit Rippen, glatträndig,
germannie. , oben ausgerändet, unten fruchttra-
gend.
Wohnort. An Baumstämmen auf dem Farrnwie-
senberg bei Oberrodenbach; auf Felsen
im Hangenstein bei Giesen,
Blüthezeit.e. Im Früblin. 4
150 23. Klasse. 4. Ordnung.
1367.M. poLy-
MORPHA.
Viel förmige
Marchantie.
Wohnort.
CCCCXCVIM. MARCHANTIA.
Marchantie,
Die Blätter stumpflappig. Die
männliche Blüthe gestielt, schild-
förmig, flach, etwas häutig, am
Rande mit 8 — ı0 hautartigen Ein-
kerbungen versehen. Die weibli-
che Blüthe gestielt, etwas gewölbt,
mit 8 — ıo fadenförmigen, glei-
chen, fast bis auf den Grund ge-
theilten Strahlen besezt. |
b. Kleinere Marchantie, Mit
kleineren, rundlichern, mehr in Lap-
pen getheilten Blättern.
An stehenden Wassern, in Sümpfen,
an Gräben, Bächen und in Brunnen,
‘z.B. in Brunnen 'zu Kleinsteinheim,
Blüthezeit.
Fruchtreife,
Grossauheim, Sulzbach und Oberroden-
bach ; im Sumpf bei Somborn; in einem
Graben bei den Riederhöfen zu Frank-
furt, an Wiesengräben bei Falkenstein ;
in Wiesengräben um Giesen etc.
Mai, Juni. 4
Ausgang des Sommers.
Lebermoose, | 151
Bemerkung. Diese Pflanze pflanzt sich auf dop-
pelte Art fort, theils durch wahre mit
Blättchen versehene Saamen und .theils
durch ganz einfache Knospen , welche
leztere sich an des blühenden und blü-
thenlosen Blattes vordern Theil hier und
da zerstreut finden.
1368. M.conı- Die Blätter zweitheilig, buchtig,
Kegelföhntshe mit Warzen lbesezt. Die männli-
Marchantie. ‘che Blüthe auf der Oberfläche des
2 Blattes zerstreut, halbkugelförmig
und stiellos, auf der Mitte flach
und warzig;s am Rande volikom-
men ganz. Die weibliche Blütlıe
gestielt, hohl kegelförmig, stumpf,
a, | gelblich, zm Alter roth, am Ran-
de meist mit 5, 6auch 7 Kerben
bezeichnet. |
Wohnort. In stelaenden Wassern, Sümpfen, an
Gräben und in Brunnen, ’z. B. im Lam-
bowald, und in der Bulau in Sümpfen
bei Hanau ; in dem Goldbach bei der
grossen Frankfurter Saustiege und auch
.. in dem dasigen Brunnen ; in dem Grun-
delbach im Gieserwald etc.
15 235. Klasse. 4. Ordnung.
' Blüthezeit., Im Frühling. 41
Fruchtreife. Mai.
4,
CCCCXCIX, ANTHOCEROS. Hör-
“....nerschorf.
1569. A. rar-' Die Blätter liegen in Rasen dicht
vis, . * . .. [2 “
Glatter Hör. Gachziegelförmig übereinander, sind
nerschorf. oval, flach, ohne Punkte, am Rande
gering buchtig und gekerbt.
Wohnort. Auf derErde an mit Gras bewachse«
nen Stellen und in feuchten Waldgegen-
den, z. B, an dem Krebsbach und an
feuchten Pläzzen hinter dem Kinzig-
heimerhof bei Hanau; an dem Bäch-
lein welches von dem Somborner Ge-
birge nach Niederrodenbach fliesst; im
Lindener Walde bei Giesen.
Blüthezeit, Im Herbst, © Ä
!
D. RICCIA. Rizzie.
70 R.cLAav- Die graugrünen Blätter vielthei-
Graugrüne 1g, theilen sich wieder gabelför-
ig mig, sind gefurcht, stumpf, an
der Spizze zweispaltig,
din
nz
'Lebermoose. Be tr)
Wohnort. _ Auf feuchten sandigen Aekkern und
Weiden, z. B. auf den Sandhügeln vor
dem alten Wald bei Hanau; in dem
Wachenbucher Wald und in der Bulau;
auf Aekkern hinter dem Kinzigheimer-
hof und vor der Lohe; hinter dem Gin-
heimer Steg am Weg nach Braunheim.
Blüthezeit. Herbst, ©
\
ıö71.R.rrum Die Blätter vielfach zweitheilig,
5 ® sE F 7 h
RE gleichbreit, flach gewölbt, würfel-
Rizzie. artig nezzförmig, stumpf zwei-
spaltig.
Wohnort. Schwimmend in Sümpfen und stehen - ’
‚den Wassern unter den Meerlinsen, z.B.
in stillstehendem Wasser im - Lambo-
wald und am Wilhelmsbad bei dem
Schiessplazz; im Graben auf der Wiese
bei dem Sandhof ohnweit Frankfurt;
in dem Graben der feuchten Wiesen
bei dem Philosophen Wäldchen zu Gie-
sen.
>
Blüthezeit, ‘Frühling und Sommer. % ?
. 23. Klasse. 5. Ordnung.
V. ORDNUNG.
ALGAE. Algen,
DI. - BATRACHOSPERMUM.
Froschleich.
1572.B. monı- Die Pflanze graugrün, im trokk-
LIFORMEROLh. nen Zustande braunschwärzlich £
. Rosenkranz-
f örmi ger
Froschleich.
Wohnort.
frisch gallertartig, aus haarförmi gen,
dünnen, sehr dichten, ästigen Fä-
den bestehend, deren Quirle sich
einander annähern und rosenkranz-
förmig sind.
Conferpa gelatinosa Linn. Chara ba-
trachosperma FF eiss. r
In den reinsten und hellsten Quellen,
z B. in dem kalten Klingborn bei Of-
fenbach ; in den Quellen. bei den Dör-
fern Gross-und Altenbuseck.
Erscheinungszeit, Sommerund Herbst. 21
1]
Algen. 155
DII. CONFERVA. Konferve.
A. Mit Röhren.
1573.C.ıntes- 'Die Röhren ganz einfach, ohne
TINALIS Roth.
Darm fö rmige R
Konferye, krümmt und buchtig, gelbgrün,
Zwischenräume, aufgeblasen, ge
\ fast Ellen lang.
Ulva intestinalis Linn.
Wohnort. Sie überzieht fast die ganze Ober-
fläch e salziger Gräben und Teiche, z.B.
in dem Bach zwischen Soden und Sulz-
bach ; bei dem Gradierbau zu Soden;
in der Use bei Nauheim in grosser Menge;
um die Wisselsheimer Saline; um Wis-
baden.
Erscheinungszeit. Das ganze Jahr durch.
B. Mit Fäden.
*, Die Fäden einfach und gleich.
1574.C. ron- Die Fäden gleich, einfach, sehr
TINALIS,
uellen Kon- dichte, ganz kurz, 2o—5 Linien
erve. lang und schwarzgrün.
Wohnort. Häufig in Quellen.
Erscheinungsz. Einen grossen Theil des Jahrs durch.
/
u
>. 1.
e MR
11 a 2-6 Pi Klasse 5. Ordnung.
**, Die Fäden gleich und ästig.
1579.C.zuL.- Die Fäden gleich, zweitheilig,
LOSA. AN
Blassee Kon. Sehr ästig, dicht zusammengewebt,
; oO
ferve. zulezt Luftblasen in sich schlies-
send.
Wohnort. In stehendem Wasser.
Erscheinungszeit. Das ganze Jahr.
*t*, Die Fäden einfach, mit Gelenken.
1576.C. rıvu- Die Fäden einfach, 5— ıo0 Euss
LARIS,
ad Konfer- lang, haarförmig, gerade, i im trokk-
ve. nen Zustande deutlich'aus sehr dün-
‘nen, abwechselnd zusammenge-
drükkten ‘Gelenken zusammenge-
sezt.
u \
Wohnort, In Bächen und Flüssen, z. B. inder
Use bei der Nauheimer Saline und noch
an mehreren Orten.
Erscheinungszeit. Das ganze Jahr.
Nuzzen. Aus disser und der vorhergehenden
Art hat man versucht Papier und’ mit
andern schikklichen Materialien ver-
sezt, Strümpfe und andere Rleidungs-
stükke zu machen,
Algen, 157
z \
##*#, Die Fäden mit Gelenken und Aesten.
1577.C. crıs= _ Die Fäden gelenkig, ruthenför-
/TaTa Roth.
Kamm förmi-
ge Konferve. theilig, an dem äussersten Theil
sehr ästig; die Aestchen gleichhoch,
mig, unten einfach, oben zwei-
kammförmig und kurz; die Glie-
der länglich, zu beiden Seiten zu-
‚sammengezogen. |
Conferva glomerata Linn.
Wohnort. ° In Quellen, Bächenund Gräben, z B.
in einem Bächlein hinter dem Wilhelms-
bad zwischen Wachenbuchen und Mit-
telbuchen; an Steinen in dem Goldbach
bei Frankfurt nicht weit davon wo der-
selbe in den Main fliesst.
Erecheinungez, Das ganze Jahr.
x****, Die Fäden RUDNE,
13878.C.rLu-r Die Fäden borstenförmig, j "a
vIATILIS.
Fluss-Konfer- tig, bräunlichpurpurfarbig,im trokk-
Br nen Zustande schwarz, & ker: Zoll
lang; die Gelenke erhaben und kurz;
die lee länglich walzenförmig.
u
1.) Be 25. Klasse. 5. Ordnung.
Wohnort. In Flüssen und Bächen, z. B. an den
. Steinen in dem Kaltenbach bei Ober-
urse. s
Erscheinungszeit. Das ganze Jahr.
1979. ©. rorv- Die Fäden fadenförmig, wulstig,
Roth. n
WulstigeKon- grün oder grau; die Gelenke ring-
Ferve. förmig zusammengezogen; die Glie-
der aufgeblasen und oval,
Wohnort. In Flüssen und Bächen, z.B. aufden
Felsen des Lahnfalls bei Giesen wo sie
auch schon Dillen fand.
Erscheinungszeit, Das ganze Jahr.
.
DIM. ULVA. Watt.
1ı380.U. Nos-... »Eine gallertartige, rundliche, ge-
Toc Nobis.
Nostoch-
FF att,; Stern- che Haut.
schnuppen.
faltete, wellenförmige, gelbgrünli-
Tremella Nostoc Linn.
Wohnortund Zur Regenzeit im Sommer auf der
Erscheinungs- Erde, an Gräben, auf Wiesen zwischen
en dem Grase und Moose.
Nuzzen, Die Goldmacher gebrauchten sie sonst
zu allerhand abergläubischen Verrich-
tungen. Auch behaupten Abergläubi-
. u
Algen. 159
"sche, dass es die Ueberbleibsel von den
Sternschnuppen seyen welche Nachts
aus der Luft zu fallen scheinen.
1581. U. TER- Zarte, durchsichtige, gedrängt.
RESTRIS Roth
ER ausgebreitet stehende, krause, ge-
faltete, nicht gallertartige, srasgrü-
ne Häute.
Tremella crispa Schreb,
Wohnort. Auf der Erde x z. B. an dem Teut-
schenhaus zu Sachsenhausen nach der
Mainseite hin.
Erscheinungszeit- Das ganze Jahr.
„DIV. BYSSUS, Byssus.
ı862.B. vELu- Sehrzarte, einfache, ästige, kur-
TINA. ie rer 2: pr; h
Seidenartiger ze, grüne Fäden, verbreiten sich
Dyssus. nach allen Seiten hin und stellen
gleichsam ein Gespinnste vor.
Wohnort. Auf feuchter Erde und an Blumen-
töpfen. | |
Erscheinungszeit, Das ganze Jahr.
r4
r4
Kg
‚160 03. Klasse. 6. Ordnung.
VL, ORDNUNG.
Lıcmenes. Flechten.
DV. OPEGRAPHA. Schrififlechte.
*e, Mit ästigen Furchen.
1583.00. MA- Die Kruste weisslich. Die Fur-
CROCARPA.
Grossfurchi- ,
ji Schrift- weilen einfach, meistens aber an
echte.
chen selır lang, gleichlaufend, bis-
der Spizze gabelförmig. zertheilt.
Wöhderk Auf den ÄAesten der Haselstaude,
Bemerkung. Die Benennungen der Flechtenarten
sind vorzüglichnachHoffmann, Per-
soon und Schrader.
1584. O.rapı- ‚‚Die Kruste weisslich oder oliven-
ATA.
Strählige farbig. Die Furchen mit einem
Schriftftechte Häutchen bedekt, aus welchem sie
| gleichsam hervorbrechen, ziemlich
flach ,. sternförmig gespalten oder
fussförmig.
Opegrapha astroides Achar.
Wohnort. Auf: den 'Aesten ‘der Buchen mit weis-
ser Kruste, der Hainbuchen mit oliven-
farbiger Kruste,
F lechten; 2 16ı
1385. O. ruL- Die Kruste weisslich oder blass-
" VERULENTA,.
Staubartige
Schriftflechte senkt, am Rande mit weisslichem
fleischfarbig. ‚Die Furchen.. einge-
Staube bedekt, mit ausgesperrten
. Aesten, bisweilen aber auch einfach.
1134 Opegrapha seripta Achar. Lichen
scriptus der meisten Fl oris ten.
Wohnort. Mit weisser Kruste auf Buchen, mit
blasslleischfarbiger auf Eschen.
1386.0. Lımı- Die Kruste glänzend olivenfar-
TATA,.
Begränzte
Sehr, tfiechte geben. Die Furchen mit der her-
vorragenden Rinde umgeben, ästig
big, mit schwarzen Streifchen um-
und einfach i sehr schwarz und glatt.
Opegrapha praecincta Achar.
Wohnort. Auf den Rinden junger Bäume.
1ı387.0.arra. Die Kruste weisslich oder’ blass.
7 .. 5 h h
Schrifeflechte fleischfarbig. Die Furchen ästig,
etwas hervorragend, dicht zusam-
mengehäuft, gebogen, sehr kurz,
glänzend schwarz.
8. Th’ a. L
162 23. Klasse. 6. Ordnung. -
i
Opegrapha denigrata “dchar.
Wohnort. ° ° Mit weisser Kruste auf Buchen, mit
blassfleischfarbiger auf Eschen,
**, Mit vielfaehen Furchen,
1388.0. Lı«
CHENOIDES,. I } i
Flechtenarti- weisslich.,. Die Furchen einfach,
ER länglich, etwas gebogen, sehr sel-
DieKrustestaubartig, rändig und
ten etwas getheilt, ziemlich breit
und nakkend,
'Opegrapha Notha.Achar,
Wohnort, Auf dem Bast abgestorbener Bäume.
ı589.0. FAGI- Die Furchen länglich, sehr ge-
NEA. | 3 J I DK:
Buchen: drängt, in einen breiten schwar-
Schriftflechte zen Flekken zusammengehäuft.
Lichen rugosns Linn. Opegrapha epi-
'phega Achar!
-- Wohnort. Auf der Rinde junger Wald-und Hain-
buchen. Age
1590.0.quer- Die Furchen rundlich, gehäuft,
GINA ir stellen meistens einen runden
Eichen-
Schriftflechte schwarzen F lekken vor.
a
Wohnort.
1591.C. RAN-
GIFERINA.
Bennthier-
Strunkflechte.
Flechten. > x ı63
Opegraplha maeularis Achar.
Auf den jüngeren Eichen Assten..
DVI. CLADONIA. Strunkflechte.
Aschfarbigweiss, rasenförmig, mit
schwachgekerbten bald verschwin-
denden Blättchen versehen, sehr
ästig, in den Blattwinkeln durch-
bohrt, mit an derSpizze. überhän-
genden Aestchen, von welchen die
fruchtbaren kleine kugelige dun-
kelbraune Köpfchen haben.
Lichen rangiferinus Linn.
a. Die Aeste kurz, aufrecht, etwas
ästig; dieAestchen etwas bündelförmig:
Cladonia sylvatica Hoff m. Lichen
sylvatieus Allion.
b. Die Aeste stehen in Trauben,
sind aufrecht und überall mit Köpfchen .
besezt,
Cladonia racemosa H of fm.
c. Die Aeste auseinander gesperrt und
sehr ästig ; die Aestchen nakkend, sehr
kurz, gabelförmig, aufrecht und gleich-
hoch,
h | L 2
\
164 23. Klasse. 6. Ordnung.
Wohnort.
Nuzzen.
1592. C. FUR-
CATA.
Gabelförmige
Strunkflechte.
Wohnort.
Cladonia rangiformis Hoffm.
In Heidegebüschen, bergigen waldi-
gen Gegenden, vorzüglich auf Sandbo-
den oft in grösser Menge.
Sie ist das gewöhnlichste Nahrungs-
mittel der Rennthiere, dient auch zum
Schaaf -und Rindviehfutter, Re Krain
sammelt man sie um Schweine und
Rindvieh damit zu mästen. In Form
von Lohkäsen zusammengeballt, giebt
‚sie ein gutes Feuerungsmittel. Auch
ein Puder lässt sich aus ihr bereiten ,
ja Hesselius hat sogar Versuche an-
gestellt um Brod daraus zu bakken.
Bräunlich, durchbohrt, mit aus-
einander gesperrten, Aesten; die
Aestchen gabelförmig, nakkend,
kleineKöpfe tragend und gestrahlt.
Lichen furcatus Schreb.
In Heidewaldungen, z. B. in der Bu«
lau und.in den Wäldern um das Wil-
helmsbad bei Hanau ; im Niederröther
Wäldchen bei Frankfurt etc.
+
Flechten. _ | 165
1599. C.SPINO= Grünlichweiss, durchbohtt, ästig
SA,
Dornige
Strunkfiechte, gesperrt, die Aestchen fingerförmig
ausgebreitet, die Aeste a Deren
vielspaltig, an der Spizze braun,
mit braunen Köpfchen.
Lichen spinosus Reich. fl. Moeno-
. Francof.
Wohnort. In Heidegebüschen aufdem Altkühn,
‚1594. C. susu- Grünlichaschfarben, durchbohrt,
LATA.
Pfriemenför- etwas aufrecht und etwas ästig,
Mech Strunk= die Aeste einfach, pfriemenförmig,
echte.
bisweilen hier und da zweitheilig,
an der Spizze mit braunen Köpf-
chen.
Lichen subulatus Linn.
Wohrort, In Heidegebüschen uud bergigen Hei-
dewaldun gen. 2
1395.C. cor- Blätterartig. Der Strunk grau,
NUTA.
Gehörnte
Strunkflechte. und pfriemenförmig , mit dunkel-'
undenutlich bechertragend, bauchig
braunen Köpfchen.
166 05. Klasse. 6. Ordnung.
Lichen cornutus Linn. Scyphophorus
cornutus Achar.
Wohnort. In Heidegebüschen und auf Yolkli
Baumrinden.
N
1596.C.crA- Blätterartig.: DerStrunkaufrecht,
CILIS,
Ta dünne, bechertragend, am Rande
Strunkflechte. braune kleine Köpfe tragend, und
pfriemenförmig.
Lichen gracilis Linn. Seyphophorus
gracilis Achar.
Wohnort. In Heidewaldungen , z. B. in Wäl«
dern um Hanau, Frankfurt, bei der
Heidetränke am Fuse des Altkühns etc.
1397- C. ranı- ‚Blätterartig. DerStrunk aufrecht,
ATA,
trahlige
Str unkfiechte, Beinen Hörnchen versehen, ein-
grau, oben breiter, am Pıande mit
fach und sprossend.
Lichen .radiatus Sc hreb. Scyphopho-
'rus radiatus Achar.
Wohnort. Häufig in Wäldern, Heidegebüschen
| und auf faulen Baumstämmen.
Flechten. ” 167
1ı590.C. eyxı- Blätterartig. Der Strunk dehnt
DATA, u
Becherstrunk-
flechte. :
sich in einen einfächen Becher
aus.
Lichen pyxidatus Linn. Scyphopho-
rus pyxidatus dchar.,
Abarten.
a. Der Strunk aufrecht, sehr kurz
und bechertragend. (Cladonia extlis)
b. Der Strunk aufrecht, bechertra-
gend , am Rande gekerbt, bier und da
mit kleinen braunen Köpfen besezt.
(cl. simplex.)
c. Der: Strunk aufrecht, bechertra-
gend, grau, gross, im’Alter am Ran-
de gekerbt, mit Köpfchen und spros-
send. (Cl. incana)
d. Der Strunk aufrecht, dünne, be-
' chertragend. (Cl. tubäformis) |
e. Der Strunk aufrecht, bechertragend,
am Rande gezähnt gefranzt, einfach
und sprossend. (Gl, fimbriate)
f, Der Strunk aufrecht, bechertra-
‘gend, aus der Mitte oder dem Rande
2,5bis 4 mal sprossend. (Cl. serticil-
late) |
169 ‘25. Klass& 6. Ordnung.
Wohnötrt. Sammt den. Abarten in unsern nie-
dern und hochliegenden Heidegebüsch-
waldungen auf der Erde, an faulen Baum-
stammen und an Steinen.
Nuzzen. Ist offizinell. DieSchaafe sollen wenn
sie den Husten haben diese Flechte be-
gierig fressen und dadurch von dem-
selben geheilt werden. Sie liefert eine
erdgelbliche Farbe.
1599.C.TuBEr- DBlätterartig. Der Strunk auf-
CULOSA. s
Kopfstrunk- recht bechertragend, am Rande mit
Slechte. braunen Köpfchen und sprossend.
Wohnort. In Wäldern, Heidegebüschen und auf
Steinen.
1400. C. coc- Blätterartig. Der Strunk auf-
CINEA,
Scharlachköp- |
‚fige Strunk- oder kurzstieligen scharlachrothen
flechte. -
\
recht bechertragend, mit stiellosen
Köpfchen.
b. Der Strunk schuppig, mit spros-
sendem köpfigem Rande.
c. Der Mittelpunkt ' sprossend und
bechertragend.
\
Flechten, 05 169
| Lichen coceiferus Linn.
“Wohnort. Häufig in ‘Wäldern, Heidegebüschen,
an» Baumstämmen und auf Steinen,
Nuzzen. Ist ofizinell. Den Schaafen ist sie -
| ‘wider den Husten dienlich. In Lauge
geweicht soll sie eine dauerhafte Pur-
purfarbe geben,
1ı401.C. squa- Blätterartig, Der Strunk auf-
MOSA.
Schuppige
Strunkflechte. schuppig, oben ästig und undeut-
recht, durch vielspaltige Blättchen
lich bechertragend, mit braunen
” *
Köpfchen.
"-Scyphophorus pleolepis Achar.
a. Aufrechte, in den Winkeln brei-
tere, mit. gabelförmigen, gegen die
Spizze schmäler werdenden sternförmig
stehenden Aesten. (Cl. attenuata)
b. Aufrecht, durchbohrt, ziemlich
einfach, oben ästig; die Aeste ungleich
und bechertragend. (Cl. irregularis)
| Wohnort. .Sammt den Abarten auf mit Moos
bewachsenen Felsenstükkensan d er Hei-
detränke im Homburger Gebirge.
‘
.n
i70 23. Klasse. 6. Ordnung.
if
14092. C.ven- Blätterartig. DerStrunk aufrecht,
TRICOSA.
Bauchige
Strunkjlechte. de sehr sprossende braune Köpf-
chen tragend.
‚oben breiter und bauchig;;'ami Ran-
} Scyphophorus pentricosus Achar.
Wohnort. ° Auf mit Moos bewachsenen grossen
Felsenstükken im Homburger Gebirge
bei der Heidetränke. $
1405. C.cEsPI- Die Blättchen halbgehedert, klein,
rıcıa Nobis. RE RE BR Pr | h
Rasenförmige dachziegelförmig übereinanderlie-
Strunkflechte. gend, aufsteigend, angenehm grün,
unten weisslich, bringen von ihrer
Mitte an 'bis gegen die Spizze
braune,. gehäufte, gestielte Oper
chen hervor.
Baeomyces cespiticius Pers.
Wohnort. An einem 'Gräbchen dichtvor einem
Fichtenwäldchen ohnfern des Wildhofs
bei Heusenstamm.
‚1404. 0. 80° Blätterartig. Der Strunk gleich-
TRYTES. a ‘
Trauben- breit, einfach, oben getheilt, mit
a umkflechte: runden grossen gelbröthlichenKöpf-
chen. e
Flechten. 171
Lichen botrytes Hagen. Wulfen.
» Helopodium botrytes Achar.
Wohnort. \ An den Wurzeln der Weisstanne, z. B.
im Hochstädter Wald bei Hanau; auf
dem Gebirge bei Alzenau.
ı405.C. macı- DBlätterartig. Der Strunk wal-
LENTA, S 4 .
Magere zenförmig, aufrecht, einfach oder
Strunkflechte. oben ästig, am Rande mit schar-
lachfarbigen Köpfchen. .
Lichen macilentus Ehrh. Helopodii
Symphyearpi yarietas Achar.
Wohnort. In Heidegebüschen auf der Anhöhe |
[4
bei den verlassenen Weinbergen ohn-
weit Langenselbold.
DVI "STEREOCAULON. Koral-
lenflechte.
1406.5.Corar- Die Kruste aschgrau, im Bruche
, ze undeutlich ästig; die Aeste gleich-
rallenflechte, hoch, sehr gehäuft, rund oder et-
“was knotig, stumpf, lassen nach
dem Abfallen Grübchen zurükk.,
Die kugelförmigen Wärzchen
gleichfarbig.
172 03. Klasse. 6. Ordnung. >: A
""Lichen Corallinus Linn. Stereocaulon
madreporiforme H o f f m. Isidium co-
rallinum Achar.:
Wohnort. Auf den Felsen bei der Goldgrube,
der weissen Mauer und der Heidetränke:
‚ im Homburger Gebirge.
1407. S. PA- Die Aeste aufrecht, zertheilen
SCHALE.
Ziypressen-
rallenflechte. . mig in gedrängte Aestchen, wel-
Ko. sich wechselsweise und büschelför-
che vom Hauptast an ganz mitasch-
farbigen oder grünlichgrauen scha-
lenartigen Blättchen bedekt sind.
' Die braunen Warzen anfangs ge-
rändet. |
Lichen paschalis Linn.
Wohnort, Auf der Erde in gebirgigen Heide-
.gegenden, z. B. auf dem Gipfel des
Hausbergs; am Fusse des Hattsteiner
Schlossbergs; anf dem grossen Bildstein
oberhalb Breungeshayn ; auf den Anhö-
hen um die Orber Saline.
Nuzzen. Von den Rennthieren wird sie sehr
gerne gefressen. Mit Eisenvitriol und
Alaun giebt .sie "eine graubraune Farbe.
1408. U. FLO-
RIDA,.
Flechten. | 175
DVII. USNEA. Haarflechte.
Die dünnen Zweige rauh, auf-
Sternfürmige recht, dunkelblau grünlich, gleich-
Haar flechte.
Wohnort.
1409. U. prı-
CATA,
Gefaltete
Haar/flechte.
£
Wohnort.
hoch ästig, mit meistens wage-
rechtstehenden Fäden und gestrahl-
tengelb lichen Schüsselcheu.
Lichen floridus Linn. |
Vorzüglich auf Baumrinden , be
“sonders der Buchen, seltener auf Fel-
sen und Steinen.
Die dünnen Zweige rauh, hän-
gend, aschfarbig, ästig, verwik-
kelt, mit niederliegenden Fäden und
kleinen gestrahlten Schüsselchen.
Lichen plicatus Linn.
b. Mit abstekenden Fäden. |
Usnea barbata Hof fm. keineswegs
aber Lichen barbatus Linn. :
‘c. Mit kleineren aufrechtstehenden
Fäden. 3
Lichen hirtus Linn,
a. Auf Baumrinden vorzüglich der
Buchen, b. hauptsächlich auf Birken
174 ‚23 Klasse. 6. Ordnung.
|
und Nadelholz, "und c. an Zäunen, Pfäh- \
len und Diehlwänden.
a
Nuzzen. _. War ehemals ofhizinell. Getrokknet
und geklopft kann sie zum Ausstop-
fen statt Pferdehaare gebraucht werden.
In eine Kugel zusammengeballt, und
in die Schiessgewehre zwischen das Pul-
ver, und den Schrot gethan , ‘befördert
sie die Reinigung des Gewehrs ‚so wie
auch die leichtere Entzündung des Pul-
vers. Auch Haarpuder will man ausihr
bereitet haben, Für BArbOreREN ist sie
r
brauchbar.
1410. U. Artı- Die Zweige herabhängend, asch-
CULATA.
Gegliederte _ farbig, ästig, gegliedert, die Glie-
Haarfleehte. der verdikt. Die Schüsselchen
nakkend.
a. Die Zweige dikker, die Glieder
noch mehr verdikt und getrennt.
Liehen articulatus Linn.
b. Die Zweige dünner und weniger
gegliedert.
Lichen barbatus Linn.
Wohnort. In Wäldern auf Baumrinden. ’
Flechten. 24 175
Nuzzen. Mag wohl derselbe seyn wie bei der
vorhergehenden Art. In Pensylvanien
soll man sie zum Rothfärben anwenden.
1411. U, JUBA- Die Zweige glatt und glänzend,
TA. Ben; Pa
Mähnenartige zweıtasiug, astıg, die UBAGER St«
Haarflechte, winkel zusammengedrükt. Die
Schüsselchen nakkend und einför-
mig. '
a. Die Zweige hängend, verlängert
und lichtbraun,
Lichen jubatus Linn. Setaria jubata
| Achar. |
b, Die Zweige niederliegend, zer-
'streutästig,. gebogen und schwarzbraun.
Usnea chalybeiformis Hof f m. Lichen
‚ehalybei formis Linn. Setaria chaly-
e beiformis dchar._
Wohnort. Auf Bäumen, z. B. um Hanau bei
dem Wolfsgang und an Birken bei dem
Kohlbrunnen ; im Wald bei Crainfeld ;
b, auf dem grossen nakkenden Felsen
auf dem Gipfel des Feldbergs und auf
losen Felsenstükken zwischen Foken-
burg und Münzenberg.
176 23. Klasse, |.6. Ordnung.
. Nuzzen, ‘a. Sie färbt roth und dient ausserdem
auch den Rennthieren zur Nahrung.
‚ &
DIX. PELTIGERA. Schildflechte.
%
1412. P. canı- ‚Flach, stumpflappig, | mit auf-
NA.
Hunds-Schijg. steigenden Lappen, oben aderig,
ftechte. tiefbraun, gelblich, unten zottig-
| | aderig, am Rande mit aufsteigen-
den, stiellosen, länglichen, rothen
Schildchen.
Lichen caninus Linn. Peltidea canina
Achar,
Wornai A In Wäldern auf ’der Erde und an m0o-
„.sigen Baumwurzeln sehr häufig.
Nuzzen. War offizinell. Mit Eisenvitriol giebt
'sie eine Rostfarbe.
1413.P. poLy- Aukarei | : :
ufsteigend, zerrissen - lappı
DACTYLA, 5 PP 5
Vielfingerige unten zottig-aderig, oben im fri-
Schildtechtee schen Zustande schmuzziggrün.
Die Schildehen zahlreich, klein,
eyförmig, zurükkgerollt, am Ran-
‘de etwas gekerbt, röthlich- braun,
im trokknen Zustande schwarz.
Flechten. 6. 177
Lichen polydactylon Necker. Peltidea
‚ Polydactyla Achar.
Wohnort. In an auf der Erde, z. B. hin-
‚. ter dem Kinzigheimer Hof bei Hanau
und um die Rückinger Schläge.
1414.P.rurks- Flach, zerrissen - lappig, mit
CENS, . .
Böthliche buchtig- krausen, unten zottig-ade-
‚Schüldjlechte. yigen, oben aschfarben röthlichen,
aderlosen Lappen, und. rothen,
rundlichen, zulezt mit den Lappen
aufsteigenden Schildchen.
Lichen: ru fescens Weis. FPul f. Pel-
tidea ru fescens Achar.
| Wohnort. In Wäldern an der Erde, z.B. bei
Hanau im Lambowald und in der Bu-
lau; auf Steinen im Honiburger Ge-
birge.
ı4r5.P. norı- Flach, zerrissen - lappig, oben
ZONTALIS, .
FWagerechte Aaschgraugrünlich, unten aderlosund
Schildfiechte, schwärzlich nezzförmig, am Rande
| mit ‘wagerechten, flachen, brau-
nen Schildchen, |
3. Th. 2 M
\
178 23. Klasse. 6. Ordnung.
Lichen horizontalis Linn. Peltidea
horizontalis Achar.
Wohnort. In Wäldern auf der Erde und an
Baumstämmen, auch auf-Felsen. Häu-
fig im Bruchköblerwald bei Hanau und
auf dem Schäferberg bei Oberrodenbach.
ch ARA Flach ausgebreitet, stumpflappig,
Warzige oben grünlich, unten mit schwar-
Schiläftechte. zen Wärzchen besezt, am Rande
mit eyförmigen, zurükkgekrümm-
ten, kurzstieligen, röthlich - brau-
nen Schildehen. |
Lichen aphthosus Linn. Peltidea aph-
thosa Achar.
Wohnort, Auf der Erde und auf Steinen, z.B.
am Wilhelmsbad, bei den Rükkinger
Schlägen, am Fuse des Schäferbergs,
in der Häge bei Ravoltshausen £tc.
Nuzzen. War ehemals ofhizinell-
1417. P.veno- Sehr klein, aufsteigend, eyför-
y 'mig, fächerähnlich, etwas zerris-
Schildflechte. sen, oben glatt und grün, unten
mit dikken, zottigen ‚„ schwärzli-
'Flechten.. » 179
chen Adern, am Rande mit stiel-
losen, wagerechten, flachen zirkel-
runden, braunpurpurfarbigen Schild-
chen. /
vr
Wohnort. _
1418. P. syL-
VATICA.
IV ald-Schild-
flechte.
Liehen venosus Linn, Peltidea venosa
Achar.
An den abschüssigen Rändern ausge-
höhlter Wege und an andern feuchten
beschatteten Orten, z: B. bei Hanau am .
Wilhelmsbad und im Lambowald; auf
dem Farrnwiesenberg; am Weg zwi-
schen Vilbel und Bergen im Wald; im
Wald bei Oberrath etc.
Fast lederartig, buchtig zerris-
sen, rauh, oben bräunlich grün,
unten zottig, filzig, mitausgehöhl-
'ten, eingesenkten weisslichen Punk-
Wohnort.
ten, am Rande (jedoch selten‘) mit
kleinen aufsteigenden, länglichen,
rothbraunen Schildchen,
Lichen sylvaticus Linn. Sticta sylva«
tica Achar.
An beschatteten Orten auf Felsen,
seltener an Baumwurzeln, z.B. anBäu-
Ma
180 25. Klasse. 6. Ordnung.
men jenseits des’Farrnwiesenbergs ; auf
; feuchten zwischen Bäumen liegenden
...). Felsen um den Falkensteiner Schlossberg;
an Felsen unterhalb der Königsteiner
Festung ; um Felsen bei der Heidetränke
im Homburger Gebirge; an Felsen im
Walde zwischen Salz und Udenhayn,
Wir sahen dieseSchildflechte niemals
blühend. ,
Frisch giebt sie einen flüchtigen übeln
Geruch von sich, welcher vollkommen
dem von Chenopod.Vulvariagleich
ist.
Bemerkung.
DX. UMBILICARIA. Nabelllechte.
1419.UV. era- DieBlätter dachziegelförnigüber«
a .j. einanderliegend, gekraust - lappig,
flechte, zu beiden Seiten glatt, frisch oben
bräunlichgrün, trokken braun me-
tallfarben, unten schwarz, selten
mit zusammengedrehten, schwar«-
zen, zerstreuten, bei der Reife
zundlichen, fast stiellosen Schüs-
| selehen.
F lechten. 181
Lichen polyphyllus Linn Umbilica-
ria polyphylia Hoffm. Schrader.
" Wohnort.
1420.U. pus-
TULATA.
Blattern- Nas
beiflechte.
Wohnort.
Nuzzen.
Lichen pullus FV estr.
Auf den Felsen des Feldbergs; auf
den losen grossen Steinen (welche ehe-
dem den Römern zur Verschanzung.dien-
ten) um den Gipfel des Altkühns und
auf den Felsen bei der Heidetränke.
Fast lappig, feucht olivenfarbig,
trokken oben grau aschfarben mit
aufgeblasenen Blattern, am Rande
mit schwarzer Kleye bestreut, un-
ten mit Vertiefungen. Die Schüssel-
chen welche sehr selten vorhanden,
zirkelrund, schwarz, etwas flach,
mit gleichfarbigem dünnem Rande.
' Lichen pustulatus Linn.
Auf dem Granit bei- dem Wilhelms-
bader Caroussell, jedoch selten ,
häufig auf den losen im Felde liegen-
den Felsen zwischen Rokenburg und
Münzenberg. a
Nach Linn& und Gunner soll sie
eine vorzüglich schöne gelbe Farbe lie-
ı82
1421. U. PEL«
Lırta Achar.
Verschleierte
Nabeljlechte.
Wohnort.
1422.C. NI«
GRUM,
23. Klasse. 6. Ordnung.
‘ fern und mit einem Zusazz von Urin
"auch dauerhaft violet färben. Auch
glaubt man dass die Chinesische Tusche
aus ihr bereitet würde.
Schildförmig, lappig, ganz flach,
braunerzfarbig, unten schwarzrauh-
haarig, mit ästigen flokkigen Zot-
ten bedekt, bisweilen auch unten
schwachzoitig. Die Schüsselchen
zulezt fast kugelig und mitrunzeli-
ger Kruste bedekt.
Lichen polyrrhizos Reich. fl. Moe-
nofr. Umbilicaria vellea Hof fm. Li-
chen hirsutus Westr. Lichen scalo-
podora Ehrh.
Auf den zertrümmerten Felsenstük-
ken des Altkührs.
DXI. COLLEMA,. Gallertflechte.
*, Krustenartige.
Byssusähnlich und schwarz, mit
Schwarze Gal- eingesenkten BIIChERTSgRM Schüs-
iercfleshte,
selchen.
Flechten, 183
Lichen autiquitatis Reich. f Moe-
nofr. Psoroma nigra Achar.
Wohnort, Auf Kalksteinen, z, B. bei Bergen.
Beobachtung, Unter dem Vergrösserungsglase er-
„scheinen die Blättchen fast durchsich-
tig, gallertartig , gleichbreit und fast
getheilt,
pn
*, Die Flechte blattartig dikk und gross.,
1423.C. vur- Graugrün, oft auch gelblich und
posum Nobis. Bone ® F .
Brielantige schwärzlich grasgrün, mit dachzie-
Gallertfiechte. gelförmig übereinanderliegenden,
fast flachen, gekerbt gezähnten Lap-
pen, aus deren Mitte gleichfarbige,
sehr dichtstehende, anfangs hohl
gerändete, zulezt gewölbte Schüs-
selchen hervorkommen,
Lichen pulposus Bernh.
a. Alle Lappen gekerbt.
Lichen crispus Linn. Collema _ cris-
pum Hof fm.
b. Alle Lappen gezähnt,
184 05. Klasse. 6, Ordnung.
Lichen eristatus Linn. Collema cris-
tatum Ho fi f m.
Wohnort, Auf derErde, Felsen, Steinen, Mau-
‚ern und unter dem Moos ziemlich ge-
mein.
1424.C.1Ac0- Graugrün, zerrissen; die Einrisse
BAEAEFOLIUM R LE }. Ä x
PRARER, dachziegelförmig übereinanderlie-
Be gend, am Rande aufsteigend, wel-
erige Gallerl- ; ß Rn kan
‚flechte. lenförmig gekerbt, mitröthlichen,
einzelnen, zuerst hohl gerändeten,
zulezt gewölbten Schüsselchen.
Lichen jacobäaefolius a&« Bernh. Col-
lema laciniatum Hoff m.
b. Die Ränder der Einrisse dicht ein-
ander angenähert und weniger getheilt.
Lichen jacobüaefolius ßBernh.Cul- |
lema crispatum Hoff m. |
Wohnort. Auf den einzeln liegenden Kalkfelsen
Stükken in den Berger Weinbergen,
links am Fussweg welcher von Enkheim
nach Bergen führt.
1425. C. FAs- Graugrün, aussen lappig, inner-
CICULARENob. i a
Büschel förmi- halb gefaltet, die Falten ästig, am
ge Gallert» Piande ganz unzertheilt, mit gleich-
flechte. ;
Wohnort.
1426. C. GRA-
NULOSUM.
Körnige Gal-
lertflechte.
Wohnort.
Flechten, Y | 185
farbigen oder röthlichen, anfangs
hohl gerändeten, zulezt gewölb-
ten Schüsselchen. |
Lichen fascicularis & Bernh. Colle-
ma polycarpum Hof fm.
b. Mit sehr kleinen Lappen und Fal-
ten.
Lichen fascicularis “Bernh. Colle-
ma conglomeratum IT o N 4: m.
Auf Bäumen hauptsächlich der Wei-
den, auch auf Steinen; b. auf Eichen-
rinden im Wald hinter Oberursel.
Schwärzlich graugrün oder
schmuzziggelb, mit zugerundeten
dachziegelförmig übereinanderlie-
genden Lappen, körniger Ober-
und Unterfläche, am Randeund
Mittelpunkte mit röthlichen, fla-
chen, gleichfarbigrändigen, gekerb-
ten Schüsselchen.
Auf Steinen im Homburger Gebirge.
186 03. Klasse... 6. Ordnung.
***, Die blattartige Flechte hautartig ausgebrei- _
tet und dinne,
1427.C0.Ves . Zirkelrund, hautartig, dünne, zu-
PERTILIO, M
Schmetter-
ne s- Gallert- \ınten vertieft gefaltet, schwarzgrün,
echte:
gerundet lappig, oben runzelig,
mitetwas gestielten, flachen, braun-
purpurfarbigen Schüsselchen.
e
Lichen nigrescens Linn. Suppl. Li-
chen Lactuca Weber. Collema ni-
grescens Achar.
Wohnort. Auf Felsen bei dem Falkensteiner
Schloss; auf. dem Glauberg bei ÖOrten-
berg; auf den Basaltfelsen worauf das
Ortenberger Schloss steht nach derLei-
ne hin; auf Mauern im Schlossgarten
zu Birstein; im Hangestein bei Giesen
etc.
1428.0. TO- Die Blättchen fast dachziegelför-
MENTOSUM. ° EL . .
Filkise "Ga mg übereinanderliegend, buchtig
lertfiechte. ]Jappig, oben körnig, unten zottig
und dunkel bleifarbig, mit flachen,
röthlichen, den Blättchen gleich-
farbig rändigen Schüsselchen.
»
"Flechten... ©. 187
Lichen myochrous Ehrh. Collema sa-
turninum Achar.
Wohnort. "Auf Baumrinden im Homburger Ge-
birge.
““**, Die blattartige dünne Flechte nezzförmig
. geadert.
1499. C. cır- Die Blättchen aufrecht, bleifar-
ATUM, |
Gefranzte
-Gallertflechte. zerrissen; die Einrisse getheilt, ge-
big, gehäuft, hautartig, etwas flach,
franzt-gezähnelt, mit kleinen, auf
.. den Blättchen sizzenden, blässeren,
‘.. hier und da gefranzten, in.der Mitte
fleischfarbig hohlen Schüsselchen.
Tremella Lichenoides Linn. Lichen
tremelloides Huds. FFeiss. (non
Linn. in Suppl.) Lichen tremella
Rosh.. Collema lacerum Achar.
Wohnort. Meistens unter Moosen, seltener auf-
Mauern und auf der Erde, z. B. auf
einer steinernen Brükke zwischen der
Sachsenhäuser Warte and Neuysenburg
an der Chaussee.
ı88 23. Klasse. 6. Ordnung.
1450. L. FRA«
XINEA.
Eschenlappen-
’ fiechte.
Wohnort.
Nuzzen.
'DXII. LOBARIA. Lappenflechte.
A. Mit breiten Blättchen.
*, Die Blättchen vertieft und aufrecht.
Aufrecht, zerrissen, zusammen-
gedrükt, nakkend, runzelig, nezz-
förmig, aschfarben grünlich, mit
überall zerstreuten, etwas gestiel-
ten, gleichfarbigen, im Alter in
der Mitte blassbraunen Schüssel-
chen.
Lichen fraxineus Linn. Physcia fra-
xinea Achar.
An Bäumen, z. B. anLinden in Phi
lippsruber Garten; an Rosskastanien
zwischen Philippsruh und der Hanauer
Fasanerie ; anObstbäumen bei Hochstadt;
an Buchen in der Lohe; an Kastanien-
bäumen um Kronenberg ; auf dem Al-
zenauer Gebirge etc.
Wegen ihrer Zähigkeit kann siezum
Papiermachen gebraucht werden. Mit
Salmiak erhält man eine graue Farbe
von ihr.
‚Flechten. k, 159
1451. L. Farı- Aufrecht, im Alterherabhängend,
NACEA.
Mehllappen- !
fiechte. lich aschfarbig, die Randwärzchen
mehlig, mit auf der Spizze ste-
y henden, krugförmigen, blassgleich-
farbigen Schüsselchen.
zerrissen, zusammengedrükt, grün-
Lichen farinaceus Linn. Physcia fa-
rinacea dAchar.
Wohnort. ° Auf den Rinden der Buchen, Eschen
| und Eichen.
Nuzzen. Sie giebt eine rothe Farbe.
1452. L.squar- Aufrecht, rasenförmig, zusam-
Rats, mengedrükt, zerrissen, sparri
SparrigeLap- 5 9 N, , SP@ırıE,
penflechte. _ gleichhoch, grünlich aschfarbig, am
| Rande ausgefressen, mehlig, mit
auf der Spizze stehenden krugför-
migen, gleichfarbigen Schüsselchen.
Lichen squarrosus Pers. Physcia pol-
linaria Adehar. |
Wohnort. An’ Lindenbäumen zwischen Hanau
und Kesselstadt,
190 23. Klasse. 6. Ordnung.
1455. L. caLI« Aufrecht, zerrissen, zusammen- .
CARIS,
Kelchlappen- gedrükt, nakkend, steif, aschfar-
‚fleehte, big, mit unten schnabelförmigen,
anfangs gleichfarbigen, dann bräun-
._ lich werdenden Sehüsselchen.
Lichen calicaris Linn. Physcia cali-
caris Achar. i
Wohnort. Auf Felsen.
Nuzzen. Zu Montpellier wurde sie ehedem zu
einem Haarpuder gebraucht. Mit Lau-
‚gensalzen giebt sie eine rothe Farbe.
14354: L. pru- ‚Aufrecht, zerrissen, zusammen-
lunen- gedrükt, oben aschfarbig, unten
Lappenflechte grau, die Randwärzchen mehlig, |
mit röthlichbraunen, von aussen
gewölbten und mit den Blättchen
gleichfarbigen Schüsselchen.
Lichen prunastri. Linn. Physeia pru-
nastri Achar.
Wohnort. . Häufig an Baunirinden, am. häufig-
sten am Schlehendornstrauch,
Nuzzen. War ofhzinell,. Sie kann zu einem
Haarpuder benuzt werden. Die Tür-
-
Flechten. —- 191‘
ken gebrauchen diese Flechte, welche
nach Forskäl in ganzen Schiffsladun-
' gen vom Archipel nach Alexandrien ge-
bracht wird, zum bakken des Brods,
\ indem sie eine Handvoll derselben &
Stunden in Wasser einweichen, und
dem ungesäuerten Brode zusezzen, wel-
ches demselben einen angenehmen Ge-
schmakk giebt. Mit Kupfervitriol er-
hielten Hoffmann und Dambour-
ney eine braune, aber keine rothe
Farbe.
1455.L. cury-. Aufrecht, zerrissen, zerschlizt,
SOPHTHALMA»
Nobis.
Goldgelbe big grünlich, trokken gelblich asch-
Lappenflechte
zusammengedrükt, frisch aschfar-
farben, mit auf derSpizze stehen-
den Schüsselchen, welche jung po-
meranzenfarbig und am Rande mit
gelblichen Zähnchen: gefranzt sind,
älter aber dunkelgoldgelb werden
und ganz nakkendrändig sind.
Lichen chrysophthalmos HH ul - Li-
chen aurantiacus Latourette. Pla-
tisma armatum Ho sn f m. Lobaria de-.
| nudata Hoff m. Physcia chrysoph-
thalma Achar.
192 23. Klasse,, 6. Ordnung. N
" Wohnort. Auf den Aesten der Gesträuche, vor-
Y züglich des Schlehendornstrauchs, z.B,
sehr häufig bei Arheilchen und Darm-
stadt, seltener zwischen Neyenhayn und
Kronenberg. st
1ı436.L.onpon- Aufrecht, sehr dünne, dicht, flach
TELLA Nobis.
Gezähnelte
Lappenflechte enbraun, rasenförmig ästig, mit
zusammengedrükt, schwarzkastani-
ausgebreiteten Aestchen. Die Schüs-
selchen bisher noch unentdekt.
Lichen islandicus tenuissimus Ehrh.
Lobaria tenuissima Ho Ri; fm. Corni-
cularia odontella Achar.,
;
Wohnort. Zwischen- nakkenden Felsen auf dem
Feldberg und Altkühn,
1457.L. ACu- _ Aufrecht, etwas dicht, rundlich,
Stacholige rasenförmig, nakkend, gebogen,
Lappenflechte kastanienbraun, mit zusammenge-
| drükkten, schmäler werdenden,
herumschweifenden ‚ an der Spizze
| gabeligen kleindornigen Aesten, Die
Schüsselchen auf der Spizze stehend,
zulezt gewölbt und braun.
x
\
I
’ '
»: Flechten. 193
Lichen aculeatus Schreb.L. hispidus
Lightf.L.castaneus Leers. L. spa-
diceus Roth. Cornieularia aculeata .
| Achar.
Wohnort. Zwischen Moosen auf dem Hausberg;
| zwischen den zertrümmerten Felsenstük-
. ken auf dem Gipfel des EEE und
Altkühns.
- Nuzzen. Könnte auch die Stelle des Isländischen
— ö ‚ Ä F
Mooses in den Apotheken vertretten.
1ı458.L.ıstan- Aufrecht, zusammengedrükt, rin-
DISR.“
Isländische
Lappenflechte braun, am Grunde blutroth, zer-
Isländisch
Moo; rissen, mit 2 hörnigen gefranzten
nenförmig, mehr oder weniger
A
Einrissen, am Rande selten auf
der Spizze stehenden, purpurfar-
bigen, gezähnelten Schüsselchen.
Licheu islandicus ‚Linn. Physcia is-
landica Achar.
Wohnort. Zwischen den zertrümmerten Felsen-
. stükken auf dem Gipfel des Altkühns;
(durch das häufgeEinsammeln jezt.nur \
noch sparsam anzutreffen.) x
3. Th. 2. x N
/
94 23. Klasse. 6. Ordnung.
Nuzzen. Sie ist eim sehr gutes Arzneimittel.
- In Island wird sie mit oder ohne Mehl
zu Brei gekocht, seltener zu Brod ge-
bakken. Auch kann sie zur Fütterung
der Schweine, der :Pferde und des Rind-
_ viehs dienen und wegen ihrer antisep-
\ tischen Kraft auch zum Gerben gebraucht
werden. Die Isländer färben mit ihr
4% wollen Zeug dunkelgelb, indem sie es
"mit dieser zerschnittenen Flechte be-
‘streuen und in einem eisernen Kessel
kochen lassen. Durch hinzugesezz!e
Zinnauflösung und Salmiak kann man
| auch Tuch mit ihr Hellund dunkelbraun
färben‘ |
11439.L. ruR- Aufsteigend, zweitheilig, zerris-
FURACEA.!
Kleien- Lap-
penfiechte,“ “aschfarbig, wie mit Kleie bestreut,
'sen, mit spizzigen Einrissen, oben
' unten rinnenförmig, nezzartig und
‘schwarz. Die Schüsselchen sehr
selten vorhanden, sehr vertieft, im
. ' Mittelpunkte röthlich, aussen ge-
wölbt, mit aschfarbiger Kleie be-
strent. MR“
| Lichen furfuraceus Linn. Physcia
\ | \ furfuracea dchar.
„x N
%
“Flechten. 195 |
Wohnort. An Bäumen und auch zwischen nak-
"kenden Felsen auf dem Feldberg u an
Bäumen zwischen Reifenberg und Ober-
ems; im Rüdlingshayner Wäldchen im
Oberwald; an Bäumen um den Bild-
steim oberhalb Breungeshayn.
Nuzzen, Ohne alle Zusäzze kann man Tuch
mit-ihr olivenartig braun färben,
1440. L. CILI«
ARTS, Li Id { Baleaggeg
Gefranzte Einrisse gleichbreit, handförmig,
Lappenflech- |
TREE:
Etwas aufrecht, zerrissen, die
gefranzt, unten rinnehförmig und
graugrüu, obengrünlich, imtrokk-
nen Zustande aschfarben oder weiss-
lich. DieSchüsselchen gestielt, ge-
kerbt und schwarzbraun. Br
Lichen ciliaris Linn. Physcia ciliaris
ii Achar,
Wohnort. Gemein in unsern Wäldern auf Baum«
A rinden, |
e
’
*, Die Blättchen niedergedrükt und mit Vertie-
fungen versehen.
1441. L.saxa- Niedergedrükt, rauh, mit nezz-
TILIS, "pas y.3 a a an |
Steinlappen- förmigen Vertiefungen und buch-
flechte. tig, obenaschfarbig, unten schwarz,
| ‚mit rothbraunen Schüsselchen.
Na
>
196 s3 Klasse. 6. Ordnung.
Lichen saxatilis Linn. Imbricaria Sa-
xatilis Achar.
)
Wohssrt. Häufig auf Steinen und Bäumen.
Nuzzen. - War offizinell. In Norden und in
England gebraucht man sie fabrikmäs-
sig als Färbematerial5 womit man Wolle
und Garn braun, rothbraun und roth
i färben kann,
1442. L. ADUS- | Niedergedrükt, ausgebreitet, rauh,
$ hwarzbrau- mit nezzförmigen Vertiefungen, und
ne Lappen- ‚körnig, oben roth, unten schwarz,
lechte.
mit braunrothen Schüsselchen. Ä
Wohnort, An den Felsen auf dem Feldberg und
Altkühn.
1445.L.serın- Niedergedrükt, aufsteigend, zer-
COLA,
Zaunlappen-
flechtee ° ten mit nezzförmigen Vertiefungen.
rissen, glatt, kastanienbraun, un-
Die Schüsselchen am Rande ste-
hend, flach und gleichfarbig, mit.
rothem, etwas gekerbtem, kleinem
Rande, |
Lichen sepincola Ehrh, B se-
pincola dchar.
Wohnort,
„ı444.L: PINAS“
TEIL,
Fichten - Lap-
penflechte.
Wohnort.
Nuzzen.
Flechten. . | ; 197
"Auf Rosskastanien beider Hanauer
Fasanerie, aber sehr selten.
Niedergedrükt, aufsteigend, zer-
rissen, kraus, grüngelb, am Ran-
de durch gelben Staub gefranzit.
Lichen pinastri 8 eo pl. Platisma pi-
nastri Achar.
Auf der Rinde der gemeinen Kiefer
und vorzüglich bei uns aufder weissen
Birke, jedoch immer sparsam; z. B,
im Wilhelmsbader und Bruchköbler-
wald; an Kiefern. am Fuse des Schäfer-
bergs; ; um Darmstadt etc.
Sie giebt nachH offmann mit Zinn-
auflösung, so wie auch mit Alaun und
Vitriol gute verschiedentlich gelbe Far-
ı ben.
1445. L. pur-
MONARITA.
Lung sen- Lap-
penjle chte;
Lungenmoos.
Niedergedrükt, zerrissen, buoh-
tig, stumpf, mit nezzförmigen Ver-
.tiefungen, oben röthlich grün, un-
ten gelblich, mit feinen Haaren be-
sezt. Die Schüsselchen am Rande
stehend, stiellos und rothbraun.
>e
A
198
Wohnort,
Nuzzen.
1.446. L. CAPE-
RATA.
Runzelige
Lappenflechte
25. Klasse. 6. Ordnung.
7
Lichen pulmonarius Linn. ıPulmona-
ria reticulata Hoff m.
Auf den Rinden grosser Eichen und
Buchen, zuweilen auch auf Felsen. In
unsern niedrigen Gegenden stets ohne
Schüsselchen, aber sehr häufig mit den-
selben im Rüdlingshayner Wäldchen am
Oberwalde.
Ist ofhizinell. In der Ukkermark ge-
brauchen sie die Schumacher zum Ger-
ben. In Sibirien sezt man sie.dem Bier
als Hopfen zu. Wider den Husten der
Schaafe ist sie ein vortreffliches Mittel.
‚In der Herrschaft Herefordshire in Eng-
land färbt man blos durch sieund Was-
ser .wollene Strümpfe schwarzbraun ;
bei uns im ÖOberwalde benuzzen siedie
Bauern mit einem Zusazz von Alaun,
um Wolle gelb zu färben und-in Preu-
sen bereitet man aus ihr eine schöne
standhafte braune Farbe.
***, Die Blättchen ausgebreitet.
Fast dachziegelförmig übereinan-
AR "ig;
derliegend, niedergedrükt, runze-
_
lig-lappig, am Rande wellenför-
Wohnort.
Nuzzen.
1447. L. PER-
LATA»
Perl förm ige
- Flechten. , 199
'
mig, oben gelblichgrün ,„ anten.
braun, mit röthlich braunen Schüs-
selchen. |
Lichen caperatus Linn. Imbricaria
caperata dcehar,
\
Auf Baumrinden, seltener auf Stei-
nen. | Re.
Sie giebtmit Eisenvitriol eine schöne
So
Eisenrostfarbe,
Fast dachziegelförmig übereinan-
derliegend, aufsteigend, niederge-
Lappenflechte drükt, krauslappig, gefranzt, war-
Wohnort.
zig mehlig, oben aschfarbig, un-
ten kastanienbraun. Die Schüssel-
chen etwas gestielt, braunroth, oft
im Mittelpunkte durchstochen.
Lichen perlatus Linn.
Auf Baumrinden, z. B. um Hanau
in der Bulau und dem alten Walde,
insbesonders an dem Wolfsgang an Bu-
chen mit Schüsselchen , um Frankfurt,
' Darmstadt etc.
In
!
200 ‚25. Klasse. 6. Ordnung.
ı448.L. sLau- Fast dachziegelförmig übereinan-
CA» 7. . .. .
Eier deriiegend, niedergedrükt, aufstei-
Lappenflechte gend, zerrissen, mit krausem Ran-
de, oben meergrün aschfarbig, un.
ten schwarz. | |
P4
Lichen glaucus Linn. Platisma glau
\ cum Achar. |
Wohnort. Häufig auf Baumrinden,
Nuzzen. ' Mit Eisenvitriol und Alaun giebt sie
eine Lederfärbe. |
1449. L. FAL- Ausgebreitet, zerrissen, aufstei-
sh gend,-kraus, im frischen Zustande
Lappenflechte oben weiss und grün, im trokk-
nen graugrün weisslich, unten ge-
gen die Mitte hin schwarz, nach
dem Rande zu glänzend weiss mit
untermischten braunen Flekken.'
Die Schüsselchen am Fıande stehend, |
frisch grünlich, trokken dunkel-
braun.
Lichen Fallax IV eb. Platisma fallax _
Achar.
Flechten. 201
Wohnort. | Auf Baumrinden, besonders der Kie-
fern z. B. im Homburger Gebirge und
im Vogelsberg.
'ı450.L.scor- Lederartig - häutig, dachziegel-
TEA Nebis. le zo 7 E i }
Lederärtige förmig übereinanderliegend, nie-
, Lappenflechte. dergedrükt, aschfarbig-weiss-
lich schwarzbestäubt, unten
schwarz steifhaarig, die Abschnitte
zugerundet-lappig uud glänzend;
die Schüsselchen noch unentdekt.
Lichen tiliaceus. Ehr hu L. lobatus
Gmel.SK. Linn. L. Leers. herb.
. No. 995. Imbricaria scortea Achar.
Wohnort. An Bäumen um Callbach und Ober-
ursel und auf Felsen im Falkensteiner
Schlosshof.
ı451.L. QuER- Häutig, fast dachziegelförmig
_cınaNobis. . 2 A
Hichen- Liap- übereinanderliegend, graugrün,
penflechte, glatt, unten schwarz, kurzhaarig,
die ‘Abschnitte SENDE: ; die
Schüsselchen braun.
Wohnort.
ı452.L. oLI-
VACEA.
Oliven arbi-
ge Lappen-
‚fiechte.
| Wohnort.
3. Klasse. 6 ‚Ordnung.
Lichen quereinus IP illd. I. querei-
folius IF u uf, L. tiliaceus Dicks,
Lobaria tiliacea Hoffm. Imbricaria
Juprkina Achar.
Selten an Eichen Eh Bruchköblerwald
bei Hanau.
Fast dachziegelförmig übereinan-
derliegend, niedergedrükt, rund-
lappig, glänzend, olivenfarbig, im
trokknen Zustandeschwärzlich, und
zuweilen oben ganz mit Staub be-
streut. Die etwas gekerbten Schüs--
selchen gleichfarbig.
Lichen olivaceus Linn. Imbricaria
“
olivacea Achar.
b. Mit glatträndigen "Schüsselchen.
Lichen pullus Schreb.
An Bäumen in der Bulalı bei Hanau;
an Rosskastanien zwischen Philippsruh
und der Hähauer Fasanerie;'! auf, dem
Granit an dem Wilbelmsbader Carou-
sell; auf nakkenden Felsen an der Chaus-
see bei Hungen und auch zwischen Ro-
kenburg und Münzenberg.
Nuzzen.
1453. L. PARI=
ETINA.
IF andlappen-
(flechte.
Wohnort.
Nuzzen.
1454.L. pav-
SODES,
Dlasen- Lap=
penjiechte,
Flechten. 2053
Mit Zinnauflösung giebt sie eine roth-
braune, mit Alaun und Eisenvitriol aber
eine graubraune Farbe.
Fast dachziegelförmig übereinan-
derliegend, niedergedrükt, lappig,
kraus, safrangelb, bisweilen auch
grünlich, mit gleichfarbigen Schüs-
selchen. /
Lisehen parietinus Linn. Imbricarie,
parielina Achar.
Häufig auf Baumrinden und Holz,
seltener auf Steinen.
‘War ‚.ofüizinell. Die Ziegen fressen
sie gerne. Es lässtsich vorzüglich schön
gelb mit ihr färben, doch dient sie auch
mit verschiedenen Zusäzzen zu andern
Farben.
B. Mit aufgeblasenen Blättchen,
Dachziegelförmig übereinunder-
liegend, niedergedrükt, aufsteigend,
zerrissen, vielspaltig aufgeblasen,
mit mehligem Rande, . oben grau-
grün, unten schwarz, im trokknen
204
Wohnort.
‚Nuzzen.
1455. L. nıs- .
PIDA.
Steifh sarige
25. Klasse, 6. Ordnung.
Zustande oben grau. Die Schüs-
selchen braun, auf einem aufge-
blasenem etwas runzeligem Stiel
sizzend. [
Lichen physodes Linn. Imbricaria phy-
sodes Achar.
Häufig auf den Rinden der Birken
und Kiefern, seltener bei uns auf Stei-
nen und Felsen. \
Nach Westrings Versuchen färbte
sie die Wolle nach vorheriger achtägi-
ger Mazeration im Urin und einer hal-
ben Stunde Kochen mit Kalk zitrongelb,
mit Kochsalz und Kalk goldgelb. Mit.
Salmiak und Alaun liefert sie eine grau-
gelbliche, und mit eben diesen Salzen
ohne vorhergehende Mazeration, eine
graulich -hirschbraune Farbe.
Niedergedrükt, aufsteigend, halb-
röhrig und aufgeblasen, mehlig, am
io ke Rande gefranzt, oben und unten
\
graugrün, im trokknen Zustande
‚weisslich aschfarben.. Die Schüs-
selchen braun, trokken schwärzlich,
Nds
i Flechten; 205
4 4 £
auf einem kurzen, etwas runzeli-
gen Stiel sizzend,
dr Lichen hispidus Schreb. Lichen te-
nellus Scopl. Feb. Physcia tenella
Pi Achar. 13
Wohnort. A auf den Aesten der Bäume und
-- Sträucher , bisweilen auch auf Steinen.
Nuzzen. VAR Mit Alam und Gips giebt = sie eine
helle ‚eräbränne Farbe.
=
C. Mit fast dachziegelförmig über«
einanderliegenden, schmäler wer-
denden Blättchen.
„1456. L. STEL- Fast dachziegelförmig übereinan-
EEE derliegend, niedergedrükt, zirkel-
‚flechke. "rund, weisslich aschfarben, unten
faserig, vielspaltig, mit gleichbreiten
Blättchen ‚und aschfarbig schwärz-
lichen wedisgetändeten. Schüssel-
chen.
Lichen ambiguus Ehrh. Imbricaria
stellaris Achar.,
Wohnort. Häußg auf den Rinden und Aesten der
Bäume,
Br
206 A Klasse. 6. Ordnung.
Bemerkung. Sollte sie nicht eine Abart oder jün-
gere Pflanze von L. aipolia seyn?
1457. L. AIPO- Fast dachziegelförmig übereinan-
' LIA.
Ziegen-Lap- derliegend, niedergedrükt, zirkel-
penfieci#e. yund, trokken undnass unvergäng-
lich aschfarbig blau, vielspaltig,
mit zerrissenen, lappigen, gewölb-
‚ten Blättchen, unten dichter und
durch schwarze Zotten kleinfase-
sig. Die schwarzen. Schüsselchen
aschfarbig gerändet, im trokknen
Zustande gleichsam wie mit Reif
bedekt,
Lichen aipolius Ehrh. Imbricaria aipo-
lia dchar. d
Wohnort. Auf Baumrinden, z. B. an Rosskas«
h tanien vor dem Nürnbergerthor zu Ha-
" nau und in dem Bruchköbler und Wil
helmsbader Walde.
w in N
IN = . .@ +
1458.L. pur-\. Fast dachziegelförmig überein-
VERULENTA,
Bestaubte :
Lappenflechte kelrund, vielspaltig, frisch 'grün-
& lich, trokken aschfarbig, im Alter
anderliegend, niedergedrükt, zir-
Flechten. 207
f u braun; die Blättchen lappig gleich-
breit, stumpf, gering gekerbt, an
der Spizze eingedrükt, bereift. Die
Schüsselchen schwarzbraun, gering
gekerbt, mit aschfarbigem Mehl be-
dekt.
Lichen pulverulentus Sch r’eb. Imbri-
carıa pulverulenta Achar.
Wohnort, Auf Baumrinden, seltener auf Stei«
nen, z. B. an Buchen ‘und Hainbuchen
in der Bulau und im Bruchköbler Wald
bei Hanau.
'1459.L.con- Dachziegelförmig übereinander-
SPERSA Nobis. ı: : N
Bestreute liegend, hautartig, graugrun und
Lappenflechte schwarzpunktirt, unten schwarz-
braun; die Blättchen vielspaltig,
buchtig, an der Spizze zugerundet,
lappig und gekerbt; die Schüssel-
chen braun. |
Lichen centrifugus FFeis. Hagen
etc. Lichen conspersus Ehrh. Lo-
baria centrifuga Hof fm. Imbricaria
| conspersa Achar. |
Wohnort, Auf dem Granit worauf das Wilhelms-
+ bader Carousell steht; auf den verwit-
terten Felsenstükken des Gebirgs bei
208 03. Klasse. 6. Ordnung:
Nuzzen.
ı460.L. stY-
GIA.
Pech- Lappen-
flechte.
Wohrort.
a
Nuzzen.
1461. L.oBscu«
ra Nokis.
Dunkele Lap-
penfiechte.
Alzenau; auf nakkenden Felsen im
Thiergarten zu Idstein ; auf den Ba-
saltfelsen an der Leine worauf das Or=
tenberger Schloss steht; auf Felsen zwi-
schen Kokenburg und Münzenberg,
Mit Zinnauflösung färbt sie hellbraun.
Fast dachziegelförmig übereinan-
derliegend, niedergedrükt, vielspal-
tig; die Blättchen handförmig, zUu-
rükkgekrümmt 3 kastanienbraun-
schwärzlich, mitgleichfarbigen, et-
was gekerbten Schüsselchen.
Lichen stygius Linn. Imbricaria sty-
gia Achar.
Auf den Felsenstükken des Altkühns,
jedoch selten.
Eslässtsich nach Linne eine schöne
rothe Farbe aus ihr erhalten.
D. Mit fast dachziegelförmig über-
einander liegenden krustenartigen
Blättchen.
Fast dachziegelförmig übereinan-
derliegend, beinahe zirkelrund, nie-
dergedrükt, vielspaltig; die Blätt-
Flechten. & #209
chen zerrissen, dunkelgrau, unten
gefranzt. Die Schüsselchen schwärz-
lich, mehr oder weniger unten ge-
franzt, am Rande aschfarbig.
Lichen obscurus Ehrh. Lobaria eiliata
4 H off m. Imbrieariallothrix 4ch ar.
"Wohnort. Auf Baumrinden um das Wilhelms-
- bad.
i
ı462. L. oRBI- Fast dachziegelförmig übereinan-
el derliegend, niedergedrükt, aschfar-
Lappenflechte big, lappig-vielspaltig, am Rande
erhaben und mit Staub besezt. Die
Schüsselchen anfangs rundlich, mit
eingebogenem Rande, nachher mehr
auseinander gefaltet, mit etwas brau-
nem Mlittelpunkte.
Lichen diffusus Westr. Imbricaria
eycloselis Achar.
Wohnort. An Lindenbäumen zwischen Hanau
und dem Hanauer Galgen.
1465.L.cae*e Fast dachziegelförmig übereinan-
HR ssblaue derliegend, niedergedrükt, zirkel-
Lappenfiechte yund, vielspaltig , aschfarbigweiss.
&. Th. ®. ®)
210% 25. Klasse. 6. Ordnung.
Die kleinen Schüsselchen mit blass-
blauen Knötchen untermischt, von
| gleicher Farbe der Flechte, erwach-
sen schwärzlich, angefeuchtet bräun-
lich mit einem schwachen Rande
um geben.
Lichen pulchellus FE’ ul f. Imbricaria
caesia dehar.
Wohnort. AufKiesel- Breccia desHexenbergs
bei Vilbel; auf Wegsteinen bei Hanau
eic, !
Nuzzen. Sie liefert mit Alaun eine graubraune
Farbe.
1464. L. mURA- Fast dachziegelförmig übereinan-
EN R Lap- derliegend, zirkelrund, niederge-
penflechte, drükt, vielspaltig - lappig, gelbgrün-
lich, im Alter und trokknen Zu-
stande ochergelb. Die Schüsselchen
gehäuft, in derMitte stehend, ge-
drängt, im Alter gelblich, gelb-
weiss oder röthlich, mit einem
schwachen blässeren Rande umge-
ben,
Flechten. eı1l-
Lichen muralis Schreb. L. saxicola
Poll; Placodium saxicola Achar.
Wohnort. - Häufig auf Dachschindein, Wänden,
Mauern und Sandsteinen.
1465. L. saxı- Fast dachziegelförmig übereinan-
COLA.
Stein-Lappen-
flechte. drükt, die Blättchen schmal, viel-
spaltig lappig, breiartig, gelb, mit
derliegend, zirkelrund, niederge-
gleichfarbigen oder pomeranzenfar-
bigen, gerändeten Schüsselchen wel-
che zulezt gewölbt und bestäubt
werden.
Lichen flavescens Huds., Lichen muros
rum Ho f f m. Lichen tegularis Ehrh.
Placodium murorum Achar.
Wohnort. An Steinen und Mauern zu Philipps-
ruh; bei Diedesheim; an Wegsteinen
zu Bonames eic., 4
ı466.L. can- Krustenartis, dachziegelförmig
DELARISNoBbis , x 2 ö y
Licht-Lap- Übereinanderliegend, die Blättchen
penflechte. zerschlizt-gerissen, gehäuft, mit
gelben, zulezt gewölbten Schüssel-
chen.
102.)
212 23. Klasse. 6. Ordnung
Lichen candelaris Linn. L. Fulvus
Neek. Lobaria concolor , candelaris et
fulsa Ho R if m, Placodium candelari-
um JFVYigg. Psoroma candelaria
Achar.
Wohnort. Auf Baumrinden im Wald bei dem
Wilhelmsbad, um Frankfurt etc.
Nuzzen. Die Smoländer kochen sie mit Was-
ser ab und mit diesem färben sie ihre
Lichter gelb. Dieser Lichter bedienen
sie sich nur bei Festtagen. Mit Salmi-
ak färbt sie bleich aschgrau - fleischfar-
ben, mit Alaun und Eisenvitriol grün-
lich. f
DXII. PSORA. Schorfflechte.
1467. P. pecı- Krustenartige, gehäufte, kleine,
PIENS,
Täuschende
Schorfflechte, Stükkchen, mit gewölbten, am Rane
7
de stehenden, schwarzen Schüssel-
ziegelfarbige, unten weissliche
chen. |
Lichen deeipiens Dicks. With. etc.
Lichen elveloides Wulf Psoroma
decipiens Achar.
Flechten. vi 213
Wohnort, Auf kalkigem Boden südlich vor der
Lohe ohnweit Bischofsheim ; auf den
Kalkhügeln an dem Escherich bei Of-
fenbach.
ı468.P. parı- Krustenartige, kleine, gehäufte,
DOXA,
Paradoxe
Schorfflechte. chen, mit bereiften, weissgerände-
gewölbte, umbra- rothbraune Stükk-
ten, zulezt lachgewölbten, schwar-
zen Schüsselchen.
Lichen paradoxus Ehrh. Psoroma pa-
radoxa Achar.
Wohnort. Auf kalkigem Boden südlich vor der
t Lohe' bei Bischofsheim ; auf den Kalk-
hügeln an dem Escherich bei Offenbach.
1469. P.Mus- Krustenartig, etwasrunzelig, lap-
PN fü pig, aschfarbig weisslich, mit ein-
‚fechte. gesenkten, hohlen, schwärzlichen
Schüsselchen.
Lichen bryophxlus Ehrh. L. muscorum
Scopl. Schrader D. impressus
‚„. SwartzPlacodiumimpressum4char.
Wohnort. Auf der Erde unter Moosen, z. B,
südlich vor der Lohe ohnweit Bischofs-
214 03. Klasse. _ 6. Ordnung.
heim; aufden Kalkhügeln an dem Esche-
rich bei Offenbach; um das Steinhei-
mer Schloss; am Weg zwischen Ra-
voltshausen und dem Neuen- Wirths-
haus.
1470. P. zen- . Krustenartig, milchweiss, lappig,
TIGERA,
Linsen-
Schor/ flechte. Lappen und linsenähnlichen, fleisch-
farb - gelblichen, weissgerändeten
mit. niedergedrükten, zugerundeten
Schüsselchen.
Lichendentigerus FF eb. Placodiumlen-
tigerum Achar.
Wohnort. Auf der Erde unter Moosen z.B.
südli h. vor der Lohe ohnweit Bischofs-
heim, auch auf dem Weg bei Bischofs-
heim nach Vilbel bin; äuf den Kalk-
hügeln an dem Escherig bei Offenbach.
1471.P. LAc-« Krustenartig, weiss, ee
TEA.
Milchweisse
Schor/ flechte. kommend, am Rande fast lappig,
in mehlartigen Kügelchen hervor-
j
im Mittelpunkte rizzig - strahlig?
mit schwarzen, selten sn
Schüsselchen.
" Wohnort.
Nil)
1472. V. Pa-
BELLANNG
Erdorseille.
.«Wohnott. .,,
h“ To ‚Wallershausen; auf losen Felsenstükken
- Flechten, | | 215
Lichen lacteus Put f:Variolaria lac-
tea Achar. |
‚ Auf Felsen und grossen Steinen im
Homburger ha
DXIV. VERRUCARIA. Warzen- _
flechte.
*. Die Schüsselchen weiss oder bleich.
_ Eine weisse, bisweilen auch röth-
lich aschfärbige, warzige Kruste und
weisse Schüsselchen mit gleichfar-
‚bigem, 'gewölbtem, aufgeschwolle-
nem Bande:
Lichen Parellus Linn.: Patellaria Pa-
rella Achar.
; ‚Auf.den. Steinen des Rabenbergs bei
Iaay,
dicht an der Chaussee bei Birstein; am
Weg \ von Pferdsbach bis Binsachsen etc.
‚. In,Frankreich a ‚diese Schorflechte
gesammelt, klein gerieben, mit Kalk
vermischt und mehrere Tage "mit ver«
| ee Harn benezt. Nach 8—10
Tagen Pc es, "wird York und dann
zur Färberei gebraucht. Nach Valen-
216 23. Klasse. 6. Ordnung.
tin und Ferber bereitetman ineiner
Fabrik zu Amsterdam Lakmus aus ihr.
Nach Am oreux macht sie in Frank-
reich besonders”zu St. Flour und Limo-
ges ,„ einen beträchtlichen Handelszweig.
1473.V. FAGı- Fine warzige weisse Kruste mit
En an gleichfarbigen Schüsselchen.
zenflechte.
Lichen fagineus Linn. Variolaria fa-
ginea Achar..
a. Mit eingefasstem Rande und schüs-
seltragender Mitte,
b. Mit ausgebreiteter Kruste und meh-
ligen zulezt takkend werdenden Schüs-
selchen.
“
c. Mit ausgebreiteter Kruste und war-
zig mehligen, “ zusammenfliessenden
Schüsselchen-
Wohnort. Häufig auf Baumrinden vorzüglich
der Buchen und auch auf Steinen.
Nuzzen, Mit Alaun färbt sie rostfarbigbraun,
Big v. RE FE: Hide weisslich- aschfarbige Kruste,
Bleiche War- mit blassfleischfarbigen, weisslich
zenflechte, gerändeten Schüsselchen, welche
Flechten. 217
zulezt gewölbt, geknäult zusam-
mengehäuft und unförmlich wer-
1728 den.
Lichen pallescens FF eis. Lichen pal-
‚ didusac angulosusSchreb. L. subcar-
neus Swartz; FHestr. Patellaria
angulosa Achar.
Wohnort. Häufig an der Rinde junger Bäume.
1475.V. crau- Einerizzige, weisslichaschfarbene
COMA,.
Ferschleierte a
eg farbigen, oder blassblauen, zulezt'
echte,
Kruste, mit verschleierten, gleich-
schwärzlich werdenden . Schüssel-
chen. | |
Lichen sordidus Pers. L. albido cae=
'sius Schrad. Patellaria glaucoma
| Achar.
Wohnort. Auf den Steinen des Rabenbergs hei
Wallersbausen ; auflosen Felsenstükken
um Crainfeld ; auf Felsen an der Chaus-
see zwischen Hitzkirchen und Birstein;
auf losen Steinen am Wegvon Wenings,
nach Gedern.
ur
216 23. Klasse. 6. Ordnung.
x
‘, 7.#%. Die Schüsselchen röthlich oder gelb.
ei { i
1476.V.RUBRA,,, ‚Eine weissliche, zulezt ganz ver-
Rothe Har- ;
' is fi # BI dunkelte Kruste, und hohle fleisch-
‚farbröthliche Schüsselchen mit
| weisslichem gekerbtem Rande.
-‘ Lichen Ulmi Swartz' L. marmoreus
Dicks. FFith. L. pruinosus Hum-
bolt. Patellaria Ulmi Achar.
»‚Wohnott. : ‘An Baumrinden in Wällern zwischen
2. Philippsruh und der Hartig.
Hi
H
1477. V. Aus; ld Ele; ‚warzige, fast aschfarbige
N A .
RANTIACA „schwarz umkränzteKruste, mit po-
Pameranzen '"",
farbige meranzenfat big - ZORRJICHER , ; ‚geib-
Rede „tändigen Schüsselchen.
Tiehen ‚flavor ube scens I u ds. With.
Lichen aurantiacus Li shtf. RR
laria UUNGRREFUR Achar.
o
“Wohnort. Auf Steinen im v ebene und auch
iu im "Homburger Gebirge.
1478.V. HoLd- ' Eine warzige pomeranzenfarbige
carPpA Ehrh.»
Feuer farbige Kruste, mit gehäuften röthlich po-
Beh Bo 'meranzenfarbenen Schüsselchen.
EeCcllLCs
Lichen holocarpus Ehrh. Patellaria
‘ © holocarpa Achar.
„ Wohnort.
1479. V. suB-
FUSCA.
Briäunliche
FT 'ärzen«
ftechte.
Wohnort.
1480. V. Fus-
CO -ATRA.
Schwarzbrau-
nie JF arzen-
flechte.
Wohnort.
Flechten. 219
-
| \
'AufHolz beiSteinheim, und noch an
mehreren andern Orten.
#*, Die Schüsselchen braun oder schwärzlich.
Eine aschfarbig weissliche Kruste,
mit röthlichbraunen, etwas aufge»
deren
Rand aschfarbig- - weisslich ist.
schwollenen Schüsselchen,
Lichen sub fi nUSscus Ri inn. Patellariasub-
Fusca Achar.
Häußg i in unsern Wäldern Kein Baum-
rinden.
Eine aschfarbigbraune, rizzige
Kruste, mit schwarzen, niederge-
‚drükten, dicht beisammenstehenden
Schüsselchen von:gleicher Höhe der
Kruste.
Lichen fusco- ater PV’ ul f. Patellaria
scytropa Achar.
AufFelsen und Steinen des Feldbergs,
Alıkühns und des Falkensteiner Schlos-
ses. erde Ä
#
220 25
.
1401. V. ATRA,
Schwarze
IF arzen-
fiechte.
3. Klasse. ‚6. Ordnung.
Eine aschfarbigweissliche, rizzi-
ge, runzeligkörnige Kruste, mit et-
was aufgetriebenen, schwarzen,
weissrändigen, schwachgekerbten
Schüsselchen.
- Lichen ater Schreb,Reich. fl. Moe-
Wohnort.
1482: V. con-
EFLUENS.
Zusammen-
iessende
FT arzen-
fiechte.
Wohnort.
nofr. L. tephromelas Ehr h. L. nigri-
cans de Neck. Patellaria tephromelas
Achar.:
Auf Felsen und Steinen im Hombur-
ger Gebirge und auch in der Häge zwi-
schen Höchst und - /erthheim ohnweit
Wächtersbach.
Eine gleiche. warzig-aschfarbige
Kruste, welche oft auch gänzlich
fehlt‘; mit’gewölbten, schwarzen,
"im Alter zusammenfliessendenSchüs-
selchen. I
Lichen confluens ZY’ eb. V: errucaria ni-
gro-cinerea Märklin. Patellaria con-
Ur fiuens Achar. |
Auf losen Felsen zwischen Birstein
und Hitzkirchen am Weg; auf Felsen
im Homburger Gebirge, Bi
Flechten. ° PFR\
1483.V.resse- Eine aschfarbig- milchweisse, glei-
LATA.
W'ürfelige
FT arzen-
flechte.
che, rizzig würfelförmige Kruste,
mit schwarzen, anfangs punktför-
migen, eingedrükten, älter grösser
werdenden und von der Kruste um-
gebenen Schüsselchen.
Lichen punctatus Dicks. Urceolaria
tessulata Achar.
Wohnort. . Auf der Kiesel-Breccia vor Vilbel
1484. V. MUL«
TIPUNCTATA“
Fielpunctige
IT arzeıı=
‚flechte,
Wohnort.
auf dem Hexenberg.
“ Eineaschfarbig-milchweisse, glei-
che, rizzig- würfelförmige Kruste,
in welcher mehrere Schüsselchen
in einem kleinen Raum eingedrükt
beisammen stehen, welche zulezt
hervorbrechen und gerändet erschei-
nen.
Urceolaria excayata Achar.
Auf Steinen in der Häge zwischen
Höchst und Werthheim ohnweit Wäch-
tersbach.
202 035. Klasse.‘ 6, Ordnung.
[3
1485. V. SCRU- -
POSA.
Rauhe IV ar-
zenflechte,
Wohnort.
Nuzzen,
1486. V. coN«
TOR.TA.
Gedrehte
I arzen-
‚flechte.
Eine warzige, rizzige, aschfarbige
Kruste, mit vertieften, hohlen,
A .. hd .
schwärzlichen, gering gekerbten, auf-
geschwollenen eingerollten Schüs-
selchen.
Lichen seruposus Schreb. L. excava-
tus Relham. L. ocellatus FF ul f. Ur-
ceolaria scruposa Achar.
Auf Felsen, "Mauern und auch auf
Holz: auf faulem Holze bei dem Ha-
nauer Fischerhof ; an der Hanauer Fa-
saneriemauer; auf Felsen hinter ‘dem
Steinheimer Schloss ; auf Basaltfelsen,
der wilde Stein genannt, bei Büdin-
gen; auf Felsen bei der Goldgrube im
Homburger Gebirge.
Mit Eisenvitriol und Alaun, liefert
sie eine graubraune Farbe.
Eine warzenartige Kruste, mit
am Rande niedergedrükten, etwas
gedrehten,bleifarbigen brustwarzen-
ähnlichen Warzen, welche an der
Spizzeeingedrükte, hohle, mitrun-
zeligem bestäubtem Rande verse-
hene weisse Schüsselchen tragen.
‘
1b)
|)
©
Flechten. :
Lichen rupicolav FFith. Urceolaria
Hoffmanni, Achar. |
Wohnort. Auf losen Steinen zu Vilbel bei den
Steinbrüchen ; auf Sandstein - Stükkchen
zwischen Langenselbold und Rothenber-
gen auf der Anhöhe.
1487. V. ım- Eine aschfarbig-weissliche, milch-
MERSA.
Vertiefte fa arnge Kruste, mit vertieften, schwar-
IV arzen- zen, abfallenden Schüsselchen.
flechte: '
Lichen calcivorus Ehrh. L. immersus
-Web. Schrad. etc. Patellaria im-
mersa Achar.
Wohnort, Häufig auf den Felsenstükken welche
um Bergen zerstreut herum liegen.
1488. V. Mus- Eine warzige, graubestäubte, äsch-
CORUM.
Moos -FVar-
zenflechte. _ ten zulezt gewölbten, schwarzen
farbige Kruste, mit flach gerände-
Schüsselchen.
Lichen MuscorumBetz.PV eb. IF u Er.
Patellaria Muscorum Ac har.
Wohnort. Zwischen Moosen, z.B. zwischen Ha-
nau und den Rückinger Schlägen nicht
weit von dem Schindanger etc.
224 23. Klasse. 6. Ordnung.
‚489. V. int- Eine fast aschfarbige Kruste, mit
TATA. \
1 N. schwarzen, flachen oder gewölb-
ff Se Zen- ten, einer schwarzen ausgeschweif-
echte. gr 3
ten Linie umgebenen Schüsselchen.
Lichen limitatus Scopl. Lichen san«
guinarius Reich. f. Moenofrankfr.
Patellaria parasema var. a. dchar.
Wohnort. Häufig auf Baumrinden und Steinen.
1490.V. ATRO- Fine undeutliche Kruste, mit
SANGUINEA,
Schwarzrothe schwarzblutrothen , schwarzrändi-
Warzen gen Schüsselchen.
flechte, | x „i
Lichen sanguineoater IV ulf. Patel-
lariasanguinevatra Achar.
Wohnort. Auf losen Felsen bei der Heidetränke
| am Altkühn und bei dem Taufstein im
Oberwald. |
**+*, Mit gelblicher Kruste.
1491. V. Lu= Eine mehlartige gelbliche war-
TESCENS, R E ’ y
Gelbliche zige Kruste, mit in der Mitte aus
urn dem fleischfarbigen und gelben,
fiechte.
sehr schwach röthlichen, gleich-
farbigrändigen, (sehr selten vorhan-
denen) Schüsselchen.
Flechten, a 205
Fr r „Lepraria lutescens 4 c har,
"Wohnort. AufBaumrinden häufig in unsern Wäl-
dern er
1492. V. sutL-, ‚Eine warzige schwefelgelbe oder
SChW fol furk schmuzzig _rostfarbene gelbliche
bige ZTarzen- Kruste, mit verschleierten gewölb-
echte. $. :
J eo, 5 .ten,..schwarzen Schüsselchen mit
bleicherem Rande.
Lichen sulphureus Di a s.Sc 1 rad.
With. L. calcarius Leers., Patella-
ria sulphurea Achar.,
“
Wohnort. Auf: Basalt hinter Steinheimj.auf lo-
| sen Felsen an der Chaussee zwischen
Birstein und Hitzkirchen.
1498. V. HaEr- Fine warzige blassweisslicheKrus-
MATOMMA. SAN A:
Blutfarbige te, und blutfarbige, im jungen Zu-
/Farzen __ $tande ‚hohle, im Alter gewölbte
flechte. N PER: {
L Schüsselchen, mit einem körnigem,
dikklichem,blassweisslichem Rande.
Lichen nern Ehrh. ete. L.
ochroleucus de N ech. L.ventosus P oll.
Lichen coccineus Dicks. etc. Patella-
ria Haematomma Achar.
5. Ih % Pr
l j )
226 05. Klasse,’ 6. Ordnung.
Wohhort. ‘Auf losen "Felsen unterhalb der Kö-
nigsteiner Vestung und auf Felsen’ im
Vogelsberg.
1494. V. 6eo- ° Eine rizzige würfelartige grün-
GRAPHICA. . . x | un DEE 5
ee FR lichgelbe Kruste, am Rande mitei-
ähnlicheJV ar nıgen untermischten Schüsselchen
zenflechte.. ; UGORMER schwarzen Fleken.
E Lichen. atrovirens En Juniorem Fi
"geographicus Linn. maturum L. Oe-
za. sderi Gunn. senescentem Lichenem ex
hibet. Urceolaria geographica Achar.
"Wohnort, Auf Kiesel-Br eccia bei.dem:Hexen-
ir berg vor Vilbel y auf Felsen des Alt-
‚kühns; ‚ Feldbergs, um das Falkenstei-
ner Schloss ; auf dem‘ Johannisberg bei
mener zwischen okenburg ,. Eon,
"'Münzenber& auf'Felsen ; aufFelsenum
Me NER im Vogelsberg; auf ‚dem
‚Basalt = Felsen der wilde Stein genannt
‘ıbei Büdingen; auf dem Sonnenberg bei
hr >. L
Pie N be
Flechten. | 227
„.+##*#, Mit staubartiger Kruste und bisher noch
unentdekten Befruchtungstheilen.
1495.V.seses- Ein staubartige dünne aschfarbi-
TrIA Nobis.
Dekkför mige g® Kruste.
FF arzen-
Rechte su Byssus saxatilis Li inn. R etz. Huds.
Reic h. fi. Moeno fr. Lichen einereus
ah Hagen. Rotsh.L.segestria deNeck.
’ Lepraria segestria.dchar.
Wohnort, Auf:Steinen und Felsen bei dem zer-
störten Falkensteiner Schloss.
„4 I
1496. V.rtava: Eine stanubartige, dünne, sehr
bis.
Zr ar ‚gelbe Kruste.
oe arte Byssus candelaris Linn. Reich. Poll.
A ete. Lichen candelaris Neck. Lichen
> flavus Schrebs Hagen. Lepra 'ean-
delaris Ehrh. Wi gg. Lepraria Jars
„Achar.
j: LER
Wohnort. Auf halbfaulem Holz und auch an
der Rinde alter Bäume,
1497. V.ALEA TFinestaubarti ge, sehr weisse Krus-
Nobis, \ %
FFeisse VW ar- te
zenftechte, ‚Byssus lacten Linn. Betz. Poll,
R eich fl. Moeno fr. Lichen lasteus
Pa
28 23. Klasse, ; 6. Ordnung. . 3
Schreb. ete. Lepra lactea FEigg.
Lepraria alba Achar.
Wohnort. An Moosen und auf Baumrinden.
1490. “ ınca- Eine staubartige, erdscholienför-
na Nodis.
GrasaN Hei mige, etwas zottige graue Kruste, _
zenflechte.
Byssus incana. Linn. Retz. Reic h-
fl. Moenofr. Lichen incanus Schreb.
etc. Lepra incana Wigg. Schrank.
Lepraria incana dchar,
Wohnort. An Moosen auf feuchter beschatteter
Erde und auch auf Baumrinden,’
DXV. SPHAEROPHORUM, Kugel
di flechte.
1499. 9. STE* . Stengelig, dicht, rasenartig, wal-
RILE Achar.,
Unfruchtbare zenförmig ; aschfarbigbraun, mit
Kugelfiechte. gehr kurzen gedrängten gleichhoch-
. stehenden nakkenden Aesten...y,
Lichen fragülisEhr h. Haz gen. Neck,
€ eb. „ete., non Linn. Lichen caes-
pikosns Berth 2 Moene Fr. Stereo-.
caulon fragile Hof fin. Sphaeropho-
WE Eis. nirzsı fraegähs Pers, Schrad. |
Flechten. 229
Wohnort. Auf den Felsen des Feldbergs, des
Altkühns und auch am Fuse dieser Ge-
birge bei dem kalten Wasser.'
„\.. DXVL ENDOCARPUM, Innfrucht-
flechte.
.500.E,?V- Fast lederartig, dunkelgrün, un-
'sıLLum Hedu. Sk ; . i
‚Kleine: Im- ten weiss, die Blättchen deutlieh,
Lruchtflechte. klein, ‚zugerundet ekkig und lap-
pig, die Früchte schwarzbraun.
Dichen trapeziformis Dicks. Zoe«
go Retz. Endocarpon Hedwigii
| dchar,
Wohnort. Auf dem Lerchenberg ohnweit Sach-
| | senhausen auf der blosen Eide.
1501.E.aquA- Die nach Schimmel oder Urin
rıeum Nobss.
ZY.asser - Inn- riechenden Blättchen dachziegelför-
ffuchtflechte, mig übereinanderliegend, niederge-
“ drükt, warzig, gefaltet stumpflap-
pig, nass oben schmuzzig grün,
trokken aschfarbig, unten weiss-
gelb, die selten zum Vorschein kom-
menden Früchte röthlichbraun, mit
zahllosen Punkten durchstochen.
%
230 | 23. Klasse. 6. Ordnung, |
Lichen aquaticus ZV eis. Liehen flu=
viatilis PVeb. Lobaria aquatica
Hoff m. Endocarpon JVeberi Achar.
Wohnort. Auf Steinen in dem kalten Bach hin-
‚ter Oberursel,
a
1502.E. minı- Fast knorpelartig, nabelförmig
ATUM Achar, | k 2
Mennigfar- hökkerig, oben punktirt undasch-
bige Inn- farben, unten dunkelgelb und et-
fruchtflechte. |
was rauh.
Lichen miniatus Linn.
Wohnort. Auf den Felsen im Falkensteiner
Schloss,
Nuzzen.. Mit Alaun liefert sie eine graubraune
ins grünliche fallende Farbe.
1805. E. uE- Eine aschfarbige Kruste, mitasch-
LANOSTOMUM _ } er Nee
NAhEk farbigen, gehäuften, der Kruste
ei eingesenkten, 'erhabenen, ekkigen,
RE, glatten Früchten, welche mit einer
oder mehreren kleinen schwarzmün-
digenOefnungen versehen und durch-
stochen sind.
Flechten. ; ;, 33
Lichen pertusus Linn. L. verrucosus
Huds. L. carpineus Neck, Sphäria
pertusa FF eis.
Wohnort. An Baumrinden im Wilhelmsbader-
walde, in der Bulau bei Hanau und
auf dem Farrwiesenberg bei Oberro-
'denbach ; auf Felsen bei dem Falken-
steiner Schloss und auf nakkenden Fel-
sen zwischen Rokenburg und Münzen-
berg.
X DXVI. BAEOMYCES, Schwamm-
flechte,
100 B. rose- Die Kruste weisslich, kugelig,
kei mit a fleischfarbigen Köpf-
Schwanmm- ch en.
fleehte: >! |
Lichen Baeomyces Linn. Supl. Tu-
"" 'bercularia erieetorum IV igg. Baeo-
7 myces ericetorum Achar.
> E . ”
Wohnort. Häufig auf dürren Heidepläzzen, vor
züglich im Frühling und Herbst,
1505. B. Bys- Die Kruste aschfarbig grün, mit
SOIDES „Achar. z “
Byssusähnli- gestielten braunen Köpfchen,
che Schwamm»
flechte.
‚252 05. Klasse. 6. Ordnung.
\
Wohnort,
1506. B. ru
cus Nobis.
Braune
Schwanm-
flechte.
% ı
Wohnort.
Lichen fungiformis Scopl. Lichen
byssoides Linn. Cladonia fungifor- |
mis Schrad. Baeomyces rupestris Pers.
Tubereularia fungiformis Wigg.
Auf dürren Heidepläzzen vorzüglich
im Herbst und Frühling, z. B. an ei-
'nem Graben im Bruchköbler Hägewald;
auf dem Schäferberg bei Michelbach,
Die Kruste grün, mit gestielten |
gehäuften, braunen Köpfchen.
Lichen symphycarpus Ehrh. Lichen
fusceus Hoffm. Cladonia fusca
Schrad. Helopodium symphycarpum
Achar.
—
Auf der Erde in Gräben beiden Rük-
kinger Schlägen ohnfern Hanau; an
‚sumpfigen Gräben in. der Gegend des
Frankfurter Forsthauses. @ Ni
*
Schwämme. m 853
VI. ORDNUNG.
Funcı. Schwänıme.
DXVII, SPHAERIA. Kugel-
schwamm.
I. ne Mit Stengeln, oder ver-
längertem,, keulenförmigem, einem
""Strunke versehenem Fruchtbehältnis,
*. Das Fruchtbehältnis fleischig.
507.9. mıLI- Fleischig, gelbroth, das selten
TARIS,
Keulenartiger zweispaltige Keulchen durch die
Kugel- hervorragenden Kügelchen ‚hökke-
schwamm,
| Sic
b. In at: TOR Eeulähen ge.
theilt.
Clavaria militaris Linn.
Wohnort. | In Wäldern an Fatldn Baumstämmen,
unter dein Moose, hin und wieder auch
auf Graspläzzen auf der Erde; jeder-
zeit aber auf Raupen. oder Schmetter-
Jings - Puppen welche durch die zu häu-
fige Nässe zu Grunde gegangen sind.
Erscheinungszeit, Nach häufigen Regen zu Anfange
des Herbstes,
254 23. Klasse, 7. Ordnung.
Bemerkung. DieBenennungen der Schwammarten
sind vorzüglich nach Persoon.
1500.8.0rH10- Das verdikkte etwas aufgeschwol-
GLOSSOIDES
Ara zunge a lene Keulchen oliven -schwärzlich,
Kugel: bisweilen zweispaltig. Der Strunk
schwamm. | A ?
' unten und innwendig gelb.
Clavaria radicosa Bull,
Wohnort, In Heidegebüschen und Nadelholzwäl-
| dern,.z. B. um Offenbach; Darmstadt
» etc,
Erscheinungszeit. Im Herbst.
**, Das Fruchtbehältnis korkartig.
1509. S. aypo=- : Gesellschaftlich wachsend, ästig,
XYLON, Aal
I; = Kuse], Zusammengedrükt, am Grunde kurz-
na Hure
schwanm. haarig,
Clayaria hypoxylon Linn. Sphäria
cornuta H o FF m-
Wohnort. Häufig in unsern Wäldern und Gär-
ten auf faulenden Stämmen; verdorr-
tem Holz und auf Brettern.
Erscheinungszeit. Im Herbst. |
Beobachtung. , Die schwarzen rauhen Haare welche
sich auf dem Strunke des unreifen
Rh
1510. $S, DIGI«
TATAZ
Finger förmi-
ger Kugel-
schwamm
Wohnort.
!
Schwämme. 235
Schwamms befinden, verwandeln sich
zulezt in einen braunen Filz und die
im Winter unreifen Keulchen sind mit
vielem Staube bedekt , haben aber keine
Kügelchen , sondern bekommen solche
erst in ihrem reifem Zustande im Som-
BIOS: re
Rasenförmig wachsend, schwarz,
mit: glatten am Grunde zusammen-
gewachsenen Strünken und rund-
lichen Keulchen, deren oberes En-
de langzugespizt und unfruchtbar
ist.
Clayaria digitata Linn. Sphäria cla-
vata Ho Fr fm.
Häufig an Wurzeln und Baumstäm-
men ; hauptsächlich aber an Zimmerholz
und auf Pfählen.,
Erscheinungszeit. Im Herbst,
ı511.$. POLY«
MORPHA,
Vielfachge-
gelschwamm.
Gesellschaftlich wachsend, man-
‚nigfaltig gestaltet, mit schwarzen,
stalteter Ku=
bauchigen, oben stumpfen, über-
all mit Kügelchen besezzteh Keul-
chen.
‘
236 25. Klasse... 7. Ordnung.
a. Spatelförmiger:etwaszusam-
mengedrükt ö verkehrt kegelförmig, mit
einem sehr kurzen Strunke.
b. Brustwarzenähnlicher:Das
bauchige Keulchen hat eine lange, dikke,
unfruchtbare Spizze,
Sphüria carchariae obtusa Mei 8-
Sphäria digitata Sowerby. Clavaria
digitata Holmsk.
Wohnort, “© Auf halbfaulen Stämmen in Wäldern,
z. B: bei Bischofsheim in der Lohe auf
faulen Buchenstämmen.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
II._ AstueıLung. Das Fruchtbehält-
nis stengellos, rundlich und ausge-
breitet, mit zirkelrunden Kügelchen
besezt und dadurch hökkerig.
ı1512.$8.nırı Einfach, fast einzeln stehend,
u Eis iii hu etwas verborgen, jung olivenfarb-
Kusgel- weisslich und glatt, im Alter glän-
schwamm.
zend sch warz und rizzig, mit gleich,
farbigen Kügelchen..
Wohnort. “ An.abgestorbenen Hainbuchen in Wäl-
deın um Hanau, Offenbach etc.
"" Schwämme. Br
Erstheinungszeit. ' Im Herbst.
1518. S. RUBI- SR Gross, rundlich oder eyförmig,
FORMIS. u
FHimbeeren-
förmiger Ku= wendig gleichfärbig schwarz, mit
gels cam,
am Grunde flach, aussen und in- ’
runden etwas hervorragenden. Kü-
"" gelchen.
I + Hypoxylon granulosum Bull. Sphäü
ria fragiformis Humb.
Wohnort, In Wäldern an verdorrten Stämmen,
meistens einzeln wachsend , z,B. um
Hanau, Steinheim, Offenbach, Frank-
furt,« Darmstadt‘, im! Vogelsberg etc.
Dinsbeinnngekaih Im Frühling und, ‚gern
1514. S.FRAGT- | Gesellschaftlich eanhieni, fast
FORMIS,
Erdbeeren- zusammenlliessend, ; jung schön“ men-
förmiger‘ Ku- nigfarbig, älter schmuzzigroth, in
‚gelschwamm. Lira 1 “r i 2:
OO = = 'wpelchem Zustande er die Kügel-
‘chen enthaltendeRinde oft verliert.
Das feste Fleisch slänzend schwarz.
Die MER AO Kügelchen et«
" was BENTORAERNN
Ye 51
Lycoperdon Ba Linn. Sphä=
ria lycoperdoides Bicorticata IF eig.
258 25. Klasse, 7. Ordnung.
Wohnort. Nicht selten in. unsern. Wäldern an
‚Rinden und Aesten absterbender Bäume.
en Im Frühling und Herbst.
„915. & ‚FUSCA. Unförmlich, fast BEA AT N.
Brauher Ku-
„gelschuamm. send, braun, inwendig beinahe
' gleichfarbig; die Kügelchen punk-
tirt oder gleichsam nabelförmig und
etwas hervorragend. ,
Sphüria Fragiformis Hof, Im. Sph.
tuberculosa Bolt. Sph. confluens
Ä wild,
Wohnort. lei Wäldern, hauptsächlich in Zäu-
nen, 'an:den 'verdorrten Aesten der Hä-
selstaude und des NN ERBEN
Erscheinungszeit y Im Herbst. ! N
„516. S. PALLI= Gesellschafilich wachsend, or
Bein Ku- ‚stert, ‚fleischig, ‚ jung insgemein
‚gelschwamm. wyeisslich, mit einem weisslichen
‚Filz bis an den Grund umgeben,
älter glatt und blass strohfarbig; die
hervorragenden Kügelchen stroh-
R farbig.
| Sphäria gelatinosa Tode.
/
'Schwämme. | 239
sei 0 0, Mit fast gallertartigen grünen Kü-
' gelchen, „1.50
3. Sphäria gelatinosa @ viridis Tode.
PA Auf RE werde an moorigen Orten
| » "fault und auch auf Fichten Stämmen.
Erscheinungszeit. Im Herbste.
1517.8.m£Lo- Mehrere stehen meistens in ei-
GRANMMA,.
Zeilen- Kugel. Mer länglichen Reihe, sind verkehrt
‘schwamm, kegelförmig und schwärzlich rus-
farben; die Ne ao etwas her-
Vorragend.
| F Sphäria Ba Pers. Yariolaria
ı Melogramma Bull,
Wohnort. Nicht selten an den Aesten der ge
b nptast meinen Buchen, aus welchen er mit
ua. @9b Diiger!Oberhaut derselben umgeben her-
PRARIIEFZ, 2. B. im Vilbeler Wald,
a
Erscheinun gszeit. ‚Im Herbst.
4618)8. Rıse- Weich, chend,
SIA.
Yale cher .„. etwas angedrükt, dunkelschwarz,
"oh Kugel- der Länge nach gleichsam rinnen-
schwamm. DEREN. 7 r
| förmig, an der Oberfläche wegen
N
240 23, Klasse. 7. Ordnung. ur
den. hervorragenden Mündungen
unter dem Vergrösserung: glase kör--
.nig; die durchschnittenen Kügel-
chen weisslich. |
Wohnort. Häufig an den verdorrten Aesten der
| | rothen Johannisbeere , aus deren Rinde
er quer hervorbricht,
’
Erscheinungszeit. Im Winter.‘
1519. $. Sam- h3 Fast zirkelrund Ye
Hollunder.K Ku- ziämnlich eben, dunkelschwarz; die
g elschwamm, Substanz aschfarbig und weich, aber
kaum gallertartig; die Kügelchen
zusammengehäuft und weiss.
ee natans Tode‘:
ah ‚I rt
Wohnort. , ‚Hin und wieder an..den yes: des
gemeinen Hollunders und des Attichs.
Erscheinungszeit, Im Herbst. Y
Beobachtung. Durch seine Substanz „und die Lage
seiner Kügelchen unterscheiden. er sich
hbaraıl von dem ihm ähnlichen-scheibenförmi-
| . gen Kugelschwamm (SpA. diseiformis.)
Schwämme. 241
II. AsrneırLung. Die Gestalt mannig-
faltig, ausgebreitet, zirkelförmig oder
rund; die wagerechten Kügelchen zer-
streut, dem fleischigen Fruchtbehältnis
eingesenkt ; die Mündungen zerstreut,
meistens hervorragend, warzenförmig
oder kleindornig. |
ı520.$8.Poro- Gesellschaftlich wachsend, mit
NIA, . |
Punktirter Ku. Yostfarbigem Strunke und abgestuzz-
gelschwamm. terScheibe,becherschwammähnlich,
| weisslich; die zerstreuten punkt-
förmigen Kügelchen schwarz.
Peziza punctata Linn. Poronia Gle-
ditschii FYilld. Sphäria punctata 8 o-
werby. Sphäria stercorea Pi g2:
Sphäria truncata Bolton,
Wohnort, In sandigen Gegenden auf Pferde-sel-
tener auf Kuhmist,
Erscheinungszeit. Im Frühling und im Herbst,
1521.8. pzuss Weit ausgebreitet, dikk, wellen-
TA. “ u ° 4
Voelbrascnter förmig runzelig, mit Blasen . be-
Kugel- sezt, anfangs fleischig, aschfarbig-
schwamm. ER, h
weisslich und mit Staub bedekt,
zulezt schwarz und steif.
3. Th. 2. Ä Q
242 23. Klasse. 7. Ordnung.
Sphäria maxima FF eb. Sph. versipel-
lis Tode. Hypoxylon ustulatum Bull,
ort
Wohnort, In Wäldern an faulen Wurzeln und
Baumstämmen, z.B. in der Lohe bei
‘ Hochsadt, in der Dikke und in meh-
reren Wäldern um Offenbach, um Darm-
stadt, im Vogelsberg etc. Sur
Erscheinungszeit. Frühling. bis in den Herbst.
1522,9.$TIG- Begränzt-ausgebreitet, jung eben
MA.
Narben- Ku- und bräunlich, alt schwarz, quer
gelschwamm. yizzig, mit eingesenkten flachen
Mündungen.
Hypoxylon operculatum Bull.
Wohnort. Häufig in Wäldern und Zäunen an
; den verdorrten Aesten des Weissdorn.
Erscheinungszeit. Im Berbst.
1523.5. guer-e Gewölbt, fast zirkelrund hervor-
ichen Kugel! brechend; die Mündungen ragen
schwamm. .. bisweilen zu einer halben Liniever-
längert vierekkig hervor.
Wohnort. -An den Aesten der Eichbäume, Z. ».
i um Öffenbach, im Vilbeler Wald etc.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
1524.5. DIscı-
FORMIS.
S cheiben för-
miger Kugele
schwamm.
Wohnort.
Schwämme. Di
Zerstreut, zirkelrund, etwas flach,
glatt 3 schwarzund etwas glänzend;
die Mündungen eingesenkt, fast
punktförmig; die Substanz inwen-
dig 'weisslich aschfarben.
Sphäria albescens Chlor. Lugd..
"Häufig an den verdorrten Aesten der
gemeinen Buche, z.B. in der Lohe bei
Bischofsheim ; um das zerstörte Hatt-
steiner Schloss ; im Rüdlingshayner Wäld-
chen im Oberwald.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
1525. S, Gra-
MINIS,
Gras - Kugel«-
: schwanm.
IV. ABTHEILUNG. Ausgebreitet , mit
wagerechten, anfangs bis gegen den
Rand einzelnen, nachher zusammen-
fliessenden Kügelchen, welche durch
das Fleisch oder das deutliche Frucht-
bebältnis nicht verbunden sind, und
einigen "zwar entferntstehenden „ aber
doch durch eine gewisse Kruste ver-
bundenen Kügelchen.
Auf Blättern sizzend, fast gleich-
breit, Flekken ähnlich, glänzend
schwarz, mit verborgenen Mündun-
genutnuktn |
Q2
"244, 23. Klasse. 7. Ordnung.
. Wohnort. Auf den Blättern der walzenförmigen
Gerste (Hord. cylindr. Nob. Elym.
europ. Linn.) als ein der Breite und
Länge nach ungleicher Flekken.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
1ı526.5.Ane- Verlängert, unterbrochen, fast
| Dil: -Kugel- gleichbreit, runzelig, dunkel, jung.
schvamm. ___etwas aschfarbig, älter schwärzlich,
mit zusammenhängenden, warzen-
förmigen, fast nakkenden Kügelchen.
Sphäria microscopiea Ehrh,
Wohnort. An den verdorrten Stengeln des ge-
‚ meinen Dills.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
V. Astaeırung. DieKügelchen durch
ein rindenartiges Fruchtbehältnis in
einen deutlich kegelförmigen Rasen
' zusammengehäuft, mit nach der Mitte
zu sich entgegenneigenden Mündun-
BR |
2
1637. S. Car- Auf Blättern ‚ fast kreisförmig
ja: inbuchen- undsch wärz; die Mündungen klein-
Kugel- ‚dornig, glatt, aufwärtsverdikt, am
| Schwamm.
Schwämme. 245
Grundevon einem weisslichen, von
der Oberhaut der Blätter entstan-
denen Saum umgeben; die Kügel-
chen dicht angenähert,
RR Sphäria fimbriata & Carpini Pers.
Sphäria spieulosa Batsch.
Wohnort. Häufig auf der untern Seite abgefal-
lener Hainbuchenblätter,
Erscheinungszeit. Im Herbst.
ı528.S.nıvEa. Kegelförmig, mit melilartiger
Sehneeweisser A f
Kugel- schneeweisser Scheibe und hervor-
schwamm, ragenden warzenförmigen schwar-
zen Mündungen.
Lichen rosaceus Fl. Dan.
Wohnort. Häufig an den verdorrten Aesten der
Zitterpappel.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
VI. AstueıLung. Die Kügelchen in
einem Kreise stehend, niederliegend,
nakkend, unter der Oberhaut der
Baumrinden verborgen, meistens mit
0246 23. Klasse. 7. Ordnung. y
angenäherten Mündungen hervorbre-
chend. \ F
1529. $. puUL- Kreisförmig, nakkend, mit ey-
CHELLA, SEEN
Schöner Ku- förmigen, meistens zusammenge-
gelschwamm. fallenen, nach Verhältnis ‚kleinen
Kigelchen, welche sehr lange, an-
gedrükte, wenige gerade und mei-
stens gebogene, an der Spizze duıch-
stochene Mündungen haben. |
Wohnort. Unter der Oberhaut der Stämme und
Aeste absterbender Kirschbäume beidem
Niederrodenbacher Chaussee - Haus’
ohnweit Hanau. |
Erscheinungszeit. Im Herbste nach häufigen Regen.
\
-VII, AstueıLung. Mit einzelnen frei,
en Küyelchen, obne Fruchtbehältnis.
*, Die runde kleindornige Mündung mit dem Kü-
gelchen gleichlang oder auch länger,
1550.8. Sora- Aeusserst klein, gedreht, glatt,
Nı.
Karto [Fel- Ku-
gelschwamm, brechender Mündung.
mit kleiner fadenförmiger hervor-
Wohnort. Unter der Oberhaut faulender Kar-
toffeln.
Erscheinungzeit. Im Herbst.
. Schwämme. 247
-
**, Die kleine, etwas verlängerte, kegel- oder
walzenförmige Mündung kürzer als das Kügel-
chen.
1551.5.s0m> . Einfach, büschelförmig, schwarz
RE N scheinend , unter dem Vergrösse-
Kugel- rungsglas bräunlich; die Kügelchen
a verlängert, etwas bauchig und von
weichlicher Substanz; die Mün-
dung eine spizzige Warze, treibt
gleich einigen andern Arten eine
dem Mehl an Gestalt und Farbe
ähnliche Gallerte aus. |
Naemaspora glabra FF illd. Roth.
Wohnort. An faulenden Stimmen wachsend,
z. B: um Offenbach und Hanau in Wäl-
dern.
Erscheinungszeit. Im Frühling.
1552.5. san- Einfach, eyförmig, blutroth, an
reorharkca ER Spizze durchbohrt. f
gelschwanm.
Hypoxylon phoeniceum Bull.
Wohnort. An der Rinde halbabgestorbener Na-
5 delhölzer, z.B. in dem Homburger gros-
sen Tannenwald.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
\
%
248 | 25. Klasse. 7. Ordnung.
6335. S.Xv+ Einfach, zerstreut, schwarz ab-
ek färbend; die Kügelchen eingesenkt;
schen - Kugel- die kleine Mündung zulezt durch-
schwamm.
stochen.
® Sphäria inquinans 8 Xylostü Pers.
Wohnort. An halbabgestorbenen Aesten der
Hekkenkirschen-Lonizere, wel-
che davon schwarz überdekt sind.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
DXIX. STILBOSPORA. Glanz-
schwamm.
1554.S.spuaer- Mit sehr kleinen kugeligen Saa-
ROSPERMA,
Kugelsaamen- FARM
Glanz-
"schwanm. |
Wohnort, Auf den verdorrten. Halmen des ge-
meinen Schilfs (4rundo phragmites )
wo er aus einer der Länge nach her-
ablaufenden Spalte hervorbricht.
Picheinnngsekte Im Herbst.
DXX. HYSTERIUM. Venus-
schwamm.
1535. H. purr- ‚Gesellschaftlich wachsend, läng-.
CARE. « . 0 . röth- !
Flohähnlicher Neb oder elliptisch, gestreift,
Z enus- lichbraun und glänzend.
schwamm.
_
Schwämme, | 249
Lichen scriptus ß pulicaris Light F-
Wohnort. Häufig an den Stämmen der Eichen.
Erscheinungszeit. Das ganze Jahr hindurch.
ri Der Mangel einer Kruste und die
-ihm eigene Steifheit unterscheidet ihn
von den Schriftfleckten,
1536. H.quer- Gebogen hervorbrechend, etwas
CINUM. E ö ee
EFichen-Venus- bauchig, weich, schwärzlich asch-
schwamm. farben,
- Hystereum nigrum Tode. Variolaria
corrugata Bull,
Wohnort. Nicht selten in unsern Wäldern an
jungen Eichenästen.
Erscheinungszeit. Das\ganze Jahr durch.
DXXI. XYLOMA. Holzschwamm.
n: *, Mehrere Fruchtbehältnisse in einen Körper
\
verwachsen,
1537. X. sa» Dikk, hökkerig, inwendig am
Eylkdun Holz. Grunde knorpelartig, weıss, zulezt
schwamm. in vielekkige Srükkchen zerrissen, '
Wohnort. Häufig auf den Blättern der Sahlweide.
"Erscheinungszeit. Herbst bis Frühling, zwischen wel-
cher Zeit er aufplazi und seinen Saa-
menstaub ausgiesst.
250 23. Klasse. 7. Ordnung.
ı538.X. AcE- Flekkenähnlich, zart, dicht zus
RINUM. . .
Ahorn= Holz. sammenfliessend, etwas runzelig,
schvamm, “ jn gebogenen Lippen auseinander-
gehend, |
Sphäria maculaeformis Ehrh.
Wohnort. Häufig auf den Blättern der Lenne
und des Feldahorns.
Erscheinungszeit, Im Herbst. -
**. Die Fruchtbehältnisse einzeln zerstreut, mei” -
stens zugerundet, becherschwammartig oder punkt-
förmig.
155g. X. pzzı Gehäuft, zirkelrund, anfangs
ee „ gelblichweiss, zulezt geöffnet und
schwammarti- schwarz, mit aufrechtem etwas ge-
ger Kugel- | .
Dönbee: kerbtem Rande und blasser Scheibe.
Peziza comitialis Sowerby.
_
Wohnort. Häufig auf den abgefallenen' Eichen-
blättern.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
DXXI. NAEMASPORA, Ranken-
schwamm.
1540, N. cro- Nakkend, mit gehäuften, krausen,
Par WERE ungleichen, kleinstrauchartigen,
.
ger Ranken- safe rangelb en Ranken,
schwammg
Schwämme, e5ı
Elvela galbanum FYigg. Tremella co-
ralloides Sehrank. Tremella coccinea
Scop.
Wohnort und Hauptsächlich im Winter an dem zum
Erscheinungszeit. Verbrennen bestimmtem buchholz.
DXXII, TUBERCULARIA. Kno-
tenschwamm.
1541. T. vur- Gesellschaftlich wachsend, schön
nrigä roth, runzelig- gefurcht, mit strunk-
GemeinerKno-
tenschwanm. förmigem, dikkem, blassem Frucht-
behältnis.
f ° Tremella purpurea L inn.-Sphäria mi-
niata Bolt. Sphäria tremelloides
HWeig. Elvela purpurea Schrebr.
Wohnort. Häufig auf Jen abgestorbenen Aesten
der rothen Johannisbeeren, der Wall-
nüsse, Lindenbäume etc.
Erscheinungszeit. Im Winter und Frühling.
\
1542, T.cra- Hundlich, schmuzzig bräunlich,
NULATA.
'Körniger Kno=
tenschwanm. Jenförmig runzelicher, hier.und da
inwendig ochergelblich; mit wel-
durch ungleiche Körnchen rauher
Oberfläche, |
.
ch2 23. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort: In unsern Wäldern auf mancherlei
Aesten, vorzüglich aber aufden Aesten
des weissen Ahorns. |
Erscheinungszeit. Im Herbst und Winter.
1ı543.T.roses. Zerstreut, frei, aus kleinen un-
) ther 5 . Hi
SEIRRTDE förmlichen Klümpchen bestehend,
Knoten-
schwamm. zerbrechlich und rosenroth.
Lichen roseus Schre b. Lepra rosea
IWilld. Lepra carnea Ehrh.
Wohnort. Nicht selten an Baumstämmen wo er
meistens an der L. stellaris undp.a-
‚rietina anhängt.
Erscheinungszeit. Im Herbst und Winter,
DXXIV. SCLEROTIUM. Haıt-
schwamm.
1544. S. Bras- Länglich, angedrükt, geebnet,
SICAE,
|Kohl-Hart- zart, schwarz, inwendig schwarz
schwamm. punktirt.
Wohnort und Im Winter an denen im Keller auf-
Erscheinungszejt, bewahrten faulenden Kohlblättern,
1545. S. vARI- Rundlich, etwas lappig, mannig-
UM
Mannigfalti- faltig gestaltet, runzelig, einzeln
‚ger Har- oder zu 3—6 zusammengehäuft,
schwamm. i
| zuerst weiss, zulezt schwarzbraun.
Schwämme. er
Elvella Brassicae Hof fm.
Wohnort und Im Winter an den Stengeln und Rip-
Erscheinungszeit. pen des vergrabenen Kohls.
1546. S. SE- Gesellschaftlich wachsend, kuge-
MEN Tode, j R . :
Saamen-Hart- Mg, etwas weich, jung weiss, alt
schwamm. __schwarzbraun und zusammengerun-
zelt.
Sphäria Brassicae Dick.
Wohnort. Vorzüglich an den auf Aekkern auf-
gehäuften faulenden Kartoffelstengeln.
Erscheinungszeit, Im Spathherbst und Frühling.
1547. S. Err- Auf Blättern, mit gehäuften,
SIPHE. h ;
Filziger Hart- schwarzbraunen, auf einem weis
schwamm. sen Filze sizzenden Körnchen.
E
Mucor Erysiphe Linn.
- b. AufHaselstauden -Blättern mit sehr
zartem Filze und sehr kleinen auf der
' eingedrükten Scheibe etwas zottigen
" Körnchen.
‚Wohnort. Auf den Blättern ‘von mancherlei
| Pflanzen. b. Auf den Blättern der Ha-
selstaude.
Erscheinungszeit. Im Herbst.
254 23. Klasse. 7. Ordnung.
1548.$5. quer« AufBlättern, zerstreut, fasthalb«
CINUM«
Eichen- Harı- kugelförmig gewölbt, glatt, schmuz«
schwanm. zig blass, zulezt fast ganz schwarz-
werdend.
Wohnort. In unsern Wäldern auf den abgefal-
lenen verdorrten Eichenblättern.
Erscheinungszeit. Im Sommer.
DXXV. TUBER. Trüffelschwamm.
1549. T. cısa-. Hauh warzig, schwärzlich und
rıum Sibth. dicht. |
Rssbarer
Trüffel- Lycoperdon Tuber Linn. Lycoperdon
schwamm.
gulosorum. Scop.: Tuber gulosorum
L
Wige.
Wohnort. Unter der Erde vorzüglich in Eich-
und Buchwaldungen, die einen sandi-
gen oder trokkenen lettigen Boden ha-
ben, z. B. um Frankfurt bei der Sach-
senhäuser Warte im Walde, und bei
der grossen Saustiege etc. häufgimBel-
lingerwald bei Steinau etc,
Erscheinungszeit. Im Herbst. ;
Nuzzen. Bei uns werden sie, ausserdem dass
sie von Menschen eingesammelt werden,
auch noch durch besonders abgerichtete
»
a An
Schwimme. 255
Hunde aufgesucht, welche sie unter der
Erde ‚riechen und durch scharren die
Stelle bezeichnen, wo sie dieselben ver-
spüren. In Italien sucht man sie mit
Schweinen auf, und damit sie diese
nicht‘ fressen, legt man ihnen einen
Ring um den Rüssel. Schon in den
ältesten Zeiten waren die TIrüffeln ein
Lekkerbissen. ‘Da sie ihres mühsamen
Aufsuchens wegen theuer bezahlt wer-
den, so kommen sie nur auf die Ta-
‘feln der Vornebmen. Wir rathen sich
gänzlich alles Genusses von Schwäm-
men zu enthalten, weil uns mehrere
Beispiele bekannt geworden sind, wo
der Todauf ihren Genuss erfolgte. Wahr
ist's, die Trüffeln sind unter allen
Schwämmen noch am unschädlichsten ;
aber sie’ bleiben doch immer Pilze,
sind so leicht in. der Küche entbehr-
lich und 'nicht immer von allen bösen
Eigenschäften gänzlich frei zn sprechen.
Diejenigen sollen die Besten seyn, wel-
cheinwendig weiss sind und nach Knob-_
lauch. riechen. Man findet sie von ver-
schiedener Gestalt und Farbe, welches von
der mehreren oder wenigern Reife her-
rührt,
\
256 23. Klasse. 7. Ordnung.
DXXVI. TULOSTOMA. Schwü-
lenschwamm.
ı550. T: Bru- Der Strunk beinahe glatt; die
a häutige kugelige Schwammkapsel
Schwülen- hier und da mit Schuppen besezt
schwamm. .
und nebst dem Strunk ocherartig
weisslich; die Mündung flach.
Lycoperdon peduneulatum Linn.
Wohnort. Bei uns vorzüglich auf grasigen An-
höhen, z. B.zwischen Bischofsheim und
der Lohe und auch zwischen Bischofs-
heim und Bergen; auf dem Ravelin vor
Sachsenhausen nach Oberradhiun; auf
Hügeln bei Arheilgen die Täubchens-
höhle genannt; auf den ER bei
Offenbach.
Erscheinungszeit. Im Herbst und auch noch im Früh-
ling,
DXXVI. GEASTRUM. Erd-
schwamm.
1ı551.G.muLTI- DiehäutigeSchwammkapsel stiel-
rıDpumVobis.
Vielspaltiger 108, kugelig und glatt, die äussere
Erdschwamm. Haut strahlenförmig, mit ausge-
NY
Schwämime. 257
breiteten, an der Spizze gespalte-
nen röthlichen Strahlen.
Lycoperdon multihidum Batsch.
Wohnort. Auf der Erde am Fuse des Hausbergs.
Erschein.-zeit.e. Im Sommer,
DXXVII. BOVISTA. Bovist-
schwamm.
1552.B.ARRaI- Kugelförmig, glatt, aschgrau, et-
za Nobis.
was ins bräunliche fallend und blass-
IT urzelloser
Bopist- - grau bepudert, am Grunde statt der
schwamm. v TErBRr ARE ;
Wurzel eine undeutliche Narbe;
die Oeffnung oben enge und un-
ur gleich gelappt. s
le Lycoperdon arrhizon Batsch.
Wohnort. Auf der Erde im Bruchköbler Häges
wald.
Erschein.-zeit. Im Herbst. .
DXXIX. LYCOPERDON. Stanb-
schwamm.
1555.L.Bo- ‚Gross, kreisselförmig oder breit
es Staub. verkehrt kegelförmig, flach gewölbt,
schwanm, fast stiellos, weich, blassweisslich,
P)
S 8. Th. 2. 2 R
2.1 23. Klasse. 7. Ordnung. i
Wohnort.
1
Erschein.- zeit.
Nuzzen.
x
BE;
1554; L. PRA=-
TENSE. h
‚unten gefaltet ; die Oberfläche durch
die breitlichen zerstreuten weichen
Schuppen würfelförmig rizzig s die
obere Hälfte der häutigen Schwamm-
kapsel lösst sich bei der Reife ab
und lässt die untere am Randezer-
lappte Hälfte zurükk.
‚Lycoperdon caelatum Bull. Lycoper= |
don gemmatumet areolatum Schäff-
Häufig auf grasigen Hügeln und in
grasigen Waldgegenden, |
. Im Herbst. fi
Ist offhizinell. Bei starken Blutflüssen
der Pferde soll er sehr wirksam seyn.
Nach v. Braune’s Versicherung wer-
den die jungen Boviste in Italien in
Scheiben zerschnitten, in einer Pfanne
gebakken , oder auch mit Oel und Salz
gekocht und so gegessen. Wir warnen.
sehr vor ihrem Genuss! - Der Staub
dieses Schwammes soll den Augen und
der Lunge schädlich seyn.
Fast stengellos,, bis zur, Hälfte
WiesenStaäub: beinahe in der Erde. ‚eingesenkt, |
schwanım.
weich, eingedrükt-küugelig, zuerst
€
Schwämme. 259
ganz weiss, zulezt ochergelb und
s ' mit fast kegelförmigen, stumpfen,
blassochergelben Warzen besezt.
Lycoperdon papillatum Schäf f. Ly-
coperdon Protens cepiforme Bull.
Wohnort. Auf erhabenen Triften »„ Wald.und
Heidegegenden , z. B. von Hanau aus’
nach Niederrodenbach links am Wald.
Erschein.-zeit. - Nach‘ häufigen Regen im August
Ban Senne.
\
1555. L, excı- | Gross, weisslich, Manniefaltig ge-
PULIF ORME,
Gefässförmi- staltet; der Strunk rundlich, lang-
ger, Staub- gefaltet, gegen die Spizze, mit zer-
schwamm. N
. streuten Warzen besezt; die häu-
tige Schwammkapsel run dlich, ziem-
lich glatt, unten ‚gefaltet und mit
kleindornigen am Grunde von ein-
ander entferntstehenden Warzen be-
sezt. |
Lycoperdon Proteus excipuliforme
Bull.
Wohnort. In Fichtenwäldern zerstreut auf der
Erde, z. B, um Offenbach, Hanau, _
Darmstadt etc.
Ro
N
260 25. Klasse. 7. Ordnung.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1556. L. carı- Gross, einzeln, glatt, blass um-
TarumBaisch: ; . F R)
brafarbig, mit etwas verlängertem
Kopfförmiger
Staub- starken, verdikktem, fast gleich-
schwamm. 3 ER, 5 f Rn
breitem , ganz in die spindelförmi-
gen gebogenen Wurzeln aufgelöss- Ä
tem Strunke und kugeliger häuti-
ger Schwammkapsel.
Wohnort. In Wäldern auf der Erde, z. B. im
Bruchköbler tHägewald.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1557. L. PER« Rasenförmig, mit einer Erhaben-
LATUM. az! BE ER
Perlartiger heit versehen und weisslich, Der
Staub- 2 Strunk lang, fast "walzenförmig,
schwamm., . |
mit zusammengebällten, runden,
‚abfallenden ‚in eine Spizze auslau-
fenden Warzen besezt, Ko
Lycoperdon Proteus aan Bull.
‚Wohnort. In unsern Wäldern.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
- J
Schwämme, 261
-ı558.L. Echr- Meistens einzeln, mit weissen
NATUM,
Stacheliger
Staub- . blass umbrafarbig, stachelig, mit
schwanm,
langen Würzelchen, kreisselförmig,
vierekkigen, dıkken, von einander
entferntstehenden Spizzen.
Wohnort. .. Auftrokknenbergigen Triften, Wald-
. und Heidegegenden auf derErde, z.B,
in der Lohe ohnweit Bischofsheim und
im Offenbacher neuen Hägewald.
Erschein.-zeit. Im Frühling und Herbst.
1559. L. pyri- Rasenförmig, durch mehrere klei-
FORME, ;
Birnförmiger ne Würzelchen untereinander zu-
> .. ® . .. . ®
Staub-\. sammenhängend, birnförmig, mit
schwamm. ! 4
einer Erhabenheit versehen, blass-
rusfarbig, bisweilen fast ganz
schwärzlich; die Schuppen sehr‘
| dünne und die Mündung offen ste-
hend.
Lycoperdon Proteus ovoideum Bull.
Wohnort. An faulen Baumstämmmen in Buchen-
wäldern ‚seltener auf der Erde, z.B.
nördlich «les Hanauer Galgens im Wai-
de; am Kohlbrunnen und im Forst;
262 23. Klasse, 7. Ordnung.
‘in der Lohe; in Wäldern um Offenbach,
Darmstadt etc.
Erschein,-zeit. Von dem Anfang des Herbstes bis .
in den Winter.
DXXX. LYCOGALA. . Wetter-
schwamm.
1560. L. mınt- Gesellschaftlich Wachsend, ku-
ATA..
Mennigfarbi- ‚gelig, ‚aufangs mennigfarbig, zulezt
ger Fetter- braun, mit rosenfarbigem Saamen-
schwamm.
staub.
Lycoperdoen Epidendrum Linn.
Wohnort. * Aufalten Baumstämmen nach häufi-
gen Regen, z. B. in der Dikke bei Of
fenbach; in der Bulau bei Hanau; im
Walde bei Kranichstein ohnweit Darm-
stadt; im Rüdlingshayner Wäldehen auf
dem Oberwald etc.
Erschein»zeit. Im Sommer und Herbst.
DXXXI FULIGO. Russchwamm.
1561.F. Fra- Rundlich ausgebreitet und gelb,
var R f NN ©
Gelber. Rus. Mt faserig- zelliger Rinde.
schwanm.
Schwämme. gl 263
Wohnort. AufBaumstämmen, abgefällenen Blät-
tern und. auf Moosen,
Erschein,-zeit. Im Herbste.
ı562. F. varo- Anfangs bedekt, aderis und krie-
RARIA, . . .
Treibbeeten. chend, reif hingegen breit rasen-
Russchwamm. förmig, dikk, zelligfaserig, -zimmt-
gelb und zulezt in einen schwarz-
olivengelben Staub zerfallend.
+,
Mucor septicus Linn.
Wohnort. Vorzüglich in Treibhäusern und Treib-
_ beeten auf Gerberlohe. |
Erschein,-zeit Im Frühling, Sommer und Herbst.
DXXXIH, PHYSARUM. Blasen-
schwamm.
ı563.P. cıne- Strunklos, eyförmig kugelig, asch-
REUM.
Aschfarbiger farben, inwendig mit nezzförmig
Blasen- durchwebten weissen Fäden.
schwamm.
Triehia coerulea Trentepohl. Lyco-
perdon cinereum Batsch.
Wohnort. Auf abgestorbenen Baumrinden, z.B:
in- der Bulau bei Hanau und in der
Dikke bei Offenbach. |
264 ‚23. Klasse. 7. Ordnung.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
„1864. P. co- Gesellschaftlich wachsend, an-
LUMBINUM. L j ?
Stahlblauer fangs flüssig und gelblich, reif
Blasen- schön glänzend violetstahlblau,
schwanm. £?
mit rundem schwarzem Strunke
und glänzender, kugelförmiger,
mit dunkelbraunem Saamenstaube
_ angefüllter Schwammikapsel.
Wohnort. Auffaulenden Baumstämmen im Ober-
wald in dem Rüdlingshayner Wäldchen.
Erschein-.zeit. Im Herbst.
1565.P.MELA- Auf einem Strunke sizzend, mit
NOSPERMUM,. R *: /
Schwarzstau- rundlicher, aschfarbenweisslicher,
biger Blasen- eiwas ‚behaarter, inwendig mit
schwamm. |
schwarzem Saamenstaube angefüll-
ter Schwammkapsel.
Wohnort. Auf den Stämmen und Nadeln der
’ Fichten, z. B. bei Darmstadt in der Tanne,
Erschein.-zeit- , [m Herbst. - 2
ı566.P. nu- AufeinemStrunke sizzend, asch-
TANS. Dr BUBEN .
' Deberhängen- farbweisslich, mit häutiger, linsen-
der Blasen förmiger, glatter, schwach runze-
schwamm. . | |
PZ
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1567. T. Bo-
TRYTIS.
Traubenarti-
ger Hoaar-
schwamm.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
Schwämme, j ) 265
liger, überhängender Schwamm-
kapsel. | |
Sn
Sphaoerocarpus albus Bull, Trichia
haemisphaerica Trentep.
Auf faulenden Stämmen in der Stein-
heimer Fasanerie.
Zu Anfange des Herbstes, oder nach
vielem Regen‘ auch schon in der Mitte
des Sommers,
DXXXII. TRICHIA. Haar-
schwamm.
Auf einem Strunke sizzend, bü-
schelförmig, dunkel schwarzröth-
lich, mit verwachsenen traubenar-
tigen Strünken welche länger sind
als die » birnförmigen häutigen
Schwammkapseln.
Stemonitis Botrytis G mel. Syst. at.
Linn. Trichia pyriformis Hoff m.
Auf faulenden Baumstämmen in der
Dikke bei Offenbach,
Im Herbst.
266 25. Klasse. 7. Ordnung.
1568. T. ausı- Auf einem Strunke sizzend, 'bü-
FORMNIS.
Himbeeren- . schelförmig,, purpurfarbig ‚ älter
förmiger , glänzend stahlblau, mit fussföormig
Haar- \ “ AR
sehn, verwachsenen Strünken welchekür-
zer sind als die birnförmigen häu-
tigen Schwammkapseln.
Lycoperdon vesparium Batsch.
Wohnort. Auf faulenden Baumstämmen in der
Dikke bei Offenbach und im Bruch«-
| köbler Wald bei Hanau.
Erschein.-zeit.e Im Herbst.
1569. T. cra- Bald einzeln bald auch gesell-
VATA. ;
Keulenförmi« schaftlich wachsend, auf eınem
ger Haar- Strunke sizzend, gelbglänzend, mit
schwamm.
ziemlich langem abwärts schmäle-
rem runzeligem Strunk und birnför-
miger häutiger Schwammkapsel.
Wohnort. Auf faulenden Brain in der
Dikke bei Offenbach.
Erschein.-zeit.e. Im Herbst.
ER |
> \
'»Schwämme. " 267
1570.T.ovA- Gehäuft, stiellos, birnförmig,
"TA.
Eyförmiger dunkelochergelb.
Hoaar- N :
v1, Re 20 Clathrus turbinatus Bol &
Wohnort. Auf faulenden Baumstämmen in der
Bulau und im Bruchköbler Hägewald
bei Hanau.
Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühling.
1571. T. Nı- Gehäuft, stiellos, meistens rund,
TENS. ® 2 3
Glänzender glänzendgelb oder zimmtfarbig.
Haur-
schvamm Lycoperdun favogineum Batsch,
Wohnort... WAuf faulenden Nadelholz-und Buch-
stimmen in der Bulau bei Hanau.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1572. T. rerr- Nezzförmig ausgebreitet, ästig,
CULATA. das Haargewebe sammt dem Saa-
Nezzförmiger
Hoar- menstaub gelb.
schwamm,
Iycoperdon lumbricale Batseh.
Wohnort. Zwischen der Rinde faulender Stäm-
me inder Bulau beiHanau und auchim .
Lehen bei Offenbach.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
268, 23. Klasse: 7, Ordnung.
.DXXXIV.' ARCYRIA. Nezz-
schwamm.
1573. A,ronı- Gehänft, gestielt, safran- pur-
Pur nur Bei purfarbig, mit fast kugeliger, häu-
ger Nezz- tiger Schwammkapsel und eyförmi-
schwamm. d
gem, sammt dem Saamenstaub zin-
noberfarbigem Haargewebe. |
Stemonitis crocata Trentep. Trichia‘
tinnabarina Bulil.,Clathrus denudarus
Linn, Embolus crocatus Batsch.
Wohnort. Auf faulenden Baumstämmen in Wäl-
dern um Hanau und in der Dikk bei.
Offenbach.
Erschein.- zeit. Im Sommer und Herbst. j
z
DXXXV. STEMONITIS. Faden-
schwamm.-
1574 S.PAPIL- Schwarzbraun , mit kugeligemet-
Warziger Fa- was geballtem Haargewebe, auf
denschwamm, dessen Spizze das Säulchen warzen-
förmig hervorragt. |
Stemonitis retieulata Trentep.
'Schwämme, - 269
Wohnort, N An den von der Rinde entblössten
Eichenästen, z. B. in der Dikk bei Of-
fenbach. | :
Erschein.-zeit,. Im Herbst.
ı DXXXVI CRIBRARIA. Sieb-
schwamm,
1575.C0.arcıL- Gesellschaftlich wachsend, thon-
LACEA.
Thonartiger
Siebschwamm. werdendem Strunk und häutiger,
halbbleibender, becherförmiger, mit
artig, rundlich, mit kurzem schwarz-
dunkelen Adern durchmahlter
Schwammkapsel.
Cribraria Micropus Schrad, Stemo-
. 'nitis argillacea Linn.ed. Gmel.
Wohnort. An Tannenstämmen- und in hohlen
Weidenbaumen. P
Erschein.-zeit. Im. Sommer nach vielem Regen.
DXXXVI. MUCOR. Schimmel.
schwamm.
1576. M. ra- Mit ästigem SEHE und anfangs
VIDUS ii
Gelblicher. gelblicher nachher aschfarbig bläu=
Schimmel- licher häuliger Schwammkapsel,
schwamm.. |
\
N
270. 25. Klasse. 7...Ordnung.
„Wohnort.
Erschein.-zeit.
1577.M. Muv-
CEDO.,
einer
Schimmel-
schwanm.
Wohnort.
Auf faulenden Schwärumen welche
er zuweilen ganz wieein Byssus über-
zieht.
Iın Herbst, rlaa
Mit einfachem Strunk und auf-
geblasener, schwärzlich - perlfarbi- |
ger, häutiger Schwammkapsel, wel-
‚che mit runder Mündung gegen
den Strünk voneinander geht.
Mucedo grisea Pers. dscophora
Mwuceedo Tode.
b. Gehäuft, mit kleinen schwärzli-
chen Köpfchen. , -,,
Mucor ‚Mucedo Linn.
2 K Auf faulem in 4 Häusern auf-
bewahrtem Kohl und in schimmeligen
' Wallnüssen. _ b. Gemein auf faulenlen
Erschein.-zeit.
1578. M. HER«
BARIORUM
‚Fligg.
Kräuter-
Schimmel-
schwamm.
Vegetabilien.
a. Im Herbst und Winterz"b. das.
ganze Jahr hindurch. ;
Sumnklas ‚ gelblich, bleibend,
mit, kugeliger auf einem Filze siz-
zender häutiger Schwammkapsel.
‘1
Schwämme. 271
\ Monilia nidulans Roth.
Wohnort. Auf getrokkneten an feuchten Orten
N dnfbewshrigig Pflanzen, BY
Erschein.-zeit. Im Herbst, Winter und Frühling,
DARK. ONYGENA.," "Huf
schwamm.
1579.0. EqQur- ,s..Gesellschaftlich wachsend, blass-
NA,
Rosshuf- weisslich , mit zirkelrunder, glat-
schwamm- ‚ter, etwas kleienartiger, häutiger
Schwammkapsel und braunem Saa-
menstaub. |
‚ Lycoperdon eguinum FF illd.
Wohnort. . . Auf den Schindangern an den Hufen
‚ faulender Pferde.
Erschein.-zeite. Im Herbst.
DXXXIX. AECIDIUM. Büchsen-
schwamm.
*, Die häutigen Schwammkapseln rasenförmig zu-
f sammengehäuft, bilden auf‘den Blättern einen
rindenartigen Flekken. 7
1580. A.core Gelblich, mit sehr langen ge-
NUTUM,
Gehönnter Krümmten olivenperlfar bigen häu-
Büchsen- “ tigen Schwammkapseln.
schvamm,
a
27% 23. Klasse. ° 7. Ordnung.
! F e -
Iycöoperdon corniculatum Ehrh.
Wohnort. Auf den Blättern des Vogelbeerbaums.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
ı1581.A.can- Hökkerig, braun, mit dikken
CELLATUM. ih 6, MER), h
Gitter förniie kegelförmigen häutigen Schwamm-
ger Büchsen- kapseln welche zur Reife an den
«schwanım, h ' i
| »»ı Seiten in gleichlaufende, an der
Spizze ‘zusammenhängende Fäden
voneinander gehen und einen brau-
nen Saamenstaub enthalten.
Lycoperdon cancellatum Ja c q.
%
Wohnort. Auf den Blättern verdorrender Birn-
bäume und häufig im Homburger Ge-
' birge auf den Blättern des Be ne
baums.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
\ /
1592. A.Rumi- Gehäuft, fast zusammenfliessend,
CIS.
Amp fer- ziırkelrund,, rasenförmig und roth,
Bichsen-
. mit häutigen, einen weisslichen Saa-
schwanmm-
menstaub enthaltenden Sch wamm-
kapseln. ’
decidium rubellum Rumieis der. in
E: S. Nat,
(
‚Wohnort,
Erschein.-zeit. .
1563. A. Tus-
SILAGINIS,
Huflattig-
Büchsen- . '
schwamm.
- Wohnort.
Erschein.-zeit.
| Bemerkung. |
LS
\
1584. A. Ber«
BERIDIS,
Sauerdorn-
Büschsen-
schwamm.
Wohnort,
Erschein,-zeit.
‚„Schwämme, 3 275
„Auf den Blättern ‚des Wasaenarapfers.
‚Im Sommer.
Anfangs ein ‚schwach purpurfar-
biger, zulezt gelber Flekken mit
eingesenkter häutiger, einen flachen
Rasen bildender- ak wennkapsel,
Lyeoperdon epiphyllum ductorum.
Auf den re! des Huflattigs und
der Pestilenzwurzel |
Ende des Sommers.
Man verwechseleihn nicht mitUredo
tussilaginis welcher als ein bloser
‘Staub "ohne häutige Schwammkapsel
e re
wächst. "Oumakerfı
Rasenförmig, zirkelrund, klein
und gewölbt, mit etwas verlänger-
ten gelben, zulezt braunwerden-
der en ce Kg ne Kaplan.
Lycoperdon poculi forme Ja PR ?
Auf den Blättern ei ‚gemeinen Saus
erdorns,
In der Mitte des Sommers.
5. Th. 2. - S
274 235 Klasse. '7. Ordnung.
ı585.A.Orosı.‘ “"Rasenförmig, eyrund, Weisslich,
Bergerbsen
Büchsen- mit gelblichen häutigen Schwamm-
schwanm, ;) sn 8 Braun! th 888,
1 ‚as: ISSIus. „79
Wohnort. :> ‚»-Auf: den Blättern: der knolligen Berg:
erbse.iskusblid 32: X al
Erschein.-zeit. „ende des Sommers.
. \ Tr i 14) ie
»
1 *+, Die häntigen. Schwammkapseln zerstreut, durch
ir fi
ware * Heille deutliche Krlkıe mit einander Gebtllen.
1586. A. Eu- Einfach, gehäuft, mit. walzenför-
PHORBIAE. 198 -.iarlyerl
Euphorbien«, , ‚migen blassen häutigen ‚Sch wamm-
Büchsen- is NE-EEIGE)
schon kapseln, ‚zurülkgeschlagener Mün-
volnımw.udung und; Pamisranzenfarbigem Saa-
menstaub. Bedasrn.
‚Fe ‚Lycoperdon a Sch al) h. Eu-
‚phorbia degener | ein ig! er Flo zis ten:
sa 2% “ 2567 . gr f- Jin W- B-
IT
RA 4 Häufig auf- ‚den., ‚Blättern der: Zypres
sen Euphorbie, | 0°
Eirschein "zeit . Im Sommer.
h \ SIuU iD >‘ vr. r \ soh“
1587. A. Sır Einfach, Bene as gedrängt s stehend
FALCARIAB, ir, n1933nlll ab Io f
Sichel- Wei, Re gelb; die Zähne der häutigen
HAuER)
Büchsen- „Schwammkapsel breilich und, fast
schwamm:®
n
aufrecht. « sT &
+ Schwämme. ' 0 275
“Wohnort, ‚>: Häufig! aufıdem Blättern von dem, zu
j chel=-Merks, us, N, UA
Erschein.-zeit. Schon im Frühling als dunkelgelbe
Pusteln welche im Sommer EL: Hagen
4 = Ida,
sind.
NELT
1588. A- Pınn. _ Nakkend, 'änglich zusätinenge-
AIRPRENR: drükt, etwas "blass; die Spizze der
Biichsen- Hase, tar
schwamm. häutigen Schwammkapsel ungleich
aba) mA ‚zerrissen ;. der‘ Saamenstaub' ‚pome-
enial, runzenfarbig, a
REN Pine ZPilld.
u " .. va a DELH Br 320ulo 4
"Wohnort. An jungen abgestorbenen Aesten der
gemeinen Kiefer, z. B. in der ‚Tanne
Auf T mern i 198“, 01 2a 84
bei Dartnstadt etc.
ee Im. ‚ruhig Bi und Herbst.. Ve
De)? | N >IUREDO. 'Brändschwamm.
oda PRTEEAIISRFIELN, ‚Mirgänienen $taube.
1589. U. Ar- Gedrängt, gelb, irkinahegleich-
Pe Jaufenden Are metvorbfscheng
schwamm,
Wohnort.,;; ‚Auf den Plättern des gemeinen Sinau.,
Erschein.-zeite. Im Sommer.
276 23. Klasse. 7. Ordnung.
1590. U. Eu» « ' Zerstreut;; fast kugelrund hervor-
PHORBIAE HE- EEE. d b |
LIOSCOPIAE. POGEUE EFEFTIRENR gelb.
Sonnenwend uiscuert
ger Euphorbi- dalawr. ul |
en - Brand-
schwamm.
Wohnort. .. ‚(Auf ‚der untern Blattseite ‚der son-
i nenwendigen Euphorbie. Bi TE |
| Erschein.»zeit. Im Sommer.
a Ew IS ui! IDG y un
1591. U.Rosae Gedrängt, gelblich, am rad
CENTIFOLIAE,
Rosen Brand- flach ausgebreitet 5 und kleine zir-
schwamm. . __ kelrunde Rasen. bildend.
wi
‚Wohnort. Auf den Blättern der Ros, centi- |
T.wob ai fol. wiaid |
Erschein.-zeit. Häufig im Herbst, |
1592. U. Son Gedrängt, beinahe Zusammen-
CHI,
Günsedistel- ‚fliessend ; (dunkelgelb und kleine
Brand etwas flache .unregelmässige Rasen
schwamm. {
r veReer ı gegg r u, ur ri
DA
a Häufig 'auf ‘den Blättern. der Gänse.
“ distel. OLSNED 5
Erschein‘ zeit!” " Nach der ‚Ernäne)‘ im Herbst.
'Schwämme. ' 277
1595. U. ranı-» » Zusammenfliessend, mehlartig
[2
Mehlartiger und ochergelb.
Brand- ERRAT | N
schwamm, a. Etwas grösser und mehr blass.
b. Rindenförmig und schwach goldfar-
big. y |
Wohnort. Hänfig auf den Blättern und den j jun-
Bun RENNER, gen Trieben der Saalweide; b. auf den
Blättern des Wald-und klebrigen 4
Krauts.
Erschein.-zeit. - Im Sommer.
1894. U. Rusı Sehrklein, beinahe kugelig, göld-
FRUTICOSI. x PER ..
Brombeeren. ' farbig; staubartig und bei dem Ab-
Brand- » * brechen der Blätter 'gleichsam ela-
schwanm. 2 h
vi 'stisch’ dere Apaubend.
Ww x Auf den Blättern des Brombeerstrauchs,
Erschein, -zeit. Im Sommer.
N U. Tus- Anleger Fast konzentrische men-
SILAGINIS, . :
Hu ‚flakti 8 nigrothe P unkte, zulezt zusammen-
Brand. fliessend und die Oberfläche der
A mm, 13 . . Yan AIR ee
NT Blätter mit zottigem Staube über-
ziehend, |
s
276 23. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort. _ Auf den Blättern den ‚Huflattichs, : |
Erschein.-zeit. Im Herbst... + 2 ARE
\ hen. >
1596. U. Men- Zerstreut, zirkelrund, etwas fach,
THAEL'“ TERN a
EIERN blass und endlich braunwerdend.
Brand-
SORRE
> ha Bush
Wohngrt. EM * Hauptsächlich anf gpn Blättern dir
\ "# ‚ Waldmün ze. . e.
N
Vf) Ba 43
re Im eranhjärpen und Herbst. S
**, Mit tiefbrauneni; kastanien-oder. dinkelbran.
nem, bisweilenauch schwärzlichem Staube,
x597. U.Scv-i „.Zirkelrund, etwas flach,’ zerstreut,
TE LLäTa. ”
Schill ‚Form mit etwas zusammengeneigter Mün-
ger, Brand- ‘dung und schwärzlich umbrafar-
schwamm.
„bigem Staube, welcher in der weis-
sen häutigen Schwammkapsel gleich-
sam eingeschlossen ist.
Aecidium scutellatum G m EB in „Li in 1.
S. ‘N. Lyecoperdon scutellatum
2 on Sehrank,
Wohnort. Auf den Blättern der Zypressen - Eu-
e “ phorbie. nf |
Erschein, zei. Im Sommer.
«.Schwämme. ı . 279
/ wa
1598..U,.Vrcı-. .'.Gehäuft, zirkelrund, etwas aus-
AE FABAE,
Bu ‚PFbohnen gebreitet, ‘flach angedrükt, mit tief- -
Brand- » braunem Staube.
schwanm.
Wohnort. Auf dem Stengel und den Blättern
‘der Buffbohne.
Erschein.-zeit. Im Sommer,
1599;1U AR ı Kastanienbraun, mit runden ge-
PENDICULATA.
Grrihber Feen schweiften Saamen. RESET
Brand-hhorıs + I yah | un
schwamm. a. Gehäuft, etwas naeh llikhend.
2 ‚kastanienbraun, ‚polsterförmig und flek-
kend.
v\ . . bu Zerstteut, ungleich, schwach braun-
purpurfarbig und etwas flach.
Wohnort. Auf den Blättern der Bohnen; b. auf
BE Erbsenhlättern.
Erschein.-2eit,. Im Sommer.
**. Mit weissem Staube.
ı600, U. can Ausgebreitet, gross und weiss,
DIDA. re {
Peeidee mit vielem Staube hervorbrechend.
Brand- BEE DR ı
schwvamm. —__b. Rleiner, rundlich, mannigfaltig ge-
staltet, mit verborgenem Staube.
280 23. Klasse. 7. Ordnung.
\ _ .
Wohnort. "Auf den Stengeln der Hirtentasche;
welche davon. verdikt, verdreht und
' überall mit Staub bedekt erscheint ; b. auf
den Blättern des gemeinen Steinkrauts.
Erschein,-zeit. ‚Im Sommer.
Bi IA “3 if
#++*,. Mit schwärzlichem oder, braunem, auf den
Befruchtungswerkzengen der Pflanzen schmaroz-
zendem Staube.
ı1601.U. Sesr.
TuM.
Saaten:Brand- Aehrchen oder auf .den Blüthen- .
schwamm,
Mit vielem schwarzem, auf den
bälgen der Gräser hervorkommen-
dem, offen oder verborgenliegen-
dem Staube.
Reticularia" Segetum Bull. Lycoper-
don Tritici.
Wohnort. Auf der Gerste, dem Winter-und
Sommer- Weizen, demHafer, Hirsen,
Roggen, Mays, Zwergstraussgrase ‚etc. |
Erschein. zeit. Im Sommer,
1602.U.Tra- Mit vielem braunpurpurfarbigem
GOPOGONIS,. b |
Boksbart« Stau Pr
Brand-
schwamm,
.
r
v Schwämme, ° _ edı
/
- Wohnort. ° Innerhalb der bleibenden Kelche oder
I auf dem F ruchtboden des Wiesenbok-
barts und der Spanischen Skorzonere. .
Ersghein.-zeit. - Im Sommer.
3 i
1603. U. vio- Mitpurpurviolettem,auf denStaub-
LACEA,
Kiolitbrä beuteln der‘ Pflanzen hervorkom-
„Brand- mendem Staube.
schwamm.‘
Wohnort. Auf den Staubbeuteln welkender Blu-
men, z, B. des gemeinen Seifenkrauts
und der überhängenden Silene.
Erscheinteit. Im Sommer.
DXLI. PUCCINIA. Sakkschwamm.
1604.P. ne» , Zerstreut, fast gleichlaufend, dun-
ma kelbraun flekkend, die kleinen Saa-
Sakkschwamm men durch ein kleines Zwischen-
wändchen verbunden und von bei-
Pad —
den Seiten zugerundet.
%
Adecidium fuseum Sowerb y-
Wohnort. Auf den Blättern der Hain- Anemone -
und hin und wieder auch auf andern
Planzen. |
' Erschein.-zeit.. Im Frühling.
/
282 e3. Klasse. 7. Ordnung.
1605.P.GrA« Gehäuft, in: gleichlaufenden u
Porn Sakla nien, anfangs staubartig gelb, nach-
schwvamm. ‘her schwärzlich mit beinahe krei-
selförmigen in der Mitte verbun«
‘
', , denen: Saamen. , 1
Ba an Hug
ı. Uredo firmenti Sowerby.
Wohnort. Hauptsächlich auf den Halmen von
‚mancherlei Grasarten.
Erschein.-zeit. Im Herbst und Winter.
DXLIM. TRICHODERMA. Haut
haarschwamm.
1606. T. Tv- Weiss, fast zirkelrund, anfangs
BERCULATUM. pı1,: Mr . RT
Hökkeriger filzig, zulezt äusserlich durch läng-
Hauthaar- liche etwas zusammen gedrükte Hök-
schwamm. s ie
kerchen stachelig und in einen asch-
farbigen Staub zergehend.
Wohnort. Häufig in beschatteten Wäldern auf
der blosen Erde.
Erschein.-zeit. Im Sommer, hauptsächlich nach häu-
figen Regen.
su. Sehwämme.| ı 285
1607. C. star
ATUSaslimıtP‘
Gestrei fter
Linsen»
schwamm,
Wohnort.
j43)
ER CYATHUS. Linsen-
ıschwamm.
Glokkenförmig, Aussen braunzot-
"tig, inwendig gestreift und grau,
"4mit auf der üftern Seite filzigen
iB5 £
Bläschen.
” z “ Li - [2 *
un Perizalenti fer=’@ Linn. Peziza stri-
ata Huds. Peziza hirsuta Batsch.
Nidularia striata Bull. Nidnlaria
hirsuta Sibth.
In Wäldern unter dem Moose auf der
Erde und auch auf ‚faulen Baumstäm-
‚men, z. B. zwischen Steinen an dem
Wilhelmsbader Carousell; im Wald
hinter dem Lerchenberg ; in der Lin-
sh i
s
Erschein .-zeit,
1608.C.OrLAa.
Topf-Linsen-
schwamm,
dermark bei Giesen etc.
Im Herbst.
Glokkenförmig , äusserlich asch-
farbig oder bräunlich und etwas
filzig, inwendig glatt und bleifar-
big mit glatten Bläschen. 1...
Peziza leniiferag Linn. P. lentifera
Huds P.Ollan Batsch. Nidularia
vernicosa Bull. N. campanulata
Sibth.Cyathuslaevis Hof fm.
284 23, Klasse. 7. Ordnung.
a. Glokkenförmig, perlfarben und fil-
„zig, am Rande zulezt zurükkgeschla-
Ä gen ‚„ inwendig sehr ‚glänzend und.blei-
farbig mit konzentrischen Streifen,
.b.. Klein , fast halbkugelförmig „ am
Rande aufrecht. Diyr
- Wohnort, _._ Auf.Pfählen, Brettern und auf faulem
Holz in Gärten, Obstgärten, Weinber-
gen etc. b. auf Aekkern und auch auf
faulenden Latten.
Erschein.-zeit.. a. Im Sommer; b. nach der Erndte.
1609. ©. Cru- Beinahe walzenförmig, verhär-
CIBULUM,
Tiegel- Lin- |
senschwamm. chen Schleier bedekt, zulezt fast
tet, filzig, und mit einem dikkli-
glatt, ochergelb und mit glatten
Bläschen,
Peziza laewis Huds.P. Pyxis Batsch.
P. erueibuliformis Ligt f. Hof fm.
Nidularia laevis Bull. Sibth.
Wohnort. Auf faulem Holz, Pfählen und auf
hölzernen, hauptsächlich aus Tannen-
Er holz verfertigten Gefässen.
Erschein-.zeit.e Im Frühling und Herbst. a
r
u, Sehwämme, . v R 285
ER 2 DXLIV. CALICIUM. „ Kelch.
} schwamm.
1610.C. rat- Staubartig, weisslich, mit kugel-
LIDUMW,
Bleicher ©} förmigem, unten weisslichem etwas
Kelch-- Ä _ mehligem Fruchtbehältnis und be-
schwamm.'
f stäubter brannocherfarbi ger Scheibe.
‚ Trichia nivea Hof fm.
Es
Wohnort. Bi Gesellschaftlich wachsend an dem
09 Stamm der Obstbäume. z, B. um Vil-
Erschein.-zeit: »'' Im’ Herbst und Winter.
1611. C. sALı- "Staubartig, vweisslich, mit beinahe
CINUM.
hide. “verschleiertem 'schwärzlichem um-
a " brafarbigem Fruchtbehältnis.
schwamm.
"WM acor Lichenoides Linn. Trichia len
I Keularis Hof fm. Embolus sepulera-
slis- Batsch.
Wohnort. .. . In:hohlen Weidenbäumen.
Erschein,-zeit, "Im Herbst... f ,
" x TER Ne }
ı612.C,. ABsıeE- Dünne, schwärzlich, mit etwas
TINUM. j .. % / .. ®
Tannen-Kelch- walzenförmigem Fruchtbehältnis
schwanm. _ und mit bestäubter weit hervorra-
gender Scheibe.
\
286 03. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort. _ Auf den verdorrten Stämmen und Ae-
‚sten: der Tannenbäume, |
Erschein.-zeit. ‚Im ‚Herbst, er
AE ME 222.0 08
Erw DXLV: PHALLUS:. Gliedchwamm
1613.P. ı ne Unentwilkelt eyför: rmigund weiss,
DIEUSIC NY"
Sl: nrwikkeit mit seborstenem Wul-
Glied- \ ste) verlängertem schiefem, etwas
BERERTRRRE.
„. gegittertem Strunke, ‚kegelförmi-
en . gem, am Rande ee, und
gekerbtem Hut, offenem, einem be-
sondern Rande versehenen Scheitel;
| tier ‚Zzelliger, ‚verschoben ‚vierekkiger,
nezzartig, gefalteter. Oberfläche, ' wel:
che zulezt mit einem klebrigen Re
lichen: hässlichriechenden ‘Schleim’
| überzogen ‚ist.und ‚häutige runde
'Saamen enthält. 5
Wohnort. Im beschatteten Wäldern meistens un-
ter Haselstauden und! Buchen‘; z.B. in
der Lohe;in dem Offenbacher neuen Hä-
gewald; ; zwischen Neuy: sen mn und dem
F rankfurter Forsthaus; bei’den Ruinen
des Hattsteiner Schlosses ; s im ‘Wald bei
Harreshäusen , im Vogelsberg etc.
0 ıSchwämme,'Ä °87
Exschein.-zeituu: In Anfange ‘des Herbstes,
Nuzzen, Ehedem schrieb man: ihm medizini-
sche, ‚Kräfte zu. Das gemeine Volk hat
die geirokkueten Wülste , die man An
EA xeneyer nennt, zu vielen abergläubi-
OT gehen‘ Dingen benuzt. Sein hässlicher
3.050 Geruch lokt viele’ Insekten herbei.‘
Li
„A093 ın johl
DXLVI. AMANITA. Wulstblätter-
7 gchwamm.
u ee eich Yon Ye Wurst
umgeben, an der; Spizze nakkend.
1614. A,ııv- Der Strunk lang, faserig -schup-
Br farbige ° ‚pig, hohl und weiss. Der ziem-
EV ulstblätter- lich flache bleifarbige Hut mit ei-
nee ner Erhabenheit. versehen, am-Ran-
‚degestreift- rippig, die meisten Rip-
ut 2 him pen zweispaltig. Die Blättchen
: breitlich, schiefabgestuzt und weiss,
«
Agaricus'' yaginatüs‘ Bull. Agaricus
Siege rY Schaeff. Agarleus' Baus
4 ! MEoin
Wohnort. Am Rande. der Liub -und auch in
‚ Nadelholzwäldern,vorzüglich häufig nach
anhaltenden Regen.
IT 25. Klasse. 7. Ordnung,
Erschein,-zeit,. ı,Zu ‚Anfang des . Shine und' des
‚ Herbstes; 0... E A
+
1615. A. vir- Rnsenförnie, der Hut glokken-
GAT
Rrikenförmi- förmig kegelautig, haarig, aschfar-
ulste big, mit schwarz untermischt; die
aLter- ae
schwamm.) - ‚Blättchen mit Staub bedekt und
rothzimmtfarbig.
Agai aricus ars Bull,
Wohnort. Häufig in Treibbeeten auf dem Ger-
berlohe,
Erschein.-zeit.. Im Sommer.
**. Der Strunk am Grunde mit deutlicher schlaf-
der Wulst und an der Spizze mit einem Ring ver-
sehen, A
en: A. Mar- ». Der Strunk verlängert, wreisslich,
Tuch Yuliie der Hut etwas flach, gelblich, bald
blätter- \ glatt, bald mit bräunlichen War-
schwamm,
zen bezeichnet; die Blättchen ins
Gelbe spielend.
Wohnort. Ziemlich häufig in Buchen-und Ei-
chenwäldern und auch auf trokknen Vieh-
triften, z. B. um das Wilhelmsbad;; bei
Niederrodenbach ; ohnweit des Steinhei-
mer Galgens etc.
Schwämme. 289
Erschein.-zet. Im Herbst.
1617.A. av- Der Strunk weissgelblich, voll,
RANTIACA La-
mark.
Pe wölbt, am Rande anfangs eingezo-
arbiger | ' ‚abi
FWulstblätter- gen und fein gestreift, pomeran-
schwamm. zen oder goldfarbig, die Blättchen
gelb, auch weisslich, in der Mitte
im'’Alter ein wenighohl; der Hutge-
am breitesten, an beiden. Enden
zugespizt und genau mit dem Fleisch
des Huts verwachsen.
‚dgaricus caesareus Linn. dgaricus au-
reus Batsch. Agaricus .aurantiacus
Bull. Amanita eaesarea Pers.
Wohnort. Auf Viehtriften, in trokknen Fich-
tenwäldern und andern trokkenen und
erhabenen Gegenden, z. B. in derLin-
dermark ohnweit Giesen. . ' ‚4
Erschein.-zeit. August, September.
Nuzzen, Schon die alten Römer schäzzten die-
sen Schwamm wegen seinem angeneh-
men Geruch und Geschmakk und noch
kommt er hin und wieder auf die Ta«
feln der Vornehmen.
5. Th. a. x. T
290 23. Klasse. 7. Ordnung.
-#**, Der Strunk am Grunde mit unmerklicher
Wulst und an der Spizze mit einem Ring umge-
* ben, die Warzen des Huts kleiner und gleich.
ı618.. A. mus- Der Strunk weiss, voll, im Al-
’ARIA. n 23
Fliegen ter öfters hohl; der Hut glänzend
/Vulstblätter- gcharlachrosenfarbig, etwas flach,
schwamm, E h
mit weissen Warzen, welche Ue-
berreste der Hülle sind, in kreis-
förmigen Reihen besezt; die Blätt-
chen weiss.
‚Agaricus muscarius Linn. A. imperi-
alis Batsch. A. pseudo aurantiacüs
ER Bull,
b. Kleiner, -derHut gewölbt uud mei-
stens ohne Warzen. |
Agaricus Puella Batsch. Amanita Pu-
| ella Pers.
Wohnort, Auf trokkenen sandigen bergigen Wie-
sen und Viehtriften, auch in Nadclholz-
wäldern, z. B. beiden Rükkinger Schlä-
gen ohnweit Hanau;' bei dem Wolfs-
gang; im Niederröther Wäldchen etc,
Erschein. zeit. August bis in den Spathherbst. |
Nuzzen. Der. gemeine‘ Mann braucht ihn mit
Milch vermischt zur T ödung der Flie.
Schwämme. _ 291
‚gen, und durch Bestreichung der Fugen
in Schlafkammern zur Tödung der Wan-
zen. Kazzen sterben davon und auf
Menschen äussert er betäubende und be-
rauschende Wirkungen. Von den alten
nordischen Athleten soll er, um sich
in eine ausserordentliche Wuth zu ver-
sezzen, gegessen worden seyn. Die
Kamtschatkalen bereiten aus ihm und
dem schmalblätterigen Weiderich ein
berauschendes Getränke, das sie in an-
genehme Phantasien und Träume wiegt,
wo sie verliebte Verse machen, von
Jagd und Heldenthaten prahlen, wahr-
sagen, Geister sehen, singen etc. Die
Armen die dies Getränke sich nicht ver-
schaffen können, fangen den Urin der
Reichen auf, und trinken ihn, umähn-
liche Entzükkungen zu geniessen. Die
Tschutskosen, in deren ‚Lande allzu-
grosser Kälte wegen dieser. Schwamm
nicht wächst, tauschen ihn gegen Pelz-
werk ein. Die Ostiaken, Jakuten, Sa-
mojeden, Tungusen, nebst vielen an-
dern nördlichen Völkern, geniessen ihn
ebenfalls um sich einen angenehmen
Nu
Pr
1619. A.um-
BRINA.
Umbra farbi-
ger Wulst-
‚blätter-
schwamm.
S
Wohnort.
!
Erschein.-zeit.
1620. A. ru«
BESCENS,
Röthlicher
FF ulstblät-
terschwanmm.
Wohnort.
25. Klasse. 7. Ordnung.
Rausch dadurch zuzuziehen. Er ist of-
fizinell. |
Der Strunk weiss; der Hut et«
was flach, rusfarbigbraun, am Rande
gestreift, gegen die Mitte mit grös-
sern, ungleichen, verschiedenartig
gestalteten weissen Warzen besezt;
die Blättchen weisslich.
Agaricus verrucosus Huds. 4. macu-
latusScha ef f- Aruderatus Batsch.
In trokknen Eichen „und Buchenwäl-
dern, j
Juli, August, September.
Der Strunk fleischfarbweisslich ;_
der Hut gewölbt, braunröthlich,
mit kleinen, rundlichen,, weissli-
chen oder fleischfarbigen Wärzchen
4
überall besezt; die Blättchen weiss.
Agaricus margaritiferus Batsch. A. .
pustulatus Schaeff. A. scandieinus
Scop. A. verrucosus Bull.
In Wäldern und auf trokknen Vieh-
triften. |
‘ Erschein.-zeit.
1621. A. pro-
CERUS,
Hoher Blät-
terschwamm.,
Wohnort,
Schwämme. | 295.
.
Juli, August.
DXLVIH. AGÄRICUS Blätter-
schwamm.
I. ArtneıLung. Die Blättchen saftlos
oder vertrokknet, weder mit einem
Nebel noch Rus überzogen und mit
geringeltem Strunke.
Gross, der Strunk knollig, sehr
lang, weiss und gleich einer Schlan-
genhautbräunlich geflekt; der Ring
beweglich; der Hut fleischig, mit
einer Erhabenrhheit versehen, schup-
pig, röthlichaschfarben, am Rande
zottig; die weissen Blättchen weit
voneinander entferntstehend, an
den knorpeligen Theil des Hutsan-
ewachsen, werden zulezt bräun-
5
lich oder gelblich. g
Agaricus elypeatus Linn? A: antiqua-
tusBatsch. A.colubrinus Bull. Adma-
nita marmorea Lamark.
Auf Viehtriften in Wäldern, in san-
‘
digen Gegenden, z.B. an der Schneuse
Erschein.-zeit.
’
Nuzzen.
1622. A.Exco-
RIACEUS,
Abgeschälter
Blätter-
schwamm.
204 25. Klasse. 7. Ordnung.
von dem Wilhelmsbad auf die Hartig;
im Fichtenwald bei den Rükkinger Schlä-
gen; bei dem Niederrodenbacher Chaus-
sce-Haus; bei dem Steinheimer Gal-
gen; in Wäldern um Frankfurt, Gie-
sen, Badenburg etc. ar
August, September,
In Frankreich so wie auch an eini«
gen Orten in Teutschland wird er ohne
Gefahr gegessen. Die in Offenbach
wohnenden Polakken essen ihn häufig.
Der Strunk glatt, knollig, un-
gellekt, kürzer als bei dem vori-
gen und nebst dem Ring weisslich ;
der Hut gewölbt, in der Mitte ke»
gelförmig, gelblich fleischfarben,
schuppig, am Rande entblösset,
gestrichelt und blassgrau; dieBlätt-
.chen weisslich, ungleich, die län-
Wohnort.
gern erreichen nicht den Stiel, son-
dern sind unter sich verbunden und
nehmen den Stiel auf.
Agaricus yulneratus Batsch.
In trokknen Wäldern, auf Viehtriften
und oftauch nach der Erndte auf den
Schwämme. 295
; W::
Feldern, 2. B. im Wald vor Niederro-
denbach.
Erschein.-zeit. August, September.
1625.A.cr& Mittelmässig gross, gesellschaft-
KörnigerB! ; lich wachsend, mit hohlem schup-
terschwamm, wyigem geringeltem Strunke und
bald verschwindendem Ring, der
Hut etwas fleischig, bisweilen ge-
faltet-runzelig, bei einigen etwas
schuppig, mit einer Erhabenheit
versehen, rostfarbig, manchmal
auch ganz blass, die Blättchen mei-
stens blass oder schwach rostfarbig,
stehen dicht beisammen.
Agaricus ochraceus Bull. A. eroceus
Bolt. Agaricus granulosus. et flavo-
floccesus Batsch.
Wohnort. In Heidegebüschen und Nadelholz-
'_ wäldern, z.B. in der Tannebei Darm-
stadt.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1624.A.squar- Hasenförmig, derStrunk mitspar-
ROSUSs. |
Sparriger
Blätter- rostfarben und mit einem kleinen
schwamm.,
rigen Schuppen besezt, ochergelb-
296 23. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1605. A. roLv-
MYCES.
Geselliger
Blätter-
schwamm.
‘Ring; der Hut gewölbt, mit einer
kleinen Erhabenheit, fleischig, mit
sparrigen Schuppen, gleichfarbig
und von beinahe fischartigem Ge-
ruch; die dicht beisammenstehen-
den Blättchen blass olivenfarbig.
Agaricus floccosus Curtis. A. sgquäam«
mosus Bull.
Vorzüglich an faulenden Wurzeln al-
ter Eichstämme und auch an Obstbäu-
men, wie z. B. bei Bischofsheim.
Im Herbst.
Rasenförmig, gehäuft, bisweilen
auch einzeln; der Strunk geringelt,
kegelförmig, dicht, elastisch, oli-
venaschfarbig; der Hut mit einer
Erhabenheit, behaart- schuppig,
ocherrostfarbig; die Blättchen etwas
herablaufend, weisslich und blass-
werdend.
Agaricus congregatus Bolt- A. annu-
larius Bull. 4. stipitis Sowerby
4. cumulatus FFith.
Schwämme. 297
Wohnort. Gemein in unsern Wäldern an Baum
stämmen oder dicht dabei auf der Erde.
Erschein. zeit. - Den ganzen Herbst durch,
‚626. A. cav- MRasenförmig; der Strunk dünn-
DICINUS. |
Stammbewoh- Mich, walzenförmig und schuppig;
nender Blät- dieSchuppen zurükkgeschlagen und
terschwamm. i i ?
sparrig; der Ring klein, etwas zu-
rükkgebogen und schnell verge-
hend; der Hut etwas fleischig, mit
einerErhabenheit, glattund zimmt-
farbig; die Blättchen fast herab-
& laufend und blass rostfarbig.
Agaricus mutabilis Scha eff. A. an-
nularis Bull.
\
Wohnort. Häufig an faulenden Baumstämmen
und auch in Gärten an den ..Zäunen.
Erschein.-zeit.' Im Sommer und Herbst.
Nuzzen, ‚ Von denen in Offenbach wohnenden
Polakken wird er gegessen.
lI. AstueıLung. Der Hut meistens
Reischig; die Blättchen ausgerändet,
meist einfarbig, zulezt zimmtfarben;
der Strunk meistens knollig oder mit
4
298 25. Klasse, 7. Ordnung.
16027. A. coE-
RULESCENS.
Bläulicher
Blätter-
schwamm.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
_ Bemerkung.
1628. A. nu-
DUus.
Nakkender
Blätter-
schwamm.
einer in spinngewebeartigen Fäden
aufgelössten Hülle versehen.
*. Von ganz violeter Farbe-
Der etwas kurze Strunk blau,
mit einem gerändeten eingedrük-
ten Knollen versehen und bis auf
diesen mit einer blauen Hülle be-
dekt; der Hut fleischig,, gewölbt,
blassblau, in der Mitte etwas bräun-
lich; die Blättchen anfangs blau,
hernach schwach zimmtfarbig.
In dem Bruchköbler Hägewald; bei
den Rükkinger Schlägen und in Wäl-
dern um Offenbach,
Im Herbst.
Nach Boccone soll er giftig seyn.
Gesellschaftiich wachsend ; der
Strunk ziemlich lang und dünn,
walzenförmig, kaum knollig, nak-
'kend und violet; der Hut fleischig,
flach gewölbt, violetröthlich, zulezt
fast roth, in der Mitte mit Ver-
tiefungen ‚am Rande ausgeschweift ;
\
Schwämme, ..299
die Blättchen dicht beisammenste-
hend und schwach violet.
An Agaricus violaceus der meisten
Schriftsteller ?
Wohnort. In allen Nadelholzwäldern.
Erschein.-zeit. Im Anfange des Herbstes.
1629. A. vı0- Der Strunk knollig, violetasch-
Be? L Rn farben, mit rostfarbiger Hülle (C or-
Pioletasch tina); der Hut fleischig, halbku-
farbiger Blät-
terschwamm. gelförmig,mit punktförmigen Schup-
pen und kleinen Runzeln bedekt,
violetaschfarbig, im trokknen Zu-
stande dunkel und fast umbrafarbig ;
die purpurröthlich - umbrafarbigen
Blättchen gezähnt, in den Strunk
herablaufend.
[2
Agaricus violaceus Schaeff.
Wohnort, In Eichenwäldern, z. B, bei Hanau
' in dem Neuhoferwald.
‚Erschein.-zeit. Im Herbst. |
Nuzzen. Er kann ohne Schaden gegessen wer-
den.
300 23. Klasse. 7. Ordnung.
**,. Der Hut entweder gelblich, gelb, rostfarbig,
} zimmtfarben oder'dunkelbraun.
1650. A. Beh Gross; der Strunk | etwas. kurz,
ae na), knollig, dikk, bläulich, mit rost- |
ger Blütter- farbiger Hülle; ; der Hut gewölbt,
SRLRRRENE zulezt flach, dunkel und auf der
Scheibe gleichsam haarig, tiefbraun
oder bräunlich ‚ am Rande oft mit
einem noch dunkelern Gürtel ver-
sehen; die Blättchen ausgerändet,
streifenweise herablaufend, bläu-
lich thonfarbig und zulezt zimmt-
farbig.
Agaricus araneosus B: ull.
Wohnort. Hin und wieder in unsern Wäldern.
Erschein.-zeite. Im Herbst. TE:
1651. A. Au- Gesellschaftlich wachsend und
RANTIUS,
Pomeraizen-
‚farbiger Blät- kleinschuppig, an derSpizze weiss-
- terschwamm,
gross; der Strunk in. die Quere
lich; der Hut fleischig, gewölbt,
mit kleinen Schuppen besezt, kle- -
berig, pomeranzenfarbig; die Blätt-
chen gedrängt und weiss; der Ge-
Schwämme., 301
ruch stark und der Geschmakk bit-
ter. I
Wohnort. Nicht selten in unsern Fichtenwäldern,
Erschein.-zeit. Im Herbst,
1652. A. vac- Gesellschaftlich wachsend; der
CINUS, \ « amd
Rothbräimli- Strunk: hohl, lang, mit einigen
‚cher Blätter- kleinen Wurzelfäserchen versehen;
schvamm RE u wit,
| der fleischige Hut halbkugelförmig,
‚zulezt etwas flach, etwas erhaben,
haarig- schuppigundroth;; die weiss-
lichen Blättchen werden blass.
Agaricus-rufus Pers.
Wohnort. . Ueberall in Nadelholzwäldern.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1633.54) ann, - Dicht aneinander in Gesellschaft
GENS,
Glänzender
blätter- knollig, mit einigen Würzelchen
schwämm,
wachsend; der Strunk ausgerändet,
versehen, mit: blasser Hülle; der
Hut glänzend. goldfarbig und trok-
‚ken, die Scheibe gering-schuppig;
die Blätichen glänzend dunkelgelb.
Agaricus sericeus Schaeff.
502 23. Klasse. 7. Ordnung.
Wobnort:
Erschein.-zeit.
1654. A, FLA-
vIDUs.
Gelblicher .
Blätter-
schwamm,
Wohnort.
Erschein.-zeit,
1655. A cro«
CEUS.
Sa franfarbi-
ger Blätter-
schwamm.
In unsern Buch=-und Eichenwäldern,
Im Herbst.
Rasenförmig; der zarte Strunk
abwärts verdikt, bräunlich; der
gelbliche Hut etwas fleischig, mit
‚dunkler Scheibe; die Blättchen deut-
lıch voneinander unterschieden,
gleichfarbig gelblich.
An Baumstämmen, z.B. in dem Of-
fenbacher Neuen - Hägewald etc.
Im Herbst.
Gesellschaftlich wachsend, der
gelbliche Strunk etwas dünn, mit
kleinen Wurzelfäserchen besezt und
sehr dünner, schnellverschwinden-
der Hülle; der Hut etwas fleischig,
mit stumpfer Erhabenheit, etwas
filzig, dürchscheinend, dunkel
zimmtfarbig; die Blättchen safran-
gelb; der Geschmakk etwas ekel-
haft. |
Agariceus cinnamomeus Linn. 4. squa
mulosus Batsch.
Schwämme, 303
Wohnort. . Häufiger in den Nadel-als Buchwäl-
dern.
Erschein.-zeite. Im Herbst.
1ı636.A.arme- Ziemlich einzeln stehend, der
NIACUS,
Aprikosenfar-
biger Blätter- zerbrechlich und weisslich , mitrost-
schwamm.
Strunk mittelmässig, etwas knollig,
farbiger schnell vergehender Hülle;
der blassrothe Hut etwas fleischig,
flach gewölbt, ausgedehnt, mit ge-
ringer aber breiter Erhabenheit; die
Blättchen wässerig zimmtfarbig,
die ganzen am breitesten.
Wohnort. In Buchen und Eichenwäldern.
Erschein.-zeite. Im Herbst.
II, AstkeıLung, Der Hut fleischig,
ganz, gewölbt; die Blättchen gleich-
farbig. und dürre ; der Strunk in der
Mitte stehend, nakkend oder ohne
Ring und Hülle,
*, Die Farbe entweder kastanienbraun, zimmtfar-
big, dunkelbraun, roth oder braun,
1657. A. rıno-' Der blasse Strunk kleinschuppig
sus, = s .. .
Rizziger Blät- und mehlartig; der röthliche Hut
terschwanım. kegelförmig, der Länge nach riz-
23. Klasse. 7. Ordnung.
o7
>)
rs
zig; die thonartig olivengelben
Blättchen breitlich, am Rande weiss-
lich. |
‚Agaricus aurivenius Batsch.
Wohnort. In grasigen Wäldern.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
%, Der Hut grünlich, gelblich, blass oder etwas
rehfarben.
ı638. A. FLA- Der gelbliche Strunk ungleich,
VO-VIRENS, glatt, zitschwärzlichen Schuppen,
Grüngelber
. Blätter- der gelbliche Hut fleischig und ge-
schwamm- . i ER
bogen, mit kleinen schwärzlichen
Schuppen; die Blättchen zitronfar-
Ta *' | N
Wohnort. Gemein in unsern Nadel-und Buch-
' wäldern.
Erschein.-zeit, Im Herbst.
1659. A. runı- Fast gesellschaftlich wachsend;
Eraugelbi. der blasse Strunk dicht, mit klei-
cher Blätter- nen Schuppen besezt; der grün-
schwanm. ‘ { Bat
lichaschfarbige Hut fleischig, et-
was gebogen und glatt; die gelb-
lichen Blättchen gehäuft, schmal,
ausgerändet angeheft.
Wohnort.
"Erschein.-zeit.
1640. A. cIR-
CINNANS.
Kreisförmi-
ger Blütter-
schwamm.
Wohnort.
‘+ Erschein .»zeit.
Schwämme. ı "5; 305
Häufig in‘ unsern . Wäldern auf der
Erde,
Im Herbst. } “309 2;
Gesellschaftlich i in einem Kreise
wachsend; der weisslich oder stroh-
gelbe Strunk mit flokkigen kleinen
Wurzelfäserchen besezt; der blasse
Hut flach gewölbt, gleichförmig
und etwas kleberig; die weisslich
thonfarbigen Blättchen gehäuft, ab. °
tröpfelnd und zulezt geflekt; der:
Geschmiakk unangenehm,der Brisk
verdächtig.
Agaricus cerustuliniformis Bull.
A. lateritius Batsch.
Häufig an offenen Stellenin Wäldern,
z. B. hinter dem Wilhelmsbad im Fich-
tenwald nach der Hartig hin; am Buch-
rainweiher bei Offenbach ; im Wald bei
dem Frankfurter Forsthaus,
Im Herbst,
$...Th.,%: U
306 23. Klasse. 7. Ordnung. \
-
. *%*, Der glänzende Hut entweder scharlachroth,
1641. A. coc=
CINEUS,
Scharlachro-
ther Blätter-
schwamm.
| Wohnort.
Erschein.- zeit.
1642. A.Rus«
SULA.
Erdblätter-
schwanm;
unächter
Täubling:
Wohnort.
Erschein-zeit.
dunkel oder hellgelb.
Gesellschaftlich und einzeln wach-
send, von ‘ganz scharlachrother
Farbe. Der Strunk hohl, etwas
zusammengedrükt; derHut beinahe
hautartig, gewölbt, etwas kleberig;
dieBlättchen voneinander entfernt-
stehend, zahnförmig verbunden,
pomeranzenfarben, am Rande grau-
grün. |
Häufig auf Wiesen und grasigen Hü«
geln.
Im Herbst.
****. Der Hut rosenroth.
Gross ; derrosenrothe Strunk dicht
und kurz ; der schwach rosenrothe
Hut fleischig, etwas gewölbt, mit
Körnchen besezt; die weissen Blätt-
chen ungleich.
b. Der Strunk weisslich, lang, an
der Spizze Afilzig.
Hin und wieder in unsern Wäldern.
Im Herbst.
1643. A. ne-
BULARIS.
Berei fter
Blätter-
schwamm.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
og
1644. A. Prv-
TEUS,
Dachförmi-
ger.Blätter-
schwanm.
-
Wohnort.
Erschein-.zeit,
Schwämme. 307
"rer, Der Hutaschfarbig, rüsfarbig oder schwärz-
lich,
Gesellschaftlich wachsend; der
aschfarbweissliche Strunk dicht,
etwas knollig, am Grunde zulezt
ausgehöhlt und weisshlzig ; derasch-
farbige Hut ‚bepolstert, mit einer
Erhabenheit; die blassweissen Blätt-
chen gedrängt wäde etwas herablau-
fend.
In unsern Nadelholzwäldern.
September — November.
Der weisse Strunk dicht, mit
schwärzlichenStreifen ; der schwärz-
lich rusfarbige Hut glokkenförmig,
mit einer Erhabenheit, glatt, zun-
zeligund weich; die Blättchen ge-
drängt, frei, anfangs weiss, zulezt
rosenfarbig.
%
Agaricus cervinus Schaeff.
Nicht selten in unsern Wäldern an
Baumstämmen. |
Im Herbst.
Ua
508 23. Klasse. 7. Ordnung.
/
! ter, Die Farbe, hauptsächlich des Huts, weiss.
1645. A. AL- Fasteinzeln wachsend, ganz weiss;
RER Blät- der Strunk glatt, dikk, kurz, et-
tersschwamm. was aufsteigend, am Grunde schmä-
ler; der Hut fleischig, gewölbt,
etwas flach, am Rande gleichsam
eingerollt; die Blättchen deutlich
"voneinander unterschieden, biswei-
len gering sägeartig gezähnt,
Agaricus virgineus Batsch.
Wohnort: In sandigen Gegenden auf der Erde,
z. B. gesellschaftlich und einzeln wach-
send iın Walde bei den Rükkinger Schlä-
gen etc. | |
Erschein.-zeit, Im Herbst.
1646. A.esur- Gesellschaftlich wachsend, ganz
Elfen a weiss; der Strunk meistens lang,
weisser Blät- an der Spizze mit kleinen Schup-
Le RB, pen; der Hut fast fleischig, kle-
berig, flach gewölbt, am Rande
‚ glatt; die Blättchen dıkk, vonein-
ander entferntstehend, etwas her-
ablaufend und gleichfarbig; der Ge-
ruch nicht unangenehm.
-
hau ‚sied
Erschein.-zeit.
‘
Wohnort.
%
f) B
Erschein.-zeit.
1647. A. TUBE-
ROSUuSs.
Knolliger.
Blätter-
schwanm.
Jiyr
Wohnort; _.
Sy 518)
'Schwämme. 509
Agaricus Jozzolus Scop. A. nitens
Sowerby.
Häufig in Buch -seltener in Nadel-
holzwällern,, z. B. im Wald bei dem
Wilhelmsbad; im der Lohe; in dem Le-
ben und der Dikk bei Offenbach; in
der Tanne bei Darmstadt etc.
Im Herbst, |
Gesellschaftlich.. wachsend,, klein
und weisslich; der Strunk kurz,
röthlich, auf die Knollen ange-
ae. der Hut gewölbt, war-
zig, mit verlängerten, weisslichen,
hier und da schmäleren Blättchen,
Br ale anitng B atsch.
Häufig auf faulenden Blätterschwärn-
‚men in unförmlichen, den Kartoffeln
ähnlichen Knollen,
PaASaA
IV. Astnurırung. Sehr zarte kleine .
"Schwäimme. ' Der Hut meist hautar-
tig, ‚gestreift, durchsichtig , gewölbt,
und bleibend. die Blättchen ‚ dürre
510 23. Klasse. 7. Ordnung.
und gleichfarbig; der Strunk mei-
‚ stens hohl, verlängert und nakkend,
1648. A..arcı- Einzeln 'wachsend, nach Knob-
Pa HL lauch riechend; der grauschwärz-
Blätter- liche Strunk lang, mit einigen
SCRURIRDAS Wurzeln versehen, am Grunde stri-
gelig; der bräunliche Hut glokken-
förmig, hautartig und gering ge-
streift. ,
Agarieus alliaceus Linn non Scop.
Wohnort. In unsern Wäldern unter‘ faulenden
Blättern, vorzüglich an feuchten.Orten.
i ass Kappa Zeit.‘ * m Herbst.
"1649. A. GALE- Rasenförmig, geruchlos; der
RICULATUS,
Miizz zen PORHG- Sirmuk eben, bewurzelt (saftlos) ,
.ger Blätter-
am ‘Grunde striegelig- kurzhaarig; s
schwanm, -
der bläulich- bräunliche Hut haut- .
artig, mit einer Erhabenheit und
weissen voneinander unterschiede-
nen Blättchen.
| | Agaricus conieus Huds..
Wohnort. Häufig auf faulenden Baumstämmen,
Erschein,-zeit. Im Herbst-
«Schwämme;* 7 . © Zıı
ı650.A.roLyv- Einzeln wachsend};. der himmel.-
GRAMMUS. L .
blaue Strunk geschwänzt und der
Geschwänzter
Blütter-. Länge nachgestreift; dexıfast/asch-
schwamm.
farbige Hut glokkenförmig und mit
einer Erhabehheit versehen. !
- Wohnort, ° Auf der Erde unter den äbgefallenen
Blättern, z. ‚B. im) ner reinem Fa»
saneria Wh ae na
Erschein, -zeit, Im Herbst.
’*
#rr 7
v. -
1651. A! rta4 Gesellschaftlich “"Wachsend, der
Vg gelbliche Strunk verlängert, etwas
ger Blätter- kleberig; der Hut glokkenförmig,
schwamm.
IaEzER |
gestreift, nebst den Bläuchen weiss-
lichaschfarben. =
Agaricus. plicarus Schaeff?
Wohnort. 2 Fichtenwäldern und ‚Heidegebü-
schen auf der Erde, Ss
Erschein.-zeit. “Im Herbst. Fan!
1650. A. Hyr- Sehr zart, klein und ganz ocher-
NORUM.
Moos- Blätter gelbrostfarben ; der Strunk mittel-
, sehwainm, mässig; der Hut glokkenförmig
"und gefurcht; die breitliclien Blätt-
chen voneinander entferntstehend.
Zum, 23. Klasse, 177 Ordnun ER
nn sb Agarieus Hypni Bat sch. A.etampa-
3 Der ERT, BY iidss% nulatus Schaeff. Y
‚Wohnört4:. : Häufig auf‘ feuchten‘ Wiesen unter
hin bares mrıseı dem Moose; , vorzüglich. dem Astmoos.
Ba en > ‚Nach ‚häufigen, Regen,
1695.,A., SArtısı (Fast „einzeln ' wachsend, -ocher-
NER. h
Zar:erBlät->gelbrostfarbig ‚und sehr klein; der
terschwanım. Strunk lang und ‚sehr glatt; der
Hut hautartig, kegelförmig undet-
sh heat Was ‚glatt ;. die Blättchen. voneinan-
. ....„.der ‚entferntstehend, sehr zart und
; < Wie r_.h: ver
‚gimmrölmp zimmtfarbig.
“Wohnort. Nicht selten in Weidegebüschen und
auf grasigen Pläzzen.
Erschein.-zeit! © Im ‘Sommer’ und Herbst.
1654. A. Cra- Der Straf Alan röhrig, weiss
vus Schaeff. PR HE j 1blicl 2 da
-Nagel- Bla. ündschmuzzig gelblich ;..derbräun-
berschananEan.g Re Hut gewölbt mit weissen
" Blättchen. Pr
z
KB: esculentus Pers. BE
Wohnart. :;s:. „In. Wäldern ‚auf abgefallenen Blättern |
| „and zwischen Moos.
Schwämme 5153
Erschein.-zeit. Im Spathherbst und Frühling.
Nuzzen.
1655. A. Fıs-
TuLosus Bull.
‚höhriger
Blätter-
schwamm.
Wohnort,
Erschein.-zeit.
1656. A.vuL-
GARTS.:
Gemeiner
Blätter-
schwam m.
ze \
‚In Oestreich und Böhmen wird er ge-
‚gessen und unter dem Namen Nagel-
. schwamm zu Markte gebracht.
Gesellschaftlich wachsend, klein
und rosenfarbig; der röhrige blasse
Strunk fadenförmig; der warzige
Hut glokkenförmig ; die bogenför-
migen Blättchen sehr blass,
Agaricus roseus Pers.
n ‚Häufig in unsern Nadelholzwäldern.
Im Herbst.
Gedrän gt gesellschaftlich wachsend
und' klein; | der Strunk kleberig und
dikklich; der Hut zart, zerbrech-
lich, warzig, mit einer Erhaben.
heit, etwas kleberig - aschfarben;
' die weisslichen Blättchen haken-
Wohnort,
Erschein.-zeit.
förmig.
che gemein in Nadelholzwäldern auf
der Erde. |
Zur Regenzeit im Herbst.
-
3ı4 23. Klasse. 7. Ordnung.
1657. A. Eupen: Klein, zerstreut, bräunlich; der
5 A I lin | |
a "Strunk kurz und eingebogen; der
Blätter- Hut halbkugelförmig und etwas ge-
schwamm:. usa
faltet; die weisslichen Blättchen ha-
kenförmig.
Agaricus corticola Pers. 4. pusillus
Hoff m.
Wohnort. Sehr häufig auf den Stämmen und in
den Rizzen noch lebender Eichen und
Weidenbäume, auch unter dem Moos
an den Baumstämmen,
‚ Erschein.»-zeit, Men ganzen ‚Winter durch.
i V.° AptaeıLung. Der Hut hautar-
tig, sehr schnell vergehend, etwas
fleischig,, zulezt zerrissen ; ‚die Blätt-
chen zulezt schwärzlich zerfliessend,
Der Strunk geringelt oder nakkend.
- * Hautartige , fast ganz zerfliessende, mit sehr
wi ‚ zarten Blättchen.
165B.A. coma* Gesellschaftlich wachsend; der
Schopfförmi- weisse Strunk sehr lang und röh-
ger Blätter- rig, mit beweglichem Ringe; der
schwamm.
Hut anfangs walzenförmig, etwas
glatt und weisslich,, hernach glok-
Wohnort.
Schwämme + 315
kenförmig, blass, mit gelben Schup-
pen besezt, zuleZt am Pıande ein-
geschnitten; die Blättchen gehäuft,
anfänglich weisslich-purpurröthlich;
der Geruch hässlich.
Agaricus cylindrieus Sowerby A.por-
cellaneus Schaeff. A. Chamaeleo
Batsch. A. fimetarius Bolt, A.ty«
phoides Bull,
An magern sandigen Orten, auf Schutt,
in Wegen wo nicht viele Sonne hin-
Erschein.-zeit,
Nuzzen.
1659. A. ova-
TUS,
'Eyförmiger
Blätter-
schwamm.
scheint, nahe'bei den Pferdeställen etc,
. Nach feuchtem Wetter, besonders im
Herbst, |
Die schwarze Jauche, in welche der
Hut zerfliesst, soll zu Tusch gebraucht -
werden können. K R))
Gesellschaftlich wachsend; der
weisse Strunk lang, am Grunde ge-
schweift, mit beweglichem Ringe;
der Hut anfänglich eyförmig, her-
nach glokkenförmig zerrissen, fast
" aschfarbig und überall mit ziem-
lich grossen dachziegelförmig über-
516 05. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1660. A. pL=
cATUuS.
Ge falteter
Blätter-
schwamm.
Wohnort.
Kb
I»
einanderliegenden Schuppen bedekt;
die Blättchen anfänglich umbrafar-
big, zulezt' schwärzlich.
Agaricus Mitkella « Batsch.
An sandigen und feuchten Orten, auch
auf Schutt.
Im Herbst.
Rasenförmig ; der Strunk röhrig,
geringelt, am Grunde pfriemenför-
mig, 'inwendig mit einem Kreise
umgeben;.der Hut glokkenförmig,
gefaltet, ‚aschfarbig, ander Spizze
mit bräunlichen angedrükten Schup-
pen versehen, am Rande zulezt zu-
rükkgeschlagen { die Blättchen ge-
drängt he breit, etwas zusammenge-
wachsen,.anfänglich rothbraun,nach-
her schwarz und weisslich bereift.
Agaricus Fugax Sg Ehe ff. 4. stria-
tus Huds. A. atramentarius Bull.
In Dirfem, Gärten, an Zäunen und
auf Wiesen.
re
Erschein.-zeit,
1661. A. cınE-
REUS,
Aschfarber
Blütter-
schwanmm.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1662. A. FER.-
RUGINEUS,
Rost farbi ger
Blüätter-
schwamm,
'Schwämme. 317.
Nach feuchtem Wetter im Herbst.
Der Sr verlängert, röhrig,
mit lan Schuppen; der Hutke-
.gelförmig, gefurcht, etwas filzig.
aschfarbig, an der Spizze glatt und
bleifarbig, zulezt flach und mitdem
zerrissenen Rande eingebogen; die
schwarzen Blättchen gleichbreit,
punktirt und etwas gebogen.
dgaricus stercorarius Bull,
In Gärten auf Misthaufen und auch
in Wäldern,
Im Herbst.
Rasenförmig; der Strunk blass;
der Hut glokkenförmig, gefurcht,
anfänglich ochergelb nachher rost-
farbig und getheilt; die Blättchen
glänzend, an den Seiten und auf
dem Rand mit schimmernden Drü-
sen besezt, anfänglich rosenrotlı,
nachheraschgrauund zuleztsch wärz-
lich. . |
Asaricus lignorum Schae ff. 4. mi-
eaceus Bull. 4. turbinatus Rellhan.
Bd =. 08. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1663.A, DOME-
STICUS.
Haus-Blätter-
schwanm.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1664. A. Be
TELLA Nobis,
- Wiesen: Blät-
terschwamm.
Auf faulenden Stämmen,
Ende des Sommers.
Der Strunk Dfrieron Tor der
Hut glokkenförmig, stumpf, wel-
‚lenförmig, an der Spizze gefurcht
und rusfarbig und mit kleienarti-
gen Schuppen bedekt; die Blätt-
chen gedrängt, gleichbreit, an die
Spizze des Strunks geheftet, anfäng-
lich blauroth nachher braunschwärz-
lich. |
In Häusern und an feuchten Mauern.
Im Frühling und Herbst,
VI. AstaeıLung. Der Hut fleischig
oder etwas hautartig, eben und blei-
bend ; die Blättchen gleichsam wie mit
Nebel überzogen, nachher schwarz-
flekkend oder einfarbig, fast wässe-
rig und zulezt dunkler als der Saa- '
menstaub; der Strunk geringelt oder
nakkend.
*, Der Hut Neischig, der Strunk geringelt. .
‚Gesellschaftlich wachsend und
gross; der weisse Strunk knollig,
länglich und glatt, mit deutlichem
%
Ring; der weisse Hut glatt. oder ge-
ring schuppig; die Blättchen roth.
Agarieus arvensis Schaef f. 4. cam«
pestris Bolt. A. edulis Pers.
Wohnort. Häufig in Nadelholzwäldern, auf Wie
, sen und Bergtriften,
Erschein.-zeit. Im Sommer und Herbst.
- Nuzzen, Er kann frisch und getrokknet geges-
sen werden,
1665. A. cau- Der weissliche Strunk kurz, ab-
PESTRIS. 4 R i i
Feldbläster. Wärtsdünner, etwas filzig, mitun-
schwanım; ge vollständigem Ring; der Hut flei-
meiner Cham- ö
pignon. schig, etwas flach, rothschuppig;
die Blättchen röthlichbraun.
Agaricus eampestris Lin n. A. pellitus
Batsch. 4. edulis Bull, Amanita
edulis Lamark.
b. Grösser; der Strunk knollig, mit
kleinen Schuppen und etwasaufgeschwol.-
lenem Ring; der Hut gewölbt, haarig-
schuppig, röthlich umbrafarbig; die
Blättchen braun,
4dgaricus vaporarius Pers.
ig e
320 23. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort, Häufig bei uns auf Wiesen, hügeligen j
Triften, seltener in Wäldern. b. Auf
Treibbeeten wo er gezogen wird.
Erschein.-zeit.. Von dem August an bis spat in den
Herbst.
Nuzzen. Ein gewöhnlicher essbarer Schwamm
von angenehmen Geruch, der bei uns
häufig zu Markte gebracht und von un-
sern vornehmen Städtern sowohl frisch
als auch getrokknet auf mancherlei Art
zubereitet gegessen wird. Da es meh-
rere in dem äussern Ansehen den Cham-
pignon sehr ähnliche ‚giftige Schwämme
giebt, so versäume manja nicht, jedes-
‚mal beim Kochen eine geschälte Zwie-
bel oder einen silbernen Löffel mit in
den Topf zu werfen, wird dieser oder
jene bläulich oder schwärzlich, so sind
sicher giftige Schwämme darunter ;, dies
ist überhaupt eine Sicherheitsprobe bei
den meistenSchwammarten. Ueberhaupt
müssen die Champignon zu der Zeit ge-
sammelt werden , wenn sie noch ganz
klein sind und kleine Kugeln bilden ;
von den Bovist- und Staubschwämmen
_ welche in diesem Zustande ihnen sehr
ähnlich sind, lassen sie sich leicht da-
i .
y
”
Schwämme. ya. 321
durch unterscheiden dass dieseeinrauhe,
‚hingegen die Champignon eine glatte
1666. A. AERU-
GINOSUS,
Kupfergrüner.
Blätter-
schwamnm.
Wohnort.
Erschein.-zeit,
Oberfläche haben, In Gewächshäusern
und auf Mist-und Spargelbeeten werden
sie bei uns auch hin und wieder gezo-
gen.
Der Strunk schuppig, oben
schwärzlich, mit schnell vergehen-
dem, bisweilen ganz abfallendem
Ringe; derHut gewölbt, fleischig,
kleberig, frisch kupfergrün, trok-
ken gelblich; die Blättchen flach,
miteinander verbunden, braun und
purpurröthlich untermischt, zulezt
schwärzlich und beinahezerfliessend.
Agaricus Beryllus Batsch. 4. cyane-
us Bull. A. politus Bolt. 4. viridis
FHuds. Amanita yiridula Lamark.
In Buchwaldungen, z. B. bei den
Rükkinger Schlägen, in derLohe, um
Vilbel, indem Lehen bei Offenbach etc
Im Herbst.
3. Th..e. X
_
520 23. Klasse. 7. Ordnung.
1667. A.LATE- Gross,rasenförmig,mehrere Strün-
RITIUS, , va
Ziegelfarbi- ke am Grunde zusammengewach-
ger blätter- sen; der Strunk lang, ziemlich
‚ schwamm. R . ;
dicht, mit schwärzlichem schnell»
vergehendem Ring; der Hut flei-
schig, etwas kleberig, ziegelfarbig,
am Rande gelblich; die Blättchen
voneinander getrennt, wie mit Ne-
bel überzogen, grünlich aschfarbig,
zulezt zerfliessend und schwärzlich ;
der Geschmakk bitter.
Agaricus amarıs Bull. 4. auratus Fl.
| Dan. d. pomposus Bolt.
Wohnort. Häufig auf faulenden Baumstämmen.
Erschein.-zeit. Den ganzen Herbst durch.
1668. A.rascı- Nicht gross, rasenförmig ; der |
Bündelförmi- Strunk hohl, dünn, abwärts rost-
ger Blätter- farbig, mit haariger schwärzlicher
schwamm,. j j
Hülle; der ocherfarbige Hut etwas
fleischig, miteinerErhabenheitund
dunkler Scheibe Fi die Blättchen ge- |
drängt, nebelartigüberzogen, grün-
lich und zulezt fast zerfliessend ; der
Geschmakk. bitter.
Schwämme. | 3:3
Agaricus pulverulentus Bull, 4. Je
nensis Batsch. 4A. olivaceus Ho ff m-
Wohnort. In lichten Wäldern an Baumstämmen.,
Erschein.-zeit. Von dem August an bis in den No-
vember,
**, Der Hut meistens zerbrechlich und hautartig;
der Strunk nakkend.
1669. A. stıe Zerbrechlich und in dichten Ra-
PATUS, 79 ,
Dichtbeisam- Sen beisammenstehend ; der weiss-
menstehender Jiche Strunk fast nakkend;; der Hut
Blätter-
schwamm. glatt, bräunlich bleifarben, trok-
ken runzelig und bleich; dieBlätt-
chen gedrängt, etwas nebelartig
überzogen und fleischfarbigbraun.
Agaricus spadiceus Schaeff.
Wohnort. An Baumwurzeln und auffaulemHolz.
Erschein.-zeit. Im Frühling und Herbst.
VI. AstneıLung. Der Hut fleischig,
meist eingedrükt; die Blättchen milch-
gebend.
*, Der Hnt weisslich,
‚1670. A. rıree Der weisse Strunk dikk; der
RATUS,
Pfeffer -Blät- weissliche Hut glatt, anfangs halb-
\ serschwamm. kugelförmig, hernach trichterför- .
\
Xo&
324 23. Klasse. ı 7. Ordnung. ,
“ mig, am Rande ausgebreitet; die
Blättchen gedrängt, gabelförmig,
röthlichweiss; der Geschmakk sehr
‚scharf und pfefferartig.
| Wohnort.
Erschein.-zeit.
1671. A, TOR-
MINOSUS,
Giftiger.Blät-
terschwammı,
Wohnort,
Erschein,-zeit,
Bemerkung.
1672. A. DELI-
CIOSUS, »
FF ohlschniek-
kender Blät-
terschwamm;
RBeizker.
Häufig in.Buchenwäldern.
Im Herbst.
**. Der Hut fleischfarbig oder gelblich.
Der weissliche Strunk kurz, dikk- -
lich, stark, mit Vertiefungen ver-
sehen; der schwach ochergelbe Hut
nabelförmig, mit Kreisen versehen,
am Rande zurükkgerollt und zot-
tig; die weissen "TaBrtohoR etwas
ästig.
Agaricus Necator Bull,
Auf Graspläzzen, an Akkerrainen,
zuweilen auch in Waldgegenden.
Den ganzen Herbst hindurch.
Er ist schädlich und sein Genuss ver-
ursacht sehr übele Zufälle,
Der ziegelfarbig gellekkte Strunk
walzehförmig, meistensin der Erde
verstekt; der Hut nabelförmig, et-
was pomeranzenfarbig, vertrokknet
Schwämme. 525
schmuzzig fleischfarben, anfänglich
‘glatt, zulezt durchscheinend, et-
was Alzigund mit grünlichen Krei-
> sen versehen; die Blättchen und
“der Saft pomeranzengelb.
Lactarius lateritius Pers.
Wohnort. Häufig in Nadelhölzwäldern.. /
Erschein.-zeit: Au gust— November. ER
Nuzzen. Er wird unter die Lekkerbissen ge-
‚ rechnet und lässt sich in Baumöhl auf-
bewahrt verschikken ‚ welches in Genua
| häufig geschehen sol. Man hält ihn
für den a Boletus der Römer,
Die Italiener nennen ihn Novolo.
Bei dem Einsammeln muss man deshalb
sehr vorsichtig seyn, weil einige giftige
"Arten ihm sehr ähnlich sind.
%
y
| ***. Der Hut röthlich, Lost ‚pda heutsuila
1675.A.rusen. Gesellschaftlich wachsend, von
u | ziemlicher Grösse; der Strunf; < dikks
mir! lich, am Grunde rostfarbig roth;
der ochetgelBrothe Hut anfangs ge-
wölbt und etwäs erhaben, «nachher
niedergedfükt; fbfeitlichen Blätt-
chen gelblich.
326 23. Klasse. 7. Ordnung.
Agaricus lactifluus Linn? 4. testase-
us Scop?
Wohnort. Nicht selten in unsern Wäldern.
‚Erschein.-zeit. August, September,
Bemerkung. Geruch und Geschmakk verrathen
| schädliche Eigenschaften.
1674. A.sus- Der Strunk ziemlich kurz; der
DULCIS. Hut röthlich mit dunklerScheibe,
Süsslicher N h b
Blätter- 'trichterförmig, am Rande etwas
schwanmm,
aufrecht; die Blättchen blass fleisch-
farbig, etwas herablaufend; der
Saft weiss; anfangs süss, nachher
unangenehm und etwas scharf.
Agaricus rubescens Schaef f.
VIII. Astueıtung. Der Hut feischig,
meist eingedrükt; die Blättchen gleich-
lang und dürre; der Strunk nakkend,
meistens weiss,
1675. A. RoSsA-
CEUS, i fi
Rosenfarbi- gewölbt, rosenroth oder röth-
ger Blätter- j;ch; die Blättchen weiss; der Ge-
schwamm.
schmakk bald scharf bald mild.
Der Strunk RLOR ; der Hut flach
Schwämme. - 527
x
b. Der Hut weisslich mit rosenroth
untermischt.
Wohnort. _ Häufigin Laub-und Nadelholzwäldern.
Erschein.-zeitt.e. Im Herbst.
1676. A. Ene- Der Strunk mit weiss und roth
TIcus. 3
Brechenerre. wntermischt; der Hut blutroth,
zender Blät- eingedrükt, am Rande gefurcht;
brschwamm, _, i ee.
die weissen Blättchen dikklich; der
Geschmakk scharf, der Geruch ekel-
haft.
Wohnort. Häufig in unsern Wäldern.
Erschem.-zeit.e. Im Herbst.
Bemerkung. Sein Genuss macht Erbrechen, Durch-
fälle etc. ja selbst den Tod.
1677... escı- Der Strunk gelblich; der Hut
Er Blix- roth; die Blättchen glänzend dunkel-
terschwamm. gelb und zerbrechlich; Geschmakk
und Geruch nicht unangenehm,
Wohnort. In unsern Wäldern, jedoch selten,
Erschein.-zeite. Im Herbst.
Nuzzen. Ist essbar.
528 23. Klasse. ‘7. Ordnung.
, X
1678. A. cra-
_ NOXANTHUS.
Hellblauer
Blätter-
schwamm,
Wohnort.
Erschein.-zeit,
1679. A.vIRES-
CENS,
Grünlicher
: Blätter-
Schwamm.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
Der Strunk weiss; der himmel-
blaue Hut fach eingedrükt, am
Rande glatt, mit purpurröthlicher,
zulezt ganz blass werdender Scheibe;
die Blättchen weiss.
In Me und Buchengebüschen, vor
züglich nach Le liegen.
Juli — November.
Von ziemlicher Grösse ; der Strunk
weiss; der Hut fleischig, gewölbt,
würfelartig, runzelig, grünlich, am
Bande etwas weisslich ; die, weis-
sen Blättehen dikklich, einige nur
halb.
Russula aeruginosa Pers.
In Wäldern und auf. Heiden,
August , September.
IX. Asrugırungs. Der Hut. glatträn-
dig, trichter- oder nabelförmig, fei-
schig oder hautartig; lie Blättchenun-
gleich, saftlos, nicht milchgebend,
er
Schwämme. | 329
meist herablaufend-; der Strunk nak-
kend und in der Mitte stehend.
*, Grosse; der Hut fleischig oder fleischig haut-
artig, am Rande glatt.
1680. A.maxı- Der Strunk kurz, dikk, dicht
mus Nobis. denn ts
Grösster Blüı. und weisslich; der weisse Hut saft-
'terschwanım. os, trichterförmig, mit einer Er-
höhungundsehr gross; die Blätt-
‚schen unterbrochen, gleichfarbig, zu-
'lezt röthlich.
Agaricus giganteus Leyss. A. infun-
dibuliformis Hoff m.
Wohnort. An schattigen Orten, z.B.in der Lohe
oberhalb Bischofsheim.
Erschein.-zeit. September, Oktober.
**, Kleine; der Hut hautarlig und meistens .ge-
. streift.
1681. A. per- Gesellschaftlich wachsend und
FoRAaNso/fm. } N BRUNS
Du dhekrter bleibend; der Strunk schwärzlich-
Blätter- braun, unter dem Vergrösserungs-
schwamm. u
glas’ etwas behaart; .der Hut fast
flach, etwas gefaltet, röthlichweiss,
mit geringer Erhabenheit; dieBlätt-
- h
330 23. Klasse. 7. Ordnung.
chen einfach, ganz verbunden, et-
was kraus und gleichfarbig.
Agaricus androsaceus Pers.
Wohnort. Häufig in Nadelholzwäldern auf Tan-
'nennadeln, welche er gleichsam durch- |
bohrt.
Erschein.-zeit. Fast das ganze Jahr durch,
1682. A.acıcv- Der Strunk haardünne, graulich-
LARIS. VE > j h
Nadelkopfför- Weiss; der weisse Hut glokkenför-
miger Blütter- mig oder halbkugelrund, von der
schwamm, h |
Grösse eines Hanfkorns; der Blätt-
chen wenige, von gleicher Farbe
und im Verhältnis mit dem Hut,
ziemlich breit.
Agaricus trichopus Scop.
Wohnort. Auf Buchenblättern, jederzeitaufden
Rippen und nicht in der Substanz des
| Blatts.
Erschein.-zeite. Im Herbst.
X. AptrHeıtLung. Der Hut feischig,
eingedrükt, schief, ganz oder nur
halb; der Strunk nakkend, ausser dem
Schw ämme. j 5%ı
Mittelpunkt angeheftet,, zur Seite ste-
hend .oder ganz. fehlend.
*. Der Hut ganz, der Strunk ausser dem Mittel.
punkt,
1685. A. ın- Von ziemlicher Grösse; fast ra-
CONSTANS. BR
Unbeständi- senförmig; der Strunk rusfarbig,
ger Blätter-- bald in der Mitte bald seitwärts
schwamm. | k
| stehend ; der Hut etwas zähe, ein-
gedrükt, ganz oder nur halb, lap-
pig, gebogen, röthlich; dieschim-
mernd weissen Blätichen etwas ästig,
am Grunde kraus.
Agaricus flabelli formis Schaeff.
Wohnort. An. Buchstämmen ° in dichten wäl-
dern, R
Erschein.-zeit, Juli — November.
**, Der Hut halb; der Strunk am Rande stehend;
’
die Blättchen herablaufend und von der Seite des
Huts sich wegneigend. ,
1684. A. mor- Zart, gesellschaftlich und einzeln
i FIR er Bir. Wachsend; der Hut etwas gallert-
terschwamm. artig, glatt, gewölbt,. hökkerig,
blass, am Grunde mit rothem Staub
bedekt; die Blättchen blasszimmt-
farbig.
552 25. Klasse. 7. Ordnung.
f Agaricus canescens Batsch. A. gela-
tinosus Gmel. in L.S. N. A.lateralis
Bolt.
Wohnort. Häufig auf verfaultem Holz, auf ab-
| sterbenden Bäumen, in hohlen Weiden
eic.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1685. A. styr- Rasenförmig; der Strunk zuwei-
er. len fast, ganz in der Mitte stehend,
hender Blät- zusammengedrükt, aufsteigend, an
terschwamm,
| der Spizze ausgebreitet; der Hut
etwas weich lederartig ; ausgerändet
und mehlartig bestreut; die zimmt-
farbigen Blättchen sehr zart, die
Adern miteinander verbunden; der
Geschmekk anfangs ekkelhaft süss-
lich, nachher zusammenziehend,
Agaricus flabelli formis Jacg. A. Ks
ralis Huds.‘d. frcoides FWFPirh.
Wohnort An gefällten Buchbäumen.
Erschein.-zeit. Im Spathherbst und bei gelinder Wit-
terung bis in den Frühling.
Schwänme. | '2 . 353
1686. A.varıa- Gesellschaftlich. wachsend ; ohne
BILIS.
FV eränderli-
cher Blätter- jung ganz undzirkelrund, mit aus
schwanım.
Strunk; der Hut etwas hilzig, weiss,
der Mitte kommendem Strunk, alt
halb und strunklos; die weissen
Blättchen werden zulezt rostfarbig.
Agaricus niseus Sowerby A.sessilis
Bull.
Wohnort, Auf der Erde unter den Blättern an
abgestorbenen Aestchen anhängend, z.B,
bei Hanau in der Bulau; in der Dikk
bei Offenbach; im Wald bei Kranich-
stein,
Erschein.-zeit.. Im Herbst.
«+, Der Hut halb und korkartig.
1687. A.aLne- Lederartig, filzig, weisslich perl-
NR Blätter. farben, und gewöhnlich schuppen-
‚schwantm. artig, übereinander wachsend; der
Hut oftmals vielspaltig, im feuch-
ten Zustande röthlich ; die Blätt-
chen gespalten, am Rande zurükk-
gerollt, etwas behaart, röthlich
perlfarben. URLEN: |
Agüricus multifidus Batsch.
334 23. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort. Häufig an den Stämmen der Linden,
Zitterpappeln, Buchen und Erlen,
Erschein.-zeit. Im Herbst und Winter. |
1688. A. TRA- Fast dachziegelförmig übereinan-
N . Blir- derliegend, beinahe korkartig, durch-
serschwamm. sichtig, schmuzzig bräunlich, glatt
und mit kaum sichtbarem Filz be-
dekt; die röthlich fleischfarbigen
Blättchen ziemlich einfach.
Wohnort. Häufig an Holzwerk , Balken und
Planken.
Erschein.-zei. Im Herbst und Frühling.
Beobachtung. Obgleich er sehr der Daedalea
quercina ähnlich sieht, so unter-
scheidet er sich doch durch seine Zart-
heit und nicht nezzförmigen Blättchen
hinlänglich von ihr.
DXLYIIN. MERULIUS. Ader-
schwamm.
*. Der Hutganz, meistens becherförmig ; der Strunk
in der Mitte. :
'1689.M. Can- Gesellschaftlich wachsend, von
THARELLUS,
Gemeiner
Aderschwanm erweitert ; der Hut fleischig, glatt,an-
oder Pfiffer- x a H $
ir fangs gewölbt, im Alter eingedrükt,
ling.
ganz gelber Farbe; der Strunk oben
Schwämme. JE 335
ausgehöhlt, am Rande wellenför-
mig und gelappt. a
Agaricus Cantharellus Linn.
Wohnort. Häufig in unsern Wäldern.
Erschein.-zeit. Juli — Oktober. !
Nuzzen. Er gehört unter die essbaren Schwämmte.
1690.M. au-_ Der ochergelbe Strunk dicht,
RANTIACUS,
Pomeranzen-
farbiger Ader- artig, filzig, etwas gewölbt; die
schwamm.
jung etwas dikk; der Hut fleisch-
Falten steif, zweitheilig und pome-
ranzenfarbig.
Agaricus aurantiacus ZF ul Y
Wohnort. ° In Wäldern auf Graspläzzen „ jedoch
| seltener als der vorhergehende.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
ı1691.M. rusı- Vonkleiner Gestalt, gesellschaft.
FORMIS, .
Röhrenförmi- Wh wachsend; der gelbe Strunk
ger Adder-- verdikt; derbraune Hut etwas haut-
schwamm, ö AAN NR P ß
artig, nabelförmig, mit gering run-
zelig schuppiger Scheibe; die gelb-
aschfarbigen Falten gerade.
556 23. Klasse. 7. Ordnung.
Helvella tubiformis Bwil. Elvela tus
baeformis Schaef R Peziza undulata
h Bolk»,
Wohnort. Nicht selten in unsern Buchenwäldern,
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1692.M. rrur- Der goldgelbe Strunk gleichbreit,
NATUS, ba |
Bereifter verlängert; der braunaschfarbene
Aderschwamm ut flach; dieFalten perlaschfarbig
und reifartig graubestäubt.
Agaricus pruinatus Batsch.
Wohnort. Im Wald hinter Offenbach auf nassem
| Moosboden.
Erschein.-zeit.. Oktober.
1695. M. cor- Basenförmig, schwärzlich rusfar«
Be ben; der Strunk spindelförmig, ver-
Aderschwamm kehrtkegelartig, in den Hut aus-
gebreitet; der füllhornförmige Hut
hautartig ,‚ mit kleinen Schuppen be-
sezt; die Adern schwach in den
Strunk herablaufend.
Peziza cornucopioides Linn. Agarieus
cinereus Batsch. Craterella cornuco-
| pioides Pers. |
Schwämme. . 357
Wohnort. Häufig in Buchenwäldern auf der Erde,
Erschein.-zeit. Im Herbst.
*, Der Hut halb und fast hautartig.
1694. M. re- Strunklos, dachziegelförmig über-
MELLOSUS. einanderliegend, fleischig - gallert-
Tremellenarti-
ger Ader- artıg; der Hut anfänglich fast zir-
schwamm. kelrund, älter ausgebreitet zurükk-
geschlagen und weisshlzig; die Fal-
ten fast löcherförmig, spizzig und,
roth. |
Agaricus betulinus FY ul f.
Wohnort. An Eichenstämmen im Bruchköbeler
Hägewald bei Hanau.
Erschein.-zeite. Im Herbst.
DXLIX. DAEDALEA. Labyrinth-
schwamm.
1695.D.guzr- Lederartig, blass holzfarben ; der
CINA.
Eichen - Laby-
rinthschwamm die Blättchen ästig, gross buchtig.
Hut klein zunzelig und glatt;
Agaricus quercinus Linn. A. labyrin-
thiformis Bull. Merulius quereinus
Gmel. L.S.N.
Wohnort. Häufig an Eichenstämmen.
Erschein. zeit. Das ganze Jahr.
3. Th. 2
338 .3. Klasse, 7. Ordnung.
Nuzzen, Kann zu Verfertigung des Zunders
' benuzt werden. |
1ı696.D. corı- Lederartig, mit Kreisen verse-
are hen, filzig, fleischfarbig; die Blätt-
Labyrinth- chen lederartig, an der Spizze und
schwamm. alien we
im jüngeren Zustande etwas ästig,
blass holzfarbig.
Agaricus betulinus Sowerby. A. co
riaeeus Pers,
Wohnort, Ziemlich häufig an verdorrten Baum-
stämmen.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1697. D. ser1« Lederartig, hart, zu beiden Sei-
ARıA Nobis, h i A
Zaun-Laby. ten Nach; der Hut striegelig flzig
rinthschwamm und tiefbraun; die Blättchen ge-
drängt, ästig, gelblich, hier uud
da etwas löcherig.
dgaricus hirsutus Schaef f. A. asser-
culorum Batsch. 4. sepiarius Pers.
Wohnort. Häufig auf Tannenstämmen und auf
schon gezimmertem Tannholz.
Erschein.-zeit, Im Herbst,
Schwämme. 33g
- DL. BOLETUS. Löcherschwamm.
A. Der Hut bepolstert und Rleischig,
von den verlängerten Röhren sich leicht
trennend.
1698. B.annu- Der Strunk etwas dünn, und ge-
LATUS. ?
ringelt; der Hut bepoistert, glok-
Geringelter
Lüöcher- kenförmig, kleberig, ‚gelblich-blei-
schwamm. - ; ae
farben; die Flekken ziegelsteinfar-
big roth, das Fleisch unveränder-
lich, die Löcher gelb. |
Boletus annularius Bull. Boletus lu-
teus der meisten Autoren. .
Wohnort. Nicht sehr häufig in unsern Nadelholz-
wäldern. |
Erschein.-zeit. Im Herbst.
Nuzzen. Ist essbar..
1699. B. scaA- Der Strunk dikk und schmäler
ir 7,5. werdend, müt schwärzlichen rau-
cherschwamm. hen Schuppen; der Hut durchschei-
K nend, etwas runzelig, rusaschfar-
big, vertrokknet schwärzlich und
-verhärtet; die Löcherröthlichweiss,
um den Strunk eingedrükt.
Boletus bosinus Schaeff.
Ya
540 25. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort.‘
Erschein.-zeit.
1700.B. CIR-
CINNANS,
Kreis förmi-
ger Löcher-
schwamm,
Wohnort.
Erschein-.zeit.
ı701. B. suB-
TOMENTOSUS,
Schwachfilzi-
ger Löcher-
schwamm.
Häufig in unsern Buchwälders.
Im Anfange des Herbstes.
Gesellschaftlich in einem Kreise
wachsend; der Strunk etwas dünn,
gelblich, und durch schwärzliche
Punkte rauh; der Hut kleberig,
etwas ausgeschweift, dikk, stroh-
farbig oder gelb-bleifarbig; dieLö-
cher spizzig und gelb. R
Boletus inguinans Schrad. B. Airoil
rufus et ferrugineus Schaeff.
Häufig in unsern Wäldern.
Im Herbst.
Von mittelmässiger Grösse; der
Strunk etwas dünn, in der Mitte
roth oder gelblich; der Hut be-
polstert, flach gewölbt, etwas Ale
zig, im. trokknen Zustande wür-,
felförmig rizzig, fahlgelb oder gelb-
aschfarbig; das Fleisch beinahe un-'
veränderlich, die Löcher ziemlich
gross, ungleich, gelbgrünlich.
Boletus communis Bull. |
}
Schwämme. 341
Wohnort. Ziemlich häufig in unsern Wäldern.
Erschein. zeit. Im Herbst.
1702. B. BUL- Sehr gross; der Strunk knollig,
Bosus Schaeff-
Knolliger Lö-
cherschwamm. lich aschfarben; der Hut bepolstert,
etwas bauchig, nezzförmig, röth-
sehr breit, rothbraun; das Fleisch
unveränderlich, die Löcher dicht,
weisslich, nachher schwachgelb.
Boletus bovinus Müller.Bolton.
B. edulis } }
9.28 2 sPers
Wohnort. Ziemlich häufg in Waldgegenden,
Heidegebüschen, hin und wieder auch
in Nadelholzwäldern.
Erschein.-zeit. Im Herbst. |
Nuzzen. Diesen sehr grossen Schwamm zählt
man unter die essbaren,
ı705.B. zurı- Gross; der Strunk verlängert,
Dus.
Graugelbli-
cher Löcher-- der Hut bepolstert, bräunlichgelb,
schwamm.
roth, nezzförmig, etwas knollig;
inwendig bläulich; die Löcher
gleich, rundlich, anfangsroth, nach-
her pomeranzenfarbig. |
N
542 23. Klasse. 7. Ordnung. |
‘
\
4
ER
Boletus tuberosus Schrad. B. rubeo-.
larius Bull- B. magnus Julii mensis |
= BDill.cat. Güs. m
Wohnort. In grasigen Waldgegenden bei Hanau
im Bruchköbelerwald; an den Sümpfen
bei dem Steinheimer Galgen; im Schif-
fenberger und Lindener Wald,
Erschein.-zeit. Im Sommer und Herbst.
B. Der Hut fJleischig, lederartig,
meist etwas korkartig; die Röhren
kurz, mit der Substanz des Huts
verbunden.
*. Der Hut ganz, der Strunk in der Mitte oder
aur wenig ausser derselben und senkrecht,
1704.B. con» Lederartig, zähe, zimmtfarbig;
NATUS, }
Verwachsener der Strunk kurz, etwas korkartig,
Löcher-
schwamm. der Hut dünn, jung becherförmig,
alt etwas flach, mit Kreisen ver-
sehen und meistens 2<—5 zusam-
mengewachsen; die Löcher bald
ganz, bald zerrissen.
Boletus perennis Linn. B. fimbriatus
Nauaike Bull, B. subtomentosus B olt. Boletus=
zsonatus Batsch. B. coriaceus
Schaeff.
Schwämme, 543
Wohnort. Häufig in Wäldern auf Sandpläzzen in
der Nähe von Baumstämmen.,
Erschein.-zeit. Im Sommer undim Anfange des Herb-
stes,
**. Der Hut halb, auf einem seitwärtsstehenden
Strunke.
1705. B. sanpı- Fastrasenförmig; derStrunk seit-
nn wärtsstehend, kurz, dikk, schwärz-
brauner Lö- lichaschfarbig; der Hut glatt, zähe,
chersechwamm. # e i
anfänglich gelblich, erwachsen
(hauptsächlich auf der Scheibe) ein-
gedrükt, tiefbraun, und beinahe
schwärzlich, mitblässerem Rande;
die kleinen Löcher blass, auf der
einen Seite des Strunks herablau-
fend.
Boletus perennis Batseh. B. durus
Timm-
Wohnort. Vorzüglich an hohlen Weidenbäumen.
Erschein.- zeit. Im Herbst.
**#*, Der Hut halb und struuklos-
1706. B. cITRI- Rasenförmig, dachziegelförmig
NUSs. FÜRT } | 3
Zitronenfar. Üübereinanderliegend, wellenförmig
biger Löcher- runzelig, saftig, oben gelb. mit ei-
schwamm,
544 23. Klasse. 7. Ordnung.
ner gewissen Röthe; die Löcher
schön schwefelgelb.
Boletus caudieinusSch aeff. B. loba-
tus Schrad, B. coriaceus Huds.Bo-
letus tenax Bolton. B. sulphureus
; Bull,
(
Wohnort. An Weiden und Pflaumenbäumen ,
vorzüglich aber an dem Stamm alter
Eichen.
Erschein.-zeit.e. Juli — Oktober. |
Nuzzen, In einigen Gegenden braucht man ihn
zum Gelbfärben. des Tuchs.
1707.B. anus- Dachziegelförmig übereinander-
TUS. . E:
Verbrannier legend, etwas dünne; der Hutfast
Löcher- fleischartig, runzelig, blassgrau, mit
schwamm, AR j
bräunlichen Bändern, geradem
schwärzlichem Rande und kleinen
gleichen aschfarbigen Löchern.
Boletus suberosus conchiformis
Batsch.
Wohnort. An Baumstämmen in der Bulau bei
Hanau. |
Erschein.-zeit.. Im Frühling oder Spathherbst.
Schwämme. 545
1708. B. suA- Dikk, fast korkartig; der Hut
VEOLENS. ? \ 2 &
Wohlriechen. weiss und etwas filzig; die Löcher
der Löcher- ziemlich gross, bräunlich werdend,
schwanm. Ms } h i }
einige mit ungleicher Fläche spız-
zig hervorragend; der Geruch anis-
artig.
Wohnort. An alten Weidenstämmen, vorzüg-
j lich an Salix alba, z.B. häufig vor
dem Kanalthor, dem Fischerhof und
der Fasaneriezu Hanau; häufigum Frank-
furt, Offenbach, Darmstadt etc.
Erschein.-zeit. Iın Herbst und bei gelindem Wetter
auch im Winter.
Nuzzen. Ist offizinell. Linne inderFl. Lapp.
erzählt, dass die jungen Lappländer die-
sen Schwamm in ein Beutelchen, an
ein um ihren Leib herumgehendes Band
dergestalt anbinden, dass er gerade vor
ihrer Scham herunterhänge, damit sie
bei ihren Schönen mit einem wohlrie-
chenden Geruch umgeben seyen. Wo-
bei Linne ausruft: o lächerliche Ve-
nus! die du in andern Ländern Kaffe,
Chokolade, Zukkerwerk, Wein, Edel-
gesteine, Gold, Silber und Seide, Mu-
sik, Tänze und Komödien zu deinen
546 23. Klasse. 7. Ordnung..
Liebesspielen brauchst, in Lappland aber
mit einem schlechten Schwamm zufrie-
den bist!
i709.B.mar- Einfach oder auch fast dachzie-
GINATUS, .. Br 5 .
gelförmig übereinanderliegend; der
Gerändeter
Löcher- Hut dikk, hökkerig, röthlich, am
en Fıande weisslich und tröpfelnd; die
Löcher anfangs weisslich, nachher
schwach zitronfarbig,
Wohnort. An den Stämmen der Buchen und
Birnbäume, z.B. in der Bulau beiHa-
nau und in dem Wald bei Sprendlin-
gen.
Erschein.-zeit. Im Anfange des Herbstes.
Nuzzen. Man kann ihn zum Zunder zuberei-
ten; auch zur Seife könnte er wohl be-
nuzt werden. : Nach Dr. Seiferis
Versuchen schiken sich überhaupt zur
- Benuzzung der Seife solche Schwämme
am besten welche an alten Pflaumen- x
und Birnbäumen wachsen.
1710.B. Fo- Der Hut hart, fast. dreiekkig,
MENTARIUS, each BAnNTH . rei .
Zunder- schwach Dandiormig ges rei tl, rusiıg
schwamm. aschfarben; die Löcher anfangs
Wohnort,
Erschein-.zeit.
Nuzzen.
Schwänme. 547
weisslichgrau, nachher beinaherost-
farbig.
Agaricus pedis equini faeie Tourne'f.
An den Stämmen verdorrender Bu-
chen, Eichen, Birken, Linden und
Wallnüsse.
Im Herbst und Frühjahr.
Durch Beize in einer Lauge von Urin
und Asche, Klopfen, und Einweichen
in Aschenlauge mit Salpeter vermischt,
entsteht der Zunder, den man auch zu
andern Dingen brauchen könnte, daer
zu einer Art von sanftem Leder wird ;
Schreber sahe eine daraus verfertigte
Müzze. Funke erzählt wie im Ru-
dolstädtischen dieser Schwamm wegen
des Gebrauchs zum Zunder kultiviret
werde. Man pilanzt nämlich die soge-
nannte Wasserbuche an einen feuchten
Ort, bieget solche nieder, bedekt sie
mitRasen und erhält sie beständignass.
Unter diesen Umständen wächst der
Schwamm häufig hervor und man kann
jährlich mehrere. Ernden thun. Er ist
offizinell und die Lappländer bedienen
sich seiner statt der Moxa.
4
345 25. Klasse. 7. Ordnung.
ı7ı1.B.Lutes- Fast rasenförmig; der Hut kork-
ER artig, zu beidem Seiten geebnet,
“ cherschwanm. dünn filzig und blassroth, mit rauh-
haarigen gelblichen Bänderstreifen ;
die Löcher blassroth. oder schmuz-
zigweiss.
Boletus versicolorSchaef f, non
TLıdn.
Wohnort. An Baumstämmen.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
ı712.B.ocara- Dachziegelförmig übereinander-
CEUS,
Ocherfarbi- liegend, etwas fleischig, dikker
ger Löcher- als der folgende; der Hut etwas
schwamm.
filzig, ganz ochergelb, am Grunde
hökkerig, mit weisslichen Löchern.
Wohnort. An verdorrten Stämmen der Zitter-
pappel.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
‘
ı313.B.versi- BRasenförmig; der Hut lederar-
COLOR.
Ferschieden-
farbiger Lö- sen, bald schwarzblau, bald him-
eherschwanm.
tig, dünn, mit vielfarbigen Krei-
melblau, bald auch am Rande röth-
lich; die Löcher weiss.
x
Schwämme 349
Boletus versicolor Linn. und der mei-
sten Schriftsteiler,
Wohnort. Häufig an verdorrten Baumstämmen,
Erschein.-zeit. Im Herbst und Winter.
/
C. Umgewandt und ausgebreitet oder
oben löcherig, und meistens der
Hut vernichtet.
1714.B. DES- Weisslich, faser’g, frisch ange-
TRUCTOR. } i
Verwüstender nehm riechend, trokken zerreib-
Löcher- bar; der Hut ungleich, wellenför-
schwamm, i le, Han j
mig runzelig; dieLöcher rundlich,
stumpf, zerrissen und ganz.
Wohnort. In Häusern an feuchten Orten auf
Holz , welches er zerstört.
Erschein.-zeit, Im Herbst und ER zu jeder ‘
feuchten Jahrszeit.
1718. B. saLı- Umgewandt, korkartig, weit aus-
CINUS,
Weiden- Lö- gebreitet, wellenförmig runzelig,
cherschwanım. zimmtfarbig; die Löcher hier und
da schief. |
Wohnort, An Weidenbiumen deren Höhlung er
auskleidet.
4
350 23. Klasse. 7. Ordnung.
Erschein.»zeit. Im Herbst.
1716. B. me£- Weiss, hart, ausgebreitet, flach,
DULLA PANIS,
Brosamenähn-
licher Löcher- schiefen und geraden Röhrchen.
schwamn:,
tindenartig, oben durchbohrt, mit
Wohnort. Häufig auf gezimmertem Holz, z.B.
an alten Gartenthüren, Pfosten etc. in
Wäldern auf verdorrten Stämmen-
Erschein,-zeit, Im Herbst- Bo
DLI. HYDNUM. Stachelschwamm.
i i u r 15:3
*. Mit einem Strunke; der Hut bei den meisten
‚ : 2
ganz oder zirkelrund, oderausgeschnitten,
1717 H. ım- Der Strunk kurz, dikk, glatt,
BRICATUM. . . .
schmuzziggelblich, ausser der Mitte
Schuppiger
ii Wer stehend; der Hut fleischig, nabel-
schwamm. R S N
Mad förmig, umbrafarbig und mit dik-
ken, fast aufrechten, dunkleren
Schuppen bedekt; diePfriemen sehr
spizzig, dicht und schmuzziggelb.
Hydnum cervinum Pers. H. subsqua-
mosum u Batsch.
- Wohnort. In unsern Nadelholzwäldern.
Erschein.-zeit.. Im Herbst.
Nuzzen. In Italien wird er gegessen,
#’
Schwämme. 351
'ızı8.H.ne- Blass Neischfarbig; der Strunk
PANDUM.
Ausgeschwei fe
ter Stachel- der Hut runzelig, gebogen, fast
schwanm,
knollig, ausser der Mitte stehend;
lappig, glatt, bisweilen nur halb;
diePfriemen dikklich, meistens zu-
sammengedrükt.
Wohnort. Sehr häufig fast in allen unsern Buch-
wäldern.
Erschein.-zeite. Im Herbst.
Nuzzen. Er ist essbar.
ı7ı9. H. con- Gesellschaftlich, oft zusammen-
CRESCENS.
Zusammenge-
wachsenerSta- knollig und unförmlich; der Hut
chelschwamm:.
gewachsen; der Strunk kurz, fast
dünn, korkartig, trichterförmig,
tiefbraun, glatt, durch Streife und
Kreise runzelig und mit dem be-
nachbarten Schwamm oft verwach-
sen; diedünnen Pfriemen glänzend-
braun.
Wohnort, Häußg in unsern Wäldern am Grunde
der Eichen und Buchen.
Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühjahr.
©]
Or
%)
23. Klasse. 7. Ordnung.
1720. H.AauRt- Der Strunk lang und braun; der
SCALPIUM. j
Ohrlöffel.sta- Hut halb, selten ganz, lederartig,
chelschwanm. rauhhaarig und tiefbraun; die an-
fangs weisslichen Pfriemen werden
zulezt braunpurpurfarbig.
Wohnort. Auf abgefallenen Tannenzapfen, z.B.
bei Hanau hinter dem Wolfsgang; in
der Tanne bei Darmstadt etc,
Erschein.-zeit.e. Im Herbst und Frühling,
*, Strunklos; der Hut halb. \
ı721.H.cırra- Fleischartig,-von veränderlicher
TUM.
Rankiger Sta-
chelschwamm. gebogen, röthlichweiss und fase-
Gestalt; der Hut dachziegelförmig,
rig; die Pfriiemen lang und dünn.
Wohnort, An faulen Baumstämmen, z. B. zwi-
schen dem Wilhelmsbad und Dörnig-
heim; auf dem Glauberg und bei Ar-
heilgen. |
Erschein.-zeit. Oktober ix November.
DLU. THAELAEPHORA. Warzen-
schwamm.
*., Der Hut ganz, oben ausgehöhlt oder trichter-
förmig; die Scheibe strigelig rauhhaarig.
1722. T. carY- Mannigfaltig gestaltet; der Hut
OPHYLLEA. ! RR %
Nelken- IFar. trichterförmig, dünn, sehr glatt,
zenschwamm. etwas gestreift, braunpurpurröth-
Schwämme, 353
lich, am Rande meistens eingeschnit-
ten. .
Craterella ambigua Pers. Merulius
caryophyllaeus HYith. Helvella caryo-
phydllea Dicks. Hılaciniata Scop.
Wohnort. In Nadelholzwällern auf der Erde,
z. B. bei Hanau in dem Neuhoferwald
und bei dem Wolfsgang; in den Na.
delholzwäldchen bei dem Steinheimer
Galgen; im Offenbacher neuen Häge-
wald; um Darmstadt etc,
Erschein.-zeit, Im Herbst.
** Der Hut halb, zulezt wagerecht stehend.
1725. T. TER- Etwas weich, fast dachziegelför-
BESTRIS. . 2: . .
Erd- Warzen. wig übereinanderliegend, dunkel-
schwamm. braun; der Strunk kurz, zur Seite
stehend; der Hut geebnet; faserig-
strigelig.
Thaelaephora mesenteriformisIP'illd.
Hydnum Thaelaephora Retz.
Ä
Wohnort, ° In sandigen Gegenden auf der Erde.
Erschein.-zeit.e. Im Herbst.
554 05. Klasse. 7. Ordnung.
1724. T. ru-
BIGINOSA.
Rostfarbiger
FH arzen-
schwanım.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1725. T. Hır-
SUTA.
Rauhhaariger
IF arzen-
: schwamm:.
Wohnort.
Erschein,-zeit,
1726, T.pur-
PUREA.
Purpurfarbi-
ger FF arzen-
schwamm.
Dachziegelförmig übereinander-
liegend, steif, tiefbraunrostfarben,
oben filzig, (der Filz verschwindet
im Alter worauf derSchwanım glän-
zend schwarz wird,) unten behaart;
die Warzen zerstreut und ziemlich
gross.
Thaelaephora fragilis Ehrh. Helvella
rubiginosa Dicks. Auricularia ferru-
ginea Bull,
Auf mit Moos bedekten alten Buchen
und Eichenstämmen, z.B. in der Stein-
heimer Fasanerie.
Im Herbst.
Rasenförmig, lederartig gelblich,
strigelig-rauhhaarig, unten glatt.
Thaelaephora hirsuta FFilld. Auricu-
laria reflexa Bull, |
An Baumstämmen und an Pfählen.
Im Herbst.
Dachziegelförmig übereinander-
liegend, fast gallertartig, mit Krei-
sen versehen, weisslich filzig, un-«
ten purpurfarbig,
be
an
"Schwämme. 5.
Stereum purpureum Pers.
Wohnort. Häufig ‘an faulenden Baumstämmen,
vorzüglich der Zitterpappel.
Erschein.-zeit. Im Herbst. .
** Umgewandt, ausgebreitet, warzig und von
mancherlei Gestalt,
1727. T.QuEr- Umgewandt, der Länge nach krie-
CINA.
Eichen- IF ar- chend, lederartig, runzelig, etwas
zenschwamm, fleischig, am Rande gering einge-
rollt und unten umbrafarbie.
Thaelaephora carnea Gmel. in L.S.
N. Auricularia corticalis Bull,
Wohnort.‘ Häufig auf abgefallenen faulenden Ei-
chenästen in den Wäldern um’Offenbach.
Erschein.-zeite.. Im Herbst.
1728. T. ro- Papierartig, etwas zusammenge-
SEA. } £ £ b;
Rosenrother Schrumpit, rosenfarbig, am Rande
IV arzen- Alzi 8.
schwamm.
Cortieium roseum Pers,
Wohnort. Auf Stämmen der Zitterpappel in dem
Offenbacher alten Hägewald ; in deı Ba.
- lau bei Hanau,
Erschein.-zeit. Im Herbst.
Bi zZ 2
356 23. Klasse. 7. Ordnung.
1729. T. Aus Länglich, dikklich, kurz, ganz
NTIA. { .
rg glatt, mit seltenen Warzen besezt
Pomeranzen-
Jarbiger und ponierattzch farbig.
HH arzen-
schwamnm. IR einereun Pers ?
Wohnort. Häufig an den verdorrten Aesten der ı
%
Hundsrose.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
\
1750.T.Sau- Ausgebreitet, weisslich, etwasab-
RO schmuzzend, feucht etwas hautar-
FH arzen- tig.
schwamm.
Wohnort. Ziemlich häufig an den verdorrten Hol.
lunderästen.
Erschein.-zeit. Im Winter, Herbst und Frühling.
1931. T. AcE- Zart, lose anhängend, kurz, zu-
gi Far. sammengeballt und fast unterbro-
zenschwamm. chen, weisslich blassblau, auf der
Oberfläche eben und fast glänzend.
>
Corticium acerinum Pers
Wohnort. Häufig auf der Rinde des gemeinen
Massholders. \
Erschein.-zeit. Herbst, Winter und Frühling.
Schwämme, | 357
DLIM. : CLAVARIA. Keulen-
schvramm.
A. Mit ästigen Keulchen,
| *. Der Strunk sehr dikk.
ı732.C.ror- Sehr ästig; der Strunk beinähe
Ann, er Ken. miederliegend, dikk, weisslich, die
lenschwamm. Aeste verlängert, orangenfarbig,
mit stumpfen gelblichen Aestchen.
Clavaria fastigiata Batsc h.
Wohnort. Nicht selten bei uns in Waldgegen-
den.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1755.C.rrava. Der Strunk dikk, weisslich; die
Gelber Keulen- PN | ,
a Aesteund deren Vertheilungen steif,
etwas kurz und gelb.
Ramaria RAN flaya Holmsk,
Wohnort. In schattigen Buchwäldern auf der
Erde,
Erschein.-zeit. Im Herbst.
Nuzzen. Diese und die vorhergehende Art sind
essbar.
558 03. Klasse. 7. Ordnung. L
1754.0.BOTRY-
TIS.
Trauben- Keu-
lenschwamm.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
Nuzzen.
1785. C. cor-
NICULATA.
Gehörnter
Keulen-
scehwamm,
Wohnort.
Erschein.-zeit, -
Fast unförmlich ; der Strunk sehr
dikk, niederliegend, , blassröthlich,
die Aeste etwas kurz, fast runze-
lig, mit stumpfen rothen Aestchen.
Ramaria Coralloides alba Holmsks
Clavaria acreporphyrea Schaeff.
“
In ausgehauenen trokknen Wäldern
auf der Erde.
Im Herbst.
Ist essbar.
**, Der Strunk dinn, oder diinner als alle Aeste-
Zusammengenommen.
Etwasästig und gelb; derStrunk
dünn, verlängert, 2 — 3 mal gabel-
förmig getheilt, die Aeste meistzu-
sammengedrükt,mitspizzigmond-
förmigen Aestchen,
Clayaria muscoides With. C. furcata
wet ß Pers. Clavaria Sruticulosa
Batsch. Ramaria muscoides
Holmsk.
Häufig in Buchenwäldern unter dem
Moose.
! \
Im Spathherbst.
\
Schwämme. 559
1ı736.C. rrı- Rasenförmig, und gelblich; der
ri EN Key. Strunk kurz ‚ die Aeste knieförmig
leuschwanm. auseinander gesperrt, mit fast
gleichhochen stumpfenAest-
chen; der Geschmakk widerlich,
Clavaria muscoides Bolt. Cl. fasti-
giata Bull.
Wohnort. Gemein auf Wiesen und erasigen Hü-
grasıg
geln , wo er kaum unter dem Grase her-
vorragt.
Erschein.-zeit.. Im Herbst.
1757. C. crıs- Vielfach gestaltet, ästig, weiss
TATA, ; 3
Kammförmi- oder fast aschfarbig, mit gefranz-
ger Keulen- ten dünnen stumpfen Aestchen,
schwamm.
Bamaria cristata Holmsk.
Wohnort. Häufig in unsern Buchwäldern.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1750. C. vıs- Etwas ästig, eydottergelb, kle-
COSA. i i h
Kleberiger berig, zähe und weich, trokken
Keulen- steif, fast hornartig goldfarbig röth-
schwamm.
lich, Aeste und Aestchen gabelför-
mig getheilt; der Strunk zart be-
wurzelt. |
360. 23. Klasse. 7. Ordnung.
Clavaria flammea S ch eff. Cl, au=
rea Ehrh.
Wohnort. Häufg an Baumstämmen in Nadel-
holzwäldern, \
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1759. C.ru6o- Von ziemlicher Grösse, weisslich,
SA.
Runzeliger verdikt, runzelig, einfach oder mit
Keulen- sparsamen ungleichförmigen Aesten,
schwanm,
Wohnort, In Buchenwäldern, z.B. bei Kranich-
stein nahe bei Darmstadt.
Erschein.-zeie ]Jm Herbst.
1740. C.coR- Gesellschaftlich wachsend, klein,
NEA.
Hornartiger kleberig, pomeranzenfarbig, trokken
Keulen- hart, hornartig, einfach oder ästig,
schwamm. |
am Grunde verwachsen.
Clavaria aculei formis Bull,
Wohnort. Auf Baumstämmen oder Tannenholz,
z.B. im Lambo-und Bruchköbeler Wald;
im Lehen bei Offenbach ; im Wald bei
Oberursel etc.
Erschein.-zeit. Im Herbst nach vielem Regen.,
Schwämme. 561
B. Mit ungetheilten Keulchen.
1741.C.Lısu- Fast rasenförmig, blassröthlich,
LA,
Zungen- Keu-
lenschwamm,. _ staltet, am Grunde dünnzottig, die
durchscheinend, mannigfaltig ge-
Spizze rund oder etwas zusammen-
gedrükt.
Wohnort. Häufig in Tannenwäldern, woeran
den Tannenästen hängt.
Erschein.-zeit. November.
1742.C. PIS“ Einzeln, gross, jung fast wal-
TILLARIS. IRA \
Stempelför- zenförmig, erwachsen verdikkt, et-
miger Keulen- wyas runzelig, gelbröthlich, an der
schwamm,
Spizzerund, der Geschmakk bitter.
Clayaria herculanea Sibth. FFith.
x
Wohnort. In Buchwäldern meistens auf Kalk-
boden; im Wald zwischen Offenbach
und Fıankfurt; zwischen dem Altkühn
undFeldberg , im SchiffenbergerWaldetc.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1745. C.puLvı- Gesellschaftlich wachsend, von
NATA. h SUhL '
Depolsteebh kleiner Gestalt, dicht, bauchig,
Keulen- langspizzig, schön zimmtfarbig, im
schwanmm. |
Alter braun.
362 23. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort. Auf der Viehtrift bei Giesen.
Erschein.-zeit. Im Herbst-
1744. 0. Ert- Rasenförmig, ledergelb, mitzu-
CETORUM. . Lk
Heide-Keulen- sammengedrükkten, stumpfen, blas-
schwamm. sen Keulchen und glänzend gelben
Strünken.
Clavaria argillacea Pers.
Wohnort. 'In mit Heide bewachsenen Waldge-
genden, z.B. häufig um Offenbach und
hinter dem Frankfurter Forsthaus.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1745.C. £sur- MRasenförmig, gedrängt, zerbrech”
NEA. :
Elfenbein- lich und schneeweiss.
weisser Keu- a. Der Strunk etwas durchscheinend,
ıschwamm. 2: ur: { >
lenschwa die Keulchen fast röhrig, verdikt schmä-
ler, erwachsen etwas zusammengedrükt.
Clavaria gracilis Bolt.
b. Der Strunk verlängert, etwas dünn;
die Keulchen dikklich, walzenförmig
und stumpf. j
Clayaria fragilis Holmsk.,
Wohnort. ' Häufig in beschatteten Wäldern auf
der Erde. a. Aufder Heide hinter Ober-
ursel. b. Bei Steinheim,
Schwämme. 565
Erschein.-zeitr, Im Herbst.
C. Mit fast kopfförmigenKeulchen,
1746. C. Pua- Ganz einfach und sehr dünne;
toRHIZAReich .
Knollwurzeij. der Wurzelknollen braun, inwen-
ger Keulen- dig weiss und hohl, im feuchten
schwamm. , 4
Zustande kugelig, runzelig; der
Strunk glatt, fadenförmig, bräun-
lich und gebogen; die Keule pfrie-
menförmig und weiss, fast dreifach
‘ länger als der Strunk.,
Wohnort. Auf der Erde, in mehreren Gärten
unserer Gegend.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
DLIV. GEOGLOSSUM. Zungen-
schwamm.
1747. G.HIRsU- Fast büschelförmig, rauhhaarig
SELTEN,
Rauhhaariger Und schwarz; das Keulchen zusam-
Zungen-
mengedrükt und glatt,
schwamm.
Clavaria ophioglossoides Linn.
b. Zerstreut stehend, filzig, schwärzi
kopfförmig ; das Keulchen gefaltet und
rundlich.
Geoglossum capitatum Pers.
364 23. Klasse. 7. Ordnung.
Wohnort. Auf Wiesen und Graspläzzen, z.B.
bei Hanau‘ hinter dem Lehrhof nach
Grossaubeim hin; um den Steinheimer
Galgen. x
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1748.G.6LA Glatt und schwarzbraun; der
BRUM,.
Glatter Zun- Strunk am Grunde weisslich, glatt
genschwamm. oder mit kleinen Schüppchen, aber
keinen Haaren besezt; das Keul-
chen sehr glatt und nicht kleberig.
W
Clavaria ophioglossoides Ehrh.
Wohnort. Auf mit Gras bewachsenen Hügeln,
und auf feuchten Wiesen, z.B. im
Bruchköbeler Hägewald ; bei dem Kin-
zigheimerhof; in Waldsimpfen bei Nie-
derrodenbach ; bei Widermus an feuch-
ten Rainen; im Wald bei Harreshausen;
auf der grossen Försterswiese vor Neu-
ysenburg; auf der Wiese bei der gros-
sen Frankfurter Saustiege; auf Wiesen
bei dem kalten Klingborn hinter Offen-
bach etc.
Erschein.-zeit.. Im Herbst.
Schwämme. 365
1749.G.cru- Fast büschelförmig und schwärz-
"TINOSUM,. . .
lich; der Strunk kleberig und glatt;
Kleberiger
Zumgen- das Keulchen fast elliptisch und
schwamm. j
kaum kleberig. /
- Wohnort. Auf mit Gras bewachsenen Hügeln,
z. B. auf dem Hügel worauf der Stein-
heimer Galgen steht; auf Hügeln bei
Hirchenhayn im Vogelsberg.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
DLV. SPATHULARIA. Spatel-
schwamm.
ı7580.$8.rLavı- Gesellschaftlich wachsend, ocher«
DA. Ä
RE farbig; der Strunk rund, zuweilen
Spatel- etwaszusammen gedrükt,unten knol-
schwamm,
lig, oben sich verdünnend, inwen-
dig voll; der Hut eyförmig, nie-
dergedrükt, schief, am Rande ,m-
e gleich und bei dem Strunk gefal-
tet, wenig abänderlich, zu beiden
Seiten abwärts ausgedehnt und auf
dem Strunk befestigt.
Clavaria spathulata dutorum.
366 23. Klasse. 7 Ordnung.
Wohnort. In Nadelholzwäldern, z.B. hinter der
Hanauer Fasanerie, bei Dörnigheim,
häufig in der Lohe, in der Darmstädter
Tanne etc.
Erschein.-zeit. Oktober, November.
DLVI. LEOTIA. Muüzzenschwamm,
1751.L.LuBRI- Gesellschaftlich wachsend, grün-
CA.
Glatter Müz- lichgelb, fast gallertartig; der wal-
VER RNDI DREH zenförmige Strunk ganz glatt; der
Hut gewölbt, erwachsen am Rande
wellenförmig.
Dlelvella gelatinosa Bull,
Wohnort. Nicht selten nach häufigen Regen in
unsern Buchwäldern.
Erschein.-zeit. Iın Herbst.
ı792-L. Mı. Gesellschaftlich wachsend, von
TRULA. $
Kleiner Müz- kleiner Gestalt; der Strunk klein,
zenschwanm. mitey-oderkegelförmigemtiefbrau-
nem Hütchen.
Mitrula Heyderi. Elvela ‘cucullata
Batsech.
Wohnort. Auf abgefallenen Tannennadeln, z. B.
in der Darmstädter Tanne, im Offen-
bacher neuen Hägewald etc.
A
Schwämme. | 367
Erschein.-zeit. August bis in den Spathherbst.
DLVI. HELVELLA. Falten-
schwamm.
1755. H. Mı-- Ziemlich gross, jung nach Art
a der Farrnkräuter eingerollt; der
tenschwamm. Strunk gefurcht vertieft, abwärts
verdikt, weisslich ; der Hut aufge-
blasen, glatt, freioderan den Strunk
angewachsen, bleifarbig schwärz-
lıch.
Helvella Mitra & Linn. H. sulcata
JVilld. H, lacunosa lurida A fzel.
Phallus costatus Batsch.
Wohnort. Hin und wieder auf der Erde inun-
-sern Nadelholzwäldern. ’
Erschein.-zeit. Im Frühling und Herbst.
Nuzzen, Ist essbar.
(1754.H. LEU« Blassweiss; der Strunk dikk, rip-
COPHAEA,. " . er .
Weisser Fal- PIg vertieft, röhrig, am Grunde
tenschwamm. bauchig; der Hut lappig, mit fıej-
en, sehrrunzeligen, zugerundeten,
weichhaarigen, unten nezzförmigen
Lappen.
568 23. Klasse. 7. Ordnung.
Jlelvella nivea Schr.ad.IT, Mitra So-
werby: Phallus crispus Scop.
Wohnort, Ziemlich häußg in unsern Laubholz-
wäldern auf der Erde.
Erschein.-zeit.e Im Herbst.
275% H.In#o- Der Strunk etwas filzig, glatt,
LA. 2 \
Ouasten- Fal- fleischfarben, hier und da mit Ver-
tenschwamm. tiefungen, aber keinen Furchen’'ver-.
sehen; der Hut aufgeblasen, gefal-
tet, röthlichbraun.
Helvella brunea Gmel. in L.S. N.
FH. Mitra @ Linn. HJ. Mitra WWilld,
Wohnort. Auf faulenden Baumstrünken, z.B.
in der Bulau bei Hanau.
Erschein.-zeit, Im Frühling und auch im Herbst.
Nuzzen. Ist essbar, so wie auch die vorher-
gehende Art.
1756. H.escv- Der Strunk ziemlich kurz und
LENTA.. AR
Essbarer Fal. Wweisslich; der Hut rundlich und
tenschwamm, tjefbraun, die runzelige Oberfläche
durch längliche in die Quere lau-
fende Zellchen gleichsam kreisför-
mig. Bi
Elvela Mitra Schaeff.
„Wohnort.
Erschein.-zeit.
Nuzzen.
1757. M. escu-
LENTA.
Essbarer Mor-
chelschwanmm.
Wohnort.
_
Schwämme. ( 369
Ziemlich häufig bei uns auf Anhöhen
auf der blosen Erde.
Im Frühling.
Ist essbar und kommt bei uns unter
dem Namen Morcheln zu Markte.
DLVIIHI. MORCHELLA. Morchel-
schwamm.
Der Strunk vollgepfropft,nakkend
und runzelig; der Hut am Grunde
zusammengezogen.
a. Gelblich; der Hut sammt den Zell-
chen rund.
b. Rusfarbig; der Hutoval, die Zell-
chen fast vierekkig.
Phallus esculentus Linn.
In unsern Wäldern meistens auf kal-
kigem oder lettigem Boden, z. B. bei
Erschein.-zeit,
Nuzzen.
Hochstadt, in der Sachsenhäuser Land-
webr, im Wald hinter dem Lerchenberg,
um Darmstadt, häufig im Vogelsberg etc.
Im Frühling.
Wird als ein Lekkerbissen für die Vor--
nehmen zu uns zu Markte gebracht.
3. Th. 2. Aa
570 23. Klasse. 7. Ordnung.
DLIX. TREMELLA. Gallert-
\ schwamm. »
*, Grössere, rundliche, mehr kreisförmige.
17508. T. ME- Etwas zusammengeballt, wellen-
SENTERICA, az x r
Gekrösförmi- förmig gefaltet, pomeranzenfarbig,
ger Gallert- in Grösse und Gestalt abwechselnd.
schwamnm. |
Wohnort. Auf faulenden Baumstämmen und
Aesten , z. B. in dem Lehen bei Offen-
bach, im Rüdlingshayner Wäldchen im
Oberwald; um Büdingen , Giesen etc.‘
Erschein.-zeit:e Im Frühling.
**, Ausgebreitete,geebnete oder etwas ausgehöhlte.
1759. T.spıcu- Geebnet, ausgebreitet, dikklich,
Seal Ga]. schwarz ; die Oberfläche durch k e-
oO
lertschwamm. gelförmige Warzen spizzig.
Tremella Nostoce @Linn. Tr. Sagarum
Wigg. Tr. arborea Huds.
Wohnort. Aufabgestorbenen Baumstämmen und
deren Aesten, auch auf faulendem Holze,
z.B. in den Wäldern um Hanau, Of-
fenbach, Frankfurt, Darmstadt, Giesen _
/
| eic.
Erschein.-zeit. lm Frühling, Herbst und Winter.
Schwämme. . 571
1760. T. auri- MBasenförmig, dünn, gebogen,
ak Ben. hohl, schwärzlich, unten gefaltet,
schwamm; Ju- etwas filzig und garengelb- asch-
dasohr oder
Hoallumder . SalBRn.
schwamm, ö j a i ;
Peziza auricula Linn. Merulius auri-
cula' Roth.
Wohnort. Häufig an den Stämmen des gemei-
nen Hollunders und zwar meistens an
der mitternächtlichen Seite,
Erschein.-zeit. ‘Im Herbst und Frühling.
Nuzzen. Ist offizinell,
DLX. PEZIZA. Becherschwamm.
*, Mit mehr oder weniger gallertarliger Substanz.
ı761.P.ınquir- Gesellschaftlich wachsend, gross,
RR schwarzflekkend, zulezt gewölbt,
Becher- verkehrt kegelförmig, aussen run-
schwamm.
zelig, fast umbrafarbig.
Lycoperdon truncatum Linn. Peziza
polymorpha Light f. Tremella agari-
coides Retz.Octosporaelastica Hedw.
Peziza brunnea Batsch.
Wohnott. In einer länglichen Reihe wach-
| ‘send hauptsächlich auf gefällten Eichen-
Aa2
372 23. Klasse. 7. Ordnung.
stämmen, z. B. in der Bulau bei Ha-
nau; in der Lohe; bei Seckbach ; vun
Offenbach , Frankfurt etc.
Erschein.-zeit. Jm Herbst und Winter.
1762. P. cınE- Gesellschaftlich wachsend, klein,
REA. r n I
Aschfarbiger glatt, aschfarbig und bleich, fast
Becher- gallertartig, der Rand beinahe auf-
schwamms P
recht und weisslich.
Wohnort. An faulenden Stämmen in. der $tein-
heimer Fasanerie. |
Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühling.
1763.P.AUREA: Gehäuft, klein, strunklos, etwas
Goldfarbiger
Becher flach, beinahe gallertartig und glän-
schwanmm, zend dunkelgelb.
| Wohnort. Ziemlich häufig an faulenden Baum-
stämmen.
Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühling.
**, Von grösserer Gestalt, Reischig-hautartig, zer-
brechlich , aussen mit etwas mehlartigem Staube
bestreut.
1764. P. LEPO- Rostfarbig, zerbrechlich, verlän-
RINA,.
Hasenohr- Be- gert, etwas kurzstrunkig, von der
cherschwamm, _. , THE E
| ‚einen Seite ohrförmig, voneinan-
Schwämme. r 575
dergehend, bisweilen fast ganz, am
Grunde inwendig glatt.
Wohnort. In Nadelholzwäldern auf der Erde
zwischen Offenbach und der Sachsen-
häuser Warte.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1765.P.AuRan- Strunklos, sehr zerbrechlich, da-
| TIA, “ .. “
Pomeranzen- her oft getheilt, rasenförmig, zur
farbiger Bes H; -
älfıe cebosen, pomeranzenfarbi
cherschwamm. 5 5 j pP f 5
von aussen weisslich.
Helvella coccinea Bolt. Peziza cocci-
nea Bull, P. cochleata Linn?
“Wohnort. An den Wurzeln verdorrter Bäume,
‚hauptsächlich der Eichen und zwar häu-
| fig in unsern Wäldern.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1766.P. rapı- Braun, halbkugelförmig, glatt,
CATA. \ {
Bewurzelter Jederartig, mit langer einfacher
Becher- Wurzel.
schwamm.
Wohnort. Auf den nassen Bergwiesen um Fal-
kenstein,
Erschein.-zeit. Im Frühling. ‚
374- 23. Klasse. 7. Ordnung. .
\
1767. P. mA- Gross, der Strunk verlängert,
a NE N mausfarbig; das Becherchen halb-
ger Becher- kugelförmig, inwendig mausfarbig,
schwamm. h R
aussen aschfarbig und mit zerstreu-
ten Haaren besezt.
Elyela hispida Schaef f. Peziza cra-
ö ter Batsch. P. stipitata Bull.
v
Wohnort. In Buchwäldern auf der Erde, z. B,
in der Bulau bei Hanau.
Erschein.-zeit.e. Im Herbst.
1768. P. pus- Strunklos, kugelig, aussen blass-
TULATA,. R % . ® . \ .
Blasen Hi braun, kleienartig bestäubt und mit
cherschwamm. weissen Blasen besezt, inwen-
dig dunkler, am Rande ganz.
Peziza cochleata f2 Batsch. Octospora
pustulata Hedw.
Wohnort.“ In Nadelholzwäldern um Hanau, Of
fenbach ünd Darmstadt.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
—
1769. P.rarır- -Strunklos, fast kugelig, blass-
Losa Aeich.
WVarziger Be-
cherschwamm. schwarzbraunen Warzen be-
braun, inwendig glatt, aussen mit
sezt, am Rande gekerbit.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1770. P. HE-
MISPHAERICA.
Schwämme. | 375
Auf fetter Gartenerde.
Im Herbst.
**, Meistens von kleiner Gestalt; die äussere
Fläche der Becherchen entweder ganz strigelig*
[haarig, oder filzig,
Gesellschaftlich wachsend, gross,
Halbkugeliger halbkugelig, inwendig weissgrau,
Becher-
schwamm.
Wohnort.
Erschein.,»-zeit.
1771. P. scv-
TELLATA,
Schild förmi-
ger Becher-
schwamm.
"Wohnort.
aussen umbrafarbig und mit bü-
schelförmigenHaaren besezt.
Peziza hispida Huds. P. fasciculata
Schrad.
Nach Regenwetter in Waldgegenden,
oder auf feuchtem mit Moos bedektem
Boden, z. B. in der Hanauer Fasanerie.
August — Oktober.
Ziemlich gross, geebnet, po-
meranzenfarbig roth, von aussen
mit schwarzen auseinander ge-
henden Borsten besezt.
Peziza scutellata Linn. Octosporahir-
ta Hedw.
Ziemlich häufig in unsern Wäldern auf
verfaultem Holze.
576 o5. Klasse. 7. Ordnung, |
Erschein.-zeit.. Bei Regenwetter im Juni, Juli und auch
im Herbst.
1772.P. ster- Strunklos, gesellschaftlich wach-
COREA, .
_Mist-Becher. Send, hohl, ganz zitron- oder men-
schwanm. nigfarbig, mit kastanienbraunen fast
aufrechten Borsten beserzt.
Peziza lutea \Reich. P. scutellata
Bolt. Octospora scutellata Hedw.,
Wohnort. Auf Pferdemist.
Erschein. zeit, Im Frühling und Sommer.
1773. P. cor- Strunklos, gesellschaftlich wach-
TICALIS,
a send, rundlich, strigelg "Rapp
cherschwamm. aschfarbig weisslich.
Wohnort. Häufig auf den Rinden verdorrter und
gefällter Baumstämme.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1774. P.coccı- Einzeln, gestielt, ziemlich gross, _
NEA. j | |
Scharlaehfar-
biger Becher- wendig scharlachroth, auswendig
schwanm.
kreisel - oder trichterförmig, in-
weisslich und etwasfilzig, anı Rande
meistens gekerbt.
Peziza poculiformis Hof fm. P. epi-
dendra Bull, P. acetabuli formis Ba.
ud Ti
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1775. P. puL-
CHELLA.
Schöner De-
cherschwarmm.
Wohnort.
Erschein-.zeit.
1776. P. NIvEA
Sowerby.
Schneeweisser
Becher-=
schwamm.
Wohnort
Schwämme. 377
Auf abgefallenen Aesten in Wäldern,
z. B. in der Landwehr bei Frankfurt.
Im Frühling.
Zerstreut, fast strunklos, weiss-
zoitig; die Scheibe pomeranzen-
scharlachroth, bei trokkner Witte-
rung kugelig geschlossen,
Peziza Oxyacanthae Pers. P. bicolor
Bull.
Auf verdorbenen Assten der Eichen,
Tannen und hauptsächlich des Weiss-
dorns.
Im Frühling.
Gesellschaftlich wachsend,, ganz
weiss, der Strunk länglich; das
Becherchen halbkugelförmig,.offen,
mit bald wieder verschwindenden
Zotten und nakkender Scheibe.
Lachnum agaricinum Retz. Pezizavir«
pinen. Pers.
Auf verdorrten abgefallenen Aesten
und auch auf Baumstämmen, z.B. in
der Bulau bei Hanau; in der Dikk bei
Offenbach etc. |
378 23. Klasse. 7. Ordnung.
Erschein.-zet.e Im F rühling und Herbst.
1777. P.Hva- Gesellschaftlich wachsend, als
LINA,
Durchschei-
nender Becher- Jos, wässerig- glasartig, etwas haa-
schwamm. 4
weisse Punkte erscheinend, strunk-
rg.
Wohnort. Ziemlich häufig an nassen faulenden
Pr Baumstämmen.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1778.P. cLan- Kleinstrunkig, kreiselförmig, fil-
DESTINA.
Verborgener 7ig, dunkelaschfarbig, die Mün-
Becher- dung zusammengeneigt, nach ver-
schwamm, . &
schwundenen Zotten blass umbra-
farbig
Wohnort. Aufdürren abgefallenen und mit Laub
bedekkten Aesten des Traubenhollun-
ders und zuweilen auch der Himbeere,
z. B. in der Lohe.
Erschein.»zeit. Im Herbst. *
*++#, Ganz glatt, wenigstens nicht deutlich Alzig und
fleischig wachsartig.
1779. P.aeru- Gesellschaftlich wachsend, kurz-
GINOSA. [ t
Kup fergrüner strunkig, glatt, kupfergrün; das
Becher- Becherchen ausgehöhlt und gebo-
schwamm. ; F 27, .
gen, die Scheibe gleichfarbig.
Schwämme. 379
Wohnort. Auf einem faulenden Erlenstamm in
der Steinheimer Fasanerie,
Erschein.-zeit. Oktober.
1780. P. cıtrı= Gedrängtstehend, grosse und klei-
NA,
Zitronfarbi- ne untereinander, ganz zitronfar-
ee! ©“ big, trokken röthlich; der Strunk
dikk, kurz, verkehrt kegelförmig,
in das dikkliche Becherchen erwei-
tert.
Octospora citrina Hedw.
Wohnort. Häufig auf faulenden Baumstämmen,
vorzüglich der Buchen. ss
Erschein.-zeit.e. Im Herbst.
DLXI BOTRYTIS, Trauben-
schwamm.
1781.B. cınr-« Gedrängt stehend, weit ausge-
REA,
Aschfarbiger breitet, ästig und aschfarbig,
Trauben-
Schwamm.
Wohnort, Auf faulenden Kürbissen und Kohl.
stengeln,
Erschein.-zeit: Im Herbst.
380 23. Klasse. 7. Ordnung.
1782.B.ramo- Aschfarbig oder weisslich, ästig,
SA.
destiger Trau-
mit strahlförmigen Aehrchen.
benschwanm, RER e
Wohnort. Auf halbfaulen Vegetabilien.
Erschein.- zeit. Im: Herbst und Winter.
1785.B.. sın- Peılfarben, mit einfachem Strunk
Yin fücher und strahlförmigen Aehrchen.
Trauben-
schwamm.: |
KWahnart: Auf halbfaulem Holze und Weizen-+
Halmen.
Erschein.-zeit. Jim Herbst und Winter.
DLXI MONILIA.’ Rosenkranz*
schwamm.
*, Auf Striinken mitFäden welche einrundes Köpf-
chen bilden,
1ı784.M.aurea BRasenförmig und goldfarbig.
Gold farbiger
Rosenkranz-
schwamm.
Wohnort. Auf faulendem Holz.
Erschein,-zeit. Zu allen Jahrszeiten.
1785.M.crau- Rasenförmig und aschfarbig-grau-
CA. 7 )
Graugrüner
Rosenkranz- Mucor glaucus Linn.
schwamm.
grün,
-
.. Schwämme., ’.: 381
—
Wohnort. Häufig auf fauleriden Früchten,
"Erschein. -zeit. Im Herbst.
1786. M. can- Zerstreut, weiss und fast verblei-
DIDA,
JFeisser Ro- bend.
senkranz-
schwanmm.,
Wohnort. Auf faulenden Vegetabilien.
Erschein.-zeit. Den grössten Theil des Jahrs,
0 %% AufStrünken mit rosenkranzartigen, geraden,
fingerförmigen Fäden,
1787. M.D16I- Graugrün, der einfache Strunk fin«
TATA.
Finger förmi- ER NE ge heilt. Wire
er hosen- 3
TE Mücor crustaceus Linn. M. caespito=
schwamm. sus Bolt. M. penicillatus: Bull.
Wohnort. Auf mancherlei faulenden Körpern.
Erschein.-zeite Das ganze Jahr durch.
“++, Ausgebreitet, strunklos, mit gegliederten,
unbestimmt ausgebreiteten schleimartigen Fäden,
1788.M. FRuce
TIGENA.
Frucht-Rosen- farbig weisslich ; : die Glieder ei
kranz-
schwamm,
Der kleine Rasen rundlich, asch-
Fäden eyförmig.
Wohnort, Auf faulenden Früchten , vorzüglich
gedörrten Birnen und Zwetschen.
Erschein.-zeit. Zu allen Jahrszeiten.
‘
382 23. Klasse, 7. Ordnung.
>
1789. M. BER- Eine weitausgebreitete schwarze
BARUM, . .
Kräuter-Ro- Kruste; die Glieder derFäden ku-
senkranz- ge lı g und dicht beisammenstehend.
schwamm. : |
” Wohnort. Auf den verdorrten Stengeln grösse-
rer PPanzen.
Erschein-.zeite. Im Herbst und Winter.
1790. M. an- In der frühen Jugend beinahe
TENNATA. DR ; |
Fühlhorn- Ro- olivenfarbig und zerstreut, nach-
senkranz- her ausgebreitet uad schwarz; die
schwamn. r
| Glieder der Fäden eyförmig.
- Dematium antennae .forme Ho \ y. m,
Wohnort. Gemein auf Baumstämmen und Die«
lenwänden,
Erschein. -zeit.e. Im Herbst.
DLXII. DEMATIUM. Bündel-
schwamm.
*, Starr, einfach oder biischelförmig.
1791. D.ArTı-‘ Klein, schwärzlich und büschel-
CULATUM.
Gegliederter förmig; die auseinandergehenden
Bündel-
steifen Fäden fast gegliedert.
schwamm.
Wohnort. Auf den Stengeln der Pflanzen, haupt-
sächlich des röhrigen Knoblauchs.
Schwämme, 3853
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1792. D. ver- Schwarz, die ie ds quirl-
TIEILLATUM.
uirlförmi- förmig.
ger Bündel-
schwamın. R
Wohnort. Auf Pflanzen - Stengeln.
Erschein.-zeit. Im Herbst.
1799. D. B0N- Sehr schnell vergänglich, von
BYCINUM. ;
Seidenartiger Weisser Farbe, Wolle oder Baum-
Biündel-
schwamm ;
IWetterzotte. Byssus floccosa Schreb. B. cellaris
wolle ähnlich.
FF eiss. B. subterranea Scop. Mucor
fugacissimus Schrank.
Wohnort, In Kellern an Fässern und Balken,
in allen unterirrdischen Gruben auf al-
lem Holze, ja sogar auf Steinen.
Erschein.-zeit, Zu allen Jahrszeiten,
**, Rasenförmig, fast durcheinander gewebt, we-
der einem Fell noch Tuch ähnlich.
179% D. p£r Auf Steinen, rasenförmig wach-
Eee Bindk]: send,fast zusammenfliessend,staub-
schwamm. . " artig; die staubartigen Fäden un-
gleich ästig, anfangs goldfarhi;
nachher grau.
Byssus aurea Linn. B. petraea Dill,
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1795. D. oL-
LARE.
354 »5. Klasse, 7. Ordnung.
\
Auf Steinen, vorzüglich kalkartigen.
Das ganze Jahr durch.
Auf der Erde ausgebreitet, sehr
Topf- Bündel. zart, kurz, graulich gelblich, ei-
schwamm,
BEN
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1796. D. vı=-
RESCENS,.
Grünlicher
Bindel-
schwamnı.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1797. R. ru-
PESTRE,.
Felsen- Tuch-
schwamm.
ner zusammengeballten kurzen Wol-
le sehr ähnlich.
In Treibbeeten wo er bisweilen die
ganze Oberfläche der Erde in den Töp-
fen überzieht.
"Im Sommer.
Rasenförmig, schlaff, fast mehl-
artig, anfangs grün, nachher schmuz-
zig olivenfarbig und durchschei-
nend.
Ziemlich häufig in beschatteten Wald-
gegenden aufHolz und verdorrten Äesten.
Im Frühling.
DLXIV. RACODIUM. Tuch-
schwamm. F
Zusammengeballt, schwarz, an
die Felsen angewachsen,
Byssus nigra Huds. B. antiquitatis
Weiss.
Ln
3
r
_ Schwämne, 385
Wohnort. An Felsen, hauptsächlich Sandfelsen,
Erschein.-zeit.e. Das ganze Jahr durch. \
1798.R. cEL- Weit ausgebreitet, sehr zart und
re schwarz
Keller- Tuch- . | |
Schmmanun. Byssus septica Roth. B. mollissima
Ehrh.
Wohnort. In Weinkellern, wo er die Fässer
überdekt und einem Mausfell sehr ähn-
lich sieht.
Erschein.-zeit. Das ganze Jahr durch.
DLXV. ERINEUM. Rasenschwamm.
179g. E.Acerı- Eingedrükt, breitlich, anfangs
Ki Basen. Körnig und blassröthlich, nachher
schwanm. rothbraun.
Mucor ferrugineus Bull.
Wohnort. Auf abgefallenen Ahornblättern.
Erschein. zeit, Im Herbst und Winter. e
„
1800. E- racı- Ziemlich weich, fast eingesenkt,
NEUM. E { ! h
RE ER zusammengeballt, beinahe elliptisch
senschwamm. wund braun.
5 Th. 2. Bb
rw
586 25. Klasse. 7. Ordnung; | |
Wohnort: Auf Buchenblättern.
Erschein.-zeit. Im F rühling.
ı801.E. TiLi- Gesellschaftlich wachsend, et-
ACEUM. TR NANOE
Linden- Ra: W388 bepolstert, weisslich.
senschwamnı.
Wohnort. Auf Lindenblättern.
Erschein.-zeit. Im Frühling und Herbst.
ı802. E.rorv- DBecherförmig eingesenkt, fast
LINUM. AuRE | KR
Pappel- Ra- körnig ‚ anfangs etwas purpürröth-
senschwanm. ich, nachher tiefbraun. k
Wohnort. Auf den Blättern der Zitterpappel. |
Erschein.-zeit.e.. Im Frühling und Herbst. e
DLXVI. HIMANTIA. BRiemen-
schwamm.
1803. H. no- Sehr gross, bisweilen Ellenlang,
Fe fast violetbräunlich, weich und
Haus-Riemen- h f
schwamm. gleich einer Haut zusammenhän-
gend.
Wohnort. In den Häusern auf gezimmertem
Holze.
'Erschein.-zeit. Zu allen Jahrszeiten.
/
1804. H.can=
DIDA.
Weisser Rie-
menschwamm.
Wohnort.
Erschein.-zeit.
1805. R. sug-«
CORTICALIS,
inden= IF urs
zelschwamm,
Schwämme. 387
Auf Blättern sizzend, weiss und
zart, mit fast federartig ausgebrei-
teter Spizze.
Byssus candida Huds.
b. An dürren Aesten sizzend, weiss-
lich, ziemlich gross, rund und fast frei.
a. Häufig auf abgefallenen Blättern.
b. An dürren Aesten,
Fast das ganze Jahr durch.
DLXVIL, RHIZOMORPHA. Wur«
zelschwamm.
Zusammengedrükt, ästig, die
Aeste miteinander in Verbindung
stehend, glatt, sehr zerbrechlich,
glänzend, braunschwarz, zwischen
Rinde und Holz sizzend. |
Lichen aidaelus Humb. Rhizomorpha
fragilis Roth.Clayaria phosphoreaS o-
werby. Lichen radieiformis Leyss.
Wohnort,
Erschein.-zeit.
Häufig an verdorrten Buchen und Tan-
nen zwischen Rinde und Holz sehr fest
anhängend,.
Das ganze Jahr durch,
588 23. Klasse. 7. Ordnung. 3
| | E
ı806.R.carıt* Sehr dünne, kaum sichtbar feine
zarıs Roth, . - e Hi
Haar förmi- haarig, aus sehr vielen haarförmi-
ger FFurzel. gen etwas zusammengedrükkten
schwamm. 5 2
| Aesten bestehend, hornartig, von
ganz safrangelber Farbe. -
Wohnort. An den mit abgefallenen faulenden
{ Blättern bedekten Wurzeln faulender
Baumstämme.
Erschein.-zeit. Jm Herbst und feuchten Winter.
1807. R. sErI- Fadenförmig, rund, einfach oder
FORMIS Roth. . z
Borstenarti- etwas getheilt, sehr zart, schwärz-
ger FF urzel- lich, glänzend, glatt, kaum Zoll
schwamm. :
lang, an den Nadeln der Tannen
angewachsen.
Lichen Hippotrichodes Weber.
Wohnort. In Nadelholzwäldern zwischen Moo:
sen auf der Erde an den abgefallenen
Nadeln und Aestchen anhängend, z.B. |
im Frankfurter Wald ; in dem Offenba- 5
cher neuen Hägewald; in der Darm.
städter Tanne etc.
Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühling,
— nn
Pk
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Seite, Linie.
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5
4
2
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w w #.- Eu
samnoanmuie»
-
x Einige der wesentlichsten Druckfehler.
Y \
„
Rost sezze Auls.
Sphlagnum sezze Splachnum,
apocarpon sezze apocarpa.
knopflörmig sezze knespenförmi g- #
raüdig sezze rändig,
perlförmige sezze perlfarbi ge.
Gmel. L. sezze Gmel. S.
bryophylus sezze bryophilus.
milchartig sezze milchfarhig.
Langenhayn sezze Lanzenhayn.
kugel sezze holz.
Kreuz sezze Jakohs,
sezze hinzu Bierkander.
furm sezze frum,
zwischen ganz und gewölbt sezze ein
Comma. /
Mittella sezze Mitella.
trapeus sezze trabeus.
caryophyallea sezze caryophyllaea.
streiche die Worte: Corticium einereum
Pers. ganzaus.
”
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EN ER, x u
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Nachricht für Freunde der Botanik.
I. der Vorrede der wetterauischen Flora machten
wir uns anheischig, zur Erleichterung des botanischen
Studiums, Liebhabern gegen eine billige Enschädi-
gung getrocknete Pflanzen der hiesigen Gegend zu
überlassen. Zu diesem unsern Unternehmen fanden
sich mehrere Liebhaber als wir erwarteten und wir
lieferten schon nach und nach 2— 5 Centurien, je
nachdem die Subskribenten sich gemeldet haben, für
welche Arbeit wir die Zufriedenheit der Käufer ein-
erndeten. Wir werden mit der Ausgabe dieser {ok-
kenen Pflanzensammlung ohnunterbrochen fortfahren,
und machen dieses zu dem Ende, im Fall sich noch
einige Liebhaber zur Subskription entschliessen möch-
ten, hierdurch bekannt. Jährlich erscheint eine auch
zwei Centurien, bis wir alle in der Wetteraue sowohl
wildwachsenden als auch der Oekonomie wegen an-
gebaueten Pflanzen geliefert haben. Eine jede Pflanze
liegt frei in einem besondern Bogen weisem Papier
und ist nach der Wetterauer Flora numeriret und
kınahmet. Auch nehmen wir auf eine Sammlung of-
fzineller Pflanzen oder Gräser, welchen wir auslän-
dische beifügen können, Bestellungen an.
Für jede Centurie wird 5fl. 5okr. bezahlt, wel«
chen Betrag wir uns längstens vier Wochen nach
Empfang der Pflanzen, postftei erbitten,
ng G.Gärtner in Hanau, ,
Im Juni 1802. ‚ MDr. Me yer in Offenbach. |
MDr.ScherbiusinFikf, aM.
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LATEINISCHES REGISTER
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zu des öten Bandes zweiten Abtheiluns.
Acrostichum septentr.
Accıdıum
Berberidis
cancellatum
cornutum
Euphorbiae
Juseum
Orobi
Pini
rubellum Rumicis
Rumicıs
scutellatum
Sii Falcariae
Tussilaginis
Agaricus
acicularis
aeruginosus
albus
alliaceus
“ alliaceus
alneus
A.
Seite
51 Agaricus Amanitae
2
273
amarüus
androsaceus
annularis
annularius
antiquatus
araneosus
armeniacus
arvensis
asserculorum
atramentarius
aurantiacus . 289
aurantius
auratus
aureus
aurivenius
badius
Beryllus
betulinus 337
caesareus
. campanulatus
Seite
309
322
330
2097
296
2093
300
305
319
338
316
335
300
322
289
304
287
321
338
289
312
Register
Agarıcus campestris
campestris
canescens
Cantharellus
caudicinus
cervinus,
Chamaeleo
cinereus
cinereus
cinnamomeus
circinnans
Clavus
clypeatus?
coccineus
coerulescen$
colubrinus
comatus
congregatbus
- conicus
coriaceus
corticalis
corticola
croceus
croceus
erustuliniformis
cumulatus
cyaneus
cyanoxanthus
eylindricus
deliciosus
domesticus
Seite Seite
316 Agarıcus eburneus 308
319 edulis 319
32 emeticus 2
BB esculentus En
207 esculentus 312
307 Eexcoriaceusg 2094
315 fascicularis 322
317 ferrugineus 317
336 jficoides 332
302 fimetarius 315
305 fistulosus 313
312 flabelliformis 331 332
203 flavidus 302
306 flavipes 311
298 flavo-floccosus 205
203 flavo-virens. 304
314 floccosus 206.
206 fugax 316
310 fulgens 30L
338 galericulatus 319
314 gelatinosus 332
3142 . giganteus 329
302 glaucopus 300
205 granulosus 2
305 granulosus 2095
290 hirsutus 338
321 Zlypni 312
3285 Hypnorum Zı1
315
324 Jenensis 323
318 imperialis 290
Register | 3
Seite Seite
Asaricus inconstans 331 Agaricus plicatus 316
infundibuliformis 329 plicatus ? 311
Jozzolus 309 plumbeus ‘287
labyrinthiformis 337 Pinteus 307
lactifluus ? 306 politus 321
lateralis 382 polygrammus 311
lateritius DIE ESEBET: 22303 polymyces 296
lateritius 305 pomposus 322
lignorum 317 porcellaneus 313
luridus 304 Pratella 318
maculatus 292 procerus 2973
margaritiferus 202 pruinatus 336
maximus 329 pseudv-aurantiacus 290
micaceus 317 Pueila | 290
Mitella & 316 pulverulentus 323
mollis 331 pusillus 314
multifidus 333 pustulatus 202
— MUuscarius 2909 quercinus 337
mutabilis 298 rimosus 303
‚ nebularis 307 rosaceus e.326
Necator 324 roseus 313
nitens ur ruber 325
niveus 333 rubescens 326
udus 298 ruderasus 202
ochraceus 295 rufus 301
olivaceus 323, Russula 306
ovatus 315 Scardicinus 202
pedis equini facie 347 sepiarius 438
pellitus 319 sericeus | 301
perforans 329 sessilis 333
piperatus 323 spadiceus ..523
a2
A
ı Seite
Agaricus squamosus
squamulosus 302
squarrosus 205
stercorarius 317
stipatus 3273
stipitis 296
striatus 31 6
sty pticus 332
subduldis 326
tener 312
testaceus? 326
tormınosus 324
trabeus 334
trichopus 330
tuberosus . 309
turbinasus 317
typhoides 315
vaccıru8 301
yagınatus 287
yaporarıus 319
variabilis 333
verrucosus 202
violaceo-cinereus 2099
siolaceus? 209
virescens 328
'virgineus .„.308
yiridis 321
pgolvaceus 288
vulgaris 313
pvulneratus 294
Amanita 24
Register.
296 Amanita aurantiaca
caesarea
edulis
livıda
Mappa
marınorea@
muscarıa
Puella
rubescens
umbrina
virgata
viridula
Anthoceros
laevis
Arcyrıa
punicea
Ascophora Mucedo
-Asplenium
Adiantum nigrum
altern ifolium
Ceterach
germanicum
Ruta muraria
Scolopendrium
Trichomanoides
Athyrium
Filix foemina
Halleri
Zuricularia corticalis
ferruginea j
reflexa
359
354
354
Register 5
iR
"RED Seite
Baeomyces ı8 Boletus destructor 349
byssoides 231 durus 343
cespiticius 170 edulis 341
. ericetorum 931 ferrugineus 340
fuscus 232 fimbriatus 342
roseus 231 flavo-rufus 340
rupestris 232 fomentarius 346
Barbula convoluta 92 ingquinans 340
‚muralis 90 lobatus 344
ruralis gI luridus 341
. unguiculata 92 lutescens 348
Barthramiıa 12 duteus 339
pomiformis 106 magnusJulüi mensis 342
Batrachospermum 15 marginatus - 346
moniliforme 154 medulla panis 350
Blechnum 7 ochraceus 348
spicant 47 perennis 342 343
Boletus > 25 rubeolarius 342
adustus 344 salicinus 349
annularıus 339 scaber 339
annulatus 339 suaveolens 345
badius 343 suberos. conchiform.344
bovinus 339 341 subtomentosus . 340
bulbosus 341 subtomentosus 342
caudieinus. 344 sulphureus 344.
"cireinnans 340 tenax 344
citrinus 2343 .tuberosus 342
communis 340 versicolor 348
connatus 342 versicolor 345 349
coriaceus 342 344 zonatus 342
6 Register.
Seite Seite
Botrytis 27 Bıyum Zuteolum 77
cinerea 379 murale 90
ramosa 380 palustre 98
simplex 380 pomiforme | 106
Bovista 20 ° pseudo-triquetrum 102
arrhiza 257 pulvinatum | 85
Bryum 12 punctatum 103
androgynum 96 purpureum 80
annotinum 08 pyriforme 105
apocarpon & 76 pyriforme 73
BINNEN 74 roseum 104
argenteum 096 ° rurale gL
argenteum & et [e 07 scoparium 8ı
bimum 102 simplex: Ä 34
caespititium 101 stellare IoI
canesceus 89 striatum & 04
capillare 1 Kelo) ...- [3 03
cirratum 84 Be; 05
convolutum 02 strictum 80
cuspidatum 104 subulatım Go
extinctorium & 78 truncatulum 3
PER 79 undulatum 105
flexuosum 83 undulalum 139
fontanum 09 unguiculatum 92
glaucum 52 virens 77
heteromallum sı viridulum #7
hornum 100 Buxbaumia 13
hypnoides & 28 aphylla 131
hypnoides ö 89 foliosa 132
julaceum 07 Byssus "26
lanuginosum 88 antiquitalis 384
Register. 7
’ Seite Seite
Byssus aurea 383 Byssus molissima 385
candelaris 227 nigra 384
candida 387 petraea 53
cellaris- 383 saxatilis 227
floccosa 383 septica 385
„ incana 228 subterranea 383
lactea 277 velutina 159
C.
seite Seite
Calicium ° 24 Cladonia macilenta 171
abietinum 285 pyxıdata - 1 67
pallidum 285 racemosa 163
salicinum 285 radıata 166
Catharinea Callibryon139 rangiferina 163
Chara batrachosperma 154 rangifornis 164
Cladonia 16 simplex 1 67
altenuata 169 spinosa 165
botrytes 170 squamosa 169
cespiticia 179 subulata 105
Coccinea 168 sylvatica 103
cOornuta 165 tubaeformis. 167
exilis 16 7 tuberculosa 168
finbriata »...167 ventricosa | .170
fungiformis 232 verticillata 167
furcata 164 Clathrus denudatus 268
fusca 232 turbinatus 267
gracilis ı66 Clavarıa 26
incana 1067 acroporphyrea . 358
irregularis | 109 aculei formis 360
1) Register.
Seite Seite
Clavaria argillacea 362 Clavaria viscosa © 359
aurea - 360 Collema 17
botrytis 358 ciliatum 187
cornea 300 conglomeratum 185
corniculata 358 crispatum 184
cristata 359 crispum 183
digitata 233 236 eristatum BE 1.7. Do
eburnea 3062 fasciculare 184
ericetorum 362 granulosum 185
fastigiata. 357 359 diacobääfolium 134
flammea 360 lacerum 187
flava 357 laciniatum. 184
formosa 357 nigrescens 186
fragilis 302 nigrum 182
[ruticulosa 358 polycarpum 1 85
furcata 358 pulposum 183
gracilis 362 saturninum 187
herculanea 361 tomentosum 186
Hypoxylon 234 Vespertilio 186
Ligula 361 Conferva 15
militaris 233 . , bullosa | 150
muscoides 358 359 cristata 157
ophioglossoid. 363364 fluvistilis | 157
Phacorhiza 363 fontinalis 155
phosphorea 387 gelatinos@ 154
pistillaris 361 glomerata 157
pratensis . 359 intestinalis 155
pulvinata 36 I rivularis I 56
radicosz 234 torulosa 158
rugosa 360 Cornicularia.aculeata 103
spathulata 3065 odontella 192
Register
Corticium acerinum
roseum
Craterella ambigua
cornucoploides
Cirbraria
argillacea
Micropus
Cyathea
»
Daedalea
coriacea
quercina
sepiaria
Dematium
antannaeforme
artıculatum
bombycinum
ollare
petraeum
verticillatum
virescens
Elvela Brassicae
cucullata
galbanuım
hispida
Mitra
Seite >
356 Cyathea fragilis
355 regia
353 . tennis
336 Cyathus
22 Crucibulum
269 laevis
269 ° Olla
9 striatus
D. “
Seite %
25 Dicranum
3383 bryoides
337 cirratum
338 flexuosum
27 glaucum
382 heteromallum
382 pulvinatum
383 purpureum
384 sciuroides
383 scoparium
383 taxifolium
384 varium
E
Seite
253 Elvela purpurea
366 tubaeformis
DSL Embolus crocatus
374 sepuleralis
368 Encalypta
b
10
Encalypta ciliata
vulgaris
Endocarpum
aquaticum
Hedwigii,
melanostomum
miniatum
pusillum
Weberi
Equisetum -
.arvense
eburneum
fluviatile
Fissidens bryoides
pulyinatus
sciuroides
taxifolius
Fontinalis
antipyretica
apocarpa
pennala
Fuligo
flava
vaporaria
Geastrum
Begıster.
Seite
78 Equiset. Heleocharis
78 hyemale
18 limosum
229 palustre
229 polystachyum
230 pratense
230 sylvaticum
229 Telmateia
230 Erineum
acerinum
3 fagineum
32 populinum
31 tillaceum
35 Euphorbia degener
F
Seite
.86 Funaria
85 hygrometrica
4 Fuscina bryoides
12 glauca
107 heteromalla
70 purpurea
129 , seiuroides
21 scoparia
262 simplex
263 taxifolia
G.
Seite
Seite
34
33
Seite
20 Geastrum multiidum 256
Register 11
Seite Seite
Geoglossum 26 Grimmia Polyodon 76
capitatun. 363 Gymnostomum 1 de)
glabrum 364
glutinosum 3065. EENLITE 89
hirsutum 363 ciliatum 74
Grimmia ro _ Hedwigia 74
apocarpa 76 _ pyriforme 72
crispa 77 truncatum 73
H.
Seite Seite
Hedwigia Anodon 74 Himantia 23
ciliata 74 candida 387
Helopodium botryies 171 domestica , 386
symphycarpum]72. 232 Hydnum 25
Helvella 26 Auriscalpium 352
brunnea 368 cervinum 3509
caryophyllea 353 cirratum 352
coccinez 373 concrescens 351L
esculenta 3683 imbricatum 350
' gelatinosa 366 repandum 351
Infula 368 subsgquamosum 350
laciniata 353 Thalaephora 353
lacunosa lurida 307 Hypnum 13
leucophaea 367 abietinum 112
Mitra 307 _ aduncum 116
Mitra 367 368 alopecurum IIg
nivea 308 Dryoides 86
rubiginosa ı 354 canescenshirsutum 87
sulcata 367 pilosum 39
tubiformis 336 complanatum 127
12
_ Register.
Hypn. compressum
compressum ?
crispum
crista castrensis
cupressiforme
curtipendulum
cuspidatum
dendroides
denticulatum
dubium
filicinum
fluitans
illecebrum
medıum
molluscum
myosuroides &
myosurum
nitensg
parietinum
-
parietinum
plumosum
polyanthos
praelongum
proliferum
Impricaria aipolia
caesia
caperala
conspersa
Seite
206
2Io
199
Is;
207
Seite
ı11 Hypn. proliferum
116 purum
129 riparıum
114 rugosum
317 rutabulum h
I31 sciuroides
JE sericeum
130 serpens
108g setaceum
121 squarrosum
115 taxifolium
125 trichomanoides
123 triquetrum
125 velutinum
115 piticulosum
120, Aypoxylon granulos.
119 operculatum
109 phoeniceum
113 uftulatım
113 Hyssopus Salomonis
122 Hysterium
123 nigrum
114 pnlicare
112 quercinum:
1
Impricnria cycloselis
olivyacea
parietina
pP h ys odes
Registern. 15
. Seite Seite
Imbric. pulseruleuta 207 Jungerm. epiphylla 148
quercina 0202 furcata 149
saxakilis 196 lanceolata 141
scortea "BOT multihida | ‚149
stellaris 205 nemorosa 143
stygia 208 pinguis 148
Ulothrix ! 209 platyphylla 146
Isidium corallinum 1 72 polyanthos I4I
Jungermannia ı4 pulcherrima 1 46
asplenoides 140 pusilla 142
bicuspidata 143 quinquedentata 142
bidentata _ 144 reptans 145
cıliaris 145 tamariscifolia 147
complanata 146 tamariscifolia. 147
dilatata 147 trichomanis 144
dilatata Iag‘ viticulosa 140
Seite
Koelreuterahygrom. 05
RR
Seite Seite
Lachnum agarieinum 377 Lepra candelaris 207
Lactarius lateritius 325 carnea Vor)
Leersia ciliata 79 incana 228
fimbriata 9 lactea 02
pulvinata 85 rosea i” 252
BRIERmS 70 Lepraria alba 228
Leotia !
bike: 366 gg 227°
Mitrula 366 . incana 228
14 Register.
Seite Seite
Lepraria lutescens 2253 Lichen caperatus 199
Segestria 227 carpineus 231
Leskia b 13 castaneus 1y3
complanata 126 centrifugus 207
polyantha 128 chalybei formis 175
sericea | 127 chrysophthalmos 1 9r
trichomanoides 126 ciliaris 195
Lichen aculeatus 193 cinereus 227
aidaelus 387 eoceiferus 169
aipolius 209 coccineus 225
albido-caesius 217 confluens | 2209
ambiguus 205 conspersus 207
angulosus 217 corallinus 172
antiquitatis 183 cornutus 166
aphthosus 178 crispus 183
aqualticus 230 cristatus 184
"articulatus 174 decipiens 012
ater 220 diffusus 209
atrovirens 220 elvelvides 212
aurautiacus IQL 218 excavatus 222
Baeonıyces 231 f agineus 216
barbatus 173 174 fallax 200
botrytes 171 farinaceus 189
Dryophilus 213 fascieularis wety 185
byssoides . AR flavescens | oIL
caespitosus 228 lavo - rubescens 218
. calcarius 225 flavus 227
calcivorus 2023 floridus n 173
calicaris 190 fluviatilis 230
.candelaris 12 227 [ragtlis 228
caninus 170 Jraxineus 188
Register. } 15
Seite Seite
Lichen fulvus 212 Lichen muralis oJ1
fungiformis 232 murorum 2H1l
furcatus 1 64 muscorum 21 3 Q 23
fur -furaceus 194 myochrous 187
fusco -ater 219 nigrescens 1 86
. fuscus 232 nigricans 220
geographicus ‚226 obscurus 209
glaucus 200 ocellatus 22
gracilis 166 ochroleucus 225
Haematomma 225 Oederi 226
. hippotrichodes 388 olivaceus 202
hirsutus 182 pallescens 217
hirtus 173 pallidus 217
hispidus 193 205 paradoxus 213 ,
holocarpus 218 Parellus 215
horizontalis 178 parietinus 203 —
jacobaeaefol.wet£ 184 paschalis 172
Immersus 223 perlatus 199
impressus 213 pertusus 231
dncanus 228 physodes 204
_— islandicus 193 pinastri 197
- tenuissimus 192 plicatus 173
zubatus | 175 polydactylos. 177
lacteus 215 227 polyphylius 181
Lactuca 186 polyrhizos nz
lentigerus sı4 pruinosus er 64
dlimitatus 224 prunastri 190
uni 20T pulchellus 210
macilentus 171 u.
marmoreus '218 Aullus 151 202
miniatus 250 Rulmonarius 198
16
2
Lichen pulposus
pulverulentus
punciatus
pustul atus
pyxidatus
quercifolius
quercinus
radiatus
radieiformis
ran giferinus
rosaceus
roseus
rufescens
rugosus
rupicola
sanguinari us
sanguineo-ater
saxatilis
saxicola
scalopodora
seriptus
- pulicaris
sceruposus
segesiria
sepincola
.sordidus
spadiceus
spinosus
squarrosus 2
stygius
subcarneus
Register,
Seite
183
207
221
181
167
202
202
166
387
163
245
252
177
102
203
24
224
196
2II
182
161
249
222
227
196
217
1053
105
189
‘208
"217
Lichen sub ‚fuseus |
subulatus
sulpliureus
sylvaticus‘
sym phycarpus
tegularis
tenellus
tephromelas
tiliaceus
trapeziformis
Tremella
tremelloides
Ulmi
venosus
ventosus
verrucosus
Lobaria
aculeata
adusta
aipolia
aqualica
caesia
calicaris
candelaris
candelaris
caperata
centri fuga
chrysophthalma
ciliaris
ciliata
concolor
163
201
Lobaria conspersa
denudata
fallax
farinacea
fraxinea
ful 19777
furfuracea
glauca
hispida
islandica
muralis
. obscura
odontella
olivacea
orbicularis
parietina
perlata
physodes
pinastri
prunastri
pulmonaria
pulverulenta
quercina
saxatilıs
saxicola
scortea
sepincola
squarrosa
stellarig
stygia
Register
Seite
191
200
189
188
212
194
‚200
204
193
210
208
192
202
209
203
‘199
203
197
190
197
206
201
195
211
20L
196
189
208
\
207 Lobaria tenuissima
tiliacea
Lycogala
miniata
Lycoperdon
areolatum
arrhizon
Bovista
caelatum
cancellatum
capitatum
cinereum
corniculatum
echinatum
epidendrum
epiphyllum
equinum
Euphorbiae
excipuliforme
favogineum
gemmatum
gulosorum
lumbricale
multifdum
papillatum
pedunculatum
perlatum
Pini
poeuliforme
ıö6
Register.
Seite
Lycoperdon pratense 258 Lycoperdon Tuber 254
Proteus cepiforme 259 pvariolosum 337.
excipuliforme 259 vesparium 266
hirtum 260 -
ovoideum ÖL BaRPPOARUN 4 i
pyriforme o6L annotınum 39
scutellatum 278 clavatum 36-
Tritiei o8o complanatum 9.
truncatum 371 inundatum 38
M. Br
Seite Seite
Marchantia 14 Mnium cirratum 84
conica I5L cuspidatum 104
polymorpha 150 fissum, 143
Merulius 25 fontanum 99
Aduricula 371 hornum 100
aurantiacus 335 hygrometricum 05
Cantharellus 334 palustre 99
caryophyliaeus 353 polytrichoides & 137
cornucopioides 336 7“ = £ 138
pruinatus 336 _ pomiforme 106
quercinus 337 pseudo - triquetrum 103.
tremellosus 337 purpureunı 80
tubiformis 335. pyriforme 106
Mitrula Heydert 366 roseum 105
Mnitun androgynumı 610) serpillifolium 103
annotinum 98 cuspidatum 104
argenteum 97 proliferum 105
bimum 102 punctatum 103
capillare 100 undulatum 105
Mnium setaceum
stellare
Trichomanis
'triquetrum ß
undulatum
Mollia inuralis
ruralis
subulata
unguiculata
Monilıa
antennata
“aurea
candida
digitata
fructigena
glauca .
herbarum
Naemaspora
crocea
glabra
Neckera
crispa
curtipendula
dendroides
|
Registern
’
Seite
92 Monilıa zidulans.
102 Morchella
145 esculenta
102. Mucedo: grisea
1053 Mucor
909 cespitosus
O0 I crustaceus
90 Erysiphe
ferrugineus
92 Savidus
27 fu gacıssimus
382 glaucus
‚380 herbariorum
381 Lichenoides
2381 Mucedo
38 I :+ Mucedo
380 penicillatus
382 septicus
N.
Seite
19 Neckera pennata
250 viticulosa
247 Nidularia campanul.
13 hirsuta
128 . laevis
131 Striata
130 vernicosa
CS,
ı9
Seite
271
27
309
270
22
351
351
253
385
269
383
380
2709
285
270
270
381
263
Seite
129
130
283
283
284
283
283
.o Register.
O.
Seite
Octospora eitrina 379 Opegr. macrocarpa
elastica 371 macularis
hirta 375. HNotha
pustulata = 374 praecineta
scutellata 37 6 pulverulenta
Onoclea 6 _ quercina
struthiopteris 44 radiata
Onygena 22 scripta
equina 271 Ophioglossum
Opegrapha 16 vulgatum
astroides ı60 Orthotrichum anomal.
atra 6 crispum
denigrata 162 striatum
epiphega 162 Osmunda
faginea 162 Lunaria :
lichenoides 162 Spicant
limitata 161 strutiopteris
P.
Seite
Patellaria angulosa 217 -Patellaria parella
aurantiaca 218 sanguineo-alra
confluens 2930 scytropa
glaucoma u sub fusca
haematomma 225 sulphurea
holocarpa 218 tephromelas
immersa | 59‘ Ulmi
mUuscorum n23 Peltidea aphthosa
parasema & ED canınna |
b 5
BE NN
Seite
Register |
Peltidea horizontalis 178 Peziza Crater
polydactyla
ru ‚fescens
venosa
Peltigera
aphthosa
.canına
horizontalis
polydactyla
rufescens
sylvatica
venosa
Peziza
acetabuli formis
aeruginosa
aurantia
aurea
Auricula
bicolor.
brunneas
cinerea
citrina
elandestina
coccinea
coccinez
cochleata ?
cochleata (3
comitialis
cornucopioides
eorticalis
#
1/7
177
179
17
178
176
177
176
crucibuliformis
epidendra
faseieulata
hemisphaerica
hirsuta
hispida
hyalina
inquinans
laegis
lentifera
leporina
lutea
macropus
nivea
Ola &
Oxyacanthae
papillosa
poculiformis
polymorpha
pulchella
pPunctata
pustulata
Pyxis
radicata
scutellata
sentellata 37 5
stercorea
stipitata
2% Register. !
4 Seite | Seite
Pezıza striata 283 Placodium candelar. 212
undulata 336 impressum he
virginea 377 lentigerum 214 |
Phallus 24 murorum ol
costatus 367 saxicola 2IL
crispus 368 Platisma armatum -I9E
esculentus 369 fallax 200
impudicug 286 glaucum 200 |
Phascum IO pinastri | 197
acaulon atß 69 sepincola 196
cuspidatum 68 Polypodium OW
Hallerianum 132 aculeatum 61
muticum 69 cristatum 6 1
subulatum 7208 dilatatum | 65
Physarum ol Dryopteris ‘62
cinereum 0263 Filix foemina 56
columbinum 264 mas a
melanospermum 264 _ fontanum 55
nutans 264 ‚fragile 066
Physcia calicaris 199 incisum 56 |
chrysophthalma 191 montanum 59°
ciliaris 105 _Oreopteris 59
ferinacea Ii8g Phegopteris 57 "2
Fraxinea 188 regium 67 !
furfuracea 194 tenue - 67 3
islandica 1093 Thelypteris |
pollinaria 189 vulgare 45 —
prunastri 190 Polystichum ; 5
tenella 205 aculeatum 60
Pilularia 4 _ Dryopteris 6
globulifera a Filixms +63
Registern 25 -
Seite Seite
Polystich. montanum 53 Pottia eustom 73
multiflorum 64 pyriformis 73
Phegopteris .. 57 Psora 17
"Thelypteris 59 ee Er
‚ actea I
Polytrich um ı 14 en tigera 5 en
aloides 138 muscorum 213
commune 133 paradoxa 213
commune £ 135 Psoroma candelaria 21%
I N 136 decipiens 212
ericoides 137 nigra 183
juniperinum 135 paradoxa 213
nanum 137 Pteris 0)
piliferum 135 aquilina 46
undulatum _ 139 Puccinia 23
urnigerum 130 Anemones 28L
yuccaefolium 134 graminis 282
Poronia GleditschiÜ 241 Pulmonariareticulata 1985
Rh.
Seite Seite
Racodıum. 28 Rhizomorpha 28
csllare 385 capillaris 388
rupestre 384 fragilis 387
Jiamaria curall. alba 358 ah ä 385
flava 357 „subcorticalis | 387
cristata a 15
Auitans 153
muscoides 358 glauca 152
Reticularia segetum 2809 Russulaaeruginosa 328
24. Register
Ei
ß Seite
Sclerotium 20 Sphaeria clavata
Brassicae 252 confluens
Erysiphe 253 _ cornuta
quercinum 254 deusta
semen 253 digitata
varıum 252 digitata
Scolopendrium 7 disciformis 3...)
altebiifölum 52 fimbriata KRRERR:
Ceterach 49 fragiformis
Phyllitis 49 frag iformis 237
Ruta muraria BI fusca
septentrionale so BEER Ban
yiridis
Scyphophor, cornutus 166 graminis
gracilis 166 H
3 ypoxylon
pleolepis 109 inguinans Xtilostii
at datus 107 lycoperdoid.bicort,
radiatus 166 maculae formis
ventricosus 170 marime
Setaria chalybeiform. 175 Melogramma
Jubata 175 microscopi@
Spathularia 26 militaris
flavida 3065 miniata
Sphaeria 18 natans
albescens 243 nitida
Anethi 244 nivea
bombarda 247 ocellata
Brassicae 253 ophioglossoides
Carcharias obtusa 236 pallida
Carpini 244 pertusa
Sphäeria polymorpha 235
Poronia 2Al cymbifolium
pulchella 216 intermedium
punctata 241 obtusifolium
quercina 242 palustre &
Ribesia 239 ..-
rubiformis 237 Splachnum
Sambuci 240 ampullaceum
Sanguinea 247 Stemonitis
Solaui 246 argillacea
spiculosa 245 botrytis
strecorea 24ıl crovala
stigma 242 papillata
tremelloides 251 reticulata.
truncata" 241 Stereocaulon
tuberculosa 338 Corallina
versipellis 242 fragile
Xylostii 248 madreporüforme
Sphaerocarpus albus 263 paschale
Sphaerophorum 18 Stereum purpureum
fragile 228 Sticta sylvatica
sterile 228 Stilbospora
Sphagnum IO sphaerosperma
T:
Seite -
Thaelaephora 26 Thael. caryophyllaea
‚ acerina 356 fragilis
aurantia 356 bhirsuta |
sarnea 355 mesenteriformis
Regi
Seite
sten
Sphagn. acutifolium
d
j
/
26
Thaelaeph. purpurea
quercinä
rosea
rubiginosga
sambuci
terrestris
Tortula
convoluta
muralıs
ruralıs
subulata
unguiculata
Tremella
agaricoides
arborea
__— Auricula Judae
coccines
coralloides
crispa
Lichenoides
mesenterica
Nostoc
purpurea
sagarum
spiculosa
Trentepohlia erecta
Trichia
Seite
354
355
355
354
356
353
II
92
90
g9L
89
9I
27
371
370
371
251
251
159
187
370
158
370
251
370
370
98
21
Register.
'Trichia botrytis
cinnabarina
clavata
coerulea
hernisphaerica
lenticularis
niten$
nivea
ovata
pyri formis
reticulata
rubiformis
Trichoderma
tuberculatum
Trichostomum
canescens
hypnoides
lanuginosum
Tuber
‚cibarium
gulosorum
Tubercularıa
ericecorum
fungiformis
granulata
rosea
vulgarıs
‘Tulostoma
brumale
254
254
231
232
251
252
251
20
256
Ulva -
intestinalis
Nostoc
terrestris
Umbilicaria
glabra
pellita
polyphylia
pustulata
vellea
Urceolaria excavyata
geographica
Ho of, fmanni
Scruposa
tessulata
Uredo
Alchemillae
appendiculata
candida
V ariolariacorrugata
Jaginea
lactea
Melogramma
Verrucaria
alba
Register
-
2
87
Seite R
15 Ured. Euphorb. Hel.
155 farinosa
158 frumenti
159 Menthae
Rosae centifoliae
17 ; a
180 Rubi fruticosi
poker
181 BEN
Sonchi
181
182 Tragopogonis
Tussilaginis
221 Viciae Fabae
226 vıolacea
223 Usnea
222 artıculata _
221 barbata
23 chalybeiformis
275 florida
279 jubata
279 plicata
V.
Seite \
249 Verrucaria atra
216 atrosanguinea
215 aurantiaca
239 confluens
17 contorta
227 faginea
28 Register. u
Seite Seite
Verrucaria flava 227 Verrucar. muscorum 223
fusco- Atra 2109 nigro=cinerea “ 220
geographica 226 pallida . 216
glaucoma 217 Parella 215
Haematomma 225 rubra 218
holocarpa 7218 scruposa | 222
immersa 2273 segestria 227
incana | 22EW unblasca 219
*limitata 224 |
_ lutescens 224 ISPBRILOR 225-
multipunctata 221 tesselata | 221
W.
Seite Seite
Webera Diphyscium 132 Weissia anomala 93
pyriformis 106 _ crispa 94
Weissia II striata 94
x.
: BI. Seite Seite
Xyloma 19 Xyloma pezizoides 250
acerinum 250 : aa 249°
a
TEUTSCHES REGISTER
zu des Sten Bandes zweiten Abtheilung,
A.
Seite Seite
— Aderschwamm 25 334 Astmoos 13 108
Apfelmoos 12 106
B.
i Seite Seite
Bärlapp 4 36 Bovistschwamm zo 257
Becherfarrn 9 653 Brandschwamm 23 275
u Becherschwamm 27 371
» Blätterschwamm 25: 203:'17,,
Blasenchwamm 21.263 ea Sala 21.99
Büchsenschwamm 23 271
Borstenmoos ıI 88 Byssus 16 159
i N
Seite
Champignon 319 n
E'
Seite Seite
Engelsüss 6 ‘45 Erdschwamm 20 256
Erdorseille 215
Fadenschwamm
Filtenschwaınm
Gabe!moos
Gallertflechte
Gallertschwamm
Haarflechte
Haarmoos
Haarschwamm
Hartschwamm
Hauthaarschwamm 23 282
Innfruchtflechte
Isländisch Moos
Kahlmund
Kelchschwamm
Keulenschwamm
Knotenmoos
- Knotenschwamm
Labyrinthschwamm 25337 Löcherschwamm
Lappenfllechte
Linsenschwamm
Register
F.
Seite- Seite
22 268 Froschleich 15 154
26 367 |
G.
Seite Seite
Il 79 Glanzschwamm 19 248
17 183 Gliedschwamm 24 286
27 379 Glokkenmoos — 11
| +.
Seite Seite
16 173 Hirschzunge 49
14 133 Hörnerschorf I5 152)
21 2065 Hollunderschwamm 371
20 252 Holzschwamm 19 249
Hufschwamm 22 271
I. |
Seite . Seite
18 229 Judasohr 371
193 Jungermannie 14 140
K.
Seite Seite
10%. 99 Konferve 15 155
je 285 Korallenflectte 16 171
2 ni |
12 73 Kugelflechte ı8 228
IQ 251 Kugelschwamm 18 233
%
Seite Seite
25 339
17 188 2"
Lungenmoos 197
23 283
18 |
Register 31
M..
Seite Seite
Marchantie 14 150 Mondraute Al
Mauerraute 51 Morchelschwamm 26 369
Milzfarrn 7 53 Müzzenschwamm 26 366
N.
Seite ı Seite
Nabelllechte f 17 180 Nezzschwamm 22 268
Natterzunge 5.43
6)
Seite
Ohnmund 10 68
P. Ä
Seite Seite
Perlmoos 1,.::08 Pillenfarrn 4 4ı
Päfferling 334
D.
& Seite
Quellmoos I2 107
, PR.
Seite Seite
Rankenschwamm 59 250 Rizzie 15 152
Rasenschwamm 28 385 Rollfarrn 6 44
Reizker 324 Rosenkranz=
Riemenschwamm 28 386 schwamm 27 380
Rippenfarrn 7 47 Russchwamm 21 2062
S.
Seite Seite
Sakkschwamm 23 281 Schorfflechte 17 212
Saumfarrn 6 46 Schorfmoos 13 137
Schaftheu 3 29 Schraubenmoos 11 89
Schildflectte 17 176 Schriftflectte 16 160
Schimmelschw. 22 269 Schwammilechte 18 231
Schirmmoos IO 75 Schwülenschw. 20 256
NE
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32 Re.gh) st em Po WER
vr wo Seite u N Rs i hseii 3
Seilmoos . 12.95 Staubschwamm 21 257. /
uhickwamn >50 269 Sternschnuppen 158
| Strauchmoos 13 120.
Spatelschwanm 26 365 Stseiffarrn pin 7 49
Stachelschwamm 25 350 Strunkllechte ..ı6 163°
I % Er
y Seitefi . Seite,
Täubling « ‚x 306% ‚Traubenschwamm 27 379.
Tingmoos k 13:128- Trüffelschwaumm. 20 254
Torfmoos Io 70 Tuchschwamm 28 384
‚Traubenfarrn zZ 41 Tüpfelfarrn g 31.
V. | |
Seite \ Seite
Venusschwamm 19 248 Vollfarrn Pe
“
W. 2 7 “
We Seite Seite _
Warzenflechte 17, 215 Wetterzotte | 383
Warzenschwamm 26 352 Widertbon “33;
Watt 15 158 Wulstbilätterschw. 24 287 -
Weiterschwamm 21 262 Wurzelschwamm 28 387
7.
u Seite ‚Seite r
Zunderschwamm 346 Zwergmoos wre 76
Zungenschwamm .26 363 ME 9.
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